LITERATURGARTEN - ein Buchblog !
Komm mit mir in meine Welt der Bücher! So bunt, wie nur ein Blumengarten sein kann, ist auch die Auswahl meines Lesestoffs! Was gibt es Schöneres als dorthin zu reisen? DU findest bei mir Besprechungen über neue Literatur aus unterschiedlichen Themen, wie Gegenwartslektüre aus den Bereichen Frau und Familie, historische Romane, Liebe und Fantasy. Ich berichte hier hobbymässig über meine gefundenen und gelesenen Neuerscheinungen, sowie über meine Lieblingslektüren.
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Donnerstag, 8. Oktober 2026
*Der blaue Stift* von Samar Yazbek - erschienen im Unionsverlag
Mittwoch, 7. Oktober 2026
*Lori* von Anousch Müller - erschienen im C.H.Beck Verlag -HÖRBUCH-
Anousch Mueller, 1979 in Erfurt geboren, studierte Jüdische Studien und Neuere Deutsche Literatur. Als Journalistin schrieb sie für die Jüdische Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Welt und die Berliner Zeitung. 2013 erschien ihr Debütroman "Brandstatt", der mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste deutschsprachige Debüt des Jahres ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr las sie bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.
Mein persönlicher Höreindruck von *Lori*, geschrieben von Anousch Mueller / HÖRBUCH SElBST GEKAUFT:
Verdrängung und Schweigen in der Familie
Helena Ross, genannt Leni erzählt in der Ich-Perspektive aus ihrer Kindheit, von diffusen Erinnerungen an ein anderes Mädchen, ihren glücklichen Aktivitäten mit den fünf Geschwistern auf dem Dorf. Wir schreiben das Jahr 1995. Aber auch die Zeit vor der Wende, in Lenis Kleinkindzeit bekommt eine wichtige Bedeutung in der Erzählung. Die sechs Geschwister erleben eine wilde und freie Kindheit miteinander, sind viel draussen im Garten in Baumhäusern, Wald und Feld. Leni ist die Grosse, das älteste Kind. Ihre Eltern bekommen die Kinder in schneller Zeitfolge. Immer ist ein Baby im Haus. Leni hat aber immer das Gefühl eines dramatischen Verlustes, auch als erwachsene junge Frau. Die achtköpfige Familie wohnt in Thüringen nach der Wende. In einem romantischen alten Bahnhof, direkt an still gelegten Gleisen. Die Mutter erscheint überfordert mit der Kindererziehung, liest viel neben der Familienarbeit und ohne Unterstützung des Vaters würde vieles nicht funktionieren.
Behutsam führt die Autorin die Leser*innen nun auch in das erwachsene Leben der Leni ein. Sie sieht vieles nun mit Abstand , befragt die inzwischen getrennten Eltern und ihre Geschwister nach der Vergangenheit und ihren Erinnerungen.
Vierundeinhalb Stunden packender Familienereignisse habe ich an zwei Tagen mit Enthusiasmus gehört. Das Hörerlebnis war total atmosphärisch stimmig , hat mich in die Erinnerungen eines Kindes gesogen und perfekt mit der Gegenwart und den Erlebnissen einer jungen Frau verbunden. Die Sprecherin Lina Habicht liess meine Gedanken nie abschweifen. Sicher lag es auch an der geschickten, berührenden Erzählweise der Autorin des Buches Anousch Mueller. Sie rollt einen grossen Teil der DDR-Geschichte wie nebenbei auf und verbindet die Praktiken des Unrechtsstaat mit drastischen Familien Begebenheiten.....
FÜNF ***** STERNE für dieses spannungsreiche Hörerlebnis,,,,
Sonntag, 4. Oktober 2026
*Wochenrückblick* vom 28.9.- 4.10.26
GETAN: Sich wieder zu Hause eingerichtet mit Hausarbeit & Co. , Herbstspaziergänge im Wald an sommerlich warmen Tagen, Winterreifen besorgt. Einen Herbstkranz gebastelt.
GEDACHT: Der Tag der *deutschen Einheit* war gestern, am Samstag.....an meine Lebens-Zeit vor der Wende in West-Berlin erinnere ich mich noch sehr genau! Sonntag feiern wir das Erntedank-Fest.
GEÄRGERT: Einen Strandkorb in einem Büro aufzustellen ? Für mich erscheint das wie eine ziemlich dumme und unsinnige Idee.
GEFREUT: Über den erstmals wärmenden Kaminofen am Abend,,,,,die nächste Woche wird spannend und schön mit dem Besuch unseres Kunstfestivals vom 3.10.-11.10.26 in Hannoversch Münden. https://denkmalkunst-kunstdenkmal.de/hann-muenden/ . Ausserdem startet der Literaturherbst Göttingen. Ich habe ein ONAIR Ticket mit dem man 60 Lese-Veranstaltungen jederzeit bis zum 30.11.26 verfolgen kann. https://www.literaturherbst.com
GESEHEN: Die warm züngelnden Flammen im Inneren des Ofen ;-) ,,,, schon einige Kunstwerke beim DKKD.
GELESEN: Ich habe das *Vogelhaus* beendet.
GEHÖRT: *Lori* . Das Buch wurde von Anousch Mueller geschrieben und ist am 9. Juli 2026 im Verlag C.H. Beck erschienen. Ich höre das Hörbuch.
Die Holzarbeiten stammen von der Künstlerin https://www.marenpanke.de
Donnerstag, 1. Oktober 2026
*Das Vogelhaus* von Jan Weiler - erschienen im Heyne Verlag
MEINE MEINUNG ZUM BUCH :
Der 36 jährige Leonard Beck führt als Dramaturg an einem Theater in Berlin ein typisches Grossstadtleben. Bis er seinen Job verliert. Er reist nach Hause zu seinen Eltern an den Niederrhein. Ein Brief seiner Mutter erreichte ihn. Ihre Nachricht: "Das sogenannte *Vogelhaus* soll verkauft werden". Im Heimatort angekommen überfallen ihn schockartig Erinnerungen an seine Kindheit, Jugend, seine Zivildienst Zeit vor fünfzehn Jahren. Er erinnert sich an den liebenswerten Ari und an den burschikosen Patrick mit seinen queeren Weltvorstellungen, seine beiden etwas älteren Kollegen. Viele seiner damals pflegebedürftigen *Kunden* kommen ihm wieder in den Sinn. Sie sind in seinem Kopf so präsent wie damals. Da ist sofort das sogenannte *Vogelhaus* mit seinen Bewohnern. einem alten Mann und vier grossen Aras in Vogelvolieren. Das Haus steht nun zum Verkauf und Leonhard taucht ab in seine Vergangenheit und Beziehung zu damals, seinem Bewohner Herrn Schwabe und den vier alten Ara Vögeln. Er sieht seine damalige Situation nun mit dem Abstand eines Erwachsenen.
Die gesamte Grundstimmung des Buches hat mich beim Lesen mit Grusel, Entsetzen, Betroffenheit, Ekel und Verständnis für die erzählte Zeit des jungen Leonard erfüllt. Der Autor Jan Weiler hat mich mit seinem gekonnten flüssigen Schreibstil, gespickt mit psychologischem Feingefühl, in die damalige Zivildienstzeit des jungen Leonard Beck geführt. Ich wurde immer tiefer in die schaurigen Fantasievorstellungen der drei jungen Männer Leonard, Ari und Patrick hineingezogen und habe zeitweise, ebenso wie sie, Horror Vorstellungen von Mord, Totschlag und Menschenquälerei, geschehen im Vogelhaus, im Kopf gehabt.
Es entwickelt sich allerdings auch eine andere, wichtigere Seite im spannenden Erzählton. Das Aufzeigen der Arbeit von Zivildienstleistenden Heranwachsenden im Buch. Junge Männer, die damals den *Dienst an der Waffe für unser Land* , damit das Töten im Krieg ablehnten, wurden zum Zivildienst in vielen Bereichen verpflichtet. So erging es auch Ari, Patrick und Leonard. Sie fütterten und bekochten alte, verwirrte Menschen, putzten, kauften Lebensmittel ein , halfen Kindern und Jugendlichen bei den Schulaufgaben, begleiteten pflegebedürftige Menschen zu Behandlungsterminen in Krankenhäuser. Sie waren sich für keine Arbeit zu schade. Bis hin zur Totenwache bei versterbenden Menschen.
Leonard erfährt während seines Besuches neue, emotional geprägte Beziehungen zu seinen Eltern, erinnert sich an den verständnisvollen Freund Ari und fasst einen mutigen Entschluss:
Er wird das Vogelhaus kaufen und sich seinen scheusslichen, sowie den prägend guten Erfahrungen von damals stellen,,,,
FÜNF ***** Sterne für dieses hervorragende Buch über die Schönheit des Lebens und seine Grausamkeit von Menschen in unserer Gesellschaft.
INHALT/KLAPPENTEXT:
Ein Buch über das Heimkehren — und über die Orte, die mehr über uns wissen als wir selbst.
Wenn Leonard Beck nach seiner Post sieht, ahnt er stets das Schlimmste. Und tatsächlich ist es ein unscheinbarer Brief seiner Mutter, der ihn nach Jahren zurückruft an den Niederrhein: Ein Haus steht zum Verkauf. Und obwohl dieses Haus keine guten Erinnerungen weckt, zieht es ihn magisch an. Leonard, der gerade seine Stelle am Theater verloren hat, reist in die Heimat und damit in seine Vergangenheit. Er trifft auf Menschen, die ihm einst wichtig waren. Und immer wieder steht er vor dem unscheinbaren Haus, dessen Geheimnis er damals nicht lüften konnte. Jetzt aber will er ihm auf die Spur kommen, stellt sich endlich seinen Ängsten – und macht dabei Entdeckungen fürs Leben.
Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt's nicht!« gilt als eines der erfolgreichsten Debüts der letzten Jahrzehnte. Es folgten unter anderem »Antonio im Wunderland«, »Mein Leben als Mensch«, »Das Pubertier«, »Älternzeit« und die Kriminalromane um den überforderten Kommissar Martin Kühn. Auch seine Romane »Der Markisenmann« und »Munk« standen monatelang auf der Bestsellerliste. Neben seinen Romanen verfasst Jan Weiler Kolumnen, Drehbücher, Hörspiele und Hörbücher, die er auch selbst spricht. Er lebt in München und Umbrien.
Jede Woche veröffentlicht er eine neue Geschichte unter www.janweiler.de/
https://www.penguin.de/buecher/jan-weiler-das-vogelhaus/buch/9783453443716
Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar.
*Das Jahr im Garten* von Karel Čapek - erschienen im Insel Verlag
Montag, 28. September 2026
*Das Jahr der Wale* von Kelly Anderson - erschienen im Droemer Verlag
Sonntag, 27. September 2026
*Wochenrückblick vom 21.9.-27.9.26*
*Werbung, unbezahlt*
Vier Erholungs Tage vom Reisen genossen. Dann ging es am Freitag wieder los Richtung Nordsee, ins Cuxland.
GEDACHT:Viele Eindrücke aus Berlin und die Gespräche mit Freund*innen verarbeitet.
Die Geburtstags - Zahl 70 hatte mich auch in der vergangenen Woche begleitet. Ein lieber Mensch durfte diesen Tag am Freitag feiern mit der Familie, Freunden und Bekannten. Unsere Reise zur Feier hatte uns in das Cuxland geführt, fast bis an die Nordsee.
GEÄRGERT: Über nichts Erwähnenswertes,,,,
GEFREUT: Die Familie im Cuxland getroffen und viele Neuigkeiten ausgetauscht.
GESEHEN: Wenig TV,,,
GELESEN: Ein neues Buch habe ich angefangen, der Klappentext ist an der rechten Leiste zu erlesen.
GEHÖRT: Dies und das als Hörbuch! Kennt ihr das ? Mit einem Hörbuch einschlafen?
Habt alle eine gute, neue Woche!
Sonntag, 20. September 2026
*Wochenrückblick vom 14.9. - 20.9.26 *
*unbezahlte Werbung*
GETAN: Vorbereitungen für unsere kleine Kurzreise nach Berlin getätigt. Blumen besorgt, Feier-Adresse nochmal verinnerlicht. Natürlich Hausarbeit ;-), die manchmal sogar Freude bereitet. Das Schloss Sanssouci und seine wunderschönen Gärten besucht.Die Segler mit ihren Schiffen auf dem Wannsee bewundert.
GEDACHT: Wie die Zeit vergeht,,, eben war Berlin noch mein (unser) Lebensmittelpunkt in jungen Jahren, (70er und 80er Jahre). Nun besuchen wir mal wieder eine völlig veränderte Stadt als ältere Menschen.
Ich habe mich an das Buch von Herbert Gruhl erinnert :*Ein Planet wird geplündert*. Zitat aus Wikipedia : *Größere Bekanntheit erlangte Gruhl 1975 durch sein Buch Ein Planet wird geplündert – Die Schreckensbilanz unserer Politik. Er prangert darin den Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen durch immer mehr Wirtschaftswachstum an und fordert, dass „der Mensch […] von den Grenzen unserer Erde ausgehend denken und handeln“[22] müsse. Das Buch wurde zum Bestseller und Klassiker der Umweltliteratur.*https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Gruhl
GEÄRGERT:Vielleicht wie immer über das politische (Welt)Geschehen.
GEFREUT: Auf der Feier mit einer Freundin am Wannsee , die nun auch zu den 70 jährigen gehört ;-) viele jahrzehntelange Freund*innen getroffen. ! Endlich die Autobahn in die Hauptstadt ohne Transitbeschwerden durch die ehemalige DDR passieren zu dürfen,,,, und in Erinnerungen an das Berlin vor der Wende geschwelgt. Zwei Ausflüge nach GÖ und KS haben die Woche aufgelockert,,,, *Der Blaue Stift* von Samar Yazbek ist nun auch als gebundenes Rezensionsexemplar eingetroffen.
INHALT/KLAPPENTEXT: Erscheint am 24.9.26
Die junge Rima liebt ihr Damaskus. Am meisten liebt sie die Bibliothek, in der sie lauter Wunder erwarten: der kleine Prinz mit seinen ewigen Sonnenaufgängen oder Alice mit ihrem Sturz ins Wunderland. Rima sehnt sich danach, eigene Abenteuer zu erleben, dem Willen ihrer Füße zu folgen. Doch ihre Mutter hält sie fest. Bis zu dem Tag, an dem ihr Bus an einem der neuen Checkpoints aufgehalten wird, und Rimas Welt zerfällt.
Zwischen Detonationen und der Angst der anderen findet Rima Zuflucht in ihrer Fantasie, den Farben ihrer Buntstifte und ihrer ganz eigenen Sprache, in der sie Wort für Wort ihre Geschichte festhält.
In dem Verlangen, die Wunden, die ein Krieg schlägt, zu erfassen, stellt uns Samar Yazbek eine ungewöhnliche Heldin an die Seite: ein Mädchen, das sich fortschreibt.
https://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=8696GESEHEN: Berlin, Berlin, Berlin,,,,,
GELESEN: Nur ein Buch (Alte Pfade) beendet, meine Leseeindrücke gesammelt und rezensiert . Viele Klappentexte von neu zu erscheinenden Büchern im Herbst waren eine erbauende Lektüre für kurze Lesezeiten zwischendurch.
GEHÖRT: Immer noch *Das Narrenschiff*,,,,und dies und das ,,,,
Ich wünsche euch eine gute neue Woche!
