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Mittwoch, 16. September 2026

*Alte Pfade von Alexa Hennig von Lange - erschienen im DuMont Verlag*

 

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung zum Buch:  

Die  50-jährige Liliane hat einige emotionale  Veränderungen in ihrem Leben hinter sich. Die Scheidung von ihrem Ehemann versucht sie mit einem Urlaub in Spanien zu verarbeiten. Ihr gemeinsamer, erwachsener Sohn befindet sich auf einer längeren Reise, verlässt das Familiennest.  Liliane braucht Abwechslung und Erholung vom Familienleben. 

Plötzlich bekommt sie eine alarmierende Nachricht aus Schottland: ihr 89-jähriger, geliebter Vater ist während einer Schottlandwanderung mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen. Aufgelöst und erschrocken macht sie sich sofort auf den Weg zu ihm. Direkt von Spanien nach Schottland. Mit dem Auto.

 Wir begleiten Liliane in ihrer Gedankenwelt, die in den Zeiträumen ihres Lebens hin und her springen. Mal erinnert sie sich an Wanderungen mit der Familie aus ihrer Kinderzeit, in der ihr Vater als starker und glänzender Held und Retter der Familie aus schwierigen Situationen dasteht. Aber immer wieder kommen auch schmerzliche Erinnerungen an ihre früh verstorbene Mutter in ihr hoch. Liliane war erst zwölf Jahre alt und hat sich rührend um ihre beiden  Geschwister gekümmert, eine enge Bindung zu ihnen und dem Vater aufgebaut. 

Während sie den schwächlichen Vater  beim zweiten Aufbruch seiner Highland Wanderung begleitet,  kurz nach dem Herzinfarkt, sieht sie plötzlich viele Familien Ereignisse der Vergangenheit in einem anderen Licht.  Er möchte unter allen Umständen diese Wanderung beenden . Sie kann ihm diesen Wunsch nicht abschlagen und möchte ihn begleiten, umsorgen, auf ihn achten. Sie versucht nicht streng zu bewerten, sondern den Vater auch in seiner aktuellen, schwierigen Situation am Ende des Lebens zu verstehen. Sie respektiert seinen  brennenden Wunsch diese Reise, die er als junger Mann schon einmal allein gemacht hat, zu wiederholen. Doch die Vergangenheit lässt sich nur in Fragmenten in die Gegenwart integrieren. Das müssen Liliane und ihr Vater traurig  akzeptieren,,,,, 

Eine fünfköpfige Familie baut sicher ein kompliziertes Beziehungsgeflecht bis zum Erwachsenwerden der Kinder miteinander auf, welches sich im Lauf der Zeit und der persönlichen Umstände verändert. Doch unverbrüchlich bleibt eine Liebe zueinander, deren Grundstock zwischen Eltern und Kindern gelegt wurde. Auch wenn sie Fehler machten in der Erziehung und dem Einschätzen der Bedürfnisse aller Mitglieder. Diese Erkentnis machte Liliane auch während ihrer gescheiterten Ehe.....

Der berührende und einfühlsam verfasste Roman hat viele emotionale Schwingungen in mir ausgelöst, angefangen von  Ur-Ängsten bis  hin zum  liebevollen Verstehen und Mitfühlen mit den Protagonist*innen und deren Verhaltensweisen. Das hat die Autorin klar und deutlich in ihrem schönen und spannendem  Schreibstil darstellen können. Die wunderschönen, leisen und bunt  untermalten  Bilder der einsamen Highland Landschaft Schottlands waren ein zusätzliches Lesehighlight im Buch. 

Atmosphärisch stimmig, berührend verfasst,  ist dieser Roman eine absolute Leseempfehlung für mich  mit FÜNF ***** Sternen.  


 Inhalt/Klappentext: Als Liliane von ihrem ersten Urlaub nach der Scheidung zurückkommt, erreicht sie ein Anruf aus einem Krankenhaus in Schottland: Ihr 89-jähriger Vater ist allein in die Highlands gereist und hat in der Wildnis einen Herzinfarkt erlitten. Noch in Strandschuhen und T-Shirt fährt Liliane ihm nach, um ihn nach Hause zu holen. Doch ihr geschwächter Vater will nur eines: bis zur nördlichsten Spitze Schottlands laufen, wie damals als junger Student. Liliane sieht keine andere Möglichkeit, als ihn zu begleiten. Gemeinsam brechen Vater und Tochter in die alten Pfade der Highlands auf. Sie übernachten in Feldsteinhütten, werden von Unwettern überrascht und sprechen zum ersten Mal über die dramatische Familiengeschichte – die Kriegskindheit des Vaters in Potsdam, den frühen Tod seiner Frau, Lilianes Mutter. Während der einst so starke Mann sich auf seine Tochter stützen muss, erkennt Liliane, wie sehr die Härte ihres Vaters ihre Beziehungen zu Männern und das Verhältnis zu ihrem Sohn geprägt hat. Der letzte Weg des Vaters wird für seine Tochter zu einem Aufbruch.

Ein atmosphärisch dichter und einfühlsamer Roman über die Neubegegnung zweier Menschen, die sich lange fern waren.

ALEXA HENNIG VON LANGE, geboren 1973, wurde mit ihrem Debütroman ›Relax‹ (1997) zu einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation. Seitdem hat sie mehr als 25 Romane veröffentlicht, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Bei DuMont erschien zuletzt die ›Heimkehr‹-Trilogie: ›Die karierten Mädchen‹ (2022), ›Zwischen den Sommern‹ (2023) und ›Vielleicht können wir glücklich sein‹ (2024). Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in Berlin. www.alexahennigvonlange.de

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar!


Sonntag, 13. September 2026

*Amrum* von Hark Bohm

*unbezahlte Werbung, selbstgekauftes Buch*

Meine Meinung zum Buch:

Diesen autobiografischen Roman hat Hark Bohm kurz vor seinem Tode  zusammen mit Philipp Winkler verfasst. Und er  ist ein gelungenes Leseerlebnis für mich geworden. Den Film zum Buch habe ich noch nicht gesehen, das möchte ich aber demnächst unbedingt nachholen. 
Der Autor erzählt aus seiner Kindheit, die er bis zum 10. Lebensjahr auf der Insel Amrum verbracht hat.
 
Es ist kurz vor dem Ende  des 2. Weltkriegs.  Auch auf der abgelegenen Insel Amrum,  inmitten der Nordsee ist nichts mehr wie vor dieser militärischen Auseinandersetzung. Der größte Teil der männlichen Bevölkerung befindet sich an der Front, das Nazi-Regime liegt in den letzten Zügen. Die Alten der Insel, die Frauen,  Kinder und Jugendlichen  halten den normalen Inselalltag und das Überleben in diesen schwierigen Zeiten am Laufen. 
Nanning und Hermann, zwei  10 jährige Freunde  arbeiten fleissig auf den Bauernhöfen ohne Entgelt. Sie bekommen für ihre Mühen mal ein Stück Butter, eine Kanne Milch und/oder Hühnerfutter. Sie fangen Schollen, sammeln Vogeleier in den Salzwiesen und haben immer etwas zu tun. Ideen zur Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln gehen ihnen selten aus. Die beiden Kinder haben familiär unterschiedliche Hintergründe. Nanning entstammt mütterlicherseits  aus einer seit Jahrhunderte auf der Insel ansässigen alten Kapitäns - und Walfänger Familie. Nanning's Mutter  Hille Hagener, geb. Jessen hängt nun dem Nazi-Regime und seiner Politik begeistert an. Sein Vater ist ein schreibender Akademiker, der nazitreue Literatur im fernen Hamburg verfasst. Hermann's Familie hat dänische Wurzeln und begeistert sich für die Sozialdemokratie. Das tut der echten und liebevollen Freundschaft der Jungen  zueinander aber keinen Abbruch. 

Mich hat das Buch hauptsächlich durch die atmosphärisch dichten und stimmigen Beschreibungen des Insellebens, der Nordsee, der Natur an Strand und Watt beeindruckt. Der Autor betrachtet und beobachtet die Natur aus dem Blickwinkel des jungen Nanning, den er mit autobiografischen Zügen ausgestattet hat. Es sind poetisch fein beschriebene  Betrachtungen der vielfältigen Vogelwelt im Watt, der Gezeiten  - und Wetterphänomene am Meer. Die Tierwelt der Insel, das bäuerliche Leben der damaligen Zeit  wurden sehr fantasievoll und lebhaft gezeichnet und haben ein buntes Kopfkino beim Lesen in Gang gesetzt. Die  lang gewachsenen Beziehungen der friesischen Inselbevölkerung zueinander, ihre unterschiedlichen politischen Standpunkte wurden gerade auch durch Nanning's Beobachtungsgabe  klar und deutlich dargestellt.  Das ruhige, aber eben politisch beeinflusste Leben während der NS-Zeit der Inselbewohner, die an traditionellen zeitlosen Werten festhalten, ziehen sich durch das gesamte Buch. 

Ich konnte dank des eindeutigen und klaren Schreibstils schnell durch die Seiten fliegen und gebe eine Leseempfehlung mit VIER **** Sternen.    



INHALT/KLAPPENTEXT:

Zwischen Heidekrautfeldern und dem endlosen Watt ist Nanning zu Hause: Amrum, die Nordseeinsel ist alles, was er kennt. Gemeinsam mit seinem besten Freund trotzt er der kargen Natur ab, was er kann, um während des Krieges für seine Familie zu sorgen. Sie jagen Kaninchen, treten Schollen und tauschen ihre Beute gegen das Notwendigste. Wenn es hart auf hart kommt, hält die Gemeinschaft zusammen, doch Nanning spürt das Misstrauen ihm und seiner regimetreuen Familie gegenüber. Mit dem Tod Hitlers brechen neue Zeiten an, und für Nanning wird sich alles ändern.
Amrum erzählt voll wilder Schönheit davon, was Herkunft bedeutet – und wie man lernt, den eigenen Weg zu gehen. Der Roman ist ein poetisches Zeitzeugnis, in dessen Kern eine zutiefst menschliche Geschichte steht.

Über den Autor
Vita von Hark Bohm

Hark Bohm wurde 1939 in Hamburg geboren und verlebte seine Kindheit auf Amrum. Er war einer der relevantesten Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten Deutschlands. Zu seinen größten Erfolgen gehörten Nordsee ist Mordsee, Yasemin und Aus dem Nichts, für dessen Co-Autorenschaft er mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Für sein Lebenswerk wurde ihm zudem der Ehrenpreis des deutschen Filmpreises verliehen. Seinen Roman Amrum schrieb er gemeinsam mit Philipp Winkler; auf den selben Erinnerungen basiert auch der gleichnamige Film von Fatih Akin. Hark Bohm verstarb im November 2025. 

Philipp Winkler, 1986 bei Hannover geboren. Arbeiterkind und Hochschulabsolvent in 1. Generation. Schreibt Romane und Drehbücher. Sein Debütroman Hool war Spiegel-Bestseller, stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem ZDF aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet. Seine Werke wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt und mehrfach für die Bühne adaptiert. Filmadaptionen aller seiner Bücher sind in Arbeit.

*Wochenrückblick vom 7.9.-13.9.26*

*unbezahlte Werbung*

GETAN: Kleine Wanderung im Tierpark Sababurg. Wochenmarkt Besuch - und Einkauf am Mittwoch. *Amrum * rezensiert, den üblichen Haushaltskram mit Gartenpflege. 

GEDACHT: Puh,,, ein Glück! Wieder drei Monate Ruhe bis zum nächsten Augenarzt Termin. Alles ist gut zur Zeit. Falls  das Lesen irgendwann nicht mehr gehen sollte - ich kann super hören :-) !

GEÄRGERT: Über nichts,,,,

GEFREUT: Über zwei wunderbar gebundene Rezensionsexemplare: *Das Jahr der Wale* aus dem Droemer Verlag und *Alte Pfade* aus dem DUMONT Verlag.  

GESEHEN: Den Film *Amrum * , der mich nicht so gefesselt hat wie das gleichnamige, gelesene Buch. 

GELESEN: Angefangen habe ich *Alte Pfade* von Alexa Hennig von Lange. Der Autorin bin ich vor Jahren schon einmal auf der Leipziger Buchmesse begegnet.  

GEHÖRT: *Das Narrenschiff* von Christoph Hein. Dieses Hörbuch läuft 22 Stunden ;-)  !! Ab und zu hör ich bei Gelegenheit weiter,,,*Sturmwind* von Miriam Georg

Ich wünsche Euch eine gute (Lese)Woche!




 

Montag, 7. September 2026

*Die Rettung* von Charlotte McConaghy

 *Werbung, unbezahlt , selbst gekauft*

*Hörbuch*

Mein Höreindruck:

Diese Hörbuchfassung , gelesen von der abwechslungsreichen Stimme von Elisabeth Günther hat mich stundenlang gefesselt und in einem magischen Sog auf die Insel Sheerwater Island gezogen. Eine kleine Insel, im Nirgendwo zwischen der Antarktis und Australien gelegen. Sie ist eine verlassene Forschungsstation, beherbergt aber einen wertvollen Saatgutbunker mit den gesammelten  Schätzen unserer Erde. Doch der Klimawandel macht auch dort nicht Halt.  Sheerwater Island ist bedroht von Überflutung, Zerstörung durch den steigenden Meeresspiegel. Die dort lebenden Tiere werden verloren sein. Nur der letzte Verwalter der Station Dominic Salt mit seinen drei Kindern harrt dort noch aus und wartet auf die Evakuierung mit einem Schiff.  Kurz bevor das geschieht taucht Rowan auf, eine schiffbrüchige,  geheimnisvolle, fast ertrunkene Frau. Die Familie rettet sie , nimmt sie auf und pflegt sie.  

Der Roman strotzt nur so von einem Beziehungsgeflecht zwischen Rowan und der Familie, welches sich wie ein neu zu knüpfendes Fischernetz langsam entwickelt. Das dritte Kind der Familie, der 9 jährige Orly, ein sehr an Botanik interessierter Junge, nimmt vorurteilsfrei seine Zuneigung zu Rowan an. Die beiden grösseren Kinder, Fen und ihr älterer Bruder Wren sind zurückhaltender mit ihrer Sympathie zu der Fremden, wie auch der Vater Dominic Salt, der den Verlust seiner verstorbenen Frau nach neun Jahren immer noch nicht verarbeitet hat. 

Das Hören war ein Genuss, die Sprecherin hat jeden der fünf Protagonisten mit einer eigenen Ausdrucksweise und Stimmlage dargestellt. Abwechselnd wurde aus der Sicht jedes dieser Protagonisten erzählt - das vergangene Leben der schiffbrüchigen Rowan wurde so bruchstückweise aufgezeigt bis zum bitteren Ende und dem Verlassen der Insel......  
Es war eine sehr spannende Hörreise , die ich mit fünf Sternen beurteile.    

INHALT/KLAPPENTEXT: 

Ein existenzieller Roman über Liebe, Schönheit und Gewalt am äußersten Ende der Welt

Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel, irgendwo zwischen Australien und Antarktis. Weil das kleine Stück Land langsam vom steigenden Wasser verschlungen wird, ist das Forschungsteam, zu dem auch Dominic gehörte, längst abgereist, und bald soll auch die Familie ans Festland zurückkehren. Doch wird in einer folgenreichen Sturmnacht plötzlich eine Frau an die Küste gespült. Sie ist schwer verletzt, fast erfroren. Wer ist die Fremde? Und wie ist sie ausgerechnet nach Shearwater geraten? Während die Kinder sich von ihrer atemberaubend schönen Insel verabschieden müssen, von den Seelöwen, den Albatrossen und den sturmumtosten Klippen, beginnen die fünf Menschen, einander zu umkreisen, ihre Sehnsüchte und Geheimnisse zu teilen und sich zu fragen: Welche Entscheidungen müssen wir treffen, um die Menschen zu schützen, die wir lieben?

Mit Die Rettung ist Charlotte McConaghy zurück in ihrem Element: dem wilden, wunderschönen und existenziell bedrohlichen Meer.

Charlotte McConaghy, geboren 1988, hat irisch-schottische Wurzeln und wuchs in Australien auf. Ihre Passion für die Natur und Tierwelt und ihre Erschütterung über die Auswirkungen des Klimawandels inspirierten sie zu »Zugvögel« (2020), ihrem literarischen Debütroman, mit dem sie den internationalen Durchbruch erreichte. 2022 erschien ihr zweiter Roman »Wo die Wölfe sind«. 2025 folgte der Roman »Die Rettung«, der für den Women's Prize for Fiction 2026 nominiert war. Charlotte McConaghy hat einen Abschluss als Drehbuchautorin der Australian Film Television and Radio School. und lebt heute in Sydney. 



Sonntag, 6. September 2026

*Wochenrückblick vom 31.8.-6.9.26*


*Werbung, unbezahlt*


GETAN: Die übliche Hausarbeit steht ja immer an und einige erholsame Spaziergänge. Die Woche war ruhig. Ein typisches Rentnerleben eben  ;-) ! KEINE Arztbesuche - sehr beruhigend.

GEDACHT: Dienstleistungen am/für den Menschen werden wohl unbezahlbar in Zukunft. Siehe Friseurbesuch (10 % Erhöhung des Preises) ! Tatsächlich der erste Monat mit R (September) und ich habe ein wenig  Halskratzen. Zum Glück steht genug  Salbei im Garten für Tee. 

GEÄRGERT: Über die Unzuverlässigkeit eines europaweit agierenden Blumendienstes, der einen Geburtstagsgruss für eine 90jährige Jubilarin verpatzt hat. Ich hadere ein wenig mit mir, da ich die Rezension von*Der Raum, der bleibt* im ärgerlichen Affekt, direkt nach dem Lesen verfasst habe. War ich zu streng ?

GEFREUT: Ein entspannender Friseurbesuch hat meine Stimmung am Dienstag  aufgefrischt wie ein schöner Sonnenaufgang....  Der Stadtbummel durch ein kleines Fachwerk Städtchen in der Nähe hat neue Eindrücke und Staunen geschenkt. Wir haben einen kleinen Park entdeckt. Über neue kabellose In - Ear - Kopfhörer. Angenehmes und bequemes Hören meiner Hörbücher freut mich nun,,,,, 

GESEHEN:  *Little Women* auf ONE. 

GELESEN: Einen Thriller, der nicht gesprüht hat vor Grusel, Horror und Gewalt. Seine Gewalt hat mich als Leserin nicht voll erfasst.  Glück gehabt :-) ! 

GEHÖRT: Ich bin noch am Hören von  *Die Rettung*,,, siehe rechte Spalte. Eine fesselnde Geschichte.... Meeresrauschen, Robben, Seevögel, Walschulen und eine  dramatische Familiengeschichte  mit Kindern spuken nun durch meinen Kopf,,,,

Habt eine gute neue Lesewoche - wie die Zeit doch fliegt,,,,,


Hofgeismar





 

Donnerstag, 3. September 2026

*Die Bibliothek* von Gilly Macmillan

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung zum Buch:
Das mysteriöse *Buch der Wunder* wird gesucht. Es soll geheime Informationen über die Macht und den Einfluss von Frauen vergangener Jahrhunderte enthalten.  Zwei einflussreiche Frauenorganisationen unserer heutigen Zeit, im modernen England, die Kats und die Larks,  stehen sich feindlich und kritisch gegenüber, schrecken vor Mord und Betrug nicht zurück um ihren Einfluss in der Öffentlichkeit zu festigen. Viele Protagonist*innen, fast zu viele erzählen in kurzen Kapiteln das Geschehen im Roman aus ihrer Sichtweise. 

Die junge Wissenschaftlerin Anya  hat seit ihrer Geburt ein absolutes Fotogedächtnis, welches ihr auch im Erwachsenleben erhalten bleibt.  Sie wird von den Larks umworben an einer Forschungsstelle  der renommierten University of St. Andrews  geheime Manuskripte in Schottland zu entziffern. Sie kümmert sich neben ihrem Forschungsjob liebevoll um ihre schwerkranke Mutter und hat eine enge Bindung an sie. Anja ist ohne Vater aufgewachsen. Ihre Mutter war alleinerziehend.  Der Umzug in ein schönes Haus und ein  zusätzlicher Job an der gleichen Uni für ihren Freund Sid soll sie überzeugen diese, neue Stelle, weit entfernt von ihrer geliebten Mutter,  anzunehmen. Gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit bemerkt sie , dass die alten Schriften Geheimnisse verbergen, die nicht unbedingt für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Sie gerät in fast tödlich endende Situationen, die sie auch mit ihrer Familiengeschichte konfrontieren und dem Brand einer Bibliothek ihres Vaters Magnus. Er hat den Kontakt kurz nach Anyas Geburt zu Mutter und Kind abgebrochen.  

Mir war während der gesamten Lesezeit  nicht wirklich klar worin der Unterschied zwischen den beiden Frauenorganisationen bestand. Sie möchten beide eine tonangebende Meinung von Frauen in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben stärken. Die Kats favorisieren eher das traditionelle Frauenbild mit Ehe, Kinder, Familie. Die Larks möchten emanzipatorische Bemühungen von Frauen unterstützen. Doch ist das wirklich so? 
 Ihre Ziele und Methoden zur Manipulation anderer Menschen  gleichen sich fast identisch.  Sie sind beide korrupt, haben maffiöse Züge in ihrer Organisation.  Mord und Betrug sind ihre Mittel zur Einflussnahme, um diese Manuskripte zu entziffern und Anya dazu bringen daran mitzuarbeiten. 

Ich konnte dank der geschmeidigen und klaren Ausdrucksweise der Autorin relativ schnell durch diesen Thriller fliegen. Er wurde glücklicherweise durch schöne, fast poetische Beschreibungen von Universitäten, Kirchen in Schottland, Cambridge, Verona und hübschen Landschaften aufgelockert und hat dadurch ein wenig die Schärfe der brutalen Handlungen abgemildert. Allerdings habe ich den Kernpunkt und die Bedeutung der Manuskripte nicht genau verstanden, was mich etwas enttäuscht hat. Auch die wohl erstrebenswerten Ziele der beiden Frauenorganisationen wurden mir zu oberflächig und schwammig abgehandelt.  Die vielen Protagonist*innen erzählen abwechselnd in kurzen Abständen aus ihrer Sichtweise. Allein Anya war für mich eine liebenswerte Protagonistin, der meine Sympathie zugeflogen ist. Ihre Forschung führt sie mit ihrem Partner Sid bis nach Italien zur Humanistin und Autorin Isotta Nogarola (1418 - 1466) , einer höchst interessanten und mutigen Frau, die tatsächlich vor Jahrhunderten in Verona gelebt hat ,,,,,

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt !
VIER **** STERNE
Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!



INHALT/KlAPPENTEXT:
Tödliche Rivalität, ein jahrhundertealtes Geheimnis und eine Frau, die die Wahrheit ans Licht bringt.

Für Anya geht ein Traum in Erfüllung: Sie erhält das verlockende Angebot, uralte und streng geheime Manuskripte an der renommierten University of St Andrews in Schottland zu entschlüsseln. Doch kaum angekommen, spürt sie, dass hinter den vergilbten Seiten mehr lauert als vergessene Worte. Die Schriften bergen Geheimnisse, die mächtige Gegnerinnen um jeden Preis im Dunkeln halten wollen. Schon bald gerät Anya in ein gefährliches Netz aus Intrigen, Macht und Verrat. Aber auch sie selbst hütet ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit …

Gilly Macmillan wuchs in Swindon, Wiltshire, auf und lebte in ihrer Jugend einige Jahre im Norden Kaliforniens. Sie arbeitete beim Burlington Magazine, für die Hayward Gallery und als Dozentin für Fotografie. Heute widmet sie sich ganz dem Schreiben. Gilly Macmillans Romane sind allesamt Bestseller und erfreuen sich nicht nur in Großbritannien großer Beliebtheit. Auch bei uns hat die SPIEGEL-Bestsellerautorin eine riesige Fangemeinde. Sie lebt mit ihrer Familie in Bristol, England.

Übersetzt von Christoph Göhler





 

Mittwoch, 2. September 2026

*Das Fest* von Margaret Kennedy

*Werbung, unbezahlt, selbst gekauft*


Mein  kurzer Leseeindruck:

 Die Autorin Margaret Kennedy stammt aus einer ganz anderen Generation wie die heutigen Schriftsteller*innen. Und das merkt man total  beim Lesen  zusätzlich an ihrer sorgfältigen, ausschweifenden, britisch geprägten Ausdrucksweise.  Auch einen typisch englischen, trockenen Humor lässt die Autorin in ihrem Buch oft aufblitzen. Sie hat ihre Charaktere im Roman sorgfältig ausgearbeitet und erzählt sehr stimmig aus den Geschehnissen des Jahres 1947, nach Beendigung des 2. Weltkrieges. Es ist ein typischer, atmosphärisch einfühlsamer Gesellschaftsroman, verbunden mit Einzelschicksalen. Er beginnt mit einer gewaltigen Katastrophe.  Ein  Felssturz verschüttet ein beliebtes  und voll belegtes Hotel an der Küste von Cornwall. Viele Gäste überleben dieses Desaster nicht, einige schon ! Sie treffen sich zu einem Fest am Strand zur Zeit des Unglücks. Wer sind  die Überlebenden und wie ist es dazu gekommen? 

Bitte selbst erlesen :-) !

Eine absolut lesenswerte Lektüre, die ich gern mit FÜNF ***** STERNEN bewerte.


INHALT/KLAPPENTEXT: Sommer 1947. Das an den Klippen Cornwalls malerisch gelegene Hotel Pendizack wird durch einen Felssturz verschüttet, und alle, die sich im Haus befanden, liegen unter den Trümmern begraben. Nur diejenigen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks zu einem Fest am Strand versammelt haben, sind verschont geblieben. Kann das Zufall sein? Eine Woche zuvor ist das heruntergekommene Hotel noch fast ohne Gäste. Nach und nach treffen Urlauber ein, unterschiedlichste Menschen, die sich ein einziges Badezimmer teilen müssen. Ein jeder von ihnen hat etwas zu verbergen. Freundschaften, Romanzen, Fehden, Feindschaften bahnen sich an. Alles gipfelt in der Feier am Strand – und in der Frage, wer daran teilgenommen hat, um wie durch ein Wunder der Tragödie zu entgehen.

Margaret Kennedy, geboren 1896 in London, gestorben 1967 in Adderbury, stammte aus einer großbürgerlichen Londoner Familie und studierte am Somerville College in Oxford. Schon ihr zweiter Roman The Constant Nymph wurde 1924 zu einem weltweiten Bestseller, der bereits drei Mal verfilmt wurde. Fünfzehn weitere, ebenso erfolgreiche Romane folgten, die Kennedy teils selbst fürs Theater adaptierte. Außerdem schrieb sie Sachbücher, unter anderem eine Jane-Austen-Biografie. Kennedy hatte drei Kinder, eine ihrer Töchter und eine Enkelin wurden ebenfalls Schriftstellerinnen.





 

Sonntag, 30. August 2026

*Wochenrückblick vom 24.8. - 30.8.26*

*Werbung, unbezahlt*



 GETAN:  Ich habe endlich mal wieder Kartoffelpuffer gebacken, draussen im Garten.  Natürlich auf einer Extrakochplatte. Es war ein Gedicht - wie in meiner Kindheit hat es geschmeckt. Ein abendliches Treffen mit Freundinnen  hat die Woche gut beginnen lassen. Die zu kleine Ernte  in diesem Jahr meiner beiden Weinstöcke war nicht so befriedigend. Auch die  Ernte eines Apfelbaumes war vom Ertrag her mässig.  Entspannende Spaziergänge  im Tierpark und Reinhardswald. 

GEDACHT: Das Licht hat sich  mild verändert am Morgen und die Dunkelheit bricht am Abend schneller herein. Es herbstelt. 

GEÄRGERT: Negative Gedanken werden ausgeblendet. Vielleicht lösche ich diese Spalte. Wie findet ihr das?

GEFREUT: Über die keinen Dinge des Alltags, wie ein Pflaumen Crumble zum Nachtisch und ein neues, digitales Rezensionsexemplar vom Unionsverlag. Ein gemütlicher  Spaziergang in unserer kleinen Stadt über den Wochenmarkt. Anschliessend ein netter Kaffeeplausch  mit Bekannten. 

GESEHEN: Dies und das, hauptsächlich allerdings Nachrichten. 

GELESEN: Ein etwas langweiliges Buch! Es ist geschrieben wie ein Tatsachenbericht und bietet keine schriftstellerische Besonderheit, keine Emotionen, sondern fast nur reine Fakten. Da musste ich nun durch !


Ich wünsche eine gute Lesewoche!






Samstag, 29. August 2026

*Der Raum, der bleibt* - von Harry Kämmerer

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: 
*Ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte* !
Leider steht die obige Aussage für die gesamten dreihundertundneunundvierzig Seiten des Buches. Der interessante Klappentext verspricht eigentlich eine intensive Familiengeschichte mit viel Herz und imposanten,  liebenswerten Protagonist*innen aus Südtirol.  Diese Aussage  konnte ich nicht wirklich  beim Lesen erkennen. 

Stattdessen haben mich  Tagebuchaufzeichnungen aus Kriegstagebüchern, emotionslos und nüchtern vom Schreibenden Anton Nero verfasst, irritiert, enttäuscht und entsetzt. Über den 2. Weltkrieg, der ganz Europa erfasst und am Ende zerstört hat,  wird dort aus der Sicht des jungen Südtiroler Anton Nero (  im Roman eine fiktive Figur, der wohl nach den Recherchen des Autors eine reale Persönlichkeit war ) berichtet.  Anton Nero , der Vater und erfolgreiche Unternehmer des erzählenden Sohnes Thomas Nero im Buch, hing dem faschistischen Hitler Regime mit Begeisterung an  und hat sich sogar freiwillig  der deutschen Armee als Soldat angeschlossen. 

Der Autor Harry Kämmerer hat mich mit seinem kompetenten  Schreibstil, der leider zu oft in kleine Familien Episoden und Nebenschauplätze abglitt, nicht auf Dauer fesseln können. Die recht aufregend geschilderte, politische und dramatische Geschichtsentwicklung der heutigen Autonomen Provinz Südtirol (Alto Adige) Italiens wurde von ihm sachlich und konkret dargestellt und hat mir gut gefallen.  Der ganze Roman war allerdings eher wie ein Tatsachenbericht angelegt und hat mich recht emotionslos zurückgelassen und nicht in einen Lesesog gezogen. 
Das ist schade für diese Thematik. Es wurde auch nicht deutlich aufgezeigt wie der Sohn Thomas Nero sowie die gesamte Familie mit den neuen, bisher unbekannten Erkenntnissen über den Lebensweg des Verstorbenen umgehen konnte,,,,,  

DREI *** Sterne !    

Inhalt/Klappentext: 

Wenn Eltern gehen, gerät das eigene Leben auf den Prüfstand 

Als Anton Nero stirbt, hinterlässt er eine erfolgreiche Druckerei, seine Familie jedoch steht vor einer großen Lücke. Bald wird Antons Sohn Thomas bewusst, dass der Vater mehr war als der zupackende Geschäftsmann, der aus dem Nichts ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut hat. Dann stößt Thomas auf die Kriegstagebücher des Vaters und taucht ein in die Biografie eines Menschen inmitten der wechselvollen Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert, als die Region zum Spielball zwischen dem faschistischen Italien und dem nationalsozialistischen Deutschen Reich wurde. Auf den Spuren des Vaters lernt Thomas immer mehr über sich selbst, und seine eigene Rolle, als Sohn, Bruder, Ehemann, Vater. 
Harry Kämmerer erzählt in seinem neuen Roman ein Stück europäische Geschichte, die vertrauensvoll in die Zukunft blickt.

Harry Kämmerer, Jahrgang 1967, lebt in München und arbeitet in einem Buchverlag. Er ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und hat zwei Hörspielserien fürs Radio geschrieben und produziert. Zu seinen Kriminalromanen zählen die Bände mit dem Ermittlerteam rund um den Münchner Kriminalrat Karl-Maria Mader, die mit »Isartod« beginnen. Weiterhin gibt es die Krimireihe »Mangfall ermittelt« und die Romane »Drachenfliegen« und »Oh, Mama!«. Harry Kämmerers Liebe zu Musik und Kabarett prägt seine Bücher und seine Lesungen mit Livemusik.


Vielen Dank an den Autor und den Verlag  für das gebundene Print-Leseexemplar!


Bozen


 

Dienstag, 25. August 2026

*Offene See* von Benjamin Myers - erschienen im Dumont Verlag

*unbezahlte Werbung, selbstgekauft*

Mein Leseeindruck:

Wir schreiben das Jahr 1946. Der europäische Kontinent hat den 2. Weltkrieg überstanden. Doch die Menschen sind immer noch gelähmt und geschockt von diesem traumatischem Ereignis.
Der junge Robert , ein 16 jähriger Bergarbeitersohn  aus Nordengland begibt sich nach seinem Schulabschluss auf eine Wanderung durch die wunderschöne Landschaft bis nach Yorkshire. Er möchte das Meer sehen, die Nordsee. Robert ist minimalistisch unterwegs - so kann man es bezeichnen.  Mit wenig Gepäck lässt er sich ziellos treiben, führt Gelegenheitsjobs aus, ernährt sich von Obst, Gemüse, Geschenken der Farmer für seine Dienste. 

Zu Beginn und am Ende  des Buches plaudert ein alter, schon etwas gebrechlicher Mann aus seinem Leben. Anschliessend lässt der Autor den jungen Robert in der Ich-Form erzählen. Auf seinen Wanderungen lernt er die ältere Dulcie Piper kennen. Sie lebt abgeschieden in einem verwunschenen Cottage auf einem verwilderten Grundstück in der Nähe einer Bucht des Meeres. Robert ist zu Beginn dieser Bekanntschaft sehr schüchtern, mag den Schäferhund Butler der älteren Dame , taut langsam auf bei  guten Gesprächen, einem wunderbaren Abendessen mit Hummer und Wein. Dulcie ist eine gute Köchin und Geniesserin, päppelt den körperlich zarten Robert auf und diskutiert mit ihm über Literatur, Künstler, den vergangenen Krieg, das allgemeine Leben. Robert revanchiert sich mit Reparaturen , Arbeiten am Grundstück und einem vernachlässigtem Gartenhaus. Die Renovierung des kleinen Hauses zieht sich in die Länge durch immer neue Schäden, die von Robert entdeckt und behoben werden. Er spürt einen alten Koffer auf mit Aufzeichnungen , Gedichten von einer Romy Landau. Er liest sie, ist fasziniert, fragt nach der wohl gemeinsamen Vergangenheiten beider Frauen. Robert versucht von der exzentrischen Dulcie Erklärungen über diese Person und deren wunderbare Poesie zu bekommen. Robert bringt Dulcie dazu endlich einen an sie gerichteten Brief von Romy Landau mit dem Datum vom 1. April 1940 zu lesen. 
Langsam öffnet  sich  Dulcie und rollt die Geschichte ihres Lebens und ihrer Beziehung zur Poetin Romy für ihn auf,,,,, 

Ich habe jede Zeile, jeden Satz des Autors langsam und in Muße genossen. Seine poetische und ausschmückende Art die Natur, Wetterereignisse,  eigene Gefühle und menschliche Beziehungen zu beschreiben haben mich unfassbar begeistert. Diese anschauliche, ungewöhnliche Reise hat zauberhafte Bilder in meinen Kopf gezaubert und mich auf seinen Wegen mit wandern lassen. 
Benjamin Myers ist aber auch ein Autor, der die Strömungen und Probleme unserer Zeit wahrnimmt. Er lässt die Protagonist*innen seines Romans über einen eventuellen Ausbruch eines 3. Weltkriegs diskutieren. Zur Sprache kommt auch, dass es immer wieder wahnhaft denkende Despoten in der Zukunft unseres Weltgeschehen geben wird. Wie wahr ist diese Aussage! 

Dieses besondere Buch möchte ich euch gerne ans Herz legen und empfehle es mit FÜNF ***** STERNEN. 


INHALT/KLAPPENTEXT:

Das Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels 2020

Eine zeitlose und geradezu zärtliche Geschichte über die Bedeutung und Kraft menschlicher Beziehungen

Der junge Robert weiß schon früh, dass er wie alle Männer seiner Familie Bergarbeiter sein wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt Natur und Bewegung, sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See, aufzumachen. Fast am Ziel angekommen, lernt er eine ältere Frau kennen, die ihn auf eine Tasse Tee in ihr leicht heruntergekommenes Cottage einlädt. Eine Frau wie Dulcie hat er noch nie getroffen: unverheiratet, allein lebend, unkonventionell, mit sehr klaren und für ihn unerhörten Ansichten zu Ehe, Familie und Religion. Aus dem Nachmittag wird ein längerer Aufenthalt, und Robert lernt eine ihm vollkommen unbekannte Welt kennen. In den Gesprächen mit Dulcie wandelt sich sein von den Eltern geprägter Blick auf das Leben. Als Dank für ihre Großzügigkeit bietet er ihr seine Hilfe rund um das Cottage an. Doch als er eine wild wuchernde Hecke stutzen will, um den Blick auf das Meer freizulegen, verbietet sie das barsch. Ebenso ablehnend reagiert sie auf ein Manuskript mit Gedichten, das Robert findet. Gedichte, die Dulcie gewidmet sind, die sie aber auf keinen Fall lesen will.
Ausgezeichnet als »Lieblingsbuch der Unabhängigen« 2020! 


BENJAMIN MYERS, geboren 1976, ist Journalist und Schriftsteller. Myers hat nicht nur Romane, sondern auch Sachbücher und Lyrik geschrieben. Für seine literarischen Arbeiten hat er mehrere Preise erhalten. Sein Roman ›Offene See‹ (DuMont 2020) stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde mit dem Preis des unabhängigen Buchhandels als Lieblingsbuch des Jahres ausgezeichnet. 2021 erschien ›Der perfekte Kreis‹ (DuMont). Er lebt mit seiner Frau in Nordengland.

ÜBERSETZUNG: 

ULRIKE WASEL und KLAUS TIMMERMANN, beide 1955 geboren, haben Anglistik in Düsseldorf studiert. Seither arbeiten sie als Übersetzerteam und haben u. a. Dave Eggers, Tana French, Andre Dubus III., Harper Lee, Jeanette Walls, Zadie Smith und Delia Owens ins Deutsche übertragen.


 

Sonntag, 23. August 2026

*Wochenrückblick vom17.8.-23.8.26*

*Werbung, unbezahlt*

 

GETAN: Ich habe am Montag morgen erstmals wieder richtig frische Luft einatmen können. Ein sofortiger, langer Waldspaziergang hat mir  gut getan. Schöne Wanderungen durch meinen geliebten Reinhardswald  konnte ich in der vergangenen Woche noch öfter wiederholen. Die übliche, normal anfallende Hausarbeit, wie Wäsche u.s.w.  habe ich so mit neuer Energie erledigt. Leckeres Emmer-Roggen-Kasten-Brot gebacken.    

GEDACHT: Schlimm, dass das Moor im Hohen Venn nun wohl ewig lange brennen wird. Wie dumm es von uns Menschen ist  Feuchtgebiete und Moore trocken zu legen!! 

GEÄRGERT: Dazu fällt mir nicht viel ein. 

GEFREUT: Im Familienumfeld über vieles!  Immer wieder jeden Tag über den gut funktionierenden LapTop. Eine echte Erleichterung beim Schreiben und Surfen im Internet. ! Der  Besuch eines Open-Air-Konzerts der irischen FolkBand (Salty Shores) in einem Klostergarten war das Highlight am Wochenende.  

GESEHEN: Nichts erwähnenswertes!

GELESEN: Ich habe einen Wohlfühlroman gelesen und rezensiert mit vier Sternen. Der Schreibstil erschien mir zu nett, zu gefällig mit unwahrscheinlichen Zufällen ausgestattet, für fünf Sterne. Ausserdem konnte ich das neu erschienene Buch *Die Launen des Meeres* von Shea Ernshaw beenden und rezensieren. Meine Lektüre *Offene See* von Benjamin Myers habe ich beendet und  rezensiert. Er bezaubert durch Poesie, wunderschöne Naturbeschreibungen aus Nordengland. Die anregenden Gespräche zwischen Robert und Dulcie über Literatur, Kunst und das *Leben*  sind sehr lesenswert.  

 Neue Rezensionsexemplare warten nun ebenso aufs Lesen. Doch dafür kann ich mir Zeit nehmen. Sie sind grad angekommen. 

Ich wünsche euch eine gute neue Woche!  



   

Donnerstag, 20. August 2026

*Die Launen des Meeres* von Shea Ernshaw - erschienen im Blanvalet Verlag

 




*Werbung, unbezahlt*

Erschienen am 19.8.26

Meine Meinung zum Buch:
Es ist eine grosse, märchenhafte, fiktive Liebes - und Lebensgeschichte, verwoben mit einem viel komplizierterem Thema. Dem Vergehen der Zeit und unseres gewohnten, normalen Daseins. Ein einfaches Beispiel: ich schreibe jetzt und hier - in der Gegenwart - und schon gehört dieser Augenblick zur Vergangenheit meiner Welt.
 
Eine alte, schottische Legende beschreibt ein mysteriöses Geschehen, welches die Grundidee dieser Geschichte bildet. 
Das Entstehen einer neuen Insel an der schottischen Atlantikküste. Es ist ein Küstenabbruch der Hebriden auf dem ein kleines, weisses Cottage steht, in dem die junge Alice bei der Geburt ihrer Zwillinge verstorben ist. Auch die Kinder überleben nicht.  Ihr Ehemann Clay Lockhart kommt über diesen Verlust nicht hinweg. Die Insel Saltwell Island treibt mit ihm und dem Haus planlos, nur von den Elementen Strömung, Wind und Wasser getrieben, durch die Meere der Welt. 
   
Die 12 jährige Ellie aus Nova Scotia hat als junges Mädchen diese  treibende Insel unter Lebensgefahr besucht. Für eine Nacht. Doch sie war eine ganze Woche verschwunden für den Rest der Welt. Ellie versteht das selbst nicht und dieses traumatische Rätsel verfolgt und begleitet sie lebenslang. Als erwachsene Frau übt sie den Beruf einer Psychotherapeutin aus und steht kurz vor ihrer Hochzeit mit James. Sie ist ruhelos, kehrt in Gedanken immer wieder zu diesem merkwürdigen Vorfall in ihrer Kindheit  zurück. Die Insel Saltwell Island wird plötzlich, dreissig Jahre nach diesem Vorfall, wieder gesichtet und Ellie schwimmt unter Lebensgefahr durch das Meer zur Insel Saltwell Island hinüber. Sie möchte sich Klarheit über den Vorfall in ihrer Kindheit verschaffen. Clay Lockhart erwartet sie, pflegt und hilft der verletzten Ellie Mills. 

Ich bin durch diese vierhundertundzehn Seiten geflogen, fast wie in einem unwirklichen Traum gefangen, habe das einfache Leben von Ellie und Clay Lockhart auf Saltwell Island miterlebt. Sie kämpfen um ihre Grundexistenz auf der Insel, bauen Obst und Gemüse an, halten Schafe und Hühner, überleben ohne jegliche Unterstützung der Aussenwelt, beschwerlich und bescheiden. Saltwell Island wird zu ihrer gemeinsamen Heimat. 

 Ellie und Clay begegnen sich mit inniger Zärtlichkeit, haben in Liebe zueinander gefunden auf  
der treibenden Insel auf den Ozeanen dieser Welt. In ihrem Empfinden leben sie ein Jahr in dieser Abgeschiedenheit  - doch es sind zweiundzwanzig Jahre vergangen nachdem die erwachsene Elli unter einem innerlichen Druck zum zweiten mal zur treibenden, mysteriösen Insel geschwommen ist. 
Doch die Frage warum Clay Lockhart nicht altert, das Zeitempfinden für Ellie sich grundlegend veränderte, konnten weder Ellie, Clay und/oder ich als Lesende nicht enträtseln.Denn es ist eine Metapher. 

Der digitale Fortschritt unserer komplizierten heutigen Welt  mit den Auseinandersetzungen gerät für Ellie zu einer unwirklichen, fremden Zukunft, die sie nicht mehr ertragen möchte. Die drängende Frage nach dem Sinn und Zweck der modernen Lebensweise mit dem Streben nach immer mehr Konsum, Macht, Bequemlichkeit , Geld und einem immensen Resourcen Verbrauch wird für Ellie immer wichtiger. Die Autorin überträgt diese Gefühlswelt durch ihren  empfindsamen  und passenden Schreibstil unterschwellig zu den Leser*innen. Am Ende erinnert der Roman sogar an eine erschreckende Dystopie, gibt einen Blick in eine unbekannte Zukunft und andere, mögliche Daseinsmöglichkeiten. 

 Ich wünsche euch harmonisch schöne, sowie nachdenkliche Stunden bei dieser fiktiven Lesereise auf den Ozeanen dieser Welt....
Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne. 


INHALT/KLAPPENTEXT:

Die zutiefst bewegende Liebesgeschichte von Ellie und Clay: mystisch, magisch und wunderschön!
In der Nacht, in der Clay Lockharts Frau stirbt, fegt ein Sturm über die Hebriden. Dabei wird das Land der Lockharts ins Meer gerissen und verschwindet ... Dreißig Jahre später entdeckt die zwölfjährige Ellie eine Insel vor der Küste Kanadas und trifft dort den geheimnisvollen Bewohner von Saltwell Island, den schweigsamen Clay. Als sie nach wenigen Stunden auf das Festland zurückkehrt, ist eine Woche vergangen und Saltwell Island verschwunden. Zwei Jahrzehnte später wird die Insel erneut gesichtet, und Ellie setzt alles daran, zurückzukehren – zu dem Mann, der keinen Tag älter geworden ist ...

Die größte Liebesgeschichte seit »Die Frau des Zeitreisenden«: geschrieben von der »New-York-Times«-Platz-1-Bestsellerautorin Shea Ernshaw!

Shea Ernshaw ist Gewinnerin des Oregon Book Award und war mit ihren Jugendbüchern auf Platz 1 der »New York Times« und »USA Today«. Ihre Bücher wurden in über zwanzig Ländern veröffentlicht. Sie lebt in einer kleinen Stadt in den Bergen von Oregon und ist am glücklichsten, wenn sie sich in einem guten Buch verliert, im Wald spazieren geht oder an ihrem nächsten Roman schreibt.

Übersetzt von Sonja Fehling


Herzlichen Dank an die Autorin und den Blanvalet Verlag für dieses lesenswerte Rezensionsexemplar.




Dienstag, 18. August 2026

*Das Blau auf der anderen Seite* von Lucinde Hutzenlaub - erschienen im Penguin Verlag

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung zum Buch:

Dieser farbenprächtig und abwechslungsreiche Wohlfühlroman spielt in zwei Zeitsträngen . Im heute und jetzt in Neuseeland, sowie in der dunklen Zeit der Verfolgung von Juden und anderen unbeliebten Volksgruppen in Deutschland  kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges. 

Karla beginnt zunächst allein ihren Roadtrip im Jahr 2025, geplant für drei Monate durch das Land und trauert unermesslich betrübt um ihre zu früh verstorbene grosse Liebe Sebastian. Sie hatten diese Reise ursprünglich zusammen geplant.
Karla und Alex lernen sich ebenso im Jahr 2025 in Neuseeland kennen. Doch sehr schnell findet sie Trost und Verständnis bei Alex, dem Neuseeländer mit deutschen Wurzeln.
Sie fasst Vertrauen und eine zarte Beziehung zueinander entwickelt sich. Die schöne, fremdartige Landschaft, das Meer und die blühende Vegetation faszinieren die junge Reisende. Alex lebt mit seiner Grossmutter Marge auf einer alteingesessen Apfelbaum Plantage in einem in die Jahre gekommenen , verwunschenem Farmhaus. 

Im  zweiten Zeitstrang des Buches reisen wir in die Vergangenheit. Wir schreiben das Jahr 1938. Die Familie des jüdischen Arztes Dr. Joshua Eichelbaum flieht aus Deutschland nach Neuseeland. Seine Tagebucheinträge, von seiner Ehefrau Hannah und der 10 jährigen Tochter Margret erzählen diese traurige, ihr Leben rettende Abreise aus der Heimat in eine unbekannte Zukunft. 

Es ist ein freundliches Buch. Für meinen Lesegeschmack teilweise zu freundlich, zu weich in sanften, gefälligen Sätzen und Redewendungen verfasst, die mir sehr bekannt vorkamen aus vielen anderen Wohlfühlromanen.Vor allem im heute spielenden Teil dieser Geschichte.  Auch die schnell wachsende Beziehungsentwicklung zwischen Karla und Alex erschien mir nicht wirklichkeitsnah während ihrer Trauerarbeit.   
 Trotz der traurigen Grundthematik von Verfolgung und Vertreibung im zweiten Zeitstrang des Buches hat es die Autorin geschafft, eine atmosphärisch positiv geprägte Stimmung zu halten und weiter auszubauen. Ein neues Familienleben beginnt in Neuseeland für die Familie Eichelbaum. Wie dieses gestaltet wurde, könnt ihr in diesem Roman miterleben.Vor allem die spannende Entwicklung zwischen der eigenwilligen Marge und  der verliebten Karla  im letzten Drittel des Buches. Es ist die Geschichte einer Annäherung zwischen einer alten und einer jungen Frau. Diese Darstellung war für mich der bedeutendste und beste Teil des Buches.   

Ich vergebe gern VIER **** Sterne für diesen Wohlfühlroman.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.   



INHALT/KLAPPENTEXT: 

Joshua sagt, der Himmel hier über Neuseeland sei größer und viel blauer. Er hat recht. Dieser Himmel erzählt andere Geschichten. Geschichten von Hoffnung, vielleicht. Oder vom Überleben.

Ihre Hochzeitsreise sollte Karla und Sebastian nach Neuseeland führen. Doch Sebastian stirbt, und Karla steht vor den Scherben ihres Lebens. Dass es ihr gelungen ist, den Flug nach Christchurch dennoch zu buchen, wundert sie selbst am meisten. Als sie einen Zwischenhalt auf der Apfelplantage der 97-Jährigen Auswandererin Marge macht, stößt sie in der Scheune auf Dokumente von Dr. Joshua Eichelbaum, die von einer dunklen Epoche in Deutschland erzählen. Und von einem Band, das die beiden ungleichen Frauen auf schicksalhafte Weise verbindet.

Ein tief unter die Haut gehender Roman über Neuanfänge in Neuseeland, eine höchst ungewöhnliche Frauenfreundschaft und die Möglichkeit einer jungen Witwe, über Mut, Liebe und Freundschaft einen Weg in die Zukunft zu finden.

AUTORIN: 
Lucinde Hutzenlaub wurde in Stuttgart geboren, wo sie nach mehreren Auslandsaufenthalten wieder lebt. Die gefeierte Bestsellerautorin ist Kommunikationsdesignerin, systemische Coach und Heilpraktikerin, sie ist geschieden, hat drei Töchter und einen Sohn. Die Fans ihrer DONNA-Kolumne »Lucindes Welt« lieben sie für ihren Witz und ihre Authentizität. Bei Penguin erschienen zuletzt ihr Roman »In Liebe, Deine Paula« sowie, zusammen mit Heike Abidi, »Ich dachte, zu zweit muss man nicht alles selber machen«.




Erschienen am 17.6.26




 

Sonntag, 16. August 2026

*Goliaths Auge* von Diego Muzzio - erschienen im Mare Verlag

*Werbung, unbezahlt* 
Erschienen am 23.7.26

Mein Leseeindruck zum Buch:

Beim Betrachten des Cover könnte man auf eine abenteuerliche Geschichte über das Meer, Stürme, Geschichten über das Leben einsamer Leuchtturm Wärter hoffen. Wäre da nicht ein ganz kleines Detail in der rechten unteren Ecke des Cover, welches auf noch mehr Dramatik und Nervenkitzel hindeutet. So kam es auch, denn die ca. zweihundert Seiten des gebundenen Buches konnte ich nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe diesen Schauerroman, so kann ich es bezeichnen , in zwei Tagen durchgelesen. Es war eine begeisternde, spannende, aber auch abstossend, grauenvoll erschütternde Lesereise. Ich bin immer noch geflasht und denke darüber nach - auch und gerade über die überraschende Endaussage des Buches, die ich hier auf keinen Fall spoilern möchte. Die Stimmung im Buch ist  immer von einer sehr düsteren und gefährlichen Atmosphäre geprägt. Stürme mit riesigem Wellengang, aggressive Meeresvogel und die schreckliche Einsamkeit und Not für Menschen, die auf so einem kleinen umtosten Archipel inmitten des Ozeans allein leben müssen, prägen den gesamten Roman. Der besonders aussagekräftige und bunte Schreibstil des Autors fesselt total. Ich denke, die Übersetzung ist auch gut gelungen. 

Dr. Pierce, dem Psychiater und  Leiter einer Nervenheilanstalt in den 1920 er Jahren in Edinborough,  Schottland habe ich zu Beginn der Geschichte voll und ganz vertraut. Er kümmert sich um Kriegsveteranen, die mit schweren Traumata aus dem 1. Weltkrieg zurückkehrten. Doch dann wuchsen Zweifel in mir, denn Dr. Pierce war nicht nur als Arzt dort tätig. Er war selbst betroffen und hatte sich eine schwere Kopfverletzung während des Gemetzel an der Somme in Frankreich zugezogen. 

Er bekommt einen neuen Patienten, genannt der *Schwimmer* vom *Northern Lighthouse Board*, einer Organisation zum Bau und  der Kontrolle von  bestehenden Leuchttürmen, zugewiesen. Zwanghafte Schwimmbewegungen bis zur völligen Erschöpfung kennzeichnen das Krankheitsbild von David Bradley, genannt „der Ingenieur". Er war auf dem schlimmsten, der Hölle aller Leuchttürme, genannt *Goliaths Auge*  stationiert zur Überprüfung wegen angeblich irreparabler Schäden des Bauwerks.  

Beide Männer kämpfen mit ihren persönlichen Traumata. 
 Dr. Pierce verschafft sich Erleichterung durch eine Morphinabhängkeit und versucht seinem Patienten David Bradley mit Hypnose von seiner Zwangsstörung zu befreien. Ausserdem verfasst er eine Abhandlung über sein neu erfundenes Heilverfahren und möchte damit Kollegen im In - und europäischen Ausland beeindrucken und überzeugen..... ob ihm dies gelingt müsst ihr euch nun selber erlesen und ich wünsche euch starke Nerven für diesen aussergewöhnlichen Roman. 

 Das Buch ist eine  absolute Leseempfehlung mit FÜNF ***** Sternen und man kann es unbedingt in das Genre Psychothriller, Schauerroman  ähnlich dem Buch von  Mary Shelly's  *Frankenstein*, einordnen. 
 


Über den Autor und weitere Mitwirkende

Diego Muzzio, geboren 1969 in Buenos Aires, studierte Literatur und Fremdsprachen. Als Autor von diversen Gedichtbänden, Kurzgeschichten und Romanen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sein Roman »Goliaths Auge« wurde in fünf Sprachen übersetzt und mit dem Kónex Foundation Award (2024) und dem Medifé Filba Foundation Award (2023) prämiert. Muzzio lebt heute in Le Mans, Frankreich.

Kirsten Brandt geboren 1963, studierte nach einer Buchhandelslehre Portugiesisch, Englisch und Deutsch und lebte sieben Jahre in Barcelona. Für mare übersetzte sie u. a. José Luis González Macías‘ »Kleiner Atlas der Leuchttürme am Ende der Welt« (2023). Für ihre Übersetzungen aus dem Spanischen, Katalanischen und Portugiesischen wurde sie vielfach ausgezeichnet.


Herzlichen Dank an den Autor und den Mare Verlag für das gebundene Leseexemplar !