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Samstag, 14. März 2026

*Familiensache* von Claire Lynch - erschienen im Penguin Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*

INHALT/KLAPPENTEXT: Ein Haus, einen Ehemann, ein Baby: Eigentlich hat Dawn alles, was man sich im England der 1980er-Jahre wünschen sollte. Doch dann lernt sie Hazel kennen und beginnt zu ahnen, welches andere Leben möglich wäre. Plötzlich ist alles viel heller – und komplizierter. Denn Dawn hat Verpflichtungen: Dawn hat ihre kleine Tochter Maggie. Jahrzehnte später ist Dawn für Maggie nur eine schattenhafte Erinnerung. Ihr Vater Heron hat sie allein großgezogen, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Als Heron eine Diagnose erhält, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt, erzählt er Maggie zunächst nichts davon. Denn über unbequeme Wahrheiten hat er schon immer lieber geschwiegen – so wie über das, was 1982 passiert ist …

In ebenso zarte wie sprachmächtige Prosa gegossen und mit warmherzigen Figuren gespickt, stellt Claire Lynch in Familiensache die Frage, was eine Familie ausmacht und wie die Wunden der Vergangenheit heilen können.


Claire Lynch promovierte an der Universität Oxford und lehrte Englische und Irische Literatur an verschiedenen Universitäten. Sie ist regelmäßig in Podcasts zu den Themen Elternschaft und Queerpolitik zu Gast und hat ein Memoir über ihre eigenen Erfahrungen mit queerer Mutterschaft geschrieben. Sie lebt mit ihrer Frau und ihren drei Töchtern in Windsor. »Familiensache« ist ihr Debütroman.

Meine Meinung zum Buch:

Kennt ihr diese Bücher, die einen erst ganz sanft in eine Familiengeschichte ziehen und dann mit voller Wucht erschüttern? Genau so erging es mir mit dem neuen Roman von Claire Lynch.


Die Geschichte ist wie ein komplexes Puzzle aufgebaut und springt meisterhaft zwischen zwei Zeitebenen: dem England der 1980er Jahre und der Gegenwart (2022/2023).

Im Zentrum stehen Heron und Dawn. Sie heiraten jung, wie es damals üblich war, und führen eine scheinbar glückliche Ehe, gekrönt von ihrer Tochter Maggie, die der Lebensmittelpunkt beider Eltern ist. Doch die Idylle zerbricht, als Dawn sich in die junge Lehrerin Hazel verliebt.

Was als leidenschaftliche Affäre beginnt, führt Dawn zu einer schmerzhaften Erkenntnis: Es gibt ein anderes Leben für sie. Sie möchte sich in Freundschaft trennen, hofft auf ein friedliches Co-Parenting – doch sie hat die Rechnung ohne den verletzten Stolz ihres Mannes und das gnadenlose Rechtssystem der 80er gemacht.


Besonders schockierend ist die Rolle der Behörden. Basierend auf der damaligen Überzeugung, eine lesbische Mutter sei schädlich für die Kindesentwicklung, wird Dawn systematisch aus dem Leben ihrer Tochter gestrichen.

 Gekränkt und überzeugt, das Richtige zu tun, forciert Heron eine radikale Trennung.

 Maggie wächst ohne ihre „Mummy“ auf und erhält nie eine ehrliche Antwort auf ihre Fragen.

Erst 40 Jahre später, als ihr Vater schwer erkrankt, entdeckt Maggie in alten Akten das ungeheuerliche Ausmaß der damaligen Kontaktsperre – und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter.

Mein Fazit

Obwohl die Geschichte fiktiv ist, spürt man auf jeder Seite die tiefe Recherche der Autorin. Claire Lynch lässt die Erfahrungen vieler queerer Mütter einfließen, die ähnliche Diskriminierungen erleben mussten. Die Szenen vor Gericht, in denen Dawn wegen ihrer Sexualität regelrecht vorgeführt wird, sind kaum zu ertragen – vor allem mit dem Wissen, dass diese Praktiken noch gar nicht so lange zurückliegen.

Ein tiefgründiger, schmerzhafter, aber unglaublich wichtiger Roman über das Recht auf Liebe und die späte Suche nach der Wahrheit.


Fünf Sterne !



Donnerstag, 26. Februar 2026

*WENN DIE KRANICHE NACH SÜDEN ZIEHEN* von Lisa Ridzén - erschienen im btb-verlag


 *Werbung, unbezahlt, Rezensionsexemplar*

Erschienen am 21. Januar 2026

INHALT / KLAPPENTEXT: Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeinigen so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand? Der drohende Verlust seines Hundes bringt Bo dazu, die Schlüsselmomente seines Lebens zu überdenken. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist ein brillant geschriebener, weltweit gefeierter Roman voller Witz und Wärme über das, was im Leben wichtig ist und uns mit Zuversicht erfüllt.

Lisa Ridzén, geboren 1988, ist Doktorandin der Soziologie und erforscht Männlichkeitsnormen in den ländlichen Gemeinden im hohen Norden Schwedens, wo sie selbst aufgewachsen ist. Heute lebt sie mit ihrem Hund in einem kleinen Dorf außerhalb von Östersund. Die Idee zu ihrem Debütroman »Wenn die Kraniche nach Süden ziehen« entstand, als sie ein Heft mit Notizen entdeckte, die das Pflegeteam ihres Großvaters der Familie nach dessen Tod hinterlassen hatte. Während des Schreibens besuchte Lisa Ridzén die Långholmen Writers Academy. Ihr Roman wird von Presse und Leser*innen weltweit gefeiert, erhielt zahlreiche Preise (2024 Best Book of the Year und Swedish Bookseller Award) und erscheint in 42 Ländern.

Meine Meinung zum Buch:

Der 89 jährige BO lebt allein mit seinem Hund Sixten und wird täglich vom Pflegedienst betreut. Seine langjährige Ehefrau Fredrika lebt in einem Heim für Demenzkranke und bei Besuchen erkennt sie leider ihren geliebten Bo nicht mehr. Sohn Hans kümmert sich liebevoll um seine Eltern, unterstützt von seiner Tochter Ellinor, liebevoll *Hummelchen* mit Spitznamen genannt. Ein kompetentes Pflegeteam und Bo's langjähriger Freund Ture gehören zu den Menschen, die Bo noch viel bedeuten. Der Kontakt zu Ture ist Bo nur noch telefonisch möglich. Bo und sein Hund Sixten sind eine verschworene Einheit, teilen alles , erleben alles zusammen und sind unzertrennlich. 

So erfahren wir einiges von diesen beiden *Helden des Alltags* durch den flüssigen, klaren und liebevollen Schreibstil der Autorin. Doch dieser Alltag wird immer beschwerlicher  für Bo. Sei es beim Spazieren, Verrichten der täglichen Aufgaben wie dem Füttern des Hundes und seiner persönlichen Selbstfürsorge. Sohn Hans will dem Tier ein artgerechtes Leben ermöglichen, es in einer anderen Familie unterbringen und Bo so entlasten. Damit ist Bo überhaupt nicht einverstanden! Er liebt Sixten über alles und das Tier verkörpert für ihn eine Verbindung zu seiner gesamten gelebten Vergangenheit.

Die Autorin zeigt die Problematik des Alterns in diesem Buch  aus vielen Sichtweisen auf. Wir steigen tief in die Gedankenwelt des alten Mannes ein, erleben seine Kindheit mit dem strengen Vater, der geliebten Mutter sowie der harten Arbeit in der dörflichen Abgeschiedenheit Schwedens. Seine liebevolles Verhalten gegenüber Frederika und Sohn Hans berühren das Herz und man spürt wieviel Liebe in Bo steckt und wie er sie verschenkt hat an seine kleine Familie. Der langjährige Freund Ture gehört ebenso dazu wie die harten, arbeitsreichen Jahre in einem Sägewerk.

Bo träumt sein Leben noch einmal, schläft viel, kehrt in die reale Wirklichkeit zurück und hadert mit dem Verfall seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Seine Angst den geliebten Hund zu verlieren lähmt ihn, er kann sich schwer sprachlich ausdrücken gegenüber Hans und leidet. All das erlesen wir  zwischen den Zeilen. Zusätzlich hat die Autorin die  nüchtern gehaltenen Zustandsberichte des Pflegeteams zwischen Bo's Empfindungen eingestellt. Das ermöglicht den Leser*innen einen objektiven Eindruck über den geistigen und körperlichen Zustand des alten Mannes zu bekommen. 

Dieser Roman zeigt die Verletzlichkeit der Würde eines  alten Menschen, seine  immer noch bestehenden letzen Sehnsüchte und Wünsche, seine  Ängste , Bedenken und letztendlich die ANNAHME einer unbekannten Entwicklung bis zum Ende des Lebens, die jedem von uns irgendwann bevorsteht. Es ist eine das Herz berührende Lektüre durch die feinfühlige und lebensnahe Art und Weise der Darstellung durch die Autorin. Vielen lieben Dank für diese Lektüre.   

Herzlichen Dank an die Autorin und den btb-verlag für die Bereitstellung des gebundenen Rezensionsexemplar. 

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diese aussergewöhnliche Lektüre. 

  



Montag, 22. September 2025

*Bis wir Wald werden* von Birgit Mattausch - erschienen bei Nagel und Kimche

 

*Werbung, unbezahlt, Rezensionsexemplar*

INHALT / KLAPPENTEXT: »Wir sind aus dem Frühling gekommen«, sagt Babulya, und die junge Nanush weiß, dass ihre Urgroßmutter nicht nur von ihnen beiden spricht. Schon immer ist Babulyas Küche der Mittelpunkt aller Geschichten, der Ort, wo das Leben passiert für alle Menschen im Haus. Für Oma Elsa, die weder Hochdeutsch noch Russisch spricht, Felek, die aus Kurdistan geflüchtet ist, Vitali, der sich von seinem Hund beschützen lässt, oder Gregorij, der weiß, wie man Sonnenblumenkerne im Mund schält. Doch Babulya ist alt geworden, einst hat die Urgroßmutter ihre Urenkelin von Sibirien nach Deutschland getragen, nun deckt Nanush die alte Frau abends mit einer Steppdecke zu. Babulya verlässt kaum noch ihr Bett, die Hüterin der Erinnerungen ist still geworden, und die Hausgemeinschaft muss sich fragen, was es bedeuten könnte, wenn sie eines Tages nicht mehr da ist ...


Birgit Mattausch hat Germanistik und evangelische Theologie studiert. Zehn Jahre lang war sie Pfarrerin in Süddeutschland , seit 2017 arbeitet sie als Referentin in der pastoralen Aus- und Weiterbildung. Sie arbeitete mehrere Jahre in einer Gemeinde, der viele Aussiedlerinnen und Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion angehörten, und wohnte mit ihnen in einem Hochhaus. 

Meine Meinung zum Buch: 

Dieses kleine Büchlein von einhundertundvierundsiebzig Seiten ist ein wahrer Schatz aus unserem allgemeinen Menschsein, welches hier in allen positiven, aber auch negativen Facetten von der Autorin beobachtet und dann zu einem Buch – ich würde eher sagen, zu einem ehrlichen und wahren Tatsachenbericht in Romanform – verarbeitet wurde.

Es sind Minderheiten, Aussiedler*innen, alte Menschen mit deutschen Wurzeln, die eine völlig andere Lebensgeschichte erzählen können als Deutsche, die in der BRD der Nachkriegszeit oder in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind. Das Flüchtlingsdurchgangslager Friedland war ihr erster Sammelpunkt, an dem sie mit anderen Migrant*innen anderer Nationen sowie anderen deutschstämmigen Aussiedler*innen Kontakt aufnehmen konnten.

In diesem Bericht erzählt die Autorin vom friedlichen Zusammenleben in einem Hochhaus, nahe am Waldrand gelegen. Gemeinsam erkunden sie ihre neue Heimat Deutschland mit seinen Menschen. Sie nennen sie die Hiesigen.

Die Autorin lässt die alte Babulya und die junge erwachsene Nanush von dem neuen Leben im Hochhaus, von ihrer eigenen Vergangenheit und dem Aufwachsen in Sibirien, Kasachstan, den erbarmungslosen Vertreibungen vor Jahrzehnten bildgewaltig und emotional sprechen. Babulya und ihre Familie hatten herkunftsmäßig deutsche Wurzeln. Es sind Erfahrungen, Erlebnisse mit vertriebenen Menschen aus vielen Nationen, die doch ein Schicksalsmoment gemeinsam erlitten haben: Die Vertreibung aus ihrer angestammten Heimat mit politischen und/oder rassistischen Hintergründen.

Nanush, die liebevoll von ihrer Urgroßmutter auch mein Kätzchen oder Nanushkinia genannt wird, spricht von Erinnerungen und Fragen an die Urgroßmutter aus ihrer Kindheit.

Wir begegnen beim Lesen Oma Elsa, mit ihrem unverwechselbaren Dialekt der älteren deutschen Sprache aus vergangenen Zeiten. Der vermissten Mome. Sie ist die Mutter von Nanush und Tochter von Babulya. Der vermissten Großmutter, Mutter von Babulya und dem verschleppten und vermissten Ehemann von Babulya, dem sie ein Leben lang hinterhertrauert. Sie tröstet sich über diesen großen Verlust damit hinweg, dass er ihr immer wieder als starker Bär im Traum und im Leben erscheint. Der sibirische Wald mit seinen hellen Birken, der unberührten Natur mit seinen Tieren, einem naturnahen und glücklichen Leben dort, stehen oft im Vordergrund der Erzählungen für die kleine Nanushkinia, die mit ihren Fragen und ihrem Dasein ein großer Trost, Hoffnung und Lebensstütze für Babulya ist.

Der schöne und poetische Schreibstil der Autorin, auch durch die Sprache von Babulya ausgedrückt, bezaubert, vermittelt einen liebevollen und humorvollen Charme. Babulyas Denkweise erscheint oft kindlich naiv, herzlich, liebevoll in ihren Aussagen – dann wieder voller Lebensweisheit mit philosophischen Ansätzen. Babulyas Küche mit den Gläsern voll eingemachter Salzgurken, getrockneten und frischen Kräutern, Tomatenpflänzchen, ist ein Treff- und Mittelpunkt für alle Hochhausbewohner. Für den jungen Vitali, den Sonnenblumen kauenden Gregorij, die junge Kurdin Felek wie auch für die betagte Oma Elsa und ihre gleichaltrigen Freund*innen und Familien aus der ehemaligen Sowjetunion.

Diese mehr oder weniger genau erzählten Lebensgeschichten enden irgendwann auch für eine altersschwache Babulya unter einer warmen Steppdecke, liebevoll von Nanushkinia umsorgt – mit Phantasie-Bären, Blumen und einer heilen sibirischen Waldwelt.

Für dieses kleine Büchlein möchte ich eine absolute Leseempfehlung mit FÜNF ***** Sternen aussprechen und bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin und der HarperCollins Verlagsgruppe für die Zusendung des Taschenbuches.

Donnerstag, 18. September 2025

*Das weinrote Tagebuch* von Kathleen Winter - erschienen im btb - Verlag

 

*unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar*

Erschienen am 13.8.2025

INHALT/KLAPPENTEXT: England zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Dorothy Wordsworth, Anfang dreißig, hat bisher ein wildes und unkonventionelles Leben geführt. Und sie ist die Vertraute und kreative Unterstützerin ihres berühmten Bruders William – einige glauben sogar, sie sei das Geheimnis hinter dessen dichterischem Ruhm. Nun hat sie gemeinsam mit ihm und seiner Frau ein vermeintliches Idyll im malerischen Lake District geschaffen.

Als William den jungen Landarbeiter James Dixon einstellt, entwickelt sich zwischen ihm und Dorothy – trotz der sozialen Kluft - ein besonderes Verhältnis. Einer Frau wie ihr ist er bisher noch nicht begegnet. Er wird zum stillen Zeugen des Alltags in Dorothys schillerndem literarischen Kreis, aber auch zum Werkzeug des Bruders, der seine Schwester hintergeht

»Das weinrote Tagebuch« lässt uns eintauchen in eine Welt voller emotionaler und künstlerischer Kämpfe, von Triumphen und persönlichem Verrat – und beindruckender Natur. Vor allem aber in die Geschichte einer starken und ungewöhnlichen Frau, die allen Widrigkeiten zum Trotz entschlossen ist, nach ihren eigenen Regeln zu leben.

Kathleen Winter ist Journalistin, Romanautorin, verfasst Kurzgeschichtenund schreibt Drehbücher für das kanadische Fernsehen. Ihr Debütroman *Annabel*war ein Bestseller in Kanada und ein internationaler Erfolg. Ihr Memoir *Eisgesang* war nominiert für den Hilary Weston Writers Trust Prize for Nonfiction und den RBC Taylor Prize. Kathleen Winter hat lange in St. John's auf Neufundland gelebt. Heute lebt sie in Montreal. 

Meine Meinung zum Buch:

Dieser Roman erzählt die traurige Lebensgeschichte einer verkannten Dichterin, die zu ihrer Zeit keine anerkannte Schriftstellerin sein durfte. Im England des frühen 19. Jahrhunderts war es in der Gesellschaft absolut verpönt, Literatur von begabten Frauen wie Dorothy (Rotha) Wordsworth zu lesen. Ihr Bruder war der bekannte und berühmte Schriftsteller William Wordsworth, der nicht unerheblich von Dorothys literarischer Begabung profitierte und sich von ihr inspirieren liess. 

Die Autorin Kathleen Winter hat das Verhältnis zwischen den Geschwistern intensiv erforscht und eine fiktive Geschichte erschaffen, die teilweise auf wahren Begebenheiten beruht.

Der junge Landarbeiter James Dixon begegnet seiner lebenslangen Liebe Rotha zum ersten Mal im zarten Alter von fünf Jahren. Sie beeindruckt den kleinen Jungen mit ihrer Wildheit, Lebendigkeit und dem Ausdruck ihrer kohlrabenschwarzen Augen. Diese Schwärmerei begleitet ihn auch, als er als junger Landarbeiter und Hausmeister für William, seine Frau Mary und seine Schwester Dorothy in Rydal zu arbeiten beginnt. Zu Beginn des Romans sitzt der über 50-jährige James Dixon am Todestag von Rotha zu Füßen eines Bergahorns und erzählt dem Baum und seinen Bienen die lange Leidens- und Liebesgeschichte über Dorothy Wordsworth.

Ich habe diesen fast verwunschenen Roman geliebt, ihn langsam gelesen und immer auf ein gutes, glückliches Ende gehofft. Leider ist das nicht eingetreten, aber der Genuss von Kathleen Winters wunderschönem und klaren Schreibstil hat mich mit der Härte des Lebens versöhnt. James Dixon teilt mit uns Leser*innen seine Erlebnisse mit der von ihm sehr verehrten Dorothy Wordsworth. Er hilft der kleinen Familiengemeinschaft von William, seiner Frau Mary und seiner Schwester Dorothy in allen Dingen des alltäglichen Lebens – von Reparaturen im Haus bis zur Gartenpflege – inmitten der herrlichen Landschaft des malerischen Lake Districts bei Rydal. Die Autorin lässt James Dixon zusätzlich aus seiner einfachen Sichtweise von den literarischen Ausflügen des Geschwisterpaares berichten. Einfache zwischenmenschliche Beziehungen gibt es in diesem Roman sonst nicht. Erst zum Ende des Buches wird die rätselhafte Freundschaft zwischen Dorothy und Mary Lamb für den Leser verständlich dargelegt.

Zum Ende ihres Lebens war die alternde Rotha nicht mehr fähig, ihre geliebten Wanderungen durchzuführen. So baute James Dixon ihr ein Holzwägelchen, mit dem er sie spazieren fuhr. Zusätzlich quälten sie Bauch- und Zahnschmerzen ihr Leben lang – wohl auch ein Ausdruck ihrer schwierigen seelischen Verfassung, die immer wieder im Buch thematisiert wird. 

Das Buch hat mich sehr berührt und ich spreche eine absolute Leseempfehlung mit FÜNF ***** Sternen aus. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den btb-verlag für das Rezensionsexemplar. 





Dienstag, 1. Juli 2025

*Der alte Apfelgarten* von Sharon Gosling - erschienen im DuMont VERLAG


*unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar*



Inhalt/Klappentext:Crowdie Farm liegt an der schroffen Steilküste Schottlands; dort sind Bette und Nina Crowdie aufgewachsen, zwischen Kühen, Hühnern und der rauen See. Nahegestanden haben sie sich nie. Zu verschieden sind die beiden Schwestern, zu groß der Altersunterschied von zehn Jahren. Nun lebt Bette ihr ganz eigenes Leben in London, fernab der Familie, während für Nina die Farm ihr Ein und Alles ist. 

Als plötzlich der Vater stirbt und die Schwestern unerwartet den Hof gemeinsam erben, treffen sie wieder aufeinander. Bald erfahren sie von den enormen Schulden, die ihr Vater vor ihnen verheimlicht hat. Widerstrebend willigt Bette ein, ihrer Schwester bei der Rettung von Crowdie Farm zu helfen. Doch das bedeutet, dass sie einen Weg finden müssen, zusammenzuarbeiten, und Bette nicht länger verdrängen kann, warum – oder wegen wem – sie vor all den Jahren weggegangen ist.

Die Entdeckung eines seit Jahrzehnten vergessenen Apfelgartens mit uralten, seltenen Cidersorten auf ihrem Land ist der einzige Hoffnungsschimmer. Er bleibt die letzte Möglichkeit, die Farm zu retten – und die Beziehung der Schwestern wieder zu kitten.

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SHARON GOSLING ist eine britische Journalistin und Autorin. ›Der alte Apfelgarten‹ ist nach ›Fishergirl’s Luck‹ (2022), ›Lighthouse Bookshop‹ (2023) und ›Forgotten Garden‹ (2024) ihr vierter Roman bei DuMont. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden von England, ihr Mann besitzt einen Buchladen.

SIBYLLE SCHMIDT hat in Berlin Theaterwissenschaften und Amerikanistik studiert. Sie übersetzt aus dem Englischen, u. a. JP Delaney, Ciara Geraghty, David James Poissant und Sharon Gosling.

Meine Meinung zum Buch:

Dieser Trip nach Schottland an die frische Nordseeküste hat mir bei den derzeitigen heissen Temperaturen richtig gut getan. Bei einem Glas Cider im schattigen Garten konnte ich geniessen, abschalten und träumen mit zwei ungleichen Schwestern, die bei finanziellen und emotionalen Problemen sich wieder annähern und zusammen finden.

Bette und die jüngere Nina treffen sich anlässlich der Beerdigung ihres Vater nach Jahren auf der Farm der Eltern wieder. Ihre Eltern sind geschieden. Die Mutter hat ein neues Leben in Italien begonnen. Nina ist mit ihrem kleinen Sohn Barnaby nach einer gescheiterten Ehe wieder nach Hause gezogen und hat den Vater bei der harten Arbeit auf der Farm unterstützt.  Bette lebt schon lange in London und hat dort eine ehrgeizige Anwaltkarriere gestartet. Die beiden Schwestern haben sich in der Kindheit durch den grossen Altersunterschied (zehn Jahre) nie sonderlich gut verstanden und werden vom Testament ihres Vaters überrascht. Er hat beiden Mädchen jeweils die Hälfte der Farm vermacht, leider mit vielen Schulden. Hinzu kommt, dass sie einen alten verwunschenen Apfelgarten an der Steilküste erben und entdecken, von dem sie beide bislang nichts wussten. Die Jahrhunderte alten versteckten Apfelbäume an der Steilküste entpuppen sich als wahre Schätze und spielen mit ihrer Entdeckung und neuen Pflege einen bezaubernden Rahmen für diese schöne Familiengeschichte. Bette, früher auch Beth genannt, trifft ihre Jugendliebe wieder und wird plötzlich mit dieser schmerzlichen Liebe und der Vergangenheit konfrontiert. Nina, ihr Sohn Barnaby und der Collie Limpet halten mit dem sympathischen und hilfsbereiten Nachbarn Cam eine enge Freundschaft.

Der stimmige und flüssige Schreibstil von Sharon Gosling haben die Lesestunden mit diesem Wohlfühl Roman schnell verfliegen lassen, mich total fasziniert und begeistert. Alle Protagonist*innen wie Ryan, Cam, die Familie Greville wurden von der Autorin liebevoll und charakterlich überzeugend dargestellt. Das Buch ist ein echter Wohlfühl Roman, den ich gerne weiter empfehle!

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne im Genre Wohlfühl Roman - und Familien Geschichte !     

Herzlichen Dank an die Autorin und den DuMont Verlag für die schnelle Übersendung des Print-Rezensionsexemplar mit dem hübschen Cover. 



Mittwoch, 9. April 2025

*Wild Wuchern* von Katharina Köller - erschienen in der Penguin Verlagsgruppe

 

*unbezahlte Werbung*

Verlagslink Erschienen am 26.2.25

INHALT/KLAPPENTEXT: Marie rennt panisch einen Berg hinauf. Auf der Flucht vor einer Welt, in der vieles aus dem Lot geraten ist, sucht sie Schutz bei ihrer Cousine Johanna. Ausgerechnet bei Johanna, die seit Jahren wie eine Eremitin auf einer entlegenen Tiroler Alm lebt. Marie und Johanna, sie könnten nicht unterschiedlicher sein: die scharfzüngige Wienerin, Luxusgeschöpf aus einer Luxuswelt, zugleich verwöhnt und verachtet von Ehemann Peter – und das »wilde Tier im Körper von einem Menschen« (Marie über Johanna), das beim Erwachsenwerden scheinbar die Sprache verloren und die Gesellschaft hinter sich gelassen hat. Für die beiden Frauen beginnt ein ungewöhnliches Kräftemessen, ein Ringen um ihr Selbstverständnis, aber auch um einen gemeinsamen Weg. 

Katharina Köller wurde 1984 in Eisenstadt, Österreich geboren, hat Philosophie und Schauspiel studiert und ist seit 2011 freiberuflich als Autorin, Schauspielerin und Theatermacherin tätig. 2020 erschien ihr Debütroman »Was ich im Wasser sah«, der mit dem Phantastikpreis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet wurde. Katharina Köller lebt mit ihrer Familie in Wien und Innsbruck.

Meine Meinung: 

Mit einer rasanten Flucht der erwachsenen  Marie in den Tiroler Alpen, hinauf auf den Berg, auf der Suche nach ihrer dort in einer Hütte allein  lebenden Cousine Johanna, beginnen zweihundert  spannungsreiche Seiten einer Beziehungsgeschichte zweier junger Frauen, deren Kontakt nach Beendigung der Kindheit zueinander abgerissen war.


Ihre Mütter waren Zwillinge , wollten  die Freundschaft  in der Kindheit der Mädchen immer schon beeinflussen und lenken. Aber das gelang nur mässig. Äusserlich wie innerlich im Charakter waren die Kinder immer schon  zu unterschiedlich. Die dunkelhaarige Johanna, still, schüchtern und spröde im Umgang mit ihrer Familie und Freund*innen lebt schon als Kind zurückgezogen in ihrer eigenen Welt mit Tieren und den Naturgewalten. Sie scheut den Kontakt zu Menschen. Das völlige Gegenteil ist die lebhafte, hübsche,  blonde Marie. Offen, aufgeschlossen , leicht manipulierbar spaziert sie durch ihre Kindheit und wird von beiden Müttern immer wieder dazu animiert auf Johanna aufzupassen, sie mitzureissen in ihren eigenen fröhlichen Lebensstrudel . Goldmarie und Pechmarie  sollen zusammen glücklich werden in ihrer gemeinsamen  Familie. Das hat jedoch nicht funktioniert und gepasst. 


Die Autorin hat diese unterschiedliche  Entwicklung der beiden Kinder im Laufe der Geschichte  behutsam nach und nach erhellt. Und zwar in ihrem besonderen Schreibstil,  einem österreichischem Heimatdialekt, der aber für jede*n verständlich zu erlesen ist. Ich bin durch die Seiten geflogen , angetrieben von meiner Neugier und der angenehmen und bildhaften Ausdrucksweise der Autorin.  


Was treibt Marie plötzlich wieder zu Johanna? 

Es ist die Angst vor sich selber, vor ihrem Ehemann, vor ihrem Leben, welches plötzlich eine dramatische Wende durch viele Gewalterfahrungen bekommen hat. Instinktiv sucht sie Halt und Hilfe bei Johanna, hat sie ihrer Cousine doch so viel damals, in der Kinderzeit, gegeben. Doch Johanna geht nicht auf dieses Spiel vom *Geben und Nehmen* ein. Sie liebt ihre Unabhängigkeit in den Bergen, die Einsamkeit, die Natur, das harte, einfache Leben mit ihren Ziegen. Diese neue, plötzliche Nähe zu Marie ist für sie nicht zum Aushalten. Marie muss vom Berg gehen. Finden die beiden, nun erwachsenen Frauen, zueinander?


Das solltet ihr euch selber erlesen! Das  großartig geschriebene Buch ist eine absolute Leseempfehlung mit FÜNF ***** Sternen von mir.      


Vielen Dank an die Autorin und die Penguin Randomhouse Verlagsgruppe für das gebundene Rezensionsexemplar. 



Samstag, 24. August 2024

*Genau so, wie es immer war* von Claire Lombardo - erschienen im dtv -Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*

ISBN : 978-3-423-28417-2

Erscheinungsdatum: 15.08.2024 

1. Auflage

720 Seiten

Format : 12,8 x 21,0 cm

Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Sylvia Spatz

Verlagslink

INHALT/KLAPPENTEXT: Manchmal kann Julia Ames es gar nicht fassen, was für ein unwahrscheinlich schönes Leben sie führt. Mit Mark hat sie seit Jahrzehnten einen liebenden Ehemann an ihrer Seite, zusammen haben sie zwei Kinder in die Welt gesetzt, auf die sie stolzer nicht sein könnte. Doch Glück ist nur ein vorübergehender Zustand, wie Julia schnell feststellen muss – Familie bleibt einem hingegen ein Leben lang erhalten.

Sohn Ben schockiert seine Eltern bei einem Besuch mit einer folgenschweren Nachricht. Tochter Alma ist kurz davor, aufs College zu gehen, was eine ungewohnte Angst vor dem leeren Nest in Julia weckt. Und beim Einkaufen trifft Julia zufällig auf eine Frau, die sie seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehen hat – einst war die mütterliche Freundin ihre Rettung, bevor sie einer Katastrophe den Weg ebnete. Gefangen zwischen ihrer bewegten Vergangenheit und der chaotischen Gegenwart verliert Julia zunehmend die Kontrolle.

Claire Lombardo, 1989 geboren in Oak Park, Illinois, arbeitete als Sozialarbeiterin und PR-Agentin, bevor sie am renommierten Iowa Writers' Workshop studierte. Ihr Debütroman ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ war ein New York Times-Bestseller, wurde für den Women's Prize for Fiction nominiert und in ein Dutzend Sprachen übersetzt. Sie lebt in Iowa City.

Meine Meinung zum Buch: 

Die siebenhundert Seiten dieses Romans haben meinen Lesefleiss - und Fluss ganz schön gefordert. Ich bin der jungen Julia und der gereiften  Ehefrau und Mutter der späten Jahre  in vielen Rückblicken auf ihr Leben mit ihren für mich oft zwiespältigen  und unverständlichen Gefühlen und Gedanken interessiert begegnet. 

Beim Lesen des Klappentextes vermutet man nicht diese kühle und komplizierte, oft zerbrochene, toxische,  ja sogar fast bösartige Persönlichkeit von Julia Ames, deren Charakter  Claire Lombardi mit viel psychologischem Fingerspitzengefühl für die Leser*in erschaffen hat. Fünfhundert Seiten erklären zwar viele Handlungen und Gegebenheiten aus dem Leben und der Ehe der Julia aus Jugendzeiten und Alter, doch es war in meinen Augen einfach zu langatmig beschrieben. Immer wieder versinkt die Protagonistin  in Selbstmitleid, jammert laufend über die kalte Beziehung zu ihrer alkoholkranken Mutter. Sie verknüpft und entschuldigt zu viele ihrer in meinen Augen merkwürdigen Entscheidungen und mentalen Empfindungen mit den Erlebnissen aus der toxischen Beziehung zur Mutter. 

Die letzten zweihundert Seiten hätten nach meinem persönlichem Empfinden an den Anfang der Erzählung gehört und so diese umfangreichen und umständlichen Erklärungen und Suchen nach Gründen für bestimmte Verhaltensweisen in fünfhundert Seiten ein schnelleres und klareres Ende bereiten können. Der Roman hat zwar eine unterhaltende und flüssige Erzählweise , aber er ist einfach zu lang. Die Autorin hat sich aus meiner Sicht zu sehr in den psychologischen Erklärungen von Julias Verhalten verloren. 

Depression und Schuld haben Julias Leben geprägt und auch die Leser*in in diese unglückliche Spirale hineingerissen. Das Aufflackern der immer wiederkehrenden mütterlichen Liebe und Zuneigung zu ihren Kindern und Ehemann Mark kann diesen Aspekt im Roman kaum heilen. Leider. Denn das Familienleben kann schön, erfüllend und auch im Alter noch befriedigend sein, trotz aller Widrigkeiten mit Familienangehörigen und der eigenen Psyche.  

Meine Bewertung: DREI *** gute Sterne für diese zu lange Ausführung eines komplizierten Frauen - und Familienleben.  

Vielen herzlichen Dank an die Autorin und den dtv-Verlag für die schnelle Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplar. 

 


Montag, 15. April 2024

*Meine wilden Kräuterfreunde aus dem Wald* von Anja Fischer - erschienen im Servus Verlag



*unbezahlte Werbung* Verlagslink , erschienen am 21.3.24,

 INHALT / KLAPPENTEXT: Mit Kindern den Wald entdecken

Spielerisch die Welt der Pflanzen entdecken: der familienfreundliche Begleiter zum Mitnehmen auf Erkundungstouren im Wald.

Beim Spaziergang durch den Wald fallen Kindern viele grüne Schätze in die Hände, die ihr Interesse an der Natur wecken. Anja Fischer hat zahlreiche Ideen für Spiele unter den Baumkronen und gibt Tipps, was Familien im Wald alles gemeinsam erleben können. Zwölf Pflanzen-Steckbriefe im beliebten Freundebuch-Stil erleichtern Groß und Klein dabei den Einstieg in die Welt der Kräuter und Waldpflanzen und vermitteln spielerisch Wissen über sie. Die vielen kreativen Ideen zum Nachmachen sorgen für besonders großen Sammelspaß. Ob Schokowipferl, Waldhustensaft oder ein Traumpolster aus Waldmeister – hier ist sowohl für kleine Kräuterhexen also auch wissbegierige Naturforscher und gesunde Naschkatzen etwas dabei.



Ein Mitmachbuch mit DIY-Anleitungen und Platz zum Zeichnen und Einkleben von getrockneten Kräutern.

Meine Meinung zum Buch: Wieder hat mich ein ganz schönes Mitmachbuch vom Servus Verlag  von der Autorin Anja Fischer erreicht. Dieses Buch dreht sich um unseren Wald und seine Kräuter, Bäume und Pflanzen, die man dort finden, sammeln und verwerten kann , wenn man mit offenen Augen im Wald umherstreift. 

Eltern und Kinder werden ihre Freude an diversen DIY -Tips haben wenn sie durch diesen  kleinen Naturführer blättern. DAS BÜCHLEIN ist wie ein Freundebuch gestaltet mit Seiten zum Ausfüllen, Schreiben , Gestalten, und/oder Malen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.  Es wird zum Experimentieren angeregt und  wertvolle Wald-Verhaltenstipps sind zu erlesen . Tipps zum Sammeln, Verwerten und Aufbewahren der kleinen Fundstücke sind spielerisch beigefügt.  Ganz besondere Rezeptideen für Küche und Keller können problemlos  nachgekocht werden.   

Zwölf Kräuter, Bäume, Pflanzen werden ausführlich beschrieben und  in Bildern gezeigt , damit auch keine Verwechslung beim Sammeln  passieren  kann. Sie nennen sich wie folgt:

BROMBEERE, WALDENGELWURZ, FICHTE, HASELNUSS, LÄRCHE, LINDE, LUNGENKRAUT, SCHWARZER HOLUNDER,VEILCHEN,WALDERDBEERE,WALDMEISTER, WILDROSE.

Die liebevoll gezeichnete Aufmachung des kleinen Naturentdeckerbüchlein  besticht ganz besonders  auf den ca. 100 Seiten. Langeweile tritt nicht  auf. Im Gegenteil, es bleibt immer noch Raum für eigene Ideen  und Aktivitäten beim nächsten Waldspaziergang. 

MEINE BEWERTUNG: FÜNF ***** Sterne.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Servus-Verlag für die Zusendung des schönen Rezensionsexemplars.  

 



Sonntag, 25. Februar 2024

*Am Meer* von Elizabeth Strout - erschienen im Luchterhand Verlag

 

*unbezahlte Werbung*

Verlagslink

Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth

Originaltitel: Lucy by the Sea

Originalverlag: Random House, New York

Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87748-8

Erschienen am  14. Februar 2024

INHALT /KLAPPENTEXT: Elizabeth Strout schreibt die Geschichte von Lucy Barton weiter, ihrer feinsinnigen, von den Härten des Lebens nicht immer verschonten Heldin. Mit ihrem Ex-Mann William sucht sie während des Lockdowns Zuflucht in Maine, in einem alten Haus am Meer. Eine unvergessliche Geschichte über Familie und Freundschaft, die Zerbrechlichkeit unserer Existenz und die Hoffnung, die uns am Leben erhält, selbst wenn die Welt aus den Fugen gerät. Sie hatte es so wenig kommen sehen wie die meisten. Lucy Barton, erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter zweier erwachsener Töchter, erhält im März 2020 einen Anruf von ihrem Ex-Mann - und immer noch besten Freund - William. Er bittet sie, ihren Koffer zu packen und mit ihm New York zu verlassen. In Maine hat er für sie beide ein Küstenhaus gemietet, auf einer abgelegenen Landzunge, weit weg von allem. Nur für ein paar Wochen wollen sie anfangs dort sein. Doch aus Wochen werden Monate, in denen Lucy und William und ihre komplizierte Vergangenheit zusammen sind in dem einsamen Haus am Meer.

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Sie zählt zu den großen amerikanischen Erzählstimmen der Gegenwart. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« erhielt sie den Pulitzerpreis. »Oh, William!« und »Die Unvollkommenheit der Liebe« waren für den Man Booker Prize nominiert. »Alles ist möglich« wurde mit dem Story Prize ausgezeichnet. 2022 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Siegfried Lenz Preis ausgezeichnet. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

Meine Meinung zum Buch:

Elizabeth Strout ist in diesem vierten Band der beliebten Reihe um die erfolgreiche Schriftstellerin Lucy Barton und ihrer Familie wieder ein wunderbar emphatisches Buch  über eine sympathische und starke Frau gelungen. 

Lucy's zweiter Mann David ist verstorben und Lucy trauert immer wieder gedanklich um diesen schweren Verlust. Aber sie hat mit William , ihrem Ex-Ehemann einen treuen Freund behalten, der sie vorsichtig aus ihrem New Yorker Leben während des Beginns der Corona Pandemie herausholt um sie zu beschützen, denn Lucy erkennt  anfangs die Gefahr durch die aufkommende Pandemie nicht. Die beiden ziehen zusammen nach Maine, führen dort in einem schlichten, alten Haus am Meer ein einfaches und zurückgezogenes Leben auf dem Land. Es ergeben sich Freundschaften und Begegnungen mit der ansässigen Bevölkerung,  auch mit einer neu auftauchenden Halbschwester und deren Familie von William. 

Die beiden Töchter Chrissie und Becka treffen sich in der Pandemie Zeit wieder mit den Eltern auf dem Land. Alle, vor allen Dingen aber Lucy leidet unter dieser unfreiwilligen  Trennung. Die harten Einschränkungen des öffentlichen Lebens  zu Beginn  - und während der Corona Pandemie in den Grossstädten,  machen allen schwer zu schaffen. 

Der klare, sehr angenehme und gut informierende Schreibstil der Autorin hat mich sofort mit der Protagonistin Lucy vertraut gemacht, obwohl ich die drei Vorgängerbände dieser Reihe nicht gelesen habe.  Lucy's Gedankenwelt , die sich oft um ihre beiden Töchter und ehemaligen Ehemänner drehte, kam mir nicht aufgesetzt und/oder zu fiktiv vor, sondern war voll aus dem Geschehen einer normalen Familie erzählt. Die Sehnsucht einer Mutter nach der Kindheit und fröhlicher Jugend beider Mädchen, die mehr und mehr von eigenen Lebensproblemen beansprucht werden, kam mir sehr bekannt vor. Auch beide Ehemänner haben einen grossen Platz in Lucy's Herzen eingenommen, wobei eine Annäherung an William, den lebenden Ex-Ehemann wieder stattfindet, sehr zum Erstaunen der beiden gemeinsamen  Töchter Chrissie und Becka.

Die  unsichere und angstvolle Atmosphäre, die zu Beginn der Pandemie überall, vor allem in den Städten geherrscht hat, hat mich stark an selbst erlebte Situationen erinnert und viele unangenehme Erinnerungen wieder hochkommen lassen, wie das Benutzen von Handschuhen beim Einkaufen. Oder das unerlässliche Tragen von  Gesichts-Masken, die zu Beginn der Pandemie  aus Stoff selbst genäht wurden. All das hat die Autorin vorsichtig in ihrer Familienerzählung verwoben und diese Ängste sehr gut erklärt und begründet. 

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für diese aus dem Leben gegriffene wunderbare Familiengeschichte. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Luchterhand Verlag  für das gebundene Rezensionsexemplar mit dem ansprechenden Cover!


Mittwoch, 15. November 2023

*Das Erbe der Villa Sanddorn* Band 5 von Lena Johannson erschienen im Knaur Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*

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Erscheinungstermin: 01.09.2023

INHALT/Klappentext: Ein Rügen-Roman

Die Sanddorn-Reihe, Band 5 Urlaub für Herz und Seele auf Rügen: Die Villa Sanddorn hat wieder geöffnet!

Im 5. Wohlfühlroman der Sanddorn-Reihe geht es um ein Familiengeheimnis aus der Zeit der DDR und um eine große Liebe – garniert mit ganz viel Ostsee-Zauber.

 Beim dringend nötigen Entrümpeln machen Ziska und Nik auf dem Dachboden der Villa Sanddorn einen erstaunlichen Fund: Ein geheimnisvoller Gast hat die Chronik der Villa – und damit auch ein Stück der Geschichte Rügens – aufgezeichnet.

So erfahren Ziska und Nik endlich, mit wie viel Liebe und Herzlichkeit die ursprünglichen Besitzer das Haus um 1920 gebaut und als Hotel betrieben haben. Auch als in den 50er-Jahren viele Hoteliers aufgeben müssen, bleibt das Ehepaar auf Rügen und wandelt die Villa in ein Kinderheim um, gegen die Widerstände des DDR-Regimes. Ihr Sohn Georg würde allerdings nur zu gerne fortgehen – bis eine freundliche Welle die junge Alma auf die Insel spült …

 Lena Johannson, Bestseller-Autorin der Romane um die »Villa an der Elbchaussee«, verbindet auch in ihrem 5. Insel-Roman den ganz besonderen Charme Rügens mit einer mitreißenden Geschichte.

 »Sommerfeeling, Rügen-Flair und eine Prise Tiefgang: perfekte Urlaubslektüre, nicht nur für den Strandkorb.«

Buch Magazin über den Rügen-Roman »Sanddorninsel«Die Wohlfühlromane von Lena Johannson über die zauberhafte Ostsee-Insel Rügen sind in folgender Reihenfolge erschienen:

Sanddornsommer

Villa Sanddorn

Sanddorninsel

Sanddornzauber

Das Erbe der Villa Sanddorn


Mein Leseeindruck: Für mich war dieser harmonisch und flüssig geschriebene Wohlfühl Roman von Lena Johannson ein angenehmes und gut ablenkendes Leseerlebnis. Ich bin ohne Probleme in diesen 5. Band der RÜGEN-REIHE eingestiegen, ohne die vorherigen erschienenen Bände zu vermissen und /oder zu kennen. 

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und wird von der älteren Christina im Heute und Jetzt behutsam  erzählt und neu erforscht. Sie nimmt sich eine persönliche Zeit auf der schönen Insel Rügen um sich über ihren neuen Lebensabschnitt als Rentnerin klar zu werden.  In jungen Jahren hat sie zu DDR-Zeiten zauberhafte Erlebnisse an der Ostsee erfahren und in der Villa Sanddorn gelebt, die damals zu DDR -Zeiten  in ein Kinderheim umfunktioniert wurde. Plötzlich taucht während Christinas Urlaub auf der Insel eine alte Chronik der Villa auf, die auf dem Dachboden entdeckt wurde. Christina macht sich auf eine persönliche innere und äussere Spurensuche auf und der Leser*in wird mit vielen menschlichen und gesellschaftlichen Problemen und Lebensumständen der ehemaligen DDR überrascht,,,,

Die  schöne maritime Atmosphäre der Ostseeinsel Rügen hat die Autorin stimmig und begeisternd vermittelt. Lena Johannson hat den Roman übrigens mit Unterstützung ihrer Schwester verfasst.

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diesen netten Roman aus dem Genre Familie , Liebe, Wohlfühl Roman.  

Herzlichen Dank an die Autorin und den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar als Taschenbuch !

 

 


Montag, 22. Mai 2023

*Das Rosencottage* von Constanze Wilken - erschienen im Goldmann Verlag

 

*Werbung, unbezahlt* 

Verlagslink

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-49280-0

Erschienen am  20. April 2023

INHALT/KLAPPENTEXT: Die junge Künstlerin Kirsty Paterson schlägt sich in Edinburgh mühsam mit verschiedenen Jobs durch. Doch dann stirbt ihre geliebte Großmutter Fiona und vererbt Kirsty ihr Rosencottage auf der malerischen Insel Tiree. Mit dem Haus verbindet Kirsty die glücklichsten Sommer ihrer Kindheit. Ihre Großmutter hat jedoch eine Bitte an das Erbe geknüpft: Kirsty soll das Verschwinden von Fionas Kinderfreundin Livie vor vielen Jahren aufklären. Schon bald löst sie mit ihrer Spurensuche schicksalhafte Ereignisse aus und trifft auf den undurchschaubaren, aber attraktiven Schriftsteller Finlay ...

Constanze Wilken, geboren 1968 in St. Peter-Ording, studierte Kunstgeschichte, Politologie und Literaturwissenschaften in Kiel und promovierte an der University of Wales in Aberystwyth. Als Autorin ist sie sowohl mit großen Frauen- als auch mit historischen Romanen erfolgreich. Weitere Titel von Constanze Wilken sind bei Goldmann in Vorbereitung.

Mein Leseeindruck: Die Rahmenhandlung (ein vererbtes Cottage, gelegen auf der  inneren Hebrideninsel Tiree in Schottland),  dieses angenehmen und gut zu lesendem Wohlfühl Romans , wurde sicher schon oft benutzt um den Lesern ein schönes Leseerlebnis zu vermitteln. Und doch besticht diese berührende Geschichte ungemein und ich habe mich bezaubern lassen und diese Lesezeit sehr genossen. Kirsty's Grossmutter Fiona Paterson hat an das Antreten des Erbe ein Bedingung geknüpft. Kirsty soll sich auf eine Spurensuche begeben um das Schicksal der  jahrzehntelang verschollenen Livie , einer Jugend und Kinderfreundin der Großmuter , aufzuklären. Eine spannende Spurensuche beginnt und Kirsty gelingt es nach und nach Licht in das Dunkel der damaligen Ereignisse zu bringen.  Eine zweite Überraschung wartet allerdings noch beim Eintreffen im Rosencottage auf die junge Frau. Ein  bekannter Schriftsteller lebt dort , gebunden durch einen gültigen Mietvertrag, den er mit Fiona Patterson abgeschlossen hat. Nun teilen sich Finley, der Schriftsteller und die junge Malerin Kirsty für einige Zeit das Cottage - lernen sich und die Insel Tiree kennen und lieben. 

Die wunderschönen  Landschaftsbeschreibungen der Autorin und ihr stimmiger und flüssiger  Schreibstil zeugen von ihrer grossen Kenntnis und Liebe zu dieser herben inneren Hebriden-Insellandschaft inmitten des wilden Atlantik. Das Meer, seine Unberechenheit mit der ewigen Beständigkeit der Gezeiten beeinflußt die Menschen, ihre Lebens- und Denkweise und  auch Kirsty und Finley können sich dem nicht entziehen. Kirsty hat glückliche Kindheitstage bei der Großmutter auf Tiree verbracht hat. Finley dagegen hat auf Tiree einen dramatischen, persönlichen  Schicksalsschlag  zu verarbeiten und kämpft mit seinen Dämonen. Sympathische Inselbewohner geben der Geschichte ein schönes Feeling und Kirsty und Finley eine neue Heimat mit gemeinsamen Freunden. 

Wäre da nicht die unheimliche Familie McMillan, die Kirsty das Leben auf der Insel aus unergründlichen Motiven sehr schwer macht, ja sie sogar verfolgt und bedroht,,,,

Meine Bewertung : FÜNF ***** STERNE  für diesen Wohlfühlroman aus dem Genre Liebe und Familie. 

Vielen Dank an die Autorin und den Goldmann Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar!


Mittwoch, 1. März 2023

* 5 Grundsteine für die Familie* von Jesper Juul - erschienen im Penguin Verlag

 

*Unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar*

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INHALT/ KLAPPENTEXT: Der bekannte Familientherapeut Jesper Juul stellt in diesem Buch die fünf Grundsteine vor, auf deren Basis Familienleben gelingen kann: Er erklärt, was es mit Kooperation und Integrität auf sich hat, betont den Vorrang des Selbstwertgefühls gegenüber dem Selbstvertrauen, beschreibt, wie man persönliche Verantwortung übernimmt, warum Eltern als Leuchttürme wirken müssen und wie man die Kunst, »Nein« zu sagen, richtig ausübt. Sein Buch zeigt, wie man Konflikte konstruktiv angehen kann, und hilft Eltern, eine gleichwürdige Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen.

Jesper Juul (1948-2019) war einer der bedeutendsten und innovativsten Familientherapeuten Europas, Konfliktberater und Gründer von familylab international. Durch zahlreiche Seminare, Vorträge, Medienauftritte und erfolgreiche Elternbücher wurde er international bekannt. Seine respektvolle, gleichwürdige Art, mit Menschen umzugehen, beeindruckte Fachleute und Eltern immer wieder neu.

 Jesper Juul - Gründer von Familylab

Mein Leseeindruck: Endlich habe ich einen praxistauglichen und nicht zu lang verfassten Ratgeber für die Erziehung von Kindern innerhalb einer Familie entdeckt. 

Das Erziehungskonzept lautet :  es ist das Wichtigste eine Beziehung zum Kind aufzubauen und nicht zu viel mit altbekannten Ratschlägen  im Familienalltag arbeiten. Er erklärt die Begriffe Kooperation und Integrität , betont die Wichtigkeit des Selbstwertgefühl , welches unbedingt vor dem Selbstvertrauen stehen sollte. Eltern sollten als sogenannte *Leuchttürme* für die Kinder da sein und ihnen vermitteln wie man persönliche Verantwortung lebt. Durch praktische  Beispiele von Elternfragen und seinen Antworten gibt er in seinem Buch dem Leser*in Impulse, die intuitiv in der Erziehungs-Realität eines Elternpaares umsetzbar sind.

Einen sehr wichtigen Ratschlag erklärt er ausführlich und überzeugend. Und zwar die die Kunst des *NEIN SAGENS* ! Er ermuntert die Eltern dazu die kurzzeitige Frustration des Sprösslings zu ertragen, denn das will vom jungen Kind  erlernt werden für das ganze Leben:  *Frustrationen zu verarbeiten ohne daran zu zerbrechen*.  Es lernt die Abgrenzung auch der Eltern zu akzeptieren, wenn nicht jeder mögliche oder un-mögliche Wunsch des Kindes auf irgendeine Art und Weise erfüllt wird. 

Auf einen grossen Erziehungsfehler in Bezug auf die Langeweile weist der Autor auch ausdrücklich hin. 

Zitat Seite 138 : *Überstimulierte Kinder fragen ihre Eltern oft gelangweilt, was sie tun sollen. Und die Eltern machen daraufhin unendlich viele Vorschläge, die in der Regel alle abgelehnt werden . Konstruktiver wäre es, die Kinder zu ermutigen, sich selbst etwas einfallen zu lassen, ergänzt durch das Versprechen, in einer halben Stunde wieder nach ihnen zu schauen und nachzufragen, was ihnen eingefallen ist. Denn es dauert in der Regel zehn bis zwanzig Minuten, bis überstimulierte, rastlose Menschen ihre eigene Kreativität wiederentdecken . 

 Kinder brauchen eigentlich keine Erziehung, sondern freundliche Begleitung. *

Zitat Ende.


Meine Beurteilung : FÜNF ***** Sterne für diesen sehr informativen Ratgeber!

Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar. 


Donnerstag, 19. Januar 2023

*Wie man Kinder und trotzdem was vom Leben hat* von Nora Winter - erschienen im Goldmann Verlag

 

*Rezensionsexemplar, unbezahlte Werbung*

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 128 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-17956-5

Erschienen am  14. September 2022  Verlagslink

Inhalt/Klappentext: Mit Kindern ist die spaßige Zeit vorbei, hört man oft. Die gute Nachricht: Wenn man es richtig anpackt, stimmt das absolut nicht! Denn eigentlich sind es nicht die Kinder, die einem das Leben schwer machen – es sind die anderen Eltern, die eigenen Eltern und die eigenen Ansprüche. Nora Winter gibt Hilfestellungen für gängige Elternklagen und Tipps, wie bei aller Liebe für die Kinder auch die Elternbedürfnisse nicht zu kurz kommen. Sie zeigt, wie wieder mehr Leichtigkeit ins Familienleben kommt und wie man gemeinsam richtig Spaß haben kann. Denn mit der passenden Perspektive und den entscheidenden Tricks schaffen es auch dauergestresste Mamas und Papas, offen zu sein für die wirklich schönen, witzigen – und manchmal so einfachen – Seiten des Lebens mit Kindern.

Nora Winter, Jahrgang 1985, ist Sachbuchautorin und Redakteurin. Sie hat Entwicklungspsychologie studiert und schafft es immer öfter, Job, Mann, 2 Kinder und 7 Nichten und Neffen mit den eigenen Bedürfnissen unter einen Hut zu bringen. Sie lebt und arbeitet in Bamberg.

Mein Leseeindruck: Das Leben mit Kindern ist wunderschön, so die allgemeine Auffassung in unserer Gesellschaft  - kann sich aber oft zu einer nervenden Herausforderung für die ganze Familie ausweiten und allen wird der Spass am Leben (manchmal) verdorben.  Dagegen hält die Entwicklungspsychologin Nora Winter mit ihrem erfrischendem und humorigem Sachbuch über  Kinder Erziehung im Familienleben . Vor allem plädiert sie in ihrem Buch dafür, dass auch die Eltern trotz der anstrengenden Erziehungsarbeit  wieder zu Entspannung und Freude an eigenen Aktivitäten kommen!    

Die Autorin berichtet von ihren eigenen Erfahrungen aus dem Familienleben eines berufstätigen Elternpaares mit zwei Kindern. Ihre Zeilen wirken sehr authentisch, ehrlich, fröhlich und ermutigend. Es hat mir besonders gefallen, dass sie immer wieder betont, dass ihre Tipps nicht unbedingt für jedes Kind, seine Eltern und Geschwister geeignet sind, sondern dass jedes Menschenskind ein unverwechselbares Individuum ist. 

Ihr Schreibstil ist flüssig leicht, aus einer humorvollen Lebensauffassung verfasst ,  manchmal mit Trost, aber meist mit tollen Lösungs Tipps gespickt, die gestresste Eltern aus der Erziehungsfalle holen können. Nach einer kurzen Einleitung befasst sie sich mit der Fragestellung " Mit Kindern ist der Spass vorbei ? ". Danach folgt das Hauptkapitel mit der Auflistung  und Beantwortung *der häufigsten Elternklagen und was helfen kann*, die zum Beispiel unter folgenden Titeln stehen: 

" Euch kann man keine fünf Minuten aus den Augen lassen " oder "Nie habe ich meine Ruhe" oder "Könnt ihr nicht hören? " oder " Immer dieses Geheule" !

Es folgen praktische Tipps für Übernachtungspartys, Ideen für Spiel und Beschäftigung draussen,  bei heissem Wetter,  (angeblicher) Langeweile der Kinder, nervende Fernsehnachmittage, Probleme mit dem Süssigkeitenkonsum und vielen anderen Befindlichkeiten der ganzen Familie. 

Dieses kleine Büchlein ist ein gutes Nachschlagwerk , welches man an einem Nachmittag gut durcharbeiten und verinnerlichen kann und immer mal wieder zum Überdenken des eigenen Verhalten gegenüber den Kindern  in die Hand nehmen wird. 

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar.  

Donnerstag, 8. Dezember 2022

*Café Leben* von Jo Leevers - erschienen im Droemer Verlag

 

*Unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar*

Verlagslink

Erschienen am 2.11.22

INHALT/KLAPPENTEXT: Zwei Frauen, zwei Schicksale – eine bewegende Botschaft

»Café Leben« ist ein außergewöhnlicher Roman über zwei Frauen aus zwei Generationen, die einander ihre Lebensgeschichte erzählen: kraftvoll, eindringlich und voller Hoffnung.

Die 32-jährige Henrietta Lockwood führt in London ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Hund Dave. Schon früh hat sie eine Mauer zwischen sich und der Welt errichtet. Das verhilft ihr schließlich zu einem besonderen Job im Hospiz, bei dem man besser nicht ständig in Tränen ausbricht: Henrietta soll todkranken Menschen dabei helfen, die Geschichte ihres Lebens für die Nachwelt aufzuschreiben.

Schon bei den ersten Gesprächen mit ihrer Klientin Annie merkt Henrietta, dass die 66-jährige Krebspatientin schlimmen Erinnerungen ausweicht. Ohne die wird ihre Geschichte jedoch nie vollständig sein, und das kann Henrietta nicht hinnehmen. Sie versucht auf eigene Faust herauszufinden, was Annies Schwester vor 46 Jahren zugestoßen ist.

Doch um Annie dazu zu bringen, alle Puzzleteile offenzulegen, muss Henrietta etwas tun, was sie noch nie zuvor getan hat: ihre eigene Geschichte erzählen.

Ergreifend, ohne rührselig zu werden, schreibt die britische Autorin Jo Leevers über Leben und Tod, über das Erinnern und das Erzählen, das die Macht hat, alte Wunden zu heilen. Ein besonderer Roman, der noch lange nachhallt.

Jo Leevers, geboren und aufgewachsen in London, schreibt für zahlreiche Magazine, u.a. für The Guardian, The Observer, The Telegraph, World Of Interiors und Living. Ihr Spezialgebiet ist Interior Design. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann und der Hündin Lottie in Kent. Café Leben ist ihr Debütroman.

Mein Leseeindruck: Was passiert wenn sich eine ältere, todkranke Frau und eine junge Frau in den besten Jahren begegnen , eine  Beziehung zueinander aufbauen, sich ihre Lebensgeschichten teilweise erzählen und doch einige dunkle Schattenseiten in ihrem Dasein für sich behalten? Das und noch viel mehr über das *Heute* und eine Zeit vor über 46 Jahren erfahren wir beim Lesen des Debüt Romans von Jo Leevers. 

Die junge, schüchterne Henrietta, immer an sich und ihren Fähigkeiten zweifelnd, bewirbt sich auf eine Stelle in der Beratungsambulanz eines Krebszentrums. Sie soll mit todkranken Patient*innen Gespräche über deren gelebtes Leben führen und anschliessend für die Hinterbliebenen ein Buch erstellen. Es ist keine leichte Aufgabe, denn für die Verarbeitung aller Eindrücke bleiben Henrietta nur sechs Interview-Sitzungen a' 1 Stunde pro Patient. Es gibt sogar einen Vordruck mit Fragen, der sich aber bald als nutzlos erweist, denn ein ganzes, Jahrzehnte dauerndes Leben ist nicht mit der Beantwortung einiger Fragen darzustellen . Henrietta ahnt, dass sie immer wieder nur kurze Augenblicke aus dem Leben ihrer Klient*innen  erfährt und  das schwer nachfühlen kann. Dieses alles stimmig für das gewünschte Buch zusammenzustellen ist eine schwierige Aufgabe. Sie lernt die todkranke, viel ältere und ihr exzentrisch erscheinende Annie kennen und die beiden Frauen tasten sich behutsam aneinander an.

Der Roman wird abwechselnd immer aus der jeweiligen Perspektive von Henrietta und Annie erzählt, bekommt dadurch ein buntes und spannendes, leider oft auch trauriges Erleben für den Leser*in. Henrietta erfährt unausgesprochene Vermutungen, Wahrheiten und dunkle Geheimnisse von Annie. Deren geliebte und gleichzeitig gehasste jüngere Schwester Schwester Kathy verschwand plötzlich vor 46 Jahren und Annie kam über diesen Verlust nie hinweg. Eifersucht und ein trotzdem grosser Zusammenhalt zwischen den Geschwistern spielte eine grosse Rolle in ihrer Beziehung zueinander. Die unglückliche, nachfolgende Ehe mit einem brutalen Mann hat Annies Leben zusätzlich  negativ geprägt. 

Henrietta begibt sich auf Spurensuche nach den Gründen für Kathys damaliges Verschwinden und taucht mehr und mehr in Annies Leben ein. Aber auch Annie lernt  die junge Henrietta immer genauer kennen, da diese tragische Ereignisse aus ihrer Kinder- und Jugendzeit zu verarbeiten hat..... 

Für dieses Buch braucht man starke Nerven, denn die gefühlvolle Schreibweise der Autorin geht an *Herz und Nieren*. Eine todkranke, krebskranke Frau in ihren intimsten Gedanken zu begleiten bringt die Leser*rin an den Rand des Aushaltbaren, zumal sich die Ereignisse am Ende des Buch überschlagen. Vielleicht werden sie sogar ein wenig zu hastig erzählt.....

Meine Bewertung: VIER **** Sterne !

Vielen Dank für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Sonntag, 21. August 2022

*Der Himmel über Amerika - Rebekkas Weg* von Karin Seemayer - erschienen im Aufbau Taschenbuch Verlag

*Werbung, unbezahlt*

Verlag

Aufbau Taschenbuch

Veröffentlichung

21.06.2021

ISBN

978-3-7466-3756-3

Format

Taschenbuch

Anzahl Seiten

416

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Inhalt/KLAPPENTEXT: Der Aufbruch einer Familie in die Neue Welt.

Pfalz 1815: Als Tochter einer Amisch-Familie scheint Rebekkas Weg vorherbestimmt. Bald schon wird sie einen Mann aus ihrer Gemeinde heiraten. Doch dann kommt ein Fremder in ihr Dorf und weckt in ihr die Sehnsucht nach wahrer Liebe. Daniel ist anders als alle Männer, die sie kennt. Er erwidert ihre Gefühle, ihre Familie aber steht ihm misstrauisch gegenüber. Als eine Hungersnot ausbricht, wagen Rebekka und Daniel einen Neuanfang in Amerika. Rebekka ahnt jedoch nicht, dass in Daniels Vergangenheit ein dunkles Geheimnis lauert, das alles zerstören könnte, was sie sich aufgebaut haben.

Eine emotionale Familiengeschichte und ein faszinierender Einblick in die Welt der Amisch

Karin Seemayer, geboren 1959, machte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und war beruflich und privat viel unterwegs. Die meisten ihrer Romanideen sind auf diesen Reisen entstanden. Allerdings musste die Umsetzung warten, bis ihre drei Kinder erwachsen waren. Heute lebt sie im Taunus.

Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Die Tochter der Toskana“, „Das Gutshaus in der Toskana“, „Sterne über der Toskana“, „Die Sehnsucht der Albatrosse“ und „Das Geheimnis des Nordsterns“ sowie die ersten beiden Bände der Amisch-Saga „Der Himmel über Amerika. Rebekkas Weg“ und „Der Himmel über Amerika. Esthers Entscheidung“ lieferbar.

MEIN LESEEINDRUCK: Dieser wunderschön geschriebene Wohlfühl-Roman der sympathischen Autorin Karin Seemayer hat mir wieder einmal einige tolle  und abwechslungsreiche Lesestunden geschenkt. Vielen Dank dafür liebe Karin !!

Die Autorin hat genauestens über das Thema *Amish People* recherchiert,  so wie ich es auch aus ihren anderen Büchern schätzen und lieben gelernt habe. Das Buch lässt sich flüssig und angenehm lesen, ermöglicht ein tiefes Abtauchen in diese für uns fremde Lebens- und Glaubensgemeinschaft der *Ammanleit*,  so wie sie sich selber gern bezeichneten. 

Das Buch hat mich ruhig mit seinen bildlichen und ungewohnten Beschreibungen eines Lebens in der damaligen Zeit (1815)  getragen. Ich bin beim Lesen in diese dörfliche eng verflochtene Gemeinschaft eingetreten und habe die harten Arbeitsbedingungen der landwirtschaftlichen Selbstversorger gut nachvollziehen können. Allgemeine Hungersnöte und Anfeindungen GEGEN DIE GLAUBENSGEMEINSCHAFT und die *Weltlichen Christen* werden beeindruckend geschildert. All diese Eindrücke und Betrachtungen hat die Autorin in eine Familien Saga eingebettet. Die Liebesgeschichte zwischen Rebecca und einem Fremden, der plötzlich und unerwartet im Dorf auftaucht, hat mich sehr berührt. Daniel und Rebekka gründen  gegen viele Widerstände eine Familie, werden mit der Geburt des kleinen David beschenkt und bauen sich eine eigene Existenz mit dem Betreiben einer Kornmühle auf.  Doch dieses Glück bleibt nicht von langer Dauer.  Allgemeine Not und Hunger machen auch vor den *Ammanleit* nicht halt.  Viele von ihnen freunden sich mit dem Gedanken an eine Auswanderung nach Amerika an. Auch Rebekkas Familie und verschiedene  andere Mitglieder der Gemeinschaft gehören dazu. Und so nimmt dieses wagemutige Projekt langsam Gestalt an,,,,,,

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für dieses Buch, welches ich den Thematiken   Wohlfühlroman, Familiensaga, historischer Roman zuordnen möchte. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Aufbau Taschenbuchverlag für das Rezensionsexemplar !

 

Donnerstag, 18. August 2022

*Vom Schwimmen in freien Gewässern* von Katja Bohlander-Sahner - erschienen in der Edition Schaumberg

 

*Werbung, unbezahlt*

Verlagslink

Inhalt/Klappentext: In Rolf Naumanns Leben passiert nicht viel. 

Vor zwei Jahren ist seine Frau auf tragische Weise gestorben, sein Sohn schon vor vielen Jahren einfach verschwunden. Rolf arbeitet, geht schwimmen und lässt sich von einer guten Freundin bekochen.

Da lernt er Elaine kennen. Sie ist viele Jahre jünger als Rolf, bringt ihre eigenen Geheimnisse mit und wirbelt alles durcheinander …

»Vom Schwimmen in freien Gewässern« handelt von Mut, Zufällen und Schicksal, davon, offen für Neues zu sein und das Leben einzuladen. Auf Spurensuche gehen, damit alte Verletzungen heilen können. Es handelt von der Kraft der Liebe und von der Kraft, weiter zu schwimmen, auch wenn das Wasser mal kalt ist.

Katja Bohlander-Sahner, geboren 1979 im Saarland, ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Sie studierte Psychologie und Kriminalistik in Saarbrücken sowie Creative Writing in Bad Kreuznach. Viele Jahre war sie als Migrationsberaterin tätig. Zur Zeit kümmert sie sich um ihre Familie und arbeitet an ihrem dritten Buch.

In ihren Erzählungen, Kurzgeschichten und in ihren beiden Romanen lotet Katja Bohlander-Sahner aus, was in der provinziellen Enge dieses Landes doch alles möglich ist – oft mehr als man erwartet. Sie erzählt von »Dagebliebenen, Hinzugekommenen und Weggängern«, so nennt sie es, und richtet ihren Blick gerne auf das Große im Kleinen, auf das Besondere im Alltäglichen.

»Gute Geschichten erzählen und den Leser unterhalten, das sind meine Ziele«, sagt Katja Bohlander-Sahner, »und gute Geschichten trägt jeder von uns in sich - man muss nur den Mut haben, sie auszusprechen.«

Mein Leseeindruck: Mit einer neuen Liebe kann ein neues Leben anfangen. Diesen komplizierten Prozess im Leben der drei Protagonisten Rolf Naumann, seinem verschollenen Sohn Jerome und der jungen Elaine hat die Autorin in zwei Handlungssträngen nach und nach zusammengeführt und die Leser*in in viele Geheimnisse, Gedanken ihrer Protagonisten behutsam eingeführt. Die Autorin hat für jeden Darsteller in ihrem Roman ein intensives und sorgfältiges Psychogramm seiner Persönlichkeit ausgearbeitet und dem Leser nach und nach nahe gebracht. Und doch liest sich dieser Roman leicht, flüssig, dann  auch wieder spannend, geheimnisvoll und kompliziert, da sie in diese Liebes- und Lebensgeschichten kriminalistische Handlungsstränge eingearbeitet hat. Ein absolutes Lesevergnügen, welches mich sogartig schnell und und nie langweilig werdend durch die fast fünfhundert Seiten gezogen hat.  

Die magische Beziehung von Rolf Naumann zum Schwimmen erklärt sie bedeutungsvoll mit diesem Zitat , einer Aussage von Rolf Naumann auf Seite 156:

" Ich muss mindestens zweimal in der Woche ins Wasser, hatte er ihr auf der Fahrt zum See erklärt, ich weiss nicht ob du das verstehen kannst - zweimal in der Woche muss ich schwimmen. Es ist schwer zu beschreiben, warum. Ich brauche das Wasser, die Kälte, die Anspannung, die Entspannung, den regelmässigen Rhythmus. "

Der Anfang und das Ende beim Schwimmen bedeuten Rolf Naumann unglaublich viel und man taucht mit ihm ab in seine Lebensumstände. Verlust - und Schuldgefühle bedrängen ihn. Sein Sohn verschwindet spurlos in jungen Jahren, er verliert seine Ehefrau - aber das Schwimmen erhält ihn am Leben und die Hoffnung taucht mit dem Erscheinen der sehr viel jüngeren Elaine in seinem Leben wieder auf. Er fängt wieder an zu leben - doch es wird lebensgefährlich für das neue Paar - doch viele Veränderungen werden zusammen geschafft und bringen Liebe und Befriedigung in ihr neues Familienleben. 

Auch Jerome und seine Schwester werden in diesem Psychogramm nicht vernachlässigt und ich habe die Erzählungen über das Geschwisterpaar, die  teilweise in mediterraner Stimmung am Gardasee in Italien spielen , mit grossem Herzklopfen verfolgt.....


Ein wirklich grossartiges Buch dem ich eine klare Leseempfehlung mit fünf ***** Sternen gebe. 

Danke liebe Katja für diese aufregende und liebevolle Lektüre!