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Donnerstag, 8. Oktober 2026

*Der blaue Stift* von Samar Yazbek - erschienen im Unionsverlag

 

*Werbung, unbezahlt*


Meine Meinung zum Buch: 

TRIGGERWARNUNG: Ein Buch über den Krieg in Syrien. Ein Buch, welches alle Schrecken, die ein Krieg für Menschen bereit hält, schonungslos darstellt.  Ein erschütterndes Buch. Ich konnte es nur in kurzen Abschnitten, zeitlich verlängerten Abständen lesen und ertragen.

Rima lebt in Damaskus, mit ihrer Mutter und ihrem Bruder. Sie ist nicht verrückt, viele ihrer Mitmenschen glauben es aber. Sie hat mit vier Jahren beschlossen, das Sprechen einzustellen. Rima  hat einen unglaublichen Bewegungsdrang, möchte immer nur laufen. Ihre Mutter weiss sich nicht zu helfen. Sie bindet Rima immer  mit einem Seil irgendwo fest  - auch an ihr Handgelenk, wenn sie mit ihr unterwegs ist. 
Rima lebt für Bücher, bringt sich Lesen und Schreiben bei mit Hilfe ihrer älteren Bibliotheksfreundin Sitt Suad. Sie versorgt Rima regelmässig mit Büchern, Stiften und Papier.  Rimas Mutter übt in der Bibliothek  einen Putzjob aus.  Rima liebt *Alice im Wunderland*, das Buch * Der kleine Prinz* von  Antoine de Saint-Exupéry.
 
Das Unbeschreibliche geschieht. Rimas Mutter wird während eines Ausflugs zur Wohnung von Sitt Suad  an einem der neuen Checkpoints erschossen. Rima  kommt schwer verletzt in eine Art Gefängnis Krankenhaus  und ihr körperliches und seelisches  Martyrium nimmt seinen unerbittlichen Lauf. 

Das Erleben aus Rimas Sicht  im Krankenhaus ,  auf der Flucht mit ihrem Bruder, dem Bekannten Hassan, ihren Schmerzen und ihre Unwissenheit, ihr kindlich naives Urvertrauen zur realen Welt sind schwer zu ertragen. Die schrecklichen täglichen Bombenangriffe,  die auch mit chemischen Kampfmitteln  erfolgen, nimmt sie stoisch hin, fast wie von Gott gegeben. Ihre  Fantasie, ihre schönen Gedankenbilder, ihre Worte und die gezeichneten Bilder trösten sie, ihre Mitgefangenen und Verletzten. 

 Zerstörung, Lärm, Bombenexplosionen, Staub, Blut, Sterbende, Verletzte säumen Rimas Leidensweg. Dramatisch und bildgewaltig aufgeschrieben  und gezeichnet von der Autorin Samar Yazbek. Die Sprache der Autorin  ist unglaublich berührend. Einfach, eindrücklich , manchmal naiv kindlich. Sie wendet sich oft ganz persönlich an die Leser*innen , bittet fast unterschwellig  um Verzeihung für die Zumutung der Schreckensbilder. Rimas Gedanken und Empfindungen  hat die Samar Yazbek mit viel Intuition, Vorsicht und fantastischen Wortgebilden geschildert. Auch die Hoffnung auf ein Ende der Bombenangriffe hat sie nicht vergessen.  Sie hat uns in das Innere der reinen , fast kindlichen Seele von Rima schauen lassen. 
Das Buch ist absolut lesenswert, nicht im Sinne von Wohlgefallen und Erheiterung. Es rüttelt auf, stellt sich mit seinen Worten gegen jede Gewalt von Menschen und ihren Kriegsgeräten, jede Auseinandersetzung. 
Es ist ein Aufruf Mitmenschlichkeit, Güte und Friedensbemühungen  an die oberste Stelle unseres Handelns und  das Bewerten von Situationen zu stellen. 

FÜNF***** STERNE

Vielen Dank an die Autorin und den Unionsverlag, C.H.Beck Verlag,  für die Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplar.

 

INHALT/KLAPPENTEXT: 
Die junge Rima liebt ihr Damaskus. Am meisten liebt sie die Bibliothek, in der sie lauter Wunder erwarten: der kleine Prinz mit seinen ewigen Sonnenaufgängen oder Alice mit ihrem Sturz ins Wunderland. Rima sehnt sich danach, eigene Abenteuer zu erleben, dem Willen ihrer Füße zu folgen. Doch ihre Mutter hält sie fest. Bis zu dem Tag, an dem ihr Bus an einem der neuen Checkpoints aufgehalten wird, und Rimas Welt zerfällt.

Zwischen Detonationen und der Angst der anderen findet Rima Zuflucht in ihrer Fantasie, den Farben ihrer Buntstifte und ihrer ganz eigenen Sprache, in der sie Wort für Wort ihre Geschichte festhält.

In dem Verlangen, die Wunden, die ein Krieg schlägt, zu erfassen, stellt uns Samar Yazbek eine ungewöhnliche Heldin an die Seite: ein Mädchen, das sich fortschreibt.

Samar Yazbek wurde 1970 in dem syrischen Küstenort Dschabla geboren und entstammt der syrischen Oberschicht. Mit 17 Jahren brach sie mit ihrer Familie und heiratete ohne deren Zustimmung. Nach kurzer Zeit ließ sie sich wieder scheiden. Sie studierte arabische Literatur, engagiert sich für Bürgerrechte und die Rechte der Frauen und arbeitet als Fernsehreporterin, Journalistin und Schriftstellerin. Sie war zudem Herausgeberin der Onlinezeitschrift Woman of Syria und Autorin der Gruppe Beirut 39.

Während der Revolution 2011 verfasste Samar Yazbek Reportagen zum Aufstand gegen das Regime, dokumentierte das Geschehen und interviewte Demonstranten, Aktivisten im Untergrund, Polizisten sowie Militärs. Daraus entstand das Werk Schrei nach Freiheit. Bericht aus dem Inneren der syrischen Revolution, das im Frühling 2012 auch auf Deutsch veröffentlicht wurde. Ende 2011 musste sie zusammen mit ihrer Tochter vor dem syrischen Geheimdienst aus Damaskus fliehen und lebt seither in Paris. Für ihr Werk erhielt sie den PEN Pinter Preis, den Tucholsky Preis, den PEN Oxfam Novib Preis und den Prix du Meilleur Livre Étranger. Ihre Romane waren außerdem nominiert für den Prix Médicis, den Prix Femina und den National Book Award 2021.




Mittwoch, 7. Oktober 2026

*Lori* von Anousch Müller - erschienen im C.H.Beck Verlag -HÖRBUCH-

*unbezahlte Werbung, HÖRBUCH*

 
INHALT/KLAPPENTEXT: Thüringen, 1995. Auf einem verlassenen Bahnhof wächst Leni mit ihren fünf Geschwistern auf. Seit sie denken kann, spürt sie, dass etwas in ihrer Familie nicht stimmt. Als junge Frau macht sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis, das ihr Leben prägt. Im Zentrum steht ihre Schwester Lori und die Frage, was mit ihr geschah. Die Suche nach Antworten führt sie bis in die frühen siebziger Jahre der DDR zurück. Anousch Muellers Roman "Lori" erzählt von einer Familie, die an den politischen Verwerfungen ihrer Zeit zu zerbrechen droht und von den Nachwirkungen des Unausgesprochenen, die sich durch die Generation der Kinder ziehen. Mit psychologischem Feingefühl erzählt Mueller eine Geschichte über Schuld und Verdrängung – und über den tastenden Versuch, Wahrheit zuzulassen.


Anousch Mueller, 1979 in Erfurt geboren, studierte Jüdische Studien und Neuere Deutsche Literatur. Als Journalistin schrieb sie für die Jüdische Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Welt und die Berliner Zeitung. 2013 erschien ihr Debütroman "Brandstatt", der mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste deutschsprachige Debüt des Jahres ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr las sie bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.


Mein persönlicher Höreindruck von *Lori*, geschrieben von  Anousch Mueller  /  HÖRBUCH SElBST GEKAUFT:  

Verdrängung und Schweigen in der Familie

Helena Ross, genannt Leni erzählt in der Ich-Perspektive aus ihrer Kindheit, von diffusen Erinnerungen an ein anderes Mädchen, ihren glücklichen Aktivitäten mit den fünf Geschwistern auf dem Dorf.  Wir schreiben das Jahr 1995. Aber auch die Zeit vor der Wende, in Lenis Kleinkindzeit bekommt eine wichtige Bedeutung in der Erzählung. Die sechs Geschwister erleben eine wilde und freie Kindheit  miteinander,  sind viel draussen im Garten in Baumhäusern, Wald und Feld. Leni ist die Grosse, das älteste Kind. Ihre Eltern bekommen die Kinder in schneller Zeitfolge. Immer ist ein Baby im Haus.  Leni hat aber immer das Gefühl eines dramatischen Verlustes, auch als erwachsene junge Frau. Die achtköpfige Familie wohnt in Thüringen nach der Wende. In einem romantischen alten Bahnhof, direkt an still gelegten Gleisen. Die Mutter erscheint überfordert mit der Kindererziehung, liest viel neben der Familienarbeit und ohne Unterstützung des Vaters würde vieles nicht funktionieren. 

Behutsam führt die Autorin die Leser*innen  nun auch in das erwachsene Leben der Leni ein. Sie sieht vieles nun mit Abstand , befragt die inzwischen getrennten Eltern und ihre Geschwister nach der Vergangenheit und ihren Erinnerungen.  

Vierundeinhalb Stunden packender Familienereignisse habe ich an zwei Tagen  mit Enthusiasmus gehört. Das Hörerlebnis war total atmosphärisch stimmig , hat mich in die Erinnerungen eines Kindes gesogen und perfekt mit der Gegenwart und den Erlebnissen einer jungen Frau verbunden.  Die Sprecherin Lina Habicht liess meine Gedanken nie abschweifen. Sicher lag es auch an der geschickten, berührenden Erzählweise der Autorin des Buches Anousch Mueller. Sie rollt einen grossen Teil der DDR-Geschichte wie nebenbei auf und verbindet die Praktiken des Unrechtsstaat mit drastischen Familien Begebenheiten.....

FÜNF ***** STERNE für dieses spannungsreiche Hörerlebnis,,,,  


Sonntag, 4. Oktober 2026

*Wochenrückblick* vom 28.9.- 4.10.26

*unbezahlte Werbung*

GETAN: Sich wieder zu Hause eingerichtet mit Hausarbeit & Co. ,  Herbstspaziergänge im Wald an sommerlich warmen Tagen, Winterreifen besorgt. Einen Herbstkranz gebastelt.  

GEDACHT: Der Tag der *deutschen Einheit* war gestern,  am Samstag.....an meine Lebens-Zeit vor der Wende in West-Berlin erinnere ich mich noch sehr genau! Sonntag feiern wir das Erntedank-Fest. 

GEÄRGERT: Einen Strandkorb in einem Büro aufzustellen ? Für mich erscheint das wie eine ziemlich dumme und unsinnige Idee. 

GEFREUT: Über den erstmals wärmenden Kaminofen am Abend,,,,,die nächste Woche wird spannend und schön  mit dem Besuch unseres Kunstfestivals vom 3.10.-11.10.26 in Hannoversch Münden.  https://denkmalkunst-kunstdenkmal.de/hann-muenden/ . Ausserdem startet der Literaturherbst Göttingen. Ich habe ein  ONAIR Ticket  mit  dem man 60 Lese-Veranstaltungen jederzeit bis zum 30.11.26 verfolgen kann. https://www.literaturherbst.com

GESEHEN: Die warm züngelnden Flammen  im Inneren  des Ofen ;-) ,,,,  schon einige Kunstwerke beim DKKD. 

GELESEN: Ich habe das *Vogelhaus* beendet. 

GEHÖRT: *Lori* . Das Buch wurde von Anousch Mueller geschrieben und ist am 9. Juli 2026 im Verlag C.H. Beck erschienen. Ich höre das Hörbuch. 


DKKD Festival in Hannoversch Münden



Die Holzarbeiten stammen von der Künstlerin https://www.marenpanke.de




 

Donnerstag, 1. Oktober 2026

*Das Vogelhaus* von Jan Weiler - erschienen im Heyne Verlag

 

*unbezahlte Werbung*

MEINE MEINUNG ZUM BUCH : 

Der 36 jährige Leonard Beck führt als Dramaturg an einem Theater in Berlin ein typisches Grossstadtleben. Bis er seinen Job verliert. Er reist nach Hause zu seinen Eltern an den Niederrhein. Ein Brief seiner Mutter erreichte ihn. Ihre Nachricht: "Das sogenannte  *Vogelhaus* soll verkauft werden". Im Heimatort angekommen überfallen ihn schockartig Erinnerungen an seine Kindheit, Jugend, seine Zivildienst Zeit vor fünfzehn Jahren. Er erinnert sich an den liebenswerten Ari und an den burschikosen Patrick mit seinen queeren Weltvorstellungen, seine beiden etwas älteren Kollegen. Viele seiner damals pflegebedürftigen *Kunden* kommen ihm wieder in den Sinn. Sie sind in seinem Kopf so präsent wie damals.  Da ist sofort das sogenannte *Vogelhaus* mit seinen Bewohnern. einem alten Mann und vier grossen Aras in Vogelvolieren. Das Haus steht nun zum Verkauf und Leonhard taucht ab in seine Vergangenheit und Beziehung zu damals, seinem Bewohner Herrn Schwabe und den vier alten Ara Vögeln. Er sieht seine damalige Situation nun mit dem Abstand eines Erwachsenen. 


Die gesamte Grundstimmung des Buches hat mich beim Lesen mit Grusel, Entsetzen, Betroffenheit, Ekel und Verständnis für die erzählte Zeit des jungen Leonard erfüllt. Der Autor Jan Weiler hat mich mit seinem gekonnten flüssigen Schreibstil, gespickt mit psychologischem Feingefühl, in die damalige Zivildienstzeit des jungen Leonard Beck geführt. Ich wurde immer tiefer in die schaurigen Fantasievorstellungen der drei jungen Männer Leonard, Ari und Patrick hineingezogen und habe zeitweise, ebenso wie sie, Horror Vorstellungen von Mord, Totschlag und Menschenquälerei, geschehen im Vogelhaus, im Kopf gehabt. 

Es entwickelt sich allerdings auch eine andere, wichtigere Seite im spannenden Erzählton. Das Aufzeigen der Arbeit von  Zivildienstleistenden Heranwachsenden im Buch. Junge Männer, die damals den *Dienst an der Waffe für unser Land* , damit das Töten im Krieg ablehnten, wurden zum Zivildienst in vielen Bereichen verpflichtet. So erging es auch Ari, Patrick und Leonard. Sie fütterten und bekochten alte, verwirrte Menschen, putzten, kauften Lebensmittel ein , halfen Kindern und Jugendlichen bei den Schulaufgaben, begleiteten pflegebedürftige Menschen zu Behandlungsterminen in Krankenhäuser. Sie waren sich für keine Arbeit zu schade. Bis hin zur Totenwache bei versterbenden Menschen.

Leonard erfährt während seines Besuches neue, emotional geprägte Beziehungen zu seinen Eltern, erinnert sich an den verständnisvollen Freund Ari und fasst einen mutigen Entschluss:

Er wird das Vogelhaus kaufen und sich seinen scheusslichen,  sowie den prägend guten Erfahrungen von damals stellen,,,,

FÜNF ***** Sterne für dieses hervorragende Buch über die Schönheit des Lebens und seine  Grausamkeit von Menschen in unserer Gesellschaft.  


INHALT/KLAPPENTEXT: 

Ein Buch über das Heimkehren — und über die Orte, die mehr über uns wissen als wir selbst.

Wenn Leonard Beck nach seiner Post sieht, ahnt er stets das Schlimmste. Und tatsächlich ist es ein unscheinbarer Brief seiner Mutter, der ihn nach Jahren zurückruft an den Niederrhein: Ein Haus steht zum Verkauf. Und obwohl dieses Haus keine guten Erinnerungen weckt, zieht es ihn magisch an. Leonard, der gerade seine Stelle am Theater verloren hat, reist in die Heimat und damit in seine Vergangenheit. Er trifft auf Menschen, die ihm einst wichtig waren. Und immer wieder steht er vor dem unscheinbaren Haus, dessen Geheimnis er damals nicht lüften konnte. Jetzt aber will er ihm auf die Spur kommen, stellt sich endlich seinen Ängsten – und macht dabei Entdeckungen fürs Leben.

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt's nicht!« gilt als eines der erfolgreichsten Debüts der letzten Jahrzehnte. Es folgten unter anderem »Antonio im Wunderland«, »Mein Leben als Mensch«, »Das Pubertier«, »Älternzeit« und die Kriminalromane um den überforderten Kommissar Martin Kühn. Auch seine Romane »Der Markisenmann« und »Munk« standen monatelang auf der Bestsellerliste. Neben seinen Romanen verfasst Jan Weiler Kolumnen, Drehbücher, Hörspiele und Hörbücher, die er auch selbst spricht. Er lebt in München und Umbrien.


Jede Woche veröffentlicht er eine neue Geschichte unter www.janweiler.de/


https://www.penguin.de/buecher/jan-weiler-das-vogelhaus/buch/9783453443716


Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar. 


*Das Jahr im Garten* von Karel Čapek - erschienen im Insel Verlag

*unbezahlte Werbung*

Ein kleiner Lese-Tipp für zwischendurch zur Ermunterung,,,,,

Ein unterhaltsamer Spaziergang durchs Jahr, der nicht nur Gartenfreund:innen großes Vergnügen bereitet

Karel Čapek, berühmt vor allem für seine Science-Fiction-Romane, widmet sich in
Das Jahr im Garten
den ganz und gar irdischen Dingen – dem Gärtnern und jenen so eigenartigen wie passionierten Geschöpfen, deren Lebensinhalt das Gärtnern ist. Mit überbordendem Humor und viel Charme geleitet er uns durchs hortikulturelle Jahr, erzählt von den Widrigkeiten, die Gärtner:innen plagen: das Wetter, der Perfektionismus, der wild gewordene Gartenschlauch.

Čapeks
Das Jahr im Garten
wurde von Eva Profousová wunderbar neu übersetzt, Katja Spitzer hat den Band mit unverwechselbaren Illustrationen versehen.





 

Montag, 28. September 2026

*Das Jahr der Wale* von Kelly Anderson - erschienen im Droemer Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung zum Buch:

Die Autorin entführt uns an die Küste von British Columbia/Kanada und präsentiert als Debütroman eine märchenhaft anmutende, poetisch geschriebene Geschichte mit mystischen Andeutungen von alten Ozean Legenden, Walgesängen und stimmungsvollen Naturerlebnissen auf dem Meer und der grossen, alten Küstenwald Landschaft.   

Die junge Annie ist ein *Kind des Meeres* in wahrer Bedeutung dieser Worte. Geboren während einer Wassergeburt im Salzwasser des Ozeans, aufgefangen von ihrem Vater und Arzt Aiden, erlebt sie zu Beginn ihres Lebens die frische Gischt des Ozeans, die Leichtigkeit ihres Körpers im Salzwasser. Das Schwimmen im Meer wird zeitlebens eine Leidenschaft für sie bis zu einem dramatischen Ereignis.
Ein riesiger Tsunami  zerstört den Küstenort  und schneidet ihn von der Aussenwelt ab. Annies Eltern sind auf ihrem Segelboot verschollen. Sie ist traumatisiert, überlebt mit Evan und Ruth. Sie begegnet beim Herumstreifen  am Strand  dem unbekleideten Walker, dessen geheimnisvolles Summen nur sie hören kann. Diese Töne  beruhigen sie. Annie  fasst Vertrauen,  Zuneigung, findet  ja sogar Liebe bei ihm,,,,
  
 Aiden, Mara, Annie ,zeitweise auch der gleichaltrige Evan, lebten vor dem Tsunami auf einem Segelboot an der Küste von Landing's Hale. Aiden, ein ausgebildeter Arzt hatte seine sichere Stelle in einem Krankenhaus aufgegeben um seiner Frau Mara und der kleinen Annie ein Leben ohne Konventionen und Schulzwang auf dem  Segelboot *Athritite* zu ermöglichen. Seine Mutter Ruth wachte über der jungen Familie und bot ihnen jederzeit einen Zufluchtsort an Land. 

Die Freiheit jederzeit dem Meer, seinen Geschöpfen hautnah begegnen zu können,  prägen Annie und ihren Kinderfreund Evan von kleinauf. 

Annies Mutter Mara lebt den beiden Kindern diese Begeisterung für das Meer und seinen  Lebewesen vor. Sie wurde von Aiden nackt, fast ertrunken, mit einer Amnesie am Strand, zu Beginn ihrer Ehe gefunden. Evan's Mutter Celeste verstarb jung und er findet bei Mara, Aiden, Annie und  Grossmutter Ruth eine liebevolle Ersatzfamilie. Evan's eigensinniger, auf  gierigen Profit aus lebender Vater Isaac, leitet ein örtliches Holzfäller Unternehmen. 

Auch als erwachsene Frau zeichnet Annie eine besondere Sensibilität aus. Sie kann mehr hören und spüren als andere Menschen, reagiert sensibel und ängstlich auf Geräusche und vor allem auf das geschäftige Leben an Land.  Evan und Annie verlassen zusammen die zerstörte Landzunge nach dem Tsunami und bauen sich ein neues Leben in Vancouver auf..... 

Doch ihre gemeinsame  Vergangenheit auf dem  Meer und  speziell Annie's Sensibilität für Walkers wieder plötzliche Anwesenheit, gekennzeichnet durch das Summen,  nur für Annie zu vernehmen, holen sie immer wieder ein,,,,, 

VIER **** STERNE

  

INHALT /KLAPPENTEXT: 

Manchmal muss man verloren gehen, um nach Hause zu finden ...
Der bewegende Roman Das Jahr der Wale erzählt von einer jungen Frau zwischen zwei Welten: zwischen Land und Meer, Sicherheit und Sehnsucht, Liebe und Bestimmung.
Ein Liebesroman und eine Ode an die Natur und von Reese Witherspoon zum Reese's Book Club Pick für August 2026 ausgewählt! 
Annie MacLeod hat schon immer gespürt, dass sie anders ist. Ihre Kindheit verbringt sie hauptsächlich auf einem Segelboot vor der Westküste Kanadas, denn ihre Mutter erträgt es nicht, längere Zeit vom Meer getrennt zu sein. Doch in Hale’s Landing wartet Evan auf Annie, und als die beiden erwachsen werden, wird aus der Kindheitsfreundschaft etwas Tieferes.
Eines Tages bleibt Annie zum ersten Mal allein bei Evan, während ihre Eltern segeln gehen. In dieser Nacht zerstört ein Tsunami ihre ganze Welt. Annie ist an Land gestrandet, ihre Eltern kehren nicht zurück. Am Strand rettet Annie einen jungen Mann aus den Fluten. Walker scheint stumm zu sein, trotzdem spürt sie sofort eine seltsame Verbindung. Als würde etwas in ihm zu etwas in ihr sprechen, das ihr selbst verborgen ist.
Dann soll Hale’s Landing evakuiert werden, und Annie muss entscheiden, wohin ihr Herz gehört …
Eine Geschichte über Familie, Liebe und die Magie der Natur in uns und um uns: poetisch, bewegend und mit Bildern, die im Kopf bleiben. 
"Mögen Sie fesselnde, magische Geschichten mit unvergesslichen Schauplätzen, die zu wunderbaren Gesprächen anregen? Dann werden Sie dieses Buch lieben!" Reese Witherspoon, Reese's Book Club Pick August '26
Kelly Andersons wunderbar philosophischer Roman verbindet eine große, emotionale Geschichte über Familie und verschiedene Arten von Liebe mit eindringlichen Bildern. Die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur spricht direkt zu unserer wilden Seele.

Dr. Kelly Anderson ist Assistenzprofessorin an der University of Toronto und Ärztin. Sie absolvierte unter der Leitung von Meg Wolitzer und Christina Baker Kline das Bookends Novel Fellowship und ist zertifizierte Schreibtrainerin. Mit ihrer preisgekrönte Non-Profit-Organisation Understory leitet sie Schreibkurse für Ärztinnen, die diese zu sich selbst und ihren Instinkten zurückführen sollen. Sie tritt außerdem als Rednerin zu medizinischen Themen im Radio und in Podcasts auf. Kelly verbrachte ihre Kindheit im Meer und an den Stränden von British Columbia, jetzt lebt sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Ontario. Das Jahr der Wale ist ihr Debütroman.


Herzlichen Dank an die Autorin und den Droemer Verlag  für das gebundene Rezensionsexemplar mit dem wundervollen Cover.  








 



Sonntag, 27. September 2026

*Wochenrückblick vom 21.9.-27.9.26*

*Werbung, unbezahlt*



GETAN: Eine herbstliche Woche hat mich begleitet, fallende Blätter und Stauden bearbeitet.  Erholende Spaziergänge im Herbstwald. Hausarbeit natürlich immer wieder.  Die Bilder vom Berlin-WE betrachtet, aussortiert, verbessert und verschickt. 

Vier Erholungs Tage vom Reisen genossen. Dann ging es am Freitag wieder los Richtung Nordsee, ins Cuxland. 

GEDACHT:Viele Eindrücke aus Berlin und die Gespräche mit Freund*innen verarbeitet. 

Die Geburtstags - Zahl 70 hatte mich auch in der vergangenen Woche begleitet. Ein lieber Mensch durfte diesen Tag am Freitag feiern mit der Familie, Freunden und Bekannten. Unsere Reise zur Feier hatte uns in das Cuxland geführt, fast bis an die Nordsee. 

GEÄRGERT: Über nichts Erwähnenswertes,,,,

GEFREUT: Die Familie im Cuxland getroffen und viele Neuigkeiten ausgetauscht. 

GESEHEN: Wenig TV,,,

GELESEN: Ein neues Buch habe ich angefangen, der Klappentext ist an der rechten Leiste zu erlesen. 

GEHÖRT: Dies und das als Hörbuch! Kennt ihr das ? Mit einem Hörbuch einschlafen?


Habt alle eine gute, neue Woche!










 

Sonntag, 20. September 2026

*Wochenrückblick vom 14.9. - 20.9.26 *

 

*unbezahlte Werbung*


GETAN: Vorbereitungen für unsere kleine Kurzreise nach Berlin getätigt. Blumen besorgt, Feier-Adresse nochmal verinnerlicht.  Natürlich Hausarbeit ;-), die manchmal sogar Freude bereitet. Das Schloss Sanssouci und seine wunderschönen Gärten besucht.Die Segler mit ihren Schiffen auf dem Wannsee bewundert.  

GEDACHT: Wie die Zeit vergeht,,, eben war Berlin noch  mein (unser) Lebensmittelpunkt in jungen Jahren, (70er und 80er Jahre).   Nun besuchen wir mal wieder eine völlig veränderte Stadt als ältere Menschen. 

Ich habe mich an das Buch von Herbert Gruhl erinnert :*Ein Planet wird geplündert*.  Zitat aus Wikipedia : *Größere Bekanntheit erlangte Gruhl 1975 durch sein Buch Ein Planet wird geplündert – Die Schreckensbilanz unserer Politik. Er prangert darin den Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen durch immer mehr Wirtschaftswachstum an und fordert, dass „der Mensch […] von den Grenzen unserer Erde ausgehend denken und handeln“[22] müsse. Das Buch wurde zum Bestseller und Klassiker der Umweltliteratur.*https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Gruhl

GEÄRGERT:Vielleicht wie immer über das politische (Welt)Geschehen. 

GEFREUT: Auf der Feier mit einer Freundin am Wannsee , die nun auch zu den 70 jährigen gehört ;-) viele jahrzehntelange Freund*innen getroffen. ! Endlich die Autobahn in die Hauptstadt ohne Transitbeschwerden durch die ehemalige DDR passieren zu dürfen,,,, und in Erinnerungen an das Berlin vor der Wende  geschwelgt. Zwei Ausflüge nach GÖ und KS haben die Woche aufgelockert,,,, *Der Blaue Stift* von Samar Yazbek ist nun auch als gebundenes Rezensionsexemplar eingetroffen. 

INHALT/KLAPPENTEXT: Erscheint am 24.9.26

Die junge Rima liebt ihr Damaskus. Am meisten liebt sie die Bibliothek, in der sie lauter Wunder erwarten: der kleine Prinz mit seinen ewigen Sonnenaufgängen oder Alice mit ihrem Sturz ins Wunderland. Rima sehnt sich danach, eigene Abenteuer zu erleben, dem Willen ihrer Füße zu folgen. Doch ihre Mutter hält sie fest. Bis zu dem Tag, an dem ihr Bus an einem der neuen Checkpoints aufgehalten wird, und Rimas Welt zerfällt.

Zwischen Detonationen und der Angst der anderen findet Rima Zuflucht in ihrer Fantasie, den Farben ihrer Buntstifte und ihrer ganz eigenen Sprache, in der sie Wort für Wort ihre Geschichte festhält.

In dem Verlangen, die Wunden, die ein Krieg schlägt, zu erfassen, stellt uns Samar Yazbek eine ungewöhnliche Heldin an die Seite: ein Mädchen, das sich fortschreibt.

https://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=8696

GESEHEN:  Berlin, Berlin, Berlin,,,,,

GELESEN: Nur ein Buch (Alte Pfade) beendet, meine Leseeindrücke gesammelt und rezensiert . Viele Klappentexte von neu zu erscheinenden Büchern im Herbst waren eine erbauende Lektüre für kurze Lesezeiten zwischendurch.  

GEHÖRT: Immer noch *Das Narrenschiff*,,,,und dies und das ,,,,


Ich wünsche euch eine gute neue Woche!


Schloss Sanssouci
Am Wannsee