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Montag, 16. Juli 2018

*Herzensbuch der Woche*



Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch! Mitmachaktion! 

Eine Aktion von Gisela und Anne !

Dieses Buch vonKhaled Hosseini hat mich vor vielen Jahren so mitgenommen, dass ich nach und bei der Lektüre bitterlich weinen musste um die vielen Frauen, die sich einem fremd bestimmten  Lebensschicksal anpassen müssen – und es doch schaffen ohne Hass weiterzuleben und sich selbst nicht aufgeben , sondern mit Liebe reagieren.


*Werbung*







Dienstag, 10. Juli 2018

*Revolution im Herzen* von Claudia & Nadja Beinert, erschienen im Knaur Verlag


*Werbung*

Rezension

INHALT/Klappentext:
Die heimliche Liebe des Karl Marx
Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert und gleichzeitig eine große Liebesgeschichte.
In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.
Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx.. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert-Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.

MEINE MEINUNG: 

Dieses grossartige  Buch wurde für mich zum aktuellen Herzensbuch und hat mich tief beeindruckt.  Ein grossartig geschriebener historischer Roman, eine gekonnte Verknüpfung aus wahrer Geschichte und belebender Fiktion, belegt durch die  fabelhafte und sehr sorgfältige Recherche der beiden  jungen Autorinnen und ihren absolut fesselnden Schreibstil, der dieses geheime Liebes-Thema der Geschichte so eindringlich und fein schildert. 

Karl Marx ist natürlich jedem Leser als Autor des Buches *Das Kapital* bekannt und ich hatte  bislang wenig Beziehung zu seinem berühmten Werk und seiner Persönlichkeit. Das hat sich nun deutlich verändert. Die Ich-Erzählerin  Helene Demuth aus Trier, liebevoll mit dem Kosenamen Lenchen genannt, erzählt vom jahrelangen Alltag ihres Lebens in Trier, London und Brüssel als Haus - und Kindermädchen bei der Familie von Jenny und Karl Marx. Das Geschehen im 19. Jahrhundert und die Umwandlung in eine Industriegesellschaft mit all ihren negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bringt Lenchen ungeschminkt und ehrlich in diese Lektüre ein. Mit Warmherzigkeit und Klugheit ausgestattet , haben die beiden Autorinnen diese tapfere, fleissige und treue Seele von einer Haushaltshilfe wieder zum Leben auferweckt. Helene Demuth hatte eine schwere und entbehrungsreiche Kindheit, ging in ganz jungen Jahren fort in eine Dienststellung in den  Haushalt einer adeligen Familie. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse haben  mich sehr an die Erzählungen meiner Grossmutter erinnert. Auch in ihren jungen Jahren um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert war dieses noch eine übliche Arbeit für junge Mädchen und/oder Frauen. Dieser fast fünfhundert Seiten lange Roman war auf keiner Seite langweilig, ermüdend oder mit historischen Fakten überfrachtet, sondern aus sehr menschlicher und gütiger Sichtweise geschrieben. Die Liebe, Treue und Freundschaft zur Familie, gerade auch zu Jenny, Karl und den Kindern in armen und schwierigen Zeiten , die sie mit der Familie verbracht hat, wird dem Leser bildhaft nah gebracht, so dass ich sehr berührt und ergriffen war. Sie hat Karl Marx sogar bis zum Sterbebett begleitet am Ende seines Lebens laut Info im Nachwort. Die abschliessenden erklärenden Worte der Autorinnen empfand ich als sehr interessant  und haben noch einmal mein Hintergrundwissen bereichert. Das angehängte Glossar und die bibliografischen Hinweise vermittelten zusätzlich einen abschliessenden, sehr guten  Überblick. 

Zitat aus dem Nachwort  Seite 451:
 " Das neunzehnte Jahrhundert ist der Beginn unserer modernen Zeit - die Zeit des Durchbruchs der Industrialisierung in Deutschland, was vor allem Massenfertigungen, Globalisierung und unwürdige Arbeitsbedingungen bedeutete. Dampf, Stahl und Elektrizität zogen in den (Arbeits-)Alltag der Menschen ein und veränderten ihr Leben tiefgreifend und mit ähnlicher Wucht, wie dies heute Digitalisierung,Automatisierung und künstliche Intelligenz tun."

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für dieses grossartige Buch  über einen berühmten Revolutionär und sein Werk.

Danke an die Autorinnen und den  Droemer Verlag für das schön gebundene Rezensionsexemplar!


Mein Herzensbuch dieser Woche ist ganz neu. Rezi siehe oben. 

Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch! Mitmachaktion! Eine Aktion von Gisela und Anne.

Hier ist der Link zu meiner neuen Herzensbuch Seite bei Wordpress, an der ich ab und zu  herumbastele.



 


Montag, 9. Juli 2018

*Montagsfrage* von Buchfresserchen





Heute bin ich hier dabei und wenn Ihr Lust habt schaut auf diese Seite und macht einfach mit!
Montagsfrage von Buchfresserchen





Montagsfrage: Inspirieren dich beim Lesen die Handlungen mancher Figuren für dein eigenes Leben oder trennst du Fiktion strikt davon, weil es nicht real ist?

Meine Antwort:
Alles was ich lese, inspiriert mich  natürlich und beschäftigt mich ja innerlich - auch und gerade nach dem Lesen. Das kann sehr schön und bereichernd sein und mir Anregungen geben für mein reales Leben. Das ist meist aber eher die Ausnahme :-) !
Unser Kopf und das Gedächtnis funktionieren sicher komplizierter als ein PC - und es wird alles abgespeichert, sicher eher unbewusst!
Aber aus eben diesem Grunde  lehne ich Horror-Genre,  Thriller und  Krimis fast jeder Art  als Leselektüre ab und möchte mich damit nicht belasten.

Solche Bilder mag ich nicht im Kopf sehen, geschweige mich mit dieser sinnlosen Thematik auch noch beschäftigen und/oder  andere wichtige Dinge meines Lebens deswegen vernachlässigen. 
Danke für die Frage liebes Buchfresserchen!  

Freitag, 6. Juli 2018

*Zwei alte Frauen* von Velma Wallis, gelesen von Ursula Illert

  • Audio CD
  • Verlag: steinbach sprechende bücher (1. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886988252
  • ISBN-13: 978-3886988259
  • *Werbung*

Anne vom Blog https://leseleidenschaftfuersleben.wordpress.com/2018/07/03/velma-wallis-zwei-alte-frauen/ hat mir mit ihrer Vorstellung dieses Buch wieder in das Gedächtnis gebracht. Danke dafür!! Ich will es schon seit Jahren lesen und habe es  heute nun als Hörbuch gehört.Es war ein tolles Hörerlebnis und ich hab dafür vieles andere versäumt!


INHALT/INFO ZUM HÖRBUCH:
Hoffnung, Mut und der Wille zu überleben 

Der Nomadenstamm der Gwich-in, hoch oben in Alaska, wird während eines extremen Winters von einer Hungersnot heimgesucht. Wie es das Stammesgesetz vorsieht, beschließt der Häuptling, zwei alte Frauen als unnütze Esser zurückzulassen. 

In der eisigen Wildnis auf sich allein gestellt, geschieht das Erstaunliche: die beiden Frauen finden den Mut und den Willen zu überleben. Und es gelingt ihnen.

Meine Meinung: Gebannt habe ich heute diese beeindruckende Erzählung als Hörbuch in ungekürzter Form verfolgt. Die Sprecherin Ursula Illert hat mich mit ihrer angenehmen, ruhigen Stimme und Sprechweise in das kalte und unwirtliche Alaska entführt. Das Überleben der beiden Frauen zeigt  Stärken, die Menschen, auch Frauen im Kampf um Leben oder Tod entwickeln können. Diese Geschichte basiert auf den mündlichen Überlieferungen der Athabasken, die Velma Wallis von ihrer Mutter erzählt bekam. Die dort lebenden unterschiedlichen  Nomadenstämme sind erst ca. 1900 sesshaft geworden und so ist in der Erzählung sicher viel Authenzität verborgen.  Die Erzählung transportiert unser aller Hoffnung  auf Menschlichkeit, Mitgefühl und Verzeihen mit unserem Nächsten, sowie diese Eigenschaften auch in Extrem-Situationen zu bewahren und zu hüten.Dieses Anliegen ist der Autorin voll und ganz gelungen!

Ein grossartiges Werk, welches von mir FÜNF ***** Sterne bekommt !!




 Infos zur Autorin Velma Wallis
Velma Wallis, geboren 1960 als eines von dreizehn Kindern in Fort Yukon/Alaska, wurde in den traditionellen Werten ihres Volkes, der Athabasken, erzogen. Nach dem Besuch der Highschool zog sie in eine Trapperhütte und lernte, vom Fischen, Jagen und Fallenstellen zu leben. Heute wohnt Velma Wallis mit ihrer Familie wieder in Fort Yukon. Sie ist die Autorin des Bestsellers »Zwei alte Frauen«, der mit dem Western States Book Award ausgezeichnet und seit seinem Erscheinen in siebzehn Sprachen übersetzt sowie millionenfach verkauft wurde.

Eine wunderschöne und aussagekräftige Rezension gibt es auch bei Monerl zu erlesen!






*Freitagsfüller*

Guten morgen, es hat sich abgekühlt ! Wir können aufatmen und den Freitagsfüller von Barbara ohne Schweisstropfen auf der Stirn ausfüllen!

Freitags-Füller
1. Könnte es sein,    dass durch unsere nächtliche Lichtverschmutzung auch viele Insekten zugrunde gehen?
2.  Die komplizierte Weltwirtschaftslage und die daraus  eventuell folgenden Versorgungsprobleme sind mir  unheimlich.
3. Unterwegs mit dem Auto! Das wird in fünfzig Jahren ein kaum mehr existenter  Luxus sein. 
4.  All diese Gedanken und Probleme erdrücken mich  und werden mir zuviel.
5.  Wenn man unter das Sofa schaut, sieht man Dunkelheit. Warum sollte man das laufend tun liebe Barbara?
6.  Schinken in Blätterteig und Thymian eingerollt sind ein schnelles und leckeres Abendessen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen  (Lese) - Abend zu zweit , morgen habe ich geplant, den üblichen Marktgang zu erledigen und Sonntag möchte ich mir den Tag offen und frei lassen für spontane Aktivitäten! 


Ich habe dieses Buch immer ein wenig vor mir hergeschoben und bin nun aber ganz begeistert vom Schreibstil  der beiden Autorinnen und  vom Thema. Karl Marx war ein kämpferischer Phantast und Idealist. Aber brauchen wir solche Menschen in unserer Zeit nicht dringender denn je?? In diesem Sinne Euch eine schöne Sommerzeit! 




Donnerstag, 5. Juli 2018

*Die Frauen am Fluss* von Katherine Webb, erschienen im Diana Verlag


*Werbung*

Rezension

INHALT:  Dieser typisch englische Frauenroman, versehen mit einer kleinen Prise Krimi und Geheimnis, entführt den Leser in das Jahr 1922 in das kleine Dörfchen Slaughterford, gelegen im ländlichen District Wiltshire. Die Dorfbevölkerung beobachtet die Heirat des grössten Gutsherren der Gegend Alistair Hadleigh mit der schüchternen Irene aus London mit äusserstem Argwohn. Alistair’s Tante und Ziehmutter Nancy, die auch auf dem Anwesen lebt, heisst sie auch nicht willkommen und begegnet ihr mit Kälte, ungerechter Kritik und Eifersucht.
Die sich sehr einsam fühlende Irene lebt sich schwer in die Dorf- und Naturidylle ein und gewinnt aber mit dem resoluten Stallmädchen Pudding Cartwright eine treue Freundin. Als Irene’s Mann Alistair brutal ermordet wird, machen sich die beiden ungleichen Gefährtinnen auf die Suche nach den geheimnisvollen Hintergründen dieser schrecklichen Tat,,,,,

MEINE MEINUNG: Dieses ist nicht mein erster Roman der bekannten Autorin und doch hatte ich das Gefühl, dass Katherine Webb sich eine etwas andere Schreibweise zugelegt hat. Die Idyllischen, sehr schönen Naturbeschreibungen bringt sie wie immer gekonnt und sehr bildhaft  zum Leser und begeistert auch mit vielen liebevollen Szenen des damaligen dörflichen Lebens und seiner Menschen.
Nur mit den beiden Hauptprotagonistinnen Irene und Pudding bin ich erst ab der Mitte des Buches  warm geworden. Irenes Charakter erscheint zu Beginn des Romans sehr blass, unverständlich und abweisend. Man mag sie einfach nicht sofort. Mit Pudding und ihrer Familie kommt man nach einiger Zeit besser klar. Dieser merkwürdige Spitzname wurde dem  stämmigen Stallmädchen als Kind gegeben, da sie gerne Süsses mochte . Ich finde diese Namenwahl von der Autorin nicht sehr geschickt. Das laufende Lesen dieses Spitznamen hat mich oft genervt.  Auch die Entwicklung der ungewöhnlichen  Freundschaft  dieser beiden Frauen wurde für mich nicht klar herausgearbeitet. Sie stammen ja beide aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsklassen und im damaligen Grossbritannien wurde sehr viel Wert auf eine Abgrenzung zur einfachen, dörflichen Bevölkerung gelegt. 

Ich wurde dieses mal beim Lesen einfach nicht genügend mit in die Geschichte hineingeführt, wie  sonst gewohnt von der Autorin aus ihren anderen Büchern.  Auch die Auflösung des Romans  fand ich nicht gelungen. Das ist ein wenig schade, hat aber meinem Lesevergnügen bei dieser leichten Geschichte kaum geschadet. Diese Lektüre passt perfekt zur aktuellen heissen Sommerzeit und man kann sie nebenher an einem kühlen Plätzchen ohne grosse Konzentration geniessen. 

Meine Bewertung für dieses noch gute Buch im Genre *Leichte Frauenlektüre*: 
DREI *** STERNE. 

Herzlichen Dank an den Diana Verlag und das Bloggerportal für das schön und ansprechend illustrierte, gebundene Buch - und Rezensionsexemplar! 


Montag, 2. Juli 2018

*Das Leuchten des Meeres* von Liz Fenwick, erschienen im Goldmann Verlag


Infos zur Autorin und dem Verlag! Erscheinungsdatum: 18.6.18
*Werbung*

INHALT: Wir befinden uns an der Küste Cornwall's während des 2. Weltkrieges auf dem Anwesen Windward der Familie Seaton. Die beiden Töchter Adele und Amelia beginnen ihren Dienst in der Women's Royal Naval Service, kurz WRENS genannt. Adele lässt sich als Telegraphistin ausbilden, verlässt Schwester und Familie. Amelia wird Fahrerin, wohnt weiterhin bei Mutter und Grossmutter auf Windward an der Küste.
Die Zwillinge Adele und Amelia haben ein sehr inniges und liebevolles Verhältnis zueinander und trennen sich ungern.  Die Geschwister geraten in die Wirren des Krieges und machen  tragische Erfahrungen, die ihr Leben in unerwartete Komplikationen wirft....

Gleichzeitig erlesen wir die Geschichte einer Familie aus Cape Cod/ Massachusetts in Vergangenheit und Gegenwart. Die junge LARA sucht in Cornwall nach  den Familien-Wurzeln ihrer Vorfahren , die nach dem Ende des Weltkrieges von dort ausgewandert sind.   

ZITAT Seite 530: " Zeit und Gezeiten warten auf niemanden."
Chaucer, The Clerk's Tale



MEINE MEINUNG: Auf  fast sechshundert Seiten entführt uns die Autorin in einen aufregenden und romantischen Sommerroman , der mir beste Unterhaltung gegeben hat. Die Geschichte spielt im wunderschönen Cornwall und die Autorin vermittelt Küsten- und Meeratmosphäre in traumhaft schönen Bildern. Wäre da nicht der 2. Weltkrieg, indem dieser Landstrich eine bittere Erfahrung machen musste, die auf Tatsachen beruht. Während einer gemeinsamen Übung  für die geplante gemeinsame Invasion Europas von US-Amerikanern und Engländern greifen deutsche Truppen an und die Alliierten befeuern sich und ihre Schiffe  gegenseitig mit vielen Toten und Verletzten in den eigenen Reihen. Dieses schreckliche Ereignis prägt Adele in ihrer Ausbildung und öffnet ihr die Augen für die Wichtigkeit ihres Einsatzes. Die Angst der Armeeangehörigen und der Bevölkerung werden packend geschildert, sowie die verzweifelte Suche der jungen Menschen nach LIEBE und GLÜCK vor dem eventuell bevorstehendem baldigem Tod.  Eine grosse LIEBE erleben auch Adele und ihre Schwester.... 

Die Autorin hat über diese Zeit mit noch lebenden Zeitzeugen sehr sorgfältig recherchiert und die Idee zu dieser Geschichte von eigenen Familienangehörigen  und ihren authentischen Erzählungen übernommen. 
Ich habe das Buch mit Begeisterung und innerer Spannung aufgesogen , als Zeit- und Familiengeschichte verstanden, verpackt in einem fiktiven, dramatischen Liebesroman.

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE.
Herzlichen Dank an die Autorin und den Goldmann Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar 



*Bücherwahnsinn*

Liebe Blogleser/innen,

über diesen  (Buch)-Artikel habe ich mich heute gefreut und ihn amüsiert gelesen,was meine Montagslaune sofort anhob. Ich teile ihn gerne mit Euch . Ihr braucht nur auf den Link klicken. 

Ehrlich, es passiert nix und ihr bekommt auch kein Buch nach Hause geschickt!


Freitag, 29. Juni 2018

*Freitagsfüller*

Ich bin nun aus  der Schockstarre erlöst, da der Freitagsfüller von Barbara doch noch erscheint....

DANKE!


1. Aus die Maus, mit dem Freitagsfüller. DAS  hatte ich eben schon vermutet. Aber Barbara ist sehr verlässlich und hatte wohl Wichtigeres zu erledigen!
2.  Eine Pizza kann man warm oder kalt essen.
3.  Ich würde heute lieber in Irland sein bei diesem herrlichen Sommerwetter. Verpasst , echt ärgerlich!
4.  Morgen abend gibt es etwas Feines vom Grill.
5.  Die Sommerferien  brauchen Eltern und Kinder , auch Lehrpersonen, um wieder Abstand zu finden und neue Kräfte zu aktivieren,
6.  Mein Traum ist ein kleines Zauberbuch  für  geheime Wünsche.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein  lauschiges Harfenkonzert. , morgen habe ich geplant, siehe Nr. 4 und Sonntag möchte ich ,,, kann ich noch nicht im Kopf abrufen,,,,,

Bilder vom Harfenkonzert in einer alten Kirchenruine







Mittwoch, 27. Juni 2018

*DIE Worte, DIE DAS Leben SCHREIBT von Adelia Saunders, erschienen im Wunderraum-Verlag


Infos zum Buch, Autorin und Verlag HIER !

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Rezension

INHALT:  Wir begegnen drei Hauptprotagonisten in diesem Buch, die sich teilweise in Paris, London und Vilnius aufhalten und dem Leser ihre Lebens- und Familiengeschichte vermitteln. 
Die junge Magdalena aus Litauen besitzt eine ungewöhnliche, magische  Gabe , die sie als Kind sehr verunsichert hat und sie zu einer scheuen jungen Frau hat heranwachsen lassen. Sie kann auf der Haut ihrer Mitmenschen deren Schicksal und Erlebnisse erlesen, wie in einem Buch. 
Neil, ein junger Student wird dem Leser nahegebracht. Er hat Geschichte studiert und ein kompliziertes Verhältnis zu seinem Vater Richard aufgebaut.  
Und wir treffen Richard, der auf den Spuren seiner verstorbenen Mutter, einer bekannten Autorin, wandelt und darüber grübelt, ob ihn seine Mutter geliebt hat und welches ihre Beweggründe waren, ihn als Baby fortzugeben.
Alle drei Protagonisten erzählen kapitelweise  aus ihrem Leben und ihre Geschichten finden auf einem ungewöhnlichen ? Weg zueinander,,,,, oder eben auch nicht. 

MEINE MEINUNG: Als erstes hatte mich sofort das wunderschöne Cover angesprochen und in mir den Wunsch geweckt, diesem vielversprechendem Titel zu folgen. Magische Erlebnisse versprach ich mir durch die mystische Gabe von Magdalena von der Haut anderer Menschen ihr Schicksal deuten zu können. Leider stand diese Mystik überhaupt nicht im Vordergrund der ganzen Geschichte, obwohl plötzlich Magdalena’s Name auf Neil’s Wange auftaucht. Ich habe sehr lange gebraucht um überhaupt in die Roman hineinzukommen und konnte mir lange durch die laufend wechselnde Schreibweise der Autorin, die durch Zeiten, Erlebnisse und Orte irrt, gar keinen Reim machen. Manchmal las ich zwar recht schöne,  poetische Sätze in einem ansprechenden Geschehen, welches aber sofort wieder verlassen wurde. Es ging für mich einfach nur durcheinander, hin und her und ich hab teilweise meine eigene Orientierung und den berühmten roten Faden verloren beim Lesen. Das hat mich echt erschüttert und ich fing an, an mir und meinem Verstand zu zweifeln . Vielleicht war die Schreibweise zu klug und anspruchsvoll  für mich? Je mehr ich im Buch vorankam, desto grösser wurde leider meine Enttäuschung und Verwirrung. Auch eine echte Bindung zu den Protagonisten wie Richard (Neil’s Vater) habe ich vermisst und konnte sie nicht aufbauen. Er war mir als Person einfach unsympathisch und hat  für mich unverständlich gehandelt und vor allem gedacht. Seine Besessenheit von den roten Schuhen, die seine Mutter angeblich getragen hat, empfand ich als merkwürdig und abstoßend.
 Auch war die Charakterdarstellung von Neil blass und schwach, nur Magdalena und die Erlebnisse mit ihrer  Freundin Lina konnten mich beim Lesen etwas aufheitern. Magdalena beruhigte mich etwas mit ihren Gedankengängen und Überlegungen,  aber eine echte Sympathieträgerin war auch sie nicht durch ihre Unhöflichkeit und ihr Misstrauen gegenüber ihren Mitmenschen. Eine gute und ehrliche  Familiengeschichte über das Gefühl einer Zusammengehörigkeit oder auch Ablehnung zueinander konnte ich nicht wirklich erkennen. 

Letztendlich habe ich mich durch  das Buch gequält und es dann erleichtert in mein Regal zu den anderen tollen Bänden vom Wunderraum-Verlag gestellt. Das tut mir sehr leid für junge Autorin und den Verlag , aber zum Glück haben andere Leser einen besseren und anderen Leseeindruck bekommen und das auch in ihren Rezensionen klar dargestellt.
Macht Euch bitte ein eigenes Bild von diesem Buch, wenn es Euch interessiert. 

Leider nur ZWEI ** Sterne für ein Buch, welches mir gar nicht gefallen hat. 

Danke an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 22. Juni 2018

*Freitagsfüller*

Ein kurzer Blick aus dem Urlaubsmodus zu Barbaras's Seite und ,,,, SIE ist wieder da mit ihrer neu gestalteten Seite. Das freut mich sehr, denn ich habe dieses Freitagsritual ein wenig vermisst. 

1. Ein Angriff  auf meine Gesundheit ist dieser heutige kältere Wettereinbruch. Der Regen ist allerdings wunderbar und dringend nötig für die Pflanzenwelt. 
2.  Kleinlich geführte  Diskussionen über flüchtende Menschen aus Kriegsgebieten , offengestanden behagt mir diese Situation in unserer Gesellschaft nicht.
3.  Ich bin’s,  klar! Aber eigentlich geht es mehr um meine gelesenen Bücher und Leseeindrücke auf dieser Seite. Was gibt es Schöneres als die Welt der Bücher zu erkunden? So lautet ja mein Motto für Euch!
4.  Beim Lesen zurück zur Ausgangsposition bedeutet auf das einfachste  Bilderbuch zurückzugreifen. Leseförderung fängt spätestens im 1. Lebensjahr an :-) !!
5.   Ich achte auf die kleinen Buchhandlungen in jeder Stadt, in die ich reise. Sie bekommen meine Aufmerksamkeit und ein  besonders schönes Erinnerungsbuch finde ich immer dort. 
6.  Das sind sooo viele Bücher im Laufe der Jahre, so dass ich mich an einige kaum erinnere. Sie sind in meinem Unterbewusstsein verankert und tauchen oft plötzlich und unerwartet wieder auf in meinen Gedanken. 
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Kochabend mit frischer Forelle , morgen habe ich geplant, über den Wochenmarkt zu gehen und Sonntag möchte ich eine kleine Wanderung durch Wald und Feld unserer herrlichen Urlaubslandschaft unternehmen !

Danke für die schönen Kornblumenbilder liebe Michaela!

Dienstag, 19. Juni 2018

*Die Worte, die das Leben schreibt* von Adelia Saunders, erschienen im Wunderraum Verlag

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Worte-die-das-Leben-schreibt/Adelia-Saunders/Wunderraum/e522300.rhd
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Mit diesem Buch verabschiede ich mich erstmal in eine zweiwöchige Sommerpause mit hoffentlich viel Lesezeit! Vielen Dank an das Bloggerportal und den Wunderraum Verlag für die Lektüre (Rezensionsexemplar) !

Habt eine gute LESE-ZEIT!





















Mittwoch, 13. Juni 2018

*Die verlorene Hälfte meines Herzens* von Ann O' Loughlin erschienen im Goldmann Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :16.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 16.04.2018
  • Verlag : Goldmann
  • ISBN: 9783442487424
  • Flexibler Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch
*Werbung*

Info zur Autorin auf der Verlagsseite







REZENSION:

INHALT/KLAPPENTEXT:Irland in den 1950er-Jahren. Gefangen in einer unglücklichen Ehe verliebt sich Grace in einen jungen Arzt aus Indien. Eine Scheidung kommt nicht infrage, und als Grace auch noch schwanger wird, sucht die Familie nach einer Lösung. Grace wird auf Betreiben ihrer eigenen Tante und mit Einverständnis ihres Mannes in eine Irrenanstalt eingewiesen. Dreißig Jahre später kommt Graces Tochter Emma der Wahrheit auf die Spur: Als Emma nach dem Tod des Vaters nach Dublin zurückkehrt, um den Nachlass zu regeln, enthüllt sie die tragische Geschichte ihrer Mutter und macht sich auf die Suche nach ihr 


 MEINE MEINUNG: 

Wir befinden uns in diesem Roman in zwei Zeitebenen, die im Irland der 50er Jahre und 80er Jahre spielen. Ausserdem reisen wir auch in das Indien der 80er Jahre.
Diese emotionale Familien- und Liebesgeschichte  hat mir eine kleine Irlandreise im Kopf und eine angenehme und unterhaltende  Lesezeit geschenkt. Die Autorin hat dreissig Jahre als Journalistin für verschiedene irische Zeitungen geschrieben und veröffentlicht . Ihr flüssiger, leicht verständlicher und  bildhafter Schreibstil stellt keine zu grossen Anforderungen an den Leser. Man kommt auch nach Lesepausen immer wieder gut in die Geschichte hinein. Verschiedene interessante Spannungsbögen und Wendungen im Roman hat sie klar herausgearbeitet , vor allem im letzten Drittel des Buches.

Irische Gesellschaftsverhältnisse der 50er Jahre wurden klar und deutlich geschildert. Ehefrauen, Frauen überhaupt, hatten nur in ihren zugewiesenen Rollen zu funktionieren, durften keine persönlichen Freiheiten geniessen und ein Ausbrechen aus einer Ehe wurde niemals akzeptiert!  Solche *Vergehen* wurden streng geahndet, wie man in diesem Roman erlesen kann. Sogar hier in dieser Geschichte  mit einer Einweisung in eine geschlossene Irrenanstalt, die auch noch mit einem christlichen Namen daherkommt. Gerade wurde im vom katholischen Glauben geprägten Irland eine Volksbefragung zum Schwangerschaftsabbruch durchgeführt und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über sich und ihren Körper wurde endlich wahrgenommen und durchgesetzt.
Da es in diesem Roman auch  um das Schicksal eines geborenen Kindes, der kleinen Emma Moran  geht, spreche ich noch ein dunkles Thema in diesem Zusammenhang an. Es gab zur damaligen Zeit Heime der katholischen Kirche, die sich um alleinerziehende , ledige Mütter kümmerten. Erst heute sind einige  kriminelle Skandale bekannt geworden, bei denen Babys ihren Müttern weggenommen wurden und als *totgeborene Kinder * registriert wurden und dann zur Adoption freigegeben wurden. Oft hat auch die Familie junge Mütter  mehr oder weniger zu einer Adoptionsfreigabe gedrängt . Das nur am Rande .
Ich will Euch aber mit diesen Infos die Freude an dem  emotionalen und unterhaltenden Roman  nicht verderben. Er ist sehr gefühlvoll und voller Leben , bekommt  eine absolut gute Leseempfehlung von mir, aber es ist ratsam, einige Taschentücher bereit zu halten.

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für dieses gute Buch!

Vielen Dank an die Autorin und den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.


Montag, 11. Juni 2018

*AUF IMMER VERBUNDEN* von Domenico Starnone, erschienen bei DVA

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 12.03.2018
  • Verlag : DVA
  • ISBN: 9783421048073
  • Fester Einband 150 Seiten
  • Sprache: Deutsch
Info zum Autor/Verlagsseite


*Werbung*




Rezension

INHALT:
Aldo, ein junger Journalist  und die junge Vanda heiraten 1962 in Neapel, bekommen zwei Kinder und sind anscheinend glücklich. Bis Aldo die junge, strahlende Lidia kennenlernt, Ehefrau und Kinder verlässt. Er zieht nach Rom, lässt sich aber nicht scheiden. Nach langen, bitteren Jahren für Vanda und ihre Kinder kehrt er reumütig zurück in den Schoss der Familie und übernimmt wieder Verantwortung für alle, finanziell und moralisch. Seine Beziehung zu Lidia führt er allerdings heimlich weiter. Wir begleiten das Drama dieser Ehe bis in das hohe Alter von Aldo und Vanda. Ein einschneidendes Erlebnis schockt das inzwischen gealterte Ehepaar und befreit  vor allem die Kinder  von den Sünden, Heimlichkeiten und Vorwürfen aus den vergangenen Lebensjahrzehnten ihrer Eltern.

MEINE MEINUNG:
Der italienische Autor hat in nur  einhundertsiebzig Seiten ein ganzes Familiendrama und Eheleben plastisch und bildhaft heraufbeschworen. In drei Teile hat er seinen Roman aufgegliedert und lässt jeweils Szenen aus dieser Eheverbindung, teilweise in Briefform, aus den Sichtweisen von Aldo, Vanda und den Kindern aufleben. 
Domenico Starnone schreibt ehrlich und schonungslos über das rücksichtslose Verhalten des Ehemannes, seiner Jagd nach dem Glück mit einer jüngeren Partnerin, seine inneren Zweifel an sich und seinem Verhalten und letztendlich auch über die Besinnung auf die Familie. Endlich auch in dem Bewusstsein und der Erkenntnis , welchen Schmerz und Enttäuschungen er sich, seiner Frau, seiner Geliebten und vor allem den Kindern angetan hat. 
Vanda's Verbitterung, die Sicht auf ihren Ehemann, auf sich selber und ihre Situation mit zwei kleinen Kindern, hat er ebenso aufrichtig, erschütternd und mitfühlend dargestellt. Die Charaktere und Verletzungen der Kinder  durch das Verhalten ihrer Eltern lernen wir erst im dritten Teil des Buches besser kennen und sie sorgen für eine Überraschung im emotionalem Bereich. 
Der  fesselnde Schreibstil fasziniert, hat mich nicht losgelassen und so bin ich schnell durch das Buch geflogen. 
Der Autor hat den Leser in alle menschlichen Höhen und Tiefen des familiären  Zusammenlebens mitgenommen und doch hat bei mir die 'Traurigkeit über so viel verpasstes *schönes* Familienleben, vor allem auch ehelicher Partnerschaft, die Oberhand gewonnen. Eine Ehe , in der ein Partner aus Schuldgefühlen das dominante, Racheverhalten seines Gefährten akzeptiert, nur um seine Ruhe zu haben , kann nicht lebenserfüllend  und reich sein. Der Autor hat klar und deutlich aufgezeigt, wie sich Charaktere und Verhalten der Menschen durch viele ungünstige  Lebensumstände beklemmend verändern können.
Eigentlich ein sehr trauriges Buch!

Meine Bewertung: VIER **** Sterne!

Vielen Dank an den Autor und das Bloggerportal für das ansprechend gebundene Rezensionsexemplar.


Sonntag, 10. Juni 2018

*Die Frauenburg* von Marita Spang erschienen im Knaur Taschenbuchverlag

Buchdetails

Taschenbuch, Knaur TB
01.03.2018, 816 S.

ISBN: 978-3-426-52023-9

Infos zur Autorin und Buch auf der Verlagsseite
*Werbung*














Rezension

Klappentext/Inhalt:

Ein großer historischer Roman über eine der mächtigsten Frauen des Mittelalters von der preisgekrönten Autorin Marita Spang
Die junge Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim übernimmt im Jahre 1324 nach dem frühen Tod ihres Gatten die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn. In dem Kurfürsten Balduin von Trier findet sie einen mächtigen, aber gefährlichen Verbündeten gegen ihre zahlreichen Feinde - und endlich auch Erfüllung in einer Liebe, die vor der Welt geheim gehalten werden muss.
Als sie sich entschließt, eine Burg zu erbauen – ein unerhörtes Ansinnen für eine Frau ihrer Zeit – hat sie endgültig alle machthungrigen Männer gegen sich. Doch neben Klugheit und Weitsicht hilft ihr auch ihre Gabe, Unglück vorherzusehen. Nur ihr eigenes Unglück vermag sie nicht zu erahnen…
Ein Mittelalter-Roman über eine starke Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.

MEINE MEINUNG:

Auf über achthundert Seiten bin ich den Ausführungen der Autorin begeistert gefolgt. Ihre Mischung im Buch aus geschichtlichen Erkenntnissen, Fiktion und Liebesgeschichte begeistert total. Der flüssige und angenehm zu lesende , sowie sehr bildhafte Schreibstil, der damaligen Zeit etwas angeglichen, hat mir ausnehmend gut gefallen. Das Buch ist mit einem ordentlichen Anhang versehen, der aus einem informativen Glossar, sorgfältigen Quellenangaben und einer ausführlichen Zusatzerklärung der Autorin versehen ist . Kartenzeichnungen der damaligen politischen Gebietsaufteilungen am Anfang des Buches runden den sehr guten Gesamteindruck dieses Taschenbuches ab. 
Die lebhafte und warmherzige Charakterdarstellung der Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim bindet den Leser sofort an diese Hauptprotagonistin und ich bin ihrem Lebenslauf mit Freude,  manchmal voller Traurigkeit und viel Erstaunen gefolgt. So ein stark gezeichneter  Frauencharakter, der sich gegen viele Widerstände der patriarchalisch damals regierten politischen Welt durchsetzen musste, hat mich mit Begeisterung erfüllt. Sie hat sich mit einem ungeliebten Ehemann auseinandersetzen müssen, es war eine Zwangs- und Vernunftheirat, hat das Erbe ihrer Söhne hervorragend verwaltet und ist auch für Juden und die Rechte armer Untertanen voll eingetreten.
Der Roman erfüllt auch ein wenig  die Sehnsucht  des Lesers nach Mystik und Geheimnis, da die Gräfin über eine hellseherische Gabe der Frauen ihrer Familie verfügt, die ihr in manchen Situationen hilfreich war, oder eben auch zum Schaden ihrer liebsten Menschen, versagt hat.
Sicher hat auch die psychologische Ausbildung und das Können der Autorin dazu beigetragen so ein interessantes und vielschichtiges Frauenleben uns heutigen Lesern nahezubringen. 

Hinweise zum geschichtlichen Hintergrund gibt es hier unter diesem Link bei Wikipedia:

Meine Bewertung: FÜNF *****STERNE  für dieses grossartige Buch!

Herzlichen Dank an die Autorin und den Knaur-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplar!



Dienstag, 5. Juni 2018

*Hain* Geländeroman von Esther Kinsky, erschienen im Suhrkamp Verlag



Info zur Verlagsseite des Buches

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.02.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 12.02.2018
  • Verlag : Suhrkamp
  • ISBN: 9783518427897
  • Fester Einband 287 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • *Werbung*





Kurzrezension

KLAPPENTEXT/Verlagsseite:

Geländeroman

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys Geländeroman. Alle drei führen sie nach Italien, doch nicht an die bekannten, im Kunstführer verzeichneten Orte, nicht nach Rom, Florenz oder Siena, sondern in abseitige Landstriche und Gegenden – nach Olevano Romano etwa, einer Kleinstadt in den Hügeln nordöstlich der italienischen Hauptstadt gelegen, oder in die Valli di Comacchio, die Lagunenlandschaft im Delta des Po, halb von Vögeln beherrschte Wasserwelt, halb dem Wasser abgetrotztes Ackerland. Zwischen diesen beiden Geländeerkundungen im Gebirge und in der Ebene führt die dritte Reise die Erzählerin zurück in die Kindheit: Wie bruchstückhafte Filmsequenzen tauchen die Erinnerungen an zahlreiche Fahrten durch das Italien der Siebzigerjahre auf, dominiert von der Figur des Vaters.
Esther Kinskys Streifzüge und Wanderungen – im Gedächtnis ebenso wie gehend oder fahrend in der Gegenwart – sind Italienische Reisen eigener Art. Sie erkunden mit allen Sinnen äußeres Terrain und führen doch ins Innere, zu Abbrüchen der Trauer und des Schmerzes und zu Inseln des Trostes. Der einfühlsame, präzise Blick der Reisenden entlockt jedem Gelände, was eigentlich im Verborgenen liegt: Geheimnis und Schönheit.

MEINE MEINUNG:
Meine Neugier hat mich zu diesem Buch geschickt. Es wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2018 ausgezeichnet und war auch im Frühjahr in den Medien überall zu finden.Ich versuche hier kurz meinen Leseeindruck zu schildern, bin mir aber bewusst, dass ich dem Buch und seiner Autorin mit meinen einfachen Ausdrucksmöglichkeiten  sicher nicht gerecht werden kann.
Dier feine, nuancenreiche Sprache der Autorin nimmt sofort Besitz vom Lesenden und lässt ihn während der zweihundertachtzig Seiten nie mehr los. Es ist eine anstrengende Lektüre, die man in kleinen Abschnitten, hellwach und aufmerksam lesen sollte. Die Ich-Erzählerin und Hauptfigur geht keine realen Dialoge mit ihrer Umwelt ein, sie verschliesst sich völlig in ihren eigenen Gedanken zu ihrer Umgebung, früherem Erlebten und Reisen, sowie verstorbenen Menschen aus ihrem Leben. Vor allen Dingen reist sie im Kopf dabei immer wieder in die Vergangenheit. Es sind  italienische Landschaften,Städte, Dörfer sowie mit Vorliebe Friedhöfe. Menschen spielen nur am Rande eine Nebenrolle in ihren Beobachtungen.  Der Zusatz *Geländeroman* hat sich mir dadurch sehr deutlich erschlossen. 
Ihre Ausdrucksweise habe ich als liebevoll und sanft  empfunden , sie erfasst die Schönheit der Landschaft und des vergangenen Erlebten mit einer Feinheit der Sprache, die so bildhaft  ist, dass das innere Auge davon entzückt ist. Ihre intelligenten und stilvollen Sätze haben bei mir den Eindruck von deutscher Sprache in Perfektion erweckt. Malerische, märchenhafte und idyllische Sätze ziehen den Leser magisch in ihren Bann.  
Ihre Trauer und den Verlust über  geliebte Menschen hat sie wunderbar vermittelt und am Ende lässt sie den Leser getröstet und gestärkt zurück. Es grenzt fast an Zauberei und hat mich erleichtert und mit einem befriedigendem Gefühl aus dem Roman wieder auftauchen lassen. 

Ich danke der Autorin für dieses beeindruckende Leseerlebnis und dem Suhrkamp Verlag für die Bereitstellung  des Leseexemplar!
Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für dieses ausserordentliche und grossartige Buch!