Komm mit mir in meine Welt der Bücher! So bunt, wie nur ein Blumengarten sein kann, ist auch die Auswahl meines Lesestoffs! Was gibt es Schöneres als dorthin zu reisen? DU findest bei mir Besprechungen über neue Literatur aus unterschiedlichen Themen, wie Gegenwartslektüre aus den Bereichen Frau und Familie, historische Romane, Liebe und Fantasy. Ich berichte hier hobbymässig über meine gefundenen und gelesenen Neuerscheinungen, sowie über meine Lieblingslektüren.
Mittwoch, 13. März 2024
*Schneefieber* von Giles Kristian - erschienen im Penguin Verlag
Sonntag, 17. Dezember 2023
*Zimtschnecken und Schneegestöber* von Hanna Blixt - erschienen im Penguin Verlag
*Werbung, unbezahlt*
DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Marie-Sophie Kasten
Originaltitel: GLASVERANDA MED SJÖUTSIKT
Originalverlag: Historiska Media, Lund 2021
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10875-7
Erschienen am 27. September 2023
INHALT/KLAPPENTEXT: Weiße Flocken tanzen vom Himmel, als Nora frisch getrennt in Leksand ankommt. Als sie klein war, fühlte sie sich an diesem Ort in der schwedischen Provinz zu Hause – und darum ist er perfekt für ihren Neubeginn. In das rote Holzhäuschen, das bedeckt von einer dicken Schneedecke am Rande eines zauberhaft funkelnden Sees steht, verliebt sie sich auf den ersten Blick. Innen ist es zwar nicht ganz so einladend wie erwartet, doch davon lässt sie sich nicht entmutigen. Mit ihrem Händchen für Inneneinrichtung weiß sie, wie sie es sich auch ohne viel Geld gemütlich machen kann – und dass ihr sympathischer Nachbar Viktor den Kamin in Gang bringt, ist der erste Schritt zu einem kuscheligen Zuhause. Immer wenn sich ihre Blicke begegnen, erfasst sie ein so warmes Gefühl wie bei einer Tasse heißer Schokolade. Doch Viktor verbirgt eindeutig ein Geheimnis – und es kommt gar nicht infrage, dass Nora ihr Herz noch einmal dem falschen Mann schenkt …
Hanna Blixt ist eine schwedische Autorin. Nach mehreren Kinder- und Jugendbüchern ist »Zimtschnecken und Schneegestöber« ihr erster Roman für Erwachsene. Er war ein großer Erfolg in Schweden und wurde in mehrere Länder verkauft. Hanna Blixt lebt in dem idyllischen Ort Leksand in der schwedischen Provinz Dalarna, der auch der Schauplatz ihres winterlichen Wohlfühlromans ist.
Mein Leseeindruck: Das sehr hübsche Cover vermittelt sofort die Vorfreude auf eine weihnachtliche Geschichte , inmitten von schneebedeckten Wäldern Skandinaviens . So ganz stimmt dieser visuelle Eindruck leider nicht, denn das Weihnachtsfest kommt gar nicht vor im Lauf der Geschichte.
Dafür gibt es sehr viel Schnee, ein romantisches, etwas vernachlässigtes Ferienhaus am See, kalte Füsse der etwas unsicheren 30 jährigen Protagonistin Nora, ihre Ängste vor dem verflossenen Freund Jonas, einer harmlosen Katze und einem stürmischen Hund. Diese junge, sympathische, aber etwas labile Frau verhält sich allerdings wie ein Teenager und scheint auch beziehungsmässig dem hinterlistigen und gewalttätigen Jonas nicht gewachsen zu sein. So flüchtet sie in ihre alte Heimat Leksund in Dalarna in das schöne rote Schwedenhäuschen. Dort taucht Viktor auf, der gut aussehende Nachbar, der es endlich schafft die Heizung in Noras Häuschen anzustellen. Nora lebt am Existenzminimum , da sie kampflos ihre Eigentumswohnung in Stockholm dem nicht mehr geliebten Jonas überlässt und ihren gut bezahlten Job mangels Selbstvertrauen auf Eis legt. Schon allein diese Handlungen der jungen Frau haben mich masslos enttäuscht. Aber diese Charakter-Entwicklungen der Protagonistin Nora kann ich der Autorin verzeihen und sie ist nachvollziehbar.
Mit dem Auftauchen des Schriftstellers Claes im Roman konnte ich mich aber nicht abfinden. Claes befragt Noras Grossvater Torsten in Leksund nach seiner Vergangenheit und möchte ein Buch daraus verfassen. Der Schreibstil der Autorin über den Schriftsteller-Protagonisten Claes kam mit unterschwelligen, abfälligen Vorurteilen daher, war völlig negativ verfasst und hat mir nicht gefallen. Merkwürdigerweise waren die übrigen Kapitel angenehm geschrieben. Sie ließen sich flüssig, schnell und leicht lesen.
Auch die Freundin Vega kommt überzeugend im Roman daher, wie auch der Grossvater Torsten. Es gibt mit dem plötzlichen Auftauchen des Grossvaters Erinnerungen für Nora an dramatische Ereignisse, die Noras Kindheit negativ geprägt haben und jetzt wieder an die Oberfläche ihres Bewusstsein drängen. Mehr darüber möchte ich hier nicht verraten, da sonst die Spannung im Buch zu schnell verfliegen würde. Die Entwicklung der zarten Liebe zu Viktor wird leider sehr zurückhaltend und blass beschrieben,,,,,
Meine Bewertung: DREI *** Sterne für diesen Wohlfühlroman aus Schweden.
Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das hübsche Rezensionsexemplar.
Donnerstag, 20. September 2018
*Ein unvergänglicher Sommer* von Isabel Allende, erschienen im Suhrkamp Verlag
Rezension
INHALT/KLAPPENTEXT:
Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucía, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucía drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muss verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird. Und am Rande dieses Abenteuers entsteht etwas zwischen Richard und Lucía, von dem sie beide längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten.
MEINE MEINUNG:
Die wunderbare Erzählkunst der beliebten und bekannten Schriftstellerin ISABEL ALLENDE hat mir meine Spätsommerlesestunden im Garten total versüsst und ich kann eine absolute Leseempfehlung für dieses leichte, unterhaltsame Buch, welches vor sehr ernsten und dramatischen Hintergründen spielt, aussprechen und empfehlen.
Zuerst die ernsten Tatsachen und Hintergründe, vor denen diese Geschichte erzählt wird. Es gibt elf Millionen Einwanderer aus Lateinamerika in den USA, die ohne Rechte und gültige Papiere im Land leben. Immer müssen sie befürchten plötzlich und unerwartet von einer Ausweisung bedroht zu werden, obwohl sie oft schon Jahrzehnte im Land geduldet wurden. Familien werden getrennt, Menschen ausgebeutet und von verantwortungslosen Schleppern in Lebensgefahr gebracht. Diese Probleme häufen sich zur Zeit weltweit an, die flüchtenden Migrationswellen von Menschen aus dem Kriegsland Syrien und dem riesigen Kontinent Afrika sind uns allen nur zu gut bekannt. Die Autorin beschreibt einfühlsam und genauestens neben der einnehmenden, humorvollen Rahmenhandlung des Buches, auch die vielen politischenTragödien des Südamerikanischen Kontinents mit seinen Kriegen, Militärputschen und Diktaturen. Sie verbindet die Lebensschicksale - und Geschichten der drei Hauptprotagonisten Richard aus New York , Lucía aus Chile und Evelyn aus Guatemala, perfekt mit ihren Herkunftsländern. Die Autorin führt den Leser spielend in die letzten dreissig Jahre südamerikanischer Geschichte ein. Gerade auch für junge Menschen, die keine Zeitzeugen waren, ist das eine wertvolle Bereicherung ihres Allgemeinwissen. Einige mystische Erzählungen, Bräuche und erschreckende Realitäten der einheimischen Bevölkerung aus Guatemala, Brasilien und Chile hat die Autorin geschickt in diese Lebenswege eingebaut und den Leser in ein buntes und rätselhaftes, für uns oft fremdes Umfeld, mitgenommen. Mit Sicherheit hat Isabel Allende auch autobiografische Erfahrungen und Erinnerungen in den Roman eingebracht.
All das hat Isabel Allende nebenher ruhig, eindrucksvoll mit besten Hintergrundwissen zu einem sehr bildhaften, warmherzigen und humorvollen Unterhaltungsroman verschmelzen lassen.
Brooklyn im Winter bei Eis und Schnee, ein einsamer Professor, der mit vier Katzen in einem baufälligen, eiskalten Haus lebt, seine lebenslustige und fröhliche Untermieterin Lucía aus Chile und das guatemaltekische Kindermädchen Evelyn sorgen für Humor, Herzensgüte, gegenseitiges offenes Kennenlernen und letztendlich wird auch eine zarte, hoffnungsvolle Liebesgeschichte erzählt. Diese gemeinsame Suche der drei unterschiedlichen Personen um ein Verstecken und Aufdecken einer merkwürdigen und gefährlichen Situation, um die Beseitigung einer Leiche, lässt keinerlei Spannungslücken vermissen.
Freitag, 6. Juli 2018
*Zwei alte Frauen* von Velma Wallis, gelesen von Ursula Illert
- Audio CD
- Verlag: steinbach sprechende bücher (1. März 2009)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3886988252
- ISBN-13: 978-3886988259
- *Werbung*
Anne vom Blog https://leseleidenschaftfuersleben.wordpress.com/2018/07/03/velma-wallis-zwei-alte-frauen/ hat mir mit ihrer Vorstellung dieses Buch wieder in das Gedächtnis gebracht. Danke dafür!! Ich will es schon seit Jahren lesen und habe es heute nun als Hörbuch gehört.Es war ein tolles Hörerlebnis und ich hab dafür vieles andere versäumt!
Der Nomadenstamm der Gwich-in, hoch oben in Alaska, wird während eines extremen Winters von einer Hungersnot heimgesucht. Wie es das Stammesgesetz vorsieht, beschließt der Häuptling, zwei alte Frauen als unnütze Esser zurückzulassen.
In der eisigen Wildnis auf sich allein gestellt, geschieht das Erstaunliche: die beiden Frauen finden den Mut und den Willen zu überleben. Und es gelingt ihnen.
Meine Meinung: Gebannt habe ich heute diese beeindruckende Erzählung als Hörbuch in ungekürzter Form verfolgt. Die Sprecherin Ursula Illert hat mich mit ihrer angenehmen, ruhigen Stimme und Sprechweise in das kalte und unwirtliche Alaska entführt. Das Überleben der beiden Frauen zeigt Stärken, die Menschen, auch Frauen im Kampf um Leben oder Tod entwickeln können. Diese Geschichte basiert auf den mündlichen Überlieferungen der Athabasken, die Velma Wallis von ihrer Mutter erzählt bekam. Die dort lebenden unterschiedlichen Nomadenstämme sind erst ca. 1900 sesshaft geworden und so ist in der Erzählung sicher viel Authenzität verborgen. Die Erzählung transportiert unser aller Hoffnung auf Menschlichkeit, Mitgefühl und Verzeihen mit unserem Nächsten, sowie diese Eigenschaften auch in Extrem-Situationen zu bewahren und zu hüten.Dieses Anliegen ist der Autorin voll und ganz gelungen!
Ein grossartiges Werk, welches von mir FÜNF ***** Sterne bekommt !!
Eine wunderschöne und aussagekräftige Rezension gibt es auch bei Monerl zu erlesen!
Donnerstag, 1. Dezember 2016
*Nordische Nächte* von Tania Blixen, Penguin Verlag
Menschen IHRER Zeit hervorragend beobachtet und beschrieben
*Nordische Nächte* von Tania Blixen ( es ist das Pseudonym des deutschsprachigen Leseraumes für KAREN BLIXEN, der Verfasserin von *Jenseits von Afrika* ) beinhaltet sieben wunderbare Erzählungen der Autorin. Der Verlag hat sie sehr gut zusammengestellt in Anlehnung an die nordische Heimat der Autorin, die kalten Wintermonate mit Eis und Schnee. Vor allem beschreibt Tania Blixen die Menschen und das Geschehen ihrer Zeit in Skandinavien, zum Beispiel das Treiben der Gesellschaft zu Sylvester im Jahre 1870 in der Erzählung *Saison in Kopenhagen*. Es ist eine - in unseren Augen - altmodische Welt mit anderen Werten und Gepflogenheiten. Die Männerwelt dominiert und doch haben Frauen im Hintergrund alle Fäden in der Hand,,,
In*Babettes Fest* (die Erzählung wurde auch verfilmt), erzählt sie eher von mystischen Wundern, die eine französische Köchin einem Puritanischen Haushalt durch ihr Organisations- und Kochtalent schenkt. Standfeste gläubige Puritaner lassen sich wie durch Zauberei verführen , knüpfen wieder gute Kontakte miteinander und schwelgen beim Essen und Trinken von Babettes Köstlichkeiten.
Ich werde nun nichts mehr über die anderen fünf Geschichten hier verraten,,,
Meine Meinung:
Ihr Schreibstil, kurz, prägnant mit mystischen- fast zauberhaften Andeutungen - humorvollen Beobachtungen ihrer Charaktere und vor allem dem Beschreiben des Zeitgeschehen im 19. - und 20. Jahrhundert ist sehr informativ und beansprucht die volle Konzentrationsfähigkeit des Lesers. Keine Lektüre , die man vor kurz vor dem Einschlafen lesen sollte.
Die Protagonisten der Geschichten bezaubern und entwickeln einen ganz eigenen Charme. Das Lesen ihrer Lektüre beruhigt und man versinkt in eine andere, altmodische Sprache und Welt - Karen Blixen wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen, hat ihn aber niemals bekommen. Zu Unrecht - meinte der grosse Ernest Hemingway.
Ich habe die Geschichten genossen und kann nur fünf Sterne vergeben für diese Grosse Meisterin der Erzählkunst .
Herzlichen Dank an den Penguin Verlag für die Bereitstellung des Buches.


