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Sonntag, 25. Mai 2025

*ich weiss es doch auch nicht* von Mareice Kaiser - erschienen im Penguin Verlag

 

*unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar*

Verlags Link

Erschienen am 19.3.25

INHALTKLAPPENTEXT: Das Leben ist kompliziert, und überall lauern Fragen und Entscheidungen. Mareice Kaiser ist die schlechteste Entscheidungsperson der Welt und gerade deshalb die beste Ratgeberin. Sie erzählt in lakonischem Ton von ihrem eigenen Stolpern und Aufstehen und manchmal auch vom Liegenbleiben. Denn sie liebt Liegen! Einige Fragen beantworten sich so schon von selbst. Alle anderen beantwortet Mareice Kaiser in »Ich weiß es doch auch nicht«. Diese neue Unsicherheit tut gut und ist besser als jeder TikTok-Lifecoach. Es geht um den Pickel auf der Nase vor dem großen Date und um den richtigen Zeitpunkt für eine Kündigung. Natürlich um Feminismus. Aber auch darum, wie man weiterlebt, wenn das eigene Kind stirbt. Komplettiert wird dieser lebenskluge und humorvolle Blick auf unsere Verletzlichkeiten von den einzigartigen Illustrationen von Slinga. Ein Buch wie eine gute Freundin.

Mareice Kaiser, Jahrgang 1981, schreibt als Journalistin meistens über schwere Themen: Diskriminierung, Ungerechtigkeit, Christian Lindner. Ohne Humor geht das nicht. Mit ihrem Essay »Das Unwohlsein der modernen Mutter« war sie für den Deutschen Reporter*innenpreis nominiert, das gleichnamige Buch stieg direkt in die SPIEGEL-Bestsellerliste ein. Vom medium magazin wurde sie 2022 in die TOP 10 der deutschen Wirtschaftsjournalist*innen gewählt. Sie liebt Schwimmen und würde gern mehr singen und mehr tanzen. Mareice Kaiser lebt in Berlin und im Internet. Mareice Kaiser

Slinga wollte schon immer am liebsten Dinge kreieren, die Freude bereiten oder anderen dabei helfen, Freund*innen Freude zu bereiten und Gefühle zu kommunizieren. Davon ausgehend erkundet sie seit Jahren immer neue Sparten, initiiert Projekte mit Therapeut*innen, Psycholog*innen, Vereinen und Autor*innen, für sich selbst und für andere Menschen. Ihr Lieblingsspaßgetränk ist Apfelschorle und ihre Lieblingsfarbe ist Rosa. Zusammen mit Svenja Gräfen stand Slinga mit »Radikale Selbstfürsorge« bereits auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Auf Instagram folgen ihr über 100.000 Menschen. Website: Slinga


Meine Meinung zum Buch: 

Einen witzigen und humorvollen Lebensratgeber mit vielen Facetten haben uns die beiden jungen Autor*innen geschenkt. Illustriert  und aufgelockert mit vielen Comic ähnlichen Zeichnungen und Sprüchen wurde diese Lektüre von der bekannten Illustratorin Slinga. Die Antworten der Autor*innen  verführen zum Lachen, Lächeln, Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken und finden sogar oft sofort eine innere Zustimmung des Lesenden.

Auf zweihundertundvierzig Seiten wurden diese und ähnlich lautende Fragen in verschiedene Kapitel gegliedert, die sich folgendermassen so nennen: 

Fragen für den Anfang, Fragen aus dem Alltag, Beziehungsfragen, Fragen über mich, Fragen zur Arbeit, Gewissensfragen, Fragen zum Ende, Große Fragen. 

Es schliessen sich eine Danksagung, eine Playlist, alle Fragen sowie eine kurze Zitatesammlung an. 

Dieser amüsante, nicht immer ernst zu nehmende Ratgeber liegt nun griffbereit in meinem Bücher Regal und ich bin als erstes der Frage nachgegangen * Welches Alter ist das Beste ?* Mareices Fazit: Je älter man wird desto eher kommt man in das sogenannte *Fuck-you-Alter*, welches bei Mareice schon im Denken mit Mitte Dreissig begonnen hat. Dazu konnte ich nur erstaunt lächeln und diese Aussage nicht ganz ernst nehmen !

Es gibt auch praktische und lebensnahe Antworten zur folgenden Frage : * Wie spreche ich jemanden an, der mir gefällt?* Mareices Antwort und Ratschlag klingen praktikabel und lebensnah. Sie meint : *Falls Du dich nicht traust , schreibe auf einen Bierdeckel einen netten Satz mit Deiner Telefonnummer und gehe dann! * Bei ihr hat es geklappt . Das Fazit war wohl eine sechsjährige Beziehung. 

So und im ähnlichen Stil geht es mit einhundertundeins Fragen und Mareices passenden originellen Antworten, sowie Slinga's humorvollen Zeichnungen weiter. Ein unerschöpflicher Schatz an Lebenshilfen, mal ernst gemeint, mal mit *Augenzwinkern* versehen  und/oder immer mit ganz viel Charme und Humor. 

Danke für diesen kleinen Leseschatz. 

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE. 

Herzlichen Dank für die Zusendung des Rezensionsexemplar als Paperback an die beiden Autor*innen und den Penguin Verlag. 











Dienstag, 11. Februar 2025

*Der Tag, an dem die Hummer wiederkamen* von Cilla & Rolf Börjlind - erschienen im btb Verlag

 *unbezahlte Werbung*

Verlags Link

Erschienen am:

13.11.2024

INHALT/KLAPPENTEXT: 

Sieben Menschen suchen ihr Glück in einem kleinen schwedischen Dorf am Meer.

An einer abgelegenen Bucht an der Westküste Schwedens liegt ein Dorf mit dem sprechenden Namen Schattenseite. Da der Ort von hohen Bergen umgeben ist, erreicht ihn die Sonne nur alle fünf Jahre. Ein astronomisches Phänomen, das genau zum Zeitpunkt auftritt, als diese Geschichte spielt. Wir schreiben das Jahr 1960. Unberührt vom Lauf der Zeit scheint das Leben in Schattenseite seinen Weg zu gehen. Die sechs Freunde Märta, Malte, Gustav, Picasso, Inka und Columbus waren eigentlich schon immer hier. Doch wenn sie ehrlich sind, passiert nichts wirklich Aufregendes mehr, seit die Hummer vor Jahren – warum, weiß niemand so genau – die Bucht verlassen haben. Dies ändert sich schlagartig, als eines Tages ein geheimnisvoller junger Mann auftaucht und behauptet, sein Name sei Georg von Nichts ...

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Ihre Serie um Polizistin Olivia Rönning und Kommissar Tom Stilton wurde sehr erfolgreich für das ZDF verfilmt. Die Kriminalromane sind Bestseller und erscheinen in 30 Ländern.

Meine Meinung zum Buch: 

Das ansprechende Cover mit dem hübschen und hoffnungsfrohen Titel hatte mich zu diesem Buch geführt. Ich hoffte auf einen romantischen  Feel-Good-Wohlfühlroman  in  vierhundertfünfzig Seiten. Leider haben die beiden Autor*innen  mit ihrem neuen Buch meine Erwartungen nur teilweise erfüllen können.  

Ein fast zu laxer Schreibstil hatte Mühe meine Aufmerksamkeit auf Dauer zu fesseln. In relativ kurzen Kapiteln gibt es zwar einige humorige Szenen , Beschreibungen von aussergewöhnlichen Menschen, die wohl alle aus der fiktiven Wunsch-Fantasie-Welt der beiden Filmemacher*innen stammen.  Die skurrilen Charaktere der sieben Freunde des Ortes *Schattenseite* sind eigenartig zusammengestellt und konnten mich nur ab und zu in ihre Welt- und Wervorstellungen ziehen und zum Lächeln bringen. Märta, Malte, Gustav, Picasso, Inka und Columbus — auch genannt der Erbsenclub - sind schon ein komisches Gespann. In diese ungewöhnliche Freundes-Gemeinschaft taucht *Georg von Nichts* ein, der alle mit einem verschlossenem  Karton und seinem geheimnisvollen Lebenserzählungen verzaubert und neugierig macht. Thematisch geht es bei jedem der oben genannten Freunde in ihren Darstellungen durch die beiden Autor*innen um Liebe, Freundschaft, Vergangenheit, Zukunftsvorstellungen, Traumata, Sehnsüchte, Hoffnungen und Gewohnheiten.

Ich war  nicht verzaubert, sondern eher gelangweilt und musste mich durch diese Geschichte mit viel Mühe und Fleiss lesen. Es entwickelte sich eine farbige und unwahrscheinliche Fiktionsgeschichte in meinem Kopf, die ich nicht wirklich ernst nehmen konnte. 
Aber auch dieses Buch wird seine Leser*innen finden und mit drei *** Sternen bewertet, ist es ein *gutes Buch*. 
Für mich war es leider nicht die perfekte und begeisternde Lektüre!

Herzlichen Dank an die beiden Autor*innen und den btb-Verlag für die Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplar. 

   

Mittwoch, 17. Juli 2019

*Meine besten Tipps bei Beschwerden über die man nicht spricht* erschienen im Bassermann Verlag.


Originaltitel: Gesundheit kennt keine Tabus
Originalverlag: Südwest
Paperback , Flexobroschur, 192 Seiten, 12,0 x 17,0 cm
durchgehend farbig illustriert
ISBN: 978-3-8094-3858-8
Erschienen am  27. August 2018
*Werbung*
Info zum Buch und Verlag!

Der Autor Prof. Hademar Bankhofer, international anerkannter Medizinjournalist auf dem Sektor Naturheilwesen, ist durch seine zahlreichen TV-Auftritte, Kolumnen und seine Bücher einem großen Publikum bekannt. Er versteht es, schwierige medizinische Probleme verständlich zu erklären. Aufgrund seiner engen Zusammenarbeit mit medizinischen Koryphäen ist er stets auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und genießt Anerkennung nicht nur bei einem breiten Publikum, sondern auch in medizinischen Fachkreisen.


Inhalt:

Jetzt spricht Professor Hademar Bankhofer über all die Krankheiten, über die man eigentlich nicht spricht. Er gibt praktische und einfache Tipps, wie sich Mundgeruch vermeiden lässt, was bei Inkontinenz und Blähungen zu tun ist oder wie Warzen zu behandeln sind. Sie erfahren außerdem, warum man beim Nasenbohren, Rülpsen, Pupsen und Gähnen kein schlechtes Gewissen haben sollte, sondern etwas für die eigene Gesundheit tut.



Meine Meinung: Die Lektüre dieses kleinen lustigen , mit Comic Bildern versehenen Büchlein, hat mir gute Laune und öfter ein herzhaftes Lachen beim Lesen verschafft. Unterhaltsam und für jeden Leser verständlich , gibt der Autor einfach umzusetzende Tipps und kleine Überlebenshilfen für den geplagten, vielleicht etwas kränklichen und vorsichtigen Patienten bei verschiedenen Übeln, wie Nasenbohren, Rülpsen, Gähnen u.s.w. 

Er hat seine Ausführungen in sieben Kapitteln
verfasst , die da heissen:
Vieles, was sich nicht gehört , ist gesund

Wenn Haare gehen und Läuse kommen

Nix hören, nix sehen, nix merken

Heute schon geschnarcht? &Smells like hell:

Wenn's tröpfelt und brennt

Von wegen Schokoladenseite: Verstopfung & Co.

Ekzeme, Pilze & C0.: wirklich igittigitt?

In lustigem und ansprechendem Plauderton führt der Autor den Leser sanft und behutsam in verschiedene Tabu-Themen ein, über die man nicht gerne mit anderen Menschen spricht, die aber dennoch jeden angehen. Diese kleinen Verfehlungen unseres Körpers betrachtet er nüchtern und immer in Hinblick auf seine  Natürlichkeit und die körperliche und seelische Gesundheit. Von Mundgeruch bis Inkontinenz ist fast alles dabei, was den Menschen so plagen könnte. Man erfährt so,  schöpfend aus seinem ernstem und medizinisch fundiertem Wissen, spielerisch vieles über einige Funktionsweisen unseres Körpers und seine angeblichen Fehlfunktionen, die einen Grund haben. 

Ein leicht zu lesendes, mit viel Wissen angereichertes Buch für jeden Leser. Mit Humor und Leichtigkeit hat der Autor flüssig und unterhaltsam berichtet!

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne ! 


Vielen Dank an den Autor und den Verlag für das nette Rezensionsexemplar!


Donnerstag, 20. September 2018

*Ein unvergänglicher Sommer* von Isabel Allende, erschienen im Suhrkamp Verlag

 *Werbung*


Isabel Allende wird am 2. August 1942 in der peruanischen Hauptstadt Lima als Kind chilenischer Diplomaten geboren. Nach der Scheidung ihrer Eltern lebt sie zunächst bei Ihren Großeltern in Chile. Das große, verwinkelte Haus, in dem sie aufwächst, wird später als Vorbild für ihren Jahrhundertroman Das Geisterhaus dienen. Bereits als Jugendliche bereist sie die Welt; sie wächst mehrsprachig auf und geht in La Paz, Beirut und Santiago de Chile zur Schule. Mit achtzehn kommt sie durch Zufall an ihren ersten Job als Journalistin. Kurz darauf moderiert sie bereits eine chilenische Fernsehsendung.
1962 heiratet sie den Bauingenieur Michael Frías, Trauzeuge ist ihr Onkel, der spätere Präsident Salvador Allende. Im Jahr darauf wird ihre Tochter Paula geboren, 1966 kommt ihr Sohn Nicolás zur Welt.
Als Journalistin setzt sich Allende leidenschaftlich für die Gleichstellung der Frau ein. Zusammen mit anderen Frauenrechtlerinnen gründet sie 1967 Paula, die erste feministische Zeitschrift in Chile. Außerdem schreibt sie Drehbücher für eine Comedy-Sendung, moderiert ihre eigene Talkshow, schreibt Theaterstücke und Musicals – in Chile kennt sie mittlerweile jeder.
Sie ist tief erschüttert, als Salvador Allende am 11. September 1973 von Augusto Pinochet gestürzt wird und kurz darauf stirbt. Dennoch bleibt sie zunächst in Chile und hilft politisch Verfolgten unterzutauchen, bis die Repressionen gegen Andersdenkende sie schließlich ins Exil zwingen. 1975 geht sie mit ihrer Familie nach Caracas, Venezuela. Hier muss sie beruflich wieder von vorne anfangen. Sie arbeitet für wenig Geld als einfache Journalistin.
1981 erfährt sie, dass ihr Großvater im Sterben liegt. Sie kann ihn in Chile nicht besuchen und beschließt, ihm einen langen Brief zu schreiben. An ihrem Küchentisch schreibt sie oft bis tief in die Nacht die Erinnerungen ihrer Familie auf, die untrennbar mit der Geschichte ihres Heimatlandes verwoben sind. Schließlich wird daraus das fünfhundert Seiten lange Manuskript ihres ersten Romans.
Ein Jahr später erscheint Das Geisterhaus und wird zu einem Weltbestseller. Nach dem märchenhaften Erfolg des Romans, der 1993 vom dänischen Regisseur Bille August verfilmt wurde, geht sie ausschließlich ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: schreiben, verschiedene Leben erzählen, Geschichten erfinden, versuchen, die Welt ein wenig besser zu verstehen, sowie sich selbst und anderen Kraft zu schenken durch die Schicksale ihrer Figuren. Inzwischen ist das Schreiben mehr als nur eine Leidenschaft für die Autorin: »Es erlaubt mir, das Leben zu ordnen, Ereignisse zu verstehen und untereinander in Verbindung zu bringen, Erinnerungen zu bewahren. Es ist ein Weg, der direkt zur Seele führt.«
Sogar als sie der schlimmste Schicksalsschlag ihres Lebens trifft, der Tod ihrer eigenen Tochter, schreibt sie weiter: Es entsteht Paula (1995), ein äußerst persönliches Bekenntnis, das ihr dabei hilft, ihre tiefe Trauer zu überwinden.
Romane wie Fortunas Tochter (1999), Porträt in Sepia (2001) oder Inés meines Herzens (2007) sind weitere Stationen ihrer literarischen Erfolgsgeschichte. Im Laufe der Jahre erweitert sie ihr schriftstellerisches Repertoire um viele Facetten. Sie schreibt unter anderem Aphrodite (1999), ein Kochbuch voller sinnlicher Anekdoten, Legenden und aphrodisierender Rezepte, Die Abenteuer von Aguila und Jaguar (2009), eine Trilogie von Abenteuergeschichten für Kinder und Jugendliche, sowie den Erzählungsband Ein diskretes Wunder (2010). Mit dem Historienroman Die Insel unter dem Meer(2011) und Mayas Tagebuch (2012) – bewegend, spannend und mit warmherzigem Humor geschrieben – setzt Isabel Allende ihre unaufhörliche Erfolgsgeschichte fort. 2014 erscheint Amandas Suche, ein Roman über das kostbare Band zwischen Müttern und Töchtern und die lebensrettende Kraft der Familie.
Heute lebt Isabel Allende mit ihrer Familie in Kalifornien. Sie ist mittlerweile eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Welt. Ihre Werke wurden in 37 Sprachen übersetzt und haben sich millionenfach verkauft. Immer wieder fasziniert die chilenische Bestsellerautorin ihre Leserinnen und Leser und führt sie an die atemberaubendsten Plätze der Erde, weckt die Neugier für andere, fremde Welten und spricht Themen an, die ihr und vielen anderen am Herzen liegen. Unermüdlich widmet sie ihr Leben ihrer größten Leidenschaft: dem Erzählen.


Rezension

INHALT/KLAPPENTEXT:


Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucía, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucía drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muss verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird. Und am Rande dieses Abenteuers entsteht etwas zwischen Richard und Lucía, von dem sie beide längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten.


MEINE MEINUNG:


Die wunderbare Erzählkunst der beliebten und bekannten Schriftstellerin ISABEL ALLENDE  hat mir meine Spätsommerlesestunden im Garten total versüsst und ich kann eine absolute Leseempfehlung für dieses leichte, unterhaltsame Buch, welches vor sehr ernsten und dramatischen Hintergründen spielt, aussprechen und empfehlen.

 Zuerst die ernsten Tatsachen und Hintergründe, vor denen diese Geschichte erzählt wird. Es gibt elf Millionen Einwanderer aus Lateinamerika in den USA, die ohne Rechte und gültige Papiere im Land leben. Immer müssen sie befürchten plötzlich und unerwartet von einer Ausweisung bedroht zu werden, obwohl sie oft schon Jahrzehnte im Land geduldet wurden. Familien werden getrennt, Menschen ausgebeutet und von verantwortungslosen Schleppern in Lebensgefahr gebracht. Diese Probleme häufen sich zur Zeit weltweit an, die flüchtenden Migrationswellen von Menschen aus dem Kriegsland Syrien und dem riesigen Kontinent Afrika sind uns allen nur zu gut bekannt. Die Autorin beschreibt einfühlsam und genauestens neben der einnehmenden, humorvollen Rahmenhandlung des Buches, auch die vielen politischenTragödien des Südamerikanischen Kontinents mit seinen Kriegen, Militärputschen und Diktaturen. Sie verbindet die Lebensschicksale - und Geschichten der drei Hauptprotagonisten Richard aus New York , Lucía aus Chile und Evelyn aus Guatemala, perfekt mit ihren Herkunftsländern. Die Autorin führt den Leser spielend in die letzten dreissig Jahre südamerikanischer Geschichte ein. Gerade auch für junge Menschen, die keine Zeitzeugen waren, ist das eine wertvolle Bereicherung ihres Allgemeinwissen. Einige mystische Erzählungen, Bräuche und erschreckende Realitäten der einheimischen Bevölkerung aus Guatemala, Brasilien und Chile  hat die Autorin geschickt in diese Lebenswege eingebaut und den Leser in ein buntes und rätselhaftes, für uns oft fremdes Umfeld, mitgenommen. Mit Sicherheit hat Isabel Allende auch autobiografische Erfahrungen und Erinnerungen in den Roman eingebracht. 


All das hat Isabel Allende nebenher ruhig, eindrucksvoll mit besten Hintergrundwissen zu einem sehr bildhaften, warmherzigen und humorvollen Unterhaltungsroman verschmelzen lassen.  

Brooklyn im Winter bei Eis und Schnee, ein einsamer Professor, der mit vier Katzen in einem baufälligen, eiskalten Haus lebt, seine lebenslustige und fröhliche Untermieterin Lucía aus Chile und das guatemaltekische Kindermädchen Evelyn sorgen für Humor, Herzensgüte, gegenseitiges offenes Kennenlernen und letztendlich wird auch eine zarte, hoffnungsvolle Liebesgeschichte erzählt. Diese gemeinsame  Suche der drei unterschiedlichen Personen um ein Verstecken und Aufdecken einer merkwürdigen und gefährlichen Situation, um die Beseitigung einer Leiche, lässt keinerlei Spannungslücken vermissen.

Meine Bewertung : FÜNF ***** Sterne für dieses grossartige Buch.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Suhrkamp Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.





Mittwoch, 30. Mai 2018

*FAMILIÄRE VERHÄLTNISSE* von Sophie Bassignac, erschienen im Atlantik Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :24.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 24.04.2018
  • Verlag : Atlantik Verlag
  • ISBN: 9783455001280
  • Fester Einband 192 Seiten
  • Sprache: Deutsch

*Werbung*
Info zum Verlag und der Autorin






REZENSION

INHALT: Pierre ein normaler, konservativ geprägter junger Franzose und  die ungewöhnlich schöne, ausgefallene Isabelle sind ein leidenschaftliches Liebespaar und wollen gerne heiraten.  Sie möchte ihn endlich ihrer etwas exzentrischen Familie vorstellen . Ohne deren Zustimmung wird sie auf keinen Fall den Gang zum Traualtar wagen. Die beiden verliebten jungen Leute  fahren im Sommer auf das Landgut ihrer Grosseltern und erleben wahrlich eine aufregende und sehr ungewöhnliche Familienzeit auf Probe mit allen Mitgliedern  dieser Sippe. Kann ihre Liebe diesen unbändigen und wilden Tagen standhalten ? Als "normale" Familie gelten die Pettigrews nirgendwo. Sie sind durchgeknallt, merkwürdig und halten wie Pech und Schwefel zusammen,,,,

Meine Meinung: Schon nach den ersten Seiten war ich verdutzt, amüsiert, belustigt und erfreut über den flüssigen und sehr witzigen Schreibstil der französischen Autorin. Auf einhundertneunzig Seiten hat sie den Leser in eine straff geführte Handlung mitgenommen. Sie gibt einen wunderbaren Einblick in verschiedene Charaktere der originellen Personen dieser verrückten Familie. Zum Glück wird die Dynastie der Pettigrews am Anfang des Buches sorgsam aufgelistet!! Ohne diese Angaben hätte ich lange gebraucht, um die vier Generationen dieser ungewöhnlichen Exzentriker auseinanderzuhalten und zuzuordnen .  Der arme Pierre hatte sehr viel auszuhalten mit seiner konservativ geprägten Lebenseinstellung. 

Da gibt es einen Hühnerstall, indem die tierischen Insassen mit Parfum besprüht werden, um sich gut einzugliedern.  Der Aufenthalt im Hühnerstall, seiner Ausdünstungen  und Tiere bilden einen wichtigen Part im Leben der Pettigrews, welches ich mit Erstauen registriert habe. Es gibt einen wilden, ausgebrochenen Stier, der ihn bedroht hat und eine reitende Schwiegermutter auf einem abgehalfterten Pferd, die wie eine Amazone daherkommt. Merkwürdige Abendessen, denen ein muffiger , geheimnisvoller Sud beigemischt wurde, angeblich zum Besten der allgemeinen Gesundheit der Familie, beunruhigen ihn jeden Tag. Ein alternder Grossvater, der heisse Liebeshaikus einer Asiatin in den Briefkasten steckt und die immer wieder aussergewöhnlichen Pyjamapartys aller Familienmitglieder verwundern den unbedarften Pierre sehr.  Prüderie ist allen unbekannt, gemeinsam lieben sie das Nudistenleben am Strand. Sex spielt überhaupt eine grosse Rolle für alle Mitglieder dieser überspannten Menschen. Als Grossmutter Henriette's 83. Geburtstag gefeiert werden soll, spitzt sich die Familienfeier dramatisch zu. 

Der Roman strotzt vor Esprit, hat mir dadurch einige heitere und unbeschwerte Lesestunden bereitet. Vielen Dank an die Autorin und den Atlantik Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar!

Meine Bewertung: ***** Fünf STERNE 




Donnerstag, 7. September 2017

*Sitzen ist fürn Arsch* von Dr. Vivien Suchert, erschienen im Heyne Verlag

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.06.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 13.06.2017
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783453604377
  • Flexibler Einband 208 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Rezension

INHALT/KLAPPENTEXT: Wer länger sitzt, ist früher tot! Evolutionär ist der Mensch zum Laufen gemacht. Doch was tun wir? Ob Auto, Büro oder Sofa – wir wechseln von einer Sitzgelegenheit zur nächsten. Und handeln uns damit allerlei Übel ein: von Rückenbeschwerden, Übergewicht und Diabetes bis hin zu Depressionen, Herzkrankheiten und Krebs. Die junge Wissenschaftlerin Vivien Suchert erklärt in diesem eigenhändig illustrierten Buch unterhaltsam, wie wir das Laufen verlernt haben, wo Sitzfallen lauern und warum Sport nur die halbe Miete ist.

MEINE MEINUNG:
Wie recht die Autorin doch hat. Nun sitze ich schon wieder und schreibe  etwas über diesen guten Ratgeber.  Die Autorin erinnert uns auf humorvolle, lustige und einprägsame Weise  daran, den sogenannten *Sitzfallen* aus dem Weg zu gehen und erinnert immer wieder  in ihrem Text daran, dass der Mensch evolutionsmässig  zum *LAUFEN und BEWEGEN* geboren wird. Ihre kompetenten Literaturquellen dazu hat sie auf acht Seiten aufgelistet. 
Seit einigen tausend Jahren sind wir ja nun nicht mehr als Jäger und Sammler in Steppe und Wald tätig, sondern fahren  heute gemütlich mit dem Auto zum Supermarkt, wo uns Nahrung im Überfluss erwartet. Um dem Leser diese Probleme der Bewegungsarmut  ein wenig klarer  und bewusster zu machen, stellt sie uns auf witzige Art und Weise *Ottfried* und sein Leben vor. Ein Typ, der vor 50 000 Jahren durch die Steppe gestreift ist und sich höchstens mal einen Stein unter den *Allerwertesten* geschoben hat. Ottfried taucht immer wieder auf  und sie hat zusätzlich nette Comics zur Verdeutlichung  der Thematik  *Bewegungsarmut *in das Buch eingebunden. 
Zum Glück kennt  sie aber Tipps und Tricks  der *Sitzfalle* zu entkommen und lässt uns an ihrem wertvollem Wissen teilhaben. Denn auch mit zwei Stunden sportlicher Betätigung in der Woche, die nach ihrer Meinung längst nicht ausreichen, landet man zur Belohnung doch immer wieder in der *Sitzfalle*.
Dr. Vivien Suchert macht natürlich in ihrem Buch auch darauf aufmerksam, dass wir zuviel und nicht unbedingt das Richtige essen. 

Insgesamt ist dieses nette Buch ein guter Ratgeber, der aufrüttelt und uns zu jeglicher Art von Bewegung auffordert. Dabei schneidet die übliche Arbeit einer fleissigen Hausfrau in ihren Augen  gar nicht schlecht ab,,,, und nun steh ich auf!
Meine Bewertung : Drei gute *** Sterne !

 Danke für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 8. August 2017

*Letzter Bus nach Coffeeville* von J.Paul Henderson, erschienen im Diogenes Verlag

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :23.03.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 24.05.2017
  • Verlag : Diogenes
  • ISBN: 9783257243918
  • Flexibler Einband 528 Seiten
  • Sprache: Deutsch
Meine neue Lektüre vom Autor : J.Paul Henderson

Ich bin auf Seite 40 und schon jetzt von dem schrägen Humor und den Charakteren  der Romanfiguren  Doc (Gene), Bob und Nancy angetan,,,bis jetzt lese ich von den Geschehnissen in  ihren jungen Jahren,,,

Zitat Seite 41, Nancy fragt  Gene (Doc):

"Ich weiss nicht, ob wir jemals heiraten, aber ich bin sicher , wir bleiben auf jeden Fall für immer Freunde. Du würdest alles für mich tun , oder? "

Dieser  Roman ist ein Roadtrip über unterschiedlichste  Menschen  und beschreibt den Verlauf einer von vielen möglichen Alzheimer Erkrankungen,,, und wie man auf ungewöhnliche Weise damit leben ( und sterben) kann und muss,,, ein Buch voll von schrägem Humor, witzigen Dialogen und Situationskomik der Protagonisten   -  aber auch die Ernsthaftigkeit und Gefühlstiefe der Romancharaktere  werden aufgezeigt !

Rezension (8.8.17)

MEINE MEINUNG:

Das Buch ist in zwei Abschnitte unterteilt und der Autor stellt sorgfältig und genau die sehr unterschiedlichen Protagonisten Nancy, Gene (Doc), Bob, Jack, Eric vor, ihre Kindheit und Jugend, ihre Gemeinsamkeiten und Beziehungen  untereinander und ihre Lebensgeschichten vor. Das Thema Alzheimer wird am Anfang nur behutsam , eher gar nicht erwähnt. Man bekommt mehr Einblick in die Geschichte,  das Leben und gesellschaftliche  Geschehen der USA, was ich als sehr interessant  und lesenswert empfand! Nancy und Gene führen nach dem Zerbrechen ihrer jungen Liebe jeweils ein Familienleben mit anderen Partnern, fühlen sich aber freundschaftlich lebenslang miteinander verbunden. 
Der Schreibstil des Autoren ist sehr ansprechend, flüssig und angenehm zu lesen, langweilt nie und ich habe mich trotz des ernsten Thema sehr gut unterhalten gefühlt. Seine Schreibweise hat mein Herz berührt, traurig gemacht und mich plötzlich durch witzige Situationskomik wieder zum Lachen gebracht.  
Trotzdem steuert die Geschichte im zweiten Teil unaufhaltsam  auf das Thema Alzheimer und Demenz zu, welches am Ende jedes Menschenleben zu Charakterveränderungen und einem völlig anderem Lebensgefühl führen kann. 
Nancy und Gene haben sich vor Nancy's Erkrankung  eine Lösung zurecht gelegt und sie vertraut ihrer ersten Liebe und Jugendfreund Gene, der Arzt von Beruf ist , voll und ganz.  Auch für Gene ist es ein wichtiges Erlebnis in seinem Ruhestandsdasein und er mobilisiert all seine Kraft, Wissen und Beziehungen um Nancy beizustehen.  
Und er tut ALLES für sie, ob man das nun als Verfehlung ansehen mag oder als leichte, gleitende  Hilfe in das Jenseits.

Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt über unsere Hilflosigkeit dem Sterben gegenüber. 
Herzlichen Dank an den Diogenes Verlag für dieses wertvolle Rezensionsexemplar.

Meine Bewertung : FÜNF ***** STERNE 







Samstag, 22. April 2017

*How To Be Irish* erschienen bei btb

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Paperback, KlappenbroschurISBN: 978-3-442-75484-7

Erschienen: 15.06.2015 

REZENSION
INHALT: 
David Slattery beschreibt mit *volkskundlichen* Beobachtungen und Erlebnissen sein persönliches *IrischSein*, dass seiner Landsleute und auch mit dem Blickwinkel auf *Zugereiste*. 
Diese fügt er in 10 Kapiteln zu einer Nabelschau irischer Befindlichkeit, manchmal lakonisch, ironisch und auch albern ausgedrückt, zusammen.
Die irische Kneipenphilosophie, sowie der Ablauf von Beerdigungen und Hochzeiten werden durchleuchtet. Auch *Zugereiste*, unterteilt in Hereingeschneite und Plastic Paddies kommen zu Wort und werden in kleinen Anekdoten beschrieben. Andere wichtige Themen in Irland scheinen ebenso die Gesundheit und das Berufsleben zu sein, welche dem Autor sichtlich Freude bereiten. Ein Lieblingsthema dreht sich um das Bauen schlechthin und  ein Weiteres um Weihnachten mit seinen familiären  Facetten.
Zu guter Letzt wird das Umfeld der Politik scharfsinnig aufs Korn genommen. 

FAZIT:  
Als langjährige Irlandreisende habe ich an manchen Stellen des Buches vor Zustimmung und Freude laut losgelacht, musste mich allerdings öfter durch einen umständlichen Schreibstil durcharbeiten, wobei sich dieses schnell durchzulesende Buch trotzdem locker, vergnüglich und ohne großeTiefenpsychologie darbot. Es ist kein irisches Reisetagebuch im klassischem Stil ! 
Das ansprechende Cover in einem hübschen Grasgrün, mit einem Kleeblatt versehen und mit Schäfchen auf Wolke 7, assoziieren romantische Vorstellungen über Irland, die in dem Buch so nicht zum Tragen kommen, was der Titel des Buches ansatzweise erahnen lässt.

Meine Bewertung: Vier Sterne ****

Herzlichen Dank an den Autor und den btb-Verlag in der Random House Group für das amüsante Rezensionsexemplar über die gesellschaftlichen Regeln des Irischen Miteinanders. 

Dienstag, 4. April 2017

*Das geheime Leben des Monsieur Pick* erschienen bei DVA

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 13.03.2017
  • Verlag : DVA
  • ISBN: 9783421047601
  • Fester Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch
INHALT:
Ein kleiner Ort in der Bretagne, Finistère beherbergt eine Besonderheit für den Literaturbetrieb. Es gibt dort eine *Bibliothek der unerwünschten Manuskripte*, die von dem Bibliothekar Jean-Pierre Gourvec angelegt wurde. Er hat sich aller nicht verlegten  Autoren-Manuskripte erbarmt und bewahrt sie für den Schriftsteller und die Nachwelt auf. Die erfolg-reiche Lektorin Delphine Despero und ihr Lebensgefährte, ein erfolg-loser Schriftsteller, spüren diesen merkwürdigen Ort auf und entdecken das nie erschienene Manuskript des Pizzabäcker Henry Pick.
Kann ein einfacher Pizzabäcker heimlich so ein grandioses Buch schreiben, welches nie verlegt wurde und dann in Vergessenheit geriet?
Delphine und ihr Freund beginnen mit einer spannenden Recherche zu diesem Buch und Schriftsteller,,,,,

MEINE MEINUNG: 
Die Schreibweise des Autors, locker, leicht, witzig , amüsant und mit vielen versteckten Andeutungen versehen, geht schnell in den Kopf und strengt beim Lesen selten an. Er hat eine leichte Ader zur Satire und ich musste öfters schmunzeln bei seiner Ausdrucksweise. Seine Romanfiguren hat er deutlich und unverkennbar mit verschiedenen Charakterzügen versehen. Delphine, die ihren Partner  zwar liebt aber eben auch weiss, dass er erfolglos an seinem Buch schreibt und ihm das wohlwollend verzeiht. Dann der erfolglose Schriftsteller, der mit sich und der Welt hadert, dabei aber trotzdem von seinem Talent überzeugt ist, sowie viele andere liebenswerte und individuelle Nebenprotagonisten. Und er führt uns durch  die ältere Madame Pick endlich zu Henry Pick und seinem Werk, das irgendwie immer hinter einem Schleier verborgen bleibt. David Foenkinos versteht es wunderbar, dem Leser die unbekannte Welt des Literaturbetriebes zu vermitteln und zwar durch Andeutungen und sehr viel Witz. Er lästert humorvoll und süffisant über die Eitelkeit und Erfolgshascherei der Verlagsmitarbeiter und Führungsetagen, die nur das Geld und hohe Verkaufszahlen wittern, egal wie gut oder schlecht das Buch beim Leser ankommt ;-) ! Sehr gut und realistisch beobachtet!  Aber auch die Leser bekommen *Ihr Fett* weg. Sie schlucken anscheinend alles , wenn die Medien dahinterstehen. Magali, die Bibliotheksangestellte,verändert sogar ihr ganzes Äusseres Auftreten für einen kurzen Fernsehspot. Ich habe oft beim Lesen gedacht: „Ja, genau so leben wir alle in unserer Gesellschaft die  persönlichen Eitelkeiten heimlich aus.“ 

Ich kann dieses grossartige Buch nur empfehlen und hatte sehr viel Spass und Freude beim Lesen und möchte es mit fünf Sternen empfehlen..den Ausgang dieser Geschichte ,,, nun das erlest Euch bitte selber!
Fünf Sterne *****
Lieben Dank an die DVA für das schöne gebundene Leseexemplar. Es bekommt einen Ehrenplatz in meinem Regal.