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Donnerstag, 21. Oktober 2021

*Die kleine Schule der großen Hoffnung* von Naomi Fontaine - erschienen im C.Bertelsmann Verlag

Der Roman zum Buchmessengastland Kanada 2021


 

*Werbung, unbezahlt*

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Französischen von Sonja Finck

Originaltitel: Manikanetish

Originalverlag: Mémoir d'encrier, Montreal 20217

Hardcover mit Schutzumschlag, 144 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-570-10382-1

Erschienen am  04. Oktober 2021

Verlagslink

Inhalt /Klappentext: Yammie lässt das Stadtleben und ihren Freund Nicolas hinter sich, um im First-Nation-Reservat Uashat als Lehrerin zu arbeiten. Ist sie noch eine Innu, wie die indigene Bevölkerung im Norden des Staates Québec genannt wird, oder ist sie durch Erziehung und Studium der französischen Sprache schon „zu weiß“ geworden? Kann sie als junge Lehrerin den Heranwachsenden, deren Zukunft von Alkohol und Depressionen überschattet ist, Perspektiven bieten? Nach einem ereignisreichen Jahr sind die Schüler Yammie ans Herz gewachsen. Und sie erkennt, dass nicht nur die Jugendlichen gereift sind, sondern dass auch sie sehr viel von ihnen gelernt hat. Gefühlvoll und authentisch – dieser Roman erzählt vom Leben der kanadischen Ureinwohner, von ihren Sorgen, Ängsten, Sehnsüchten und Hoffnungen. Der C. Bertelsmann Verlag dankt dem Canada Council for the Arts für die Förderung der Übersetzung. We acknowledge the support of the Canada Council for the Arts. Nous remercions le Conseil des arts du Canada de son soutien.

Naomi Fontaine, geboren 1987 in Uashat, ist die bekannteste indigene frankokanadische Schriftstellerin der Gegenwart und eine der wenigen First-Nation-Autorinnen und Autoren, die auf Französisch schreiben. Als Kind verließ sie mit ihrer Mutter das Reservat, um in Québec-Stadt zu leben, wo sie Pädagogik studierte. Ihr Debüt »Kuessipan« erschien 2011 und wurde preisgekrönt und verfilmt. »Die kleine Schule der großen Hoffnung«, ihr zweiter Roman, stand 2018 auf der Shortlist des renommiertesten kanadischen Literaturpreises, des Governor General's Award und war auch in Frankreich ein großer Erfolg. Das Buch wird derzeit als Fernsehserie verfilmt.

Mein Leseeindruck: Einhundertundvierzig Seiten die das Herz berühren und einen prägenden Eindruck über das heutige seelische Befinden jugendlicher Innu,  einer indigenen Bevölkerungsgruppe Kanadas vermitteln. Die Wurzeln der Autorin  Naomi Fontaine reichen tief in  die Vergangenheit dieser Bevölkerungsgruppe hinein und doch hat sie sich durch ihre Erziehung in einer Grossstadt unter sogenannten *Weißen* sehr weit vom Denken und Handeln  ihrer Angehörigen entfernt. 

Yammie, die junge Lehrerin muss selber wieder lernen mit ihren jungen Schülern des Reservates in einen neuen Dialog zu treten. Und es gelingt ihr.  Die Autorin bringt sehr viele, wohl auch biografische Erfahrungen, in ihre kurzen, knapp und doch einprägenden Kapitel hinein. Der Roman lässt sich sehr gut lesen und auch verstehen. Er gibt einen klaren Überblick über die heutigen Probleme, Sehnsüchte und Wünsche der jungen First-Nation-Generation, die durch Alkohol und Drogen stark gefährdet ist.  

Eine schriftliche Kultur der Innu ist und war nie vorhanden - alles wurde jahrhundertelang  mündlich vermittelt. Doch durch die harschen Erziehungsmethoden der staatlichen Behörden in der Neuzeit wurde den Kindern oft von klein auf verboten zum Beispiel in ihrer Muttersprache zu reden. Sie wurden ihren Familien entfremdet, mussten Internate und Schulen weit entfernt von ihrer gewohnten Umgebung besuchen. Ihnen wurde kurzerhand die Kultur der Frankokanadier übergestülpt. Doch die Suche dieser Bevölkerungsgruppe nach ihren Wurzeln ist nicht verloren gegangen - ich hoffe sie werden sich ihren Weg in unserer Welt erkämpfen und ihre alten Werte und Lebensansichten wiederfinden. Dieses Buch macht Hoffnung!

Meine Bewertung: Fünf ***** Sterne!

Danke für die Zusendung des Rezensionsexemplars!




Samstag, 26. August 2017

*Nach Onkalo* von Kerstin Preiwuß, erschienen im Berlin Verlag

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Dieses Buch hat mich heute vom Berlin Verlag  erreicht! Ich freu mich riesig darüber! Herzlichen Dank!
Es wurde auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017 gesetzt.
Über den Inhalt und die Autorin habe ich einige Infos für Euch!

Inhalt mit fortführender  Leseprobe:  Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er sich das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt, Bewohner des Hinterlands, einer von anderen längst aufgegebenen Welt. Zum Glück gibt es Nachbarn. Igor, der Russe, wird zum Freund. Den alten Witt kennt er seit seiner Jugend. Und dann sind da die Tauben, die Matuschek als Junge bekam und seitdem züchtet. Das kann schon reichen fürs Leben. Als Matuschek Irina kennenlernt, winkt das Glück. Aber dann geht etwas schief und er beginnt von neuem.
"Nach Onkalo" zeigt eine Welt am Rand, in der sich die großen Fragen nicht weniger deutlich stellen: wie man sein Leben aushält und dabei glücklich wird. Matuschek will nur seinen Alltag meistern. Doch vielleicht befähigt ihn genau das zur Erkenntnis "ob das Leben die Mühe lohnt".