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Sonntag, 18. Oktober 2026

*Wochenrückblick vom 12.10. - 18.10.26*

*unbezahlte Werbung*


 GETAN: Mit dem Besuch eines bekannten schwedischen Möbelhauses habe  ich die neue Woche begonnen. Dies und das erstanden von Servietten, Untersetzern, natürlich leckeren Keksen bis zu anderen Kleinigkeiten. 
Ab Mittwoch war das Wetter wieder sonnig und lud zum Spazieren ein. Auch im Tierpark Sababurg - immer ein schönes Erlebnis. Eine normale Hausarbeits - und Lesewoche war es ansonsten. Ein Besuch in Göttingen war unumgänglich um die Batterie eines Handys zu tauschen. Hat auch gut geklappt.    

GEDACHT: Es sind ja Ferien. Wir haben Unmengen von jungen Familien zum Mittagessen im oben genanntem Möbelhaus gesehen. Es ist merkwürdig beruhigend, wenn man Erziehungs-Stress mit kleinen Kindern von aussen beobachten kann und nicht mehr betroffen ist. Es weckt viele Erinnerungen an die eigene Familienzeit mit den nun schon erwachsenen Kindern und Enkelkindern.......  

GEÄRGERT: Über nichts Persönliches ,,,,,ausser Politik & Co. , was natürlich wichtig ist ;-) !

GEFREUT: Viele kleine Dinge des Lebens und Lesens  geben Zuversicht und Hoffnung für jeden neuen Tag. Der Besuch eines Flohmarktes steht heute noch an. 

GESEHEN: Nichts erwähnenswertes ausser Nachrichten,,,

GELESEN: Ich habe ein interessantes Buch bei Harper Collins entdeckt, welches gut zur Jahreszeit Allerheiligen/Allerseelen passt. Lebhaft und bunt spielt es in zwei Zeitsträngen in SARDINIEN! 

https://www.harpercollins.de/products/der-abend-der-seelen


Kurz vor Allerheiligen kehrt Iride Dessì zum Begräbnis des Vaters zurück in ihren Heimatort Padria. Nach ihrer Scheidung will sie hier nicht nur die Angelegenheiten der Familie ordnen, sondern ihr Leben wieder in selbstbestimmte Bahnen lenken. In der Villa Dessì lebt nun nur noch Tata Manuella, die seit jeher die Geheimnisse der Familie hütet. Als Iride dort auf die Spur ihrer Ururgroßmutter Mimì stößt, beginnt Tata zu erzählen: von Donna Mimìs unglücklicher Ehe, von einer ungewöhnlichen Frauenfreundschaft und von Emanuele Manca, einem damals auf Sardinien berüchtigten Banditen, in den sich Mimì unsterblich verliebte – bis sie spurlos verschwand.  

Gemeinsam mit ihrem Kindheitsfreund Piero begibt sich Iride auf die Spuren ihrer Ururgroßmutter. Als der 1. November näher rückt, spürt sie, dass der Abend der Seelen Mimì endlich Ruhe bringen und Iride die ersehnten Antworten zu ihrem eigenen Leben liefern könnte.

Maria Laura Berlinguer, auf Sardinien geboren, lebt und arbeitet in Rom. Nach einer Karriere in der Forensik ist sie in der PR tätig und betreibt eine erfolgreiche Website, die sich auf in Italien hergestellte Produkte spezialisiert hat. Sardinien ist nicht nur ihr Herkunftsort, sondern ein Universum aus Traditionen, Stimmen und Bildern, das sich in ihren Erzählungen widerspiegelt. 

 GEHÖRT: Das Hörbuch *Brennen* von Daniel Donskoy. Er hat es selber eingelesen. Ein sehr begabter  Schauspieler, Musiker und Schriftsteller. Seine Buchvorstellung mit Guitarrenmusik habe ich im Literaturherbst verfolgt.

INHALT: Ein wilder Roadtrip durch das Leben eines jungen Mannes, der nur eines will: sich lebendig fühlen

»Brennen« ist eine atemlose Reise, voller Exzesse, skurriler Begegnungen, über Grenzen, an den Rand von Abgründen – und immer wieder zurück zu den Sommern der Jugend in Tel Aviv, zu Tyler und einer Nacht, die alles veränderte.

Zwölf Jahre, nachdem das Schicksal die beiden auseinandergerissen hat, drängt es den Erzähler, seinem Freund Tyler zu schreiben: von dem Leben, das inzwischen vergangen ist. Von Dreharbeiten im russischen Schnee, kurz vor dem Krieg, von einer sizilianischen Jagdgesellschaft und einem furchtlosen Dackel, einem in Flammen stehenden Filmstudio in der Nähe von Auschwitz, vom existenziellen Kampf gegen eine wuchtige Britin – eine Geschichte von Übermut, von der Verzweiflung und der brennenden Leidenschaft.

In einer Sprache, die zugleich aufwühlt und tröstet, schreibt Daniel Donskoy über Aufbrüche, über den Rausch und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Man lacht laut – und im nächsten Moment trifft es einen mitten ins Herz.

https://www.argon-verlag.de/hoerbuch/daniel-donskoy-daniel-donskoy-brennen-9783732421763


Ich wünsche eine gute Woche!



Die Sababurg im Reinhardswald





 












Freitag, 16. Oktober 2026

*Blumen - und Gartenfotos*



                                                             Letzte Rosenblüte
 
Die schwarzäugige Susanne

Der Herbst zieht ein



Zaubernuss Blätter im Herbst vergangener Jahre 

Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz –
Stoß an und laß es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!
Theodor Storm (1817 - 1888), Hans Theodor Woldsen Storm, deutscher Jurist, Dichter und Novellist


Sonntag, 11. Oktober 2026

*Wochenrückblick vom 5.10.- 11.10.26*

*Werbung, unbezahlt*


KI generiert



 

GETAN:  Ausgeliehene Bücher abgegeben in der Stadtbücherei, eine Rezension verfasst. Den Thalia Book Circle  entdeckt.  Die üblichen Arbeiten in Haus und Garten. Sauerteigbrot gebacken.  Die Spülmaschine hat einen Defekt. Nun heisst es jeden Tag zum Abwasch eilen. 

Einen gemütlichen Stadtbummel an den letzten warmen Tagen. Die Fährkneipe an der Weser besucht. Dort herrscht absolutes Niedrigwasser!  Die Gierseil Fähre über den Fluss lief nicht. 

GEDACHT: Nun hat sich der Herbst wirklich angekündigt mit Regen und Sturm am Donnerstag.... hier folgen nun einige interessante Bücher, die ich auf dem Literaturherbst kennen gelernt habe. 

Ich bin gespannt ob die Klima Vorhersage von Robert Habeck auf *kältere Zeiten* hier in Europa eintrifft. Ich hab seine interessanten Ausführungen über das neue Buch im Göttinger Literaturherbst  ONAIR verfolgt. Das Buch werde ich nicht lesen, es wird mich nur deprimieren.  

Das aktuelle Buch von Robert Habeck heißt „Arctic Meltdown: Die Neuvermessung der Welt“ und ist am 1. Oktober 2026 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen. 

https://www.kiwi-verlag.de/buch/robert-habeck-arctic-meltdown-9783462014846



 

GEÄRGERT: Die laufenden Benzinpreisschwankungen nerven,,,,

GEFREUT: Über den aufkommenden Regen habe ich mich gefreut und aufgeatmet,,,,ein gemütlicher Plausch mit Nachbarn am Samstagabend hat die Woche schön beendet. Der Kaminofen läuft jeden Tag,,,

GESEHEN: Viele Autor*innen und ihre Lesungen im Literaturherbst mit meinem ONAIR Ticket. Edgar Selge hat mir gutgefallen, Dörte Hansen ebenso. Wie auch Caroline Wahl. Ihre etwas schnoddrigen Aussagen haben mich mit dem Entdecken eines Espresso-Martini-Gerät überrascht. Erstaunlich was junge Menschen so brauchen ;-) ! Constantin Schreiber kann viel mehr als nur Nachrichten vorlesen. Sein Islam-Buch sorgt überall  in den Medien für rege Diskussionen.

INHALT/KLAPPENTEXT: Der Islam wird in den nächsten Jahren das Christentum als größte Religion überholen. Constantin Schreiber geht der Frage nach, wie diese Entwicklung unsere Gesellschaft verändert und welche Kraft er entfaltet. Er schafft neue Gemeinschaften, bietet Zugehörigkeit und Transzendenz - Werte, die viele Menschen in westlichen Gesellschaften zunehmend vermissen. Und der Islam wirkt mittlerweile tief in unseren Alltag hinein, von gesellschaftlichen Debatten über Bildung hin zu sozialer Gerechtigkeit. Schreiber wirft aber auch einen Blick auf die Schattenseiten dieses Kulturwandels: Radikalisierung, gesellschaftliche Verwerfungen und Identitätsdebatten.

GELESEN: Im Moment brauch ich leichte Literatur zur Ablenkung nach dem anstrengenden und deprimierendem  Buch *Der blaue Stift*. *Bruderherz*, ein Thriller von Michael Robotham kommt mir da gerade recht. 

GEHÖRT: Eigentlich nur Hörproben....ich freu mich demnächst auf *Geteiltes Haus* als Hörbuch von Alice Horáčková, deren Vorstellung ihres Werkes ich auch im Literaturherbst verfolgt hatte.

https://www.diogenes.ch/leser/titel/alice-horackova/geteiltes-haus-9783257074000.html?srsltid=AU7gw4WFu-ICgAlvL8TY69JixRGQPExKyUaUOZ2g8hMbceBV7XJRBkC2

INHALT:KLAPPENTEXT: Benetzko im Riesengebirge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hier wachsen zwischen Regimewechseln und verheerenden Kriegen auch Zdenka und Anežka auf. Die eine tschechisch, die andere deutsch, werden sie beide eigensinnige Frauen, die im Laufe der Jahrzehnte mit so einigem kämpfen und hadern – wildernden Männern, keifenden Schwiegermüttern, desertierenden Kindern oder ihren Nationalitäten – und vieles verlieren, aber niemals ihre Freundschaft.


Mehr zum Inhalt
Benetzko im Sudetenland. Hier begegnen sich Wilderer und freigeistige Frauen, Stofffabrikanten und spiritistische Damen, hier heiraten Tschechen Deutsche – nur um sich dann darüber zu streiten, welche Nationalität sie bei der Volkszählung angeben sollen, wer zuerst die neue Schule bauen wird und wer einen Hund namens Masaryk getötet hat. Inmitten geheimer Romanzen, Desertionen aus der Armee, beiläufigem Verrat und Namensänderungen kosten kleine Entscheidungen am Ende Menschenleben. Ausgehend von der Geschichte ihrer eigenen Familie – von kostbaren Erinnerungen und traurigen Memoiren, von Fotos, vergilbten Zeitungen und Archivfunden – webt die Autorin eine mitreißende Familiensaga.

Folgenden Vortrag über dieses Buch  habe ich beim Literaturherbst auch in einer Aufzeichnung verfolgen können: 


Wofür wir Chatbots und KI-Agenten nutzen sollten, wo sie sich irren und wo wir aufpassen müssen
ChatGPT und Co. einfach erklärt
Erscheinungstermin: 30. September 2025
272 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
Weiß die KI, dass sie nichts weiß?
Schon bald sollen wir alle lästigen Aufgaben von intelligenten Chatbots wie ChatGPT und Co. in Form von KI-Agentensystemen erledigen lassen können. Doch wie genau funktionieren die Sprachmodelle: Haben sie intellektuelle Fähigkeiten, die denen von uns Menschen ähneln oder sie gar übersteigen? Katharina Zweig, vielfach ausgezeichnete Informatikprofessorin und Deutschlands führende KI-Erklärerin, zeigt, was ChatGPT und Co. wirklich können und was nicht. Denn Sprachmodelle können weder im menschlichen Sinne zusammenfassen, vergleichen, analysieren noch bewerten, auch wenn es oft so aussieht. Katharina Zweig zeigt, wie wichtig es ist, menschliche und maschinelle Leistungen nicht zu verwechseln und warnt eindrücklich vor spektakulären, vielleicht sogar fatalen Misserfolgen beim Einsatz von KI-Agentensystemen, die auf Sprachmodellen basieren.





Gierseilfähre

GUTEN WOCHENSTART!



Donnerstag, 8. Oktober 2026

*Der blaue Stift* von Samar Yazbek - erschienen im Unionsverlag

 

*Werbung, unbezahlt*


Meine Meinung zum Buch: 

TRIGGERWARNUNG: Ein Buch über den Krieg in Syrien. Ein Buch, welches alle Schrecken, die ein Krieg für Menschen bereit hält, schonungslos darstellt.  Ein erschütterndes Buch. Ich konnte es nur in kurzen Abschnitten, zeitlich verlängerten Abständen lesen und ertragen.

Rima lebt in Damaskus, mit ihrer Mutter und ihrem Bruder. Sie ist nicht verrückt, viele ihrer Mitmenschen glauben es aber. Sie hat mit vier Jahren beschlossen, das Sprechen einzustellen. Rima  hat einen unglaublichen Bewegungsdrang, möchte immer nur laufen. Ihre Mutter weiss sich nicht zu helfen. Sie bindet Rima immer  mit einem Seil irgendwo fest  - auch an ihr Handgelenk, wenn sie mit ihr unterwegs ist. 
Rima lebt für Bücher, bringt sich Lesen und Schreiben bei mit Hilfe ihrer älteren Bibliotheksfreundin Sitt Suad. Sie versorgt Rima regelmässig mit Büchern, Stiften und Papier.  Rimas Mutter übt in der Bibliothek  einen Putzjob aus.  Rima liebt *Alice im Wunderland*, das Buch * Der kleine Prinz* von  Antoine de Saint-Exupéry.
 
Das Unbeschreibliche geschieht. Rimas Mutter wird während eines Ausflugs zur Wohnung von Sitt Suad  an einem der neuen Checkpoints erschossen. Rima  kommt schwer verletzt in eine Art Gefängnis Krankenhaus  und ihr körperliches und seelisches  Martyrium nimmt seinen unerbittlichen Lauf. 

Das Erleben aus Rimas Sicht  im Krankenhaus ,  auf der Flucht mit ihrem Bruder, dem Bekannten Hassan, ihren Schmerzen und ihre Unwissenheit, ihr kindlich naives Urvertrauen zur realen Welt sind schwer zu ertragen. Die schrecklichen täglichen Bombenangriffe,  die auch mit chemischen Kampfmitteln  erfolgen, nimmt sie stoisch hin, fast wie von Gott gegeben. Ihre  Fantasie, ihre schönen Gedankenbilder, ihre Worte und die gezeichneten Bilder trösten sie, ihre Mitgefangenen und Verletzten. 

 Zerstörung, Lärm, Bombenexplosionen, Staub, Blut, Sterbende, Verletzte säumen Rimas Leidensweg. Dramatisch und bildgewaltig aufgeschrieben  und gezeichnet von der Autorin Samar Yazbek. Die Sprache der Autorin  ist unglaublich berührend. Einfach, eindrücklich , manchmal naiv kindlich. Sie wendet sich oft ganz persönlich an die Leser*innen , bittet fast unterschwellig  um Verzeihung für die Zumutung der Schreckensbilder. Rimas Gedanken und Empfindungen  hat die Samar Yazbek mit viel Intuition, Vorsicht und fantastischen Wortgebilden geschildert. Auch die Hoffnung auf ein Ende der Bombenangriffe hat sie nicht vergessen.  Sie hat uns in das Innere der reinen , fast kindlichen Seele von Rima schauen lassen. 
Das Buch ist absolut lesenswert, nicht im Sinne von Wohlgefallen und Erheiterung. Es rüttelt auf, stellt sich mit seinen Worten gegen jede Gewalt von Menschen und ihren Kriegsgeräten, jede Auseinandersetzung. 
Es ist ein Aufruf Mitmenschlichkeit, Güte und Friedensbemühungen  an die oberste Stelle unseres Handelns und  das Bewerten von Situationen zu stellen. 

FÜNF***** STERNE

Vielen Dank an die Autorin und den Unionsverlag, C.H.Beck Verlag,  für die Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplar.

 

INHALT/KLAPPENTEXT: 
Die junge Rima liebt ihr Damaskus. Am meisten liebt sie die Bibliothek, in der sie lauter Wunder erwarten: der kleine Prinz mit seinen ewigen Sonnenaufgängen oder Alice mit ihrem Sturz ins Wunderland. Rima sehnt sich danach, eigene Abenteuer zu erleben, dem Willen ihrer Füße zu folgen. Doch ihre Mutter hält sie fest. Bis zu dem Tag, an dem ihr Bus an einem der neuen Checkpoints aufgehalten wird, und Rimas Welt zerfällt.

Zwischen Detonationen und der Angst der anderen findet Rima Zuflucht in ihrer Fantasie, den Farben ihrer Buntstifte und ihrer ganz eigenen Sprache, in der sie Wort für Wort ihre Geschichte festhält.

In dem Verlangen, die Wunden, die ein Krieg schlägt, zu erfassen, stellt uns Samar Yazbek eine ungewöhnliche Heldin an die Seite: ein Mädchen, das sich fortschreibt.

Samar Yazbek wurde 1970 in dem syrischen Küstenort Dschabla geboren und entstammt der syrischen Oberschicht. Mit 17 Jahren brach sie mit ihrer Familie und heiratete ohne deren Zustimmung. Nach kurzer Zeit ließ sie sich wieder scheiden. Sie studierte arabische Literatur, engagiert sich für Bürgerrechte und die Rechte der Frauen und arbeitet als Fernsehreporterin, Journalistin und Schriftstellerin. Sie war zudem Herausgeberin der Onlinezeitschrift Woman of Syria und Autorin der Gruppe Beirut 39.

Während der Revolution 2011 verfasste Samar Yazbek Reportagen zum Aufstand gegen das Regime, dokumentierte das Geschehen und interviewte Demonstranten, Aktivisten im Untergrund, Polizisten sowie Militärs. Daraus entstand das Werk Schrei nach Freiheit. Bericht aus dem Inneren der syrischen Revolution, das im Frühling 2012 auch auf Deutsch veröffentlicht wurde. Ende 2011 musste sie zusammen mit ihrer Tochter vor dem syrischen Geheimdienst aus Damaskus fliehen und lebt seither in Paris. Für ihr Werk erhielt sie den PEN Pinter Preis, den Tucholsky Preis, den PEN Oxfam Novib Preis und den Prix du Meilleur Livre Étranger. Ihre Romane waren außerdem nominiert für den Prix Médicis, den Prix Femina und den National Book Award 2021.




Mittwoch, 7. Oktober 2026

*Lori* von Anousch Müller - erschienen im C.H.Beck Verlag -HÖRBUCH-

*unbezahlte Werbung, HÖRBUCH*

 
INHALT/KLAPPENTEXT: Thüringen, 1995. Auf einem verlassenen Bahnhof wächst Leni mit ihren fünf Geschwistern auf. Seit sie denken kann, spürt sie, dass etwas in ihrer Familie nicht stimmt. Als junge Frau macht sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis, das ihr Leben prägt. Im Zentrum steht ihre Schwester Lori und die Frage, was mit ihr geschah. Die Suche nach Antworten führt sie bis in die frühen siebziger Jahre der DDR zurück. Anousch Muellers Roman "Lori" erzählt von einer Familie, die an den politischen Verwerfungen ihrer Zeit zu zerbrechen droht und von den Nachwirkungen des Unausgesprochenen, die sich durch die Generation der Kinder ziehen. Mit psychologischem Feingefühl erzählt Mueller eine Geschichte über Schuld und Verdrängung – und über den tastenden Versuch, Wahrheit zuzulassen.


Anousch Mueller, 1979 in Erfurt geboren, studierte Jüdische Studien und Neuere Deutsche Literatur. Als Journalistin schrieb sie für die Jüdische Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Welt und die Berliner Zeitung. 2013 erschien ihr Debütroman "Brandstatt", der mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste deutschsprachige Debüt des Jahres ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr las sie bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.


Mein persönlicher Höreindruck von *Lori*, geschrieben von  Anousch Mueller  /  HÖRBUCH SElBST GEKAUFT:  

Verdrängung und Schweigen in der Familie

Helena Ross, genannt Leni erzählt in der Ich-Perspektive aus ihrer Kindheit, von diffusen Erinnerungen an ein anderes Mädchen, ihren glücklichen Aktivitäten mit den fünf Geschwistern auf dem Dorf.  Wir schreiben das Jahr 1995. Aber auch die Zeit vor der Wende, in Lenis Kleinkindzeit bekommt eine wichtige Bedeutung in der Erzählung. Die sechs Geschwister erleben eine wilde und freie Kindheit  miteinander,  sind viel draussen im Garten in Baumhäusern, Wald und Feld. Leni ist die Grosse, das älteste Kind. Ihre Eltern bekommen die Kinder in schneller Zeitfolge. Immer ist ein Baby im Haus.  Leni hat aber immer das Gefühl eines dramatischen Verlustes, auch als erwachsene junge Frau. Die achtköpfige Familie wohnt in Thüringen nach der Wende. In einem romantischen alten Bahnhof, direkt an still gelegten Gleisen. Die Mutter erscheint überfordert mit der Kindererziehung, liest viel neben der Familienarbeit und ohne Unterstützung des Vaters würde vieles nicht funktionieren. 

Behutsam führt die Autorin die Leser*innen  nun auch in das erwachsene Leben der Leni ein. Sie sieht vieles nun mit Abstand , befragt die inzwischen getrennten Eltern und ihre Geschwister nach der Vergangenheit und ihren Erinnerungen.  

Vierundeinhalb Stunden packender Familienereignisse habe ich an zwei Tagen  mit Enthusiasmus gehört. Das Hörerlebnis war total atmosphärisch stimmig , hat mich in die Erinnerungen eines Kindes gesogen und perfekt mit der Gegenwart und den Erlebnissen einer jungen Frau verbunden.  Die Sprecherin Lina Habicht liess meine Gedanken nie abschweifen. Sicher lag es auch an der geschickten, berührenden Erzählweise der Autorin des Buches Anousch Mueller. Sie rollt einen grossen Teil der DDR-Geschichte wie nebenbei auf und verbindet die Praktiken des Unrechtsstaat mit drastischen Familien Begebenheiten.....

FÜNF ***** STERNE für dieses spannungsreiche Hörerlebnis,,,,  


Sonntag, 4. Oktober 2026

*Wochenrückblick* vom 28.9.- 4.10.26

*unbezahlte Werbung*

GETAN: Sich wieder zu Hause eingerichtet mit Hausarbeit & Co. ,  Herbstspaziergänge im Wald an sommerlich warmen Tagen, Winterreifen besorgt. Einen Herbstkranz gebastelt.  

GEDACHT: Der Tag der *deutschen Einheit* war gestern,  am Samstag.....an meine Lebens-Zeit vor der Wende in West-Berlin erinnere ich mich noch sehr genau! Sonntag feiern wir das Erntedank-Fest. 

GEÄRGERT: Einen Strandkorb in einem Büro aufzustellen ? Für mich erscheint das wie eine ziemlich dumme und unsinnige Idee. 

GEFREUT: Über den erstmals wärmenden Kaminofen am Abend,,,,,die nächste Woche wird spannend und schön  mit dem Besuch unseres Kunstfestivals vom 3.10.-11.10.26 in Hannoversch Münden.  https://denkmalkunst-kunstdenkmal.de/hann-muenden/ . Ausserdem startet der Literaturherbst Göttingen. Ich habe ein  ONAIR Ticket  mit  dem man 60 Lese-Veranstaltungen jederzeit bis zum 30.11.26 verfolgen kann. https://www.literaturherbst.com

GESEHEN: Die warm züngelnden Flammen  im Inneren  des Ofen ;-) ,,,,  schon einige Kunstwerke beim DKKD. 

GELESEN: Ich habe das *Vogelhaus* beendet. 

GEHÖRT: *Lori* . Das Buch wurde von Anousch Mueller geschrieben und ist am 9. Juli 2026 im Verlag C.H. Beck erschienen. Ich höre das Hörbuch. 


DKKD Festival in Hannoversch Münden



Die Holzarbeiten stammen von der Künstlerin https://www.marenpanke.de




 

Donnerstag, 1. Oktober 2026

*Das Vogelhaus* von Jan Weiler - erschienen im Heyne Verlag

 

*unbezahlte Werbung*

MEINE MEINUNG ZUM BUCH : 

Der 36 jährige Leonard Beck führt als Dramaturg an einem Theater in Berlin ein typisches Grossstadtleben. Bis er seinen Job verliert. Er reist nach Hause zu seinen Eltern an den Niederrhein. Ein Brief seiner Mutter erreichte ihn. Ihre Nachricht: "Das sogenannte  *Vogelhaus* soll verkauft werden". Im Heimatort angekommen überfallen ihn schockartig Erinnerungen an seine Kindheit, Jugend, seine Zivildienst Zeit vor fünfzehn Jahren. Er erinnert sich an den liebenswerten Ari und an den burschikosen Patrick mit seinen queeren Weltvorstellungen, seine beiden etwas älteren Kollegen. Viele seiner damals pflegebedürftigen *Kunden* kommen ihm wieder in den Sinn. Sie sind in seinem Kopf so präsent wie damals.  Da ist sofort das sogenannte *Vogelhaus* mit seinen Bewohnern. einem alten Mann und vier grossen Aras in Vogelvolieren. Das Haus steht nun zum Verkauf und Leonhard taucht ab in seine Vergangenheit und Beziehung zu damals, seinem Bewohner Herrn Schwabe und den vier alten Ara Vögeln. Er sieht seine damalige Situation nun mit dem Abstand eines Erwachsenen. 


Die gesamte Grundstimmung des Buches hat mich beim Lesen mit Grusel, Entsetzen, Betroffenheit, Ekel und Verständnis für die erzählte Zeit des jungen Leonard erfüllt. Der Autor Jan Weiler hat mich mit seinem gekonnten flüssigen Schreibstil, gespickt mit psychologischem Feingefühl, in die damalige Zivildienstzeit des jungen Leonard Beck geführt. Ich wurde immer tiefer in die schaurigen Fantasievorstellungen der drei jungen Männer Leonard, Ari und Patrick hineingezogen und habe zeitweise, ebenso wie sie, Horror Vorstellungen von Mord, Totschlag und Menschenquälerei, geschehen im Vogelhaus, im Kopf gehabt. 

Es entwickelt sich allerdings auch eine andere, wichtigere Seite im spannenden Erzählton. Das Aufzeigen der Arbeit von  Zivildienstleistenden Heranwachsenden im Buch. Junge Männer, die damals den *Dienst an der Waffe für unser Land* , damit das Töten im Krieg ablehnten, wurden zum Zivildienst in vielen Bereichen verpflichtet. So erging es auch Ari, Patrick und Leonard. Sie fütterten und bekochten alte, verwirrte Menschen, putzten, kauften Lebensmittel ein , halfen Kindern und Jugendlichen bei den Schulaufgaben, begleiteten pflegebedürftige Menschen zu Behandlungsterminen in Krankenhäuser. Sie waren sich für keine Arbeit zu schade. Bis hin zur Totenwache bei versterbenden Menschen.

Leonard erfährt während seines Besuches neue, emotional geprägte Beziehungen zu seinen Eltern, erinnert sich an den verständnisvollen Freund Ari und fasst einen mutigen Entschluss:

Er wird das Vogelhaus kaufen und sich seinen scheusslichen,  sowie den prägend guten Erfahrungen von damals stellen,,,,

FÜNF ***** Sterne für dieses hervorragende Buch über die Schönheit des Lebens und seine  Grausamkeit von Menschen in unserer Gesellschaft.  


INHALT/KLAPPENTEXT: 

Ein Buch über das Heimkehren — und über die Orte, die mehr über uns wissen als wir selbst.

Wenn Leonard Beck nach seiner Post sieht, ahnt er stets das Schlimmste. Und tatsächlich ist es ein unscheinbarer Brief seiner Mutter, der ihn nach Jahren zurückruft an den Niederrhein: Ein Haus steht zum Verkauf. Und obwohl dieses Haus keine guten Erinnerungen weckt, zieht es ihn magisch an. Leonard, der gerade seine Stelle am Theater verloren hat, reist in die Heimat und damit in seine Vergangenheit. Er trifft auf Menschen, die ihm einst wichtig waren. Und immer wieder steht er vor dem unscheinbaren Haus, dessen Geheimnis er damals nicht lüften konnte. Jetzt aber will er ihm auf die Spur kommen, stellt sich endlich seinen Ängsten – und macht dabei Entdeckungen fürs Leben.

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt's nicht!« gilt als eines der erfolgreichsten Debüts der letzten Jahrzehnte. Es folgten unter anderem »Antonio im Wunderland«, »Mein Leben als Mensch«, »Das Pubertier«, »Älternzeit« und die Kriminalromane um den überforderten Kommissar Martin Kühn. Auch seine Romane »Der Markisenmann« und »Munk« standen monatelang auf der Bestsellerliste. Neben seinen Romanen verfasst Jan Weiler Kolumnen, Drehbücher, Hörspiele und Hörbücher, die er auch selbst spricht. Er lebt in München und Umbrien.


Jede Woche veröffentlicht er eine neue Geschichte unter www.janweiler.de/


https://www.penguin.de/buecher/jan-weiler-das-vogelhaus/buch/9783453443716


Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar. 


*Das Jahr im Garten* von Karel Čapek - erschienen im Insel Verlag

*unbezahlte Werbung*

Ein kleiner Lese-Tipp für zwischendurch zur Ermunterung,,,,,

Ein unterhaltsamer Spaziergang durchs Jahr, der nicht nur Gartenfreund:innen großes Vergnügen bereitet

Karel Čapek, berühmt vor allem für seine Science-Fiction-Romane, widmet sich in
Das Jahr im Garten
den ganz und gar irdischen Dingen – dem Gärtnern und jenen so eigenartigen wie passionierten Geschöpfen, deren Lebensinhalt das Gärtnern ist. Mit überbordendem Humor und viel Charme geleitet er uns durchs hortikulturelle Jahr, erzählt von den Widrigkeiten, die Gärtner:innen plagen: das Wetter, der Perfektionismus, der wild gewordene Gartenschlauch.

Čapeks
Das Jahr im Garten
wurde von Eva Profousová wunderbar neu übersetzt, Katja Spitzer hat den Band mit unverwechselbaren Illustrationen versehen.