*Werbung,unbezahlt,Rezensionsexemplar*
Komm mit mir in meine Welt der Bücher! So bunt, wie nur ein Blumengarten sein kann, ist auch die Auswahl meines Lesestoffs! Was gibt es Schöneres als dorthin zu reisen? DU findest bei mir Besprechungen über neue Literatur aus unterschiedlichen Themen, wie Gegenwartslektüre aus den Bereichen Frau und Familie, historische Romane, Liebe und Fantasy. Ich berichte hier hobbymässig über meine gefundenen und gelesenen Neuerscheinungen, sowie über meine Lieblingslektüren.
*Werbung,unbezahlt,Rezensionsexemplar*
Meine Meinung zum Buch:
Code Null hat sich auf seinen 448 Seiten in rasantem Tempo zu einem packendem Sci-Fi Thriller entwickelt der erschreckend nah an unserer jetzigen Realität der KI-Entwicklung liegt.
Eine Terrorgruppe namens *Timeout* erpresst die EU mit unglaublichen Geldforderungen. Um diesem Anliegen noch mehr Nachdruck zu verleihen gibt diese Gruppe einen kleinen Vorgeschmack auf mögliche Katastrophen, die ganz Europa, den ganzen Erdball, deren Bevölkerung und vor allem die Infrastruktur eines Staates, Finanzmärkte, Energieversorgung beeinflussen können. Zum Beispiel kann *Timeout* die Zeit auf Navigationssystemen verändern und es können unvorhersehbare Ereignisse, Unfälle aller Art passieren.
Charlotte Engel (Charlie), ist eine begabte Programmiererin , die sich eine eigene KI erschaffen hat. Diese hat menschliche Züge, heisst KIM und steht immer und jederzeit brav und zuverlässig zu Diensten. *Charlie* bemerkt durch einen Zufall Veränderungen im Straßenverkehr, verursacht durch *Timeout* und wird in eine Ermittlergruppe der EU als Mitarbeiterin geholt. Mit ihrem neuen smarten Kollegen Lukas geht sie einen langen, verschlungenen Weg, um diese Cyberterroristen zu enttarnen. Immer an ihrer Seite die zuverlässige und treue KI *KIM*.
Der flüssige und spannungsreiche Schreibstil des Autoren hat mir gut gefallen und ich habe das Buch in einigen Tagen schnell durchlesen können. Wobei ich anmerke, dass mir als unbedarfte Leserin zum Ende des Romans die immer häufiger auftauchenden, speziellen Begriffe aus der Welt des Programmierens einer KI etwas unverständlich, fremd, aber eben doch glaubwürdig erschienen. Ein kleines Erklärungs-Glossar zum Ende jedes neu erscheinenden Buches dieser interessanten Reihe wäre da sehr hilfreich. Das Erkennen und die Trennung von Fiktion und aktueller Realität in Forschung und Wissenschaft erschien mir etwas schwierig, gibt aber sicher vielen Leser*innen einen ganz besonderen Reiz bei dieser Lektüre.
VIER **** Sterne für diesen lesenswerten Sci-Fi Roman, der eine Tür zum Verstehen unserer derzeitigen digitalen Realität öffnet.
INHALT/KLAPPENTEXT: Thriller | Der Auftakt zur neuen hochspannenden Thriller-Reihe des SPIEGEL-Bestsellerautors
Charlie & KIM, Band 1
Hochspannend, beklemmend aktuell und näher an der Realität, als man sich vorstellen kann: die neue KI-Thriller-Serie des SPIEGEL-Bestseller-Autors Florian Schwiecker
Cyberterroristen vs. künstliche Intelligenz in einem Spiel, das keine Regeln kennt!
Um exakt 16:05 an einem Sonntagnachmittag fallen in Berlin für wenige Sekunden flächendeckend die Navigationssysteme aus. Kaum jemand nimmt Notiz davon. Doch im Hintergrund stehen die Alarmzeichen auf Rot: »Timeout«, eine Gruppe von Cyberterroristen, erpresst die EU. Sie haben sich Kontrolle über das Galileo-Satellitensystem verschafft. Größere Ausfälle hätten für den Flugbetrieb oder die Börse katastrophale Folgen, von sensibler militärischer Infrastruktur ganz zu schweigen.
Die Ermittler stellen schnell fest, dass der Cyber-Angriff auf die Systeme so massiv und komplex ist, dass sie ihn nicht abwehren können. Sie haben nur eine Chance: eine Künstliche Intelligenz auf »Timeout« anzusetzen.
Brillant, packend und hochbrisant – ein Tech-Thriller rund um ein kongeniales Duo: die junge Hackerin Charlie und die von ihr selbst programmierte künstliche Intelligenz KIM
KIM ist ein KI-Prototyp, der schneller und kreativer Probleme lösen kann, als es einem Menschen je möglich wäre. KIM soll den Angriff von »Timeout« stoppen. Doch was, wenn KIM nicht nur Probleme löst, sondern neue erschafft? Und was, wenn der Kopf hinter KIM – Charlie, eine junge Programmiererin und Hackerin – selbst zum Ziel der Terroristen wird?
Florian Schwiecker ist 1972 in Kiel geboren und hat viele Jahre in Berlin als Strafverteidiger gearbeitet. Während seiner Tätigkeit für ein internationales Wirtschaftsunternehmen in den USA entstand die Idee zu seinem ersten Thriller „Verraten“. Seit einigen Jahren ist er im Management eines führenden globalen Unternehmens im Bereich Künstlicher Intelligenz in der Medizin tätig und hält Vorträge dazu in der ganzen Welt. Florian Schwiecker empfiehlt regelmäßig Krimis in seiner Thriller-Kolumne auf freundin.de.
Folgen Sie Florian Schwiecker auf Instagram: @florianschwiecker
Vielen Dank an den Autor und den Knaur Verlag für die Zusendung des Print-Rezensionsexemplar!
GETAN: Mit Garten - und Hausarbeit begann die Woche, da durch die Reise einiges liegen blieb. Einjährige Sommer Blumen habe ich nach gepflanzt Ein Familiengeburtstag wurde gefeiert :-). Gebloggt, gelesen, Leseeindrücke verfasst und auf Verlags- und Buchblogseiten gestöbert. Ansonsten zu Beginn der Woche immer noch gefroren. Am Donnerstag dann plötzlich heisses Sommerwetter und den Schatten im Garten genossen.
GEDACHT: Nun geht die allabendliche Fussballberichterstattung wieder los.....nach dem 2 :1 Sieg gestern Abend können sich alle Fans freuen. Wobei sogar ich als Nichtprofifan* bemerkt habe , dass die andere Mannschaft (Elfenbeinküste) schneller, flinker, öfter am Ball war.
GEÄRGERT: Mal wieder und/oder immer noch über die verfahrene internationale Politik. Angeblich ist ja bestes Sommerwetter , doch das Licht ist dunkel, da es laufend regnet oder/und gewittert.
GEFREUT: Eine Einladung am WE zu einem Erdbeerbowlen Abend hat die Woche harmonisch beendet. Über ein Rezensionsexemplar von *Ein weites Leben* von M.L. Stedman. Ein Bummel über einen kleinen Kunsthandwerkermarkt hat mir sogar ein hübes Schmuckstück, aus einer Muschel gefertigt, geschenkt.
GESEHEN: Einen etwas kitschigen Film über Irland *Der Duft von wildem Thymian*.
GELESEN: Mattanza , Der vergessene Wald, Zeitungen. Mit *Code Null* habe ich gestern angefangen , es gefällt mir bisher.
Ich wünsch euch einen guten Wochenstart!
INHALT / KLAPPENTEXT: Charlie & KIM, Band 1
Hochspannend, beklemmend aktuell und näher an der Realität, als man sich vorstellen kann: die neue KI-Thriller-Serie des SPIEGEL-Bestseller-Autors Florian Schwiecker
Cyberterroristen vs. künstliche Intelligenz in einem Spiel, das keine Regeln kennt!
Um exakt 16:05 an einem Sonntagnachmittag fallen in Berlin für wenige Sekunden flächendeckend die Navigationssysteme aus. Kaum jemand nimmt Notiz davon. Doch im Hintergrund stehen die Alarmzeichen auf Rot: »Timeout«, eine Gruppe von Cyberterroristen, erpresst die EU. Sie haben sich Kontrolle über das Galileo-Satellitensystem verschafft. Größere Ausfälle hätten für den Flugbetrieb oder die Börse katastrophale Folgen, von sensibler militärischer Infrastruktur ganz zu schweigen.
Die Ermittler stellen schnell fest, dass der Cyber-Angriff auf die Systeme so massiv und komplex ist, dass sie ihn nicht abwehren können. Sie haben nur eine Chance: eine Künstliche Intelligenz auf »Timeout« anzusetzen.
Brillant, packend und hochbrisant – ein Tech-Thriller rund um ein kongeniales Duo: die junge Hackerin Charlie und die von ihr selbst programmierte künstliche Intelligenz KIM
KIM ist ein KI-Prototyp, der schneller und kreativer Probleme lösen kann, als es einem Menschen je möglich wäre. KIM soll den Angriff von »Timeout« stoppen. Doch was, wenn KIM nicht nur Probleme löst, sondern neue erschafft? Und was, wenn der Kopf hinter KIM – Charlie, eine junge Programmiererin und Hackerin – selbst zum Ziel der Terroristen wird?
*Werbung, unbezahlt*
Erscheinungstag:
16.06.2026
Mein Leseeindruck:
Passend zum endlich herrlichem Sommerwetter mit romantischen Lesestunden habe ich dieses Buch des DUMONT VERLAG durch eine Verlosung bei Lovelybooks gewonnen. Herzlichen Dank dafür!
Den Traum vom Leben in einem Tiny Haus inmitten unberührter Natur habe ich schon seit längerer Zeit. Das neue Buch der bekannten Autorin Sharon Gosling erreichte mich zu einem perfekten Zeitpunkt. Ihre WohlfühlBücher kenne ich alle und und sie bescherten mir schon viele unbeschwerte, spannende und charmante Lesestunden.
Die taffe Architektin Saskia Tilbury-Martin zehrt aus ihren Lebens-Erinnerungen von den Spaziergängen im Wald mit ihren verstorbenen Vater. Ihr gemeinsamer Lieblingsort war die alte riesige Eiche in der verfallenen Schlossruine Gair , inmitten eines stillen , verzaubert wirkenden Waldes gelegen. Er hat sie behutsam und spielerisch auf den Beruf einer Architektin vorbereitet und nach einigen Schwierigkeiten in ihrer Pubertät mit Suchterkrankungen hat sie diesen Beruf perfekt verwirklichen können. Probleme mit der Beziehung zu ihrer desinteressierten Mutter spielten eine nicht unerhebliche Rolle bei dieser Erkrankung. Sie möchte sich nun mit dem ererbten Geld der Grosseltern einen Lebenstraum verwirklichen und das Schloss Gair restaurieren. Auf diesem spannenden Weg erhält sie Hilfe von ihrem Bauleiter Owen, dessen Freund Stuart und ihrer langjährigen Kindergartenfreundin Vivian.
Die Autorin erzählt sympathisch und fesselnd obige Geschichte aus zwei Perspektiven. Einmal mit Saskias Empfindungen, Wünschen, Träumen und zusätzlich aus der Sicht des Bauleiters Owen, dem Vater der kleinen Hannah. Owen kämpft um seine fast gescheiterte Ehe mit Tasha, wird unterstützt von seinem Freund Stuart. Der verwunschene Wald, die uralte Eiche in der Schlossruine bieten der Autorin wunderbare Vorlagen ihre poetische Schreibweise über die Natur, liebevolle menschliche Beziehungen und natürlich auch Verfehlungen, den Leser*innen nahe zu bringen. Das Wohnen auf der Wald - Baustelle in einem selbst erbauten Tiny House gibt dem Buch einen extra romantischen Kick. Doch das Bauvorhaben läuft nicht so glatt wie erhofft und Saskia benötigt dringend Hilfe und Unterstützung, die sie auch von Owen teilweise bekommt......
Eine Leseempfehlung für dieses entspannende Wohlfühlbuch gebe ich sehr gerne.
Vier **** Sterne!
INHALT/KLAPPENTEXT:Über Neuanfänge und die Sehnsucht nach einem Ort zum Bleiben
Saskia Tilbury-Martin hat viele Wochenenden ihrer Kindheit damit verbracht, mit ihrem Vater durch den Wald zu streifen. Besonders zum Schloss Gair, einer Ruine mitten im Wald, kehrten die beiden immer wieder zurück. Jahre später, nach dem Tod des Vaters und an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen, beschließt Saskia, das Stück Land mit der alten Ruine zu kaufen und zu renovieren. Kurzerhand zieht sie mitten in den uralten Wald und wohnt während der Bauarbeiten in ihrem Tiny House auf Rädern. Der Bauleiter Owen Eliott hält nicht viel von der distanzierten Londonerin und ihrem utopischen Vorhaben. Doch die Herausforderung kommt zur rechten Zeit: Seine Ehe ist gerade zerbrochen und er braucht den Auftrag, um seiner Tochter eine Zukunft bieten zu können. Als sich Saskia und Owen immer mehr unerwartete Hindernisse in den Weg stellen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als an einem Strang zu ziehen. Und so lernen die beiden langsam, dass der erste Eindruck nicht immer stimmt und dass Zuhause weit mehr als nur ein Ort sein kann.
SHARON GOSLING ist eine britische Journalistin und Autorin. ›Der vergessene Wald‹ ist nach ›Fishergirl’s Luck‹ (2022), ›Lighthouse Bookshop‹ (2023), ›Forgotten Garden‹ (2024) und ›Der alte Apfelgarten‹ (2025) ihr fünfter Roman bei DuMont. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden von England, ihr Mann besitzt einen Buchladen.
INHALT/KLAPPENTEXT: Seit jeher bestimmen das Meer, der Wind und vor allem der Thunfisch das Leben auf der kleinen süditalienischen Insel Katria. Angeführt vom Raìs, gibt die Mattanza, der Höhepunkt des traditionellen Thunfischfangs, den Rhythmus der Insulaner vor. Doch nachdem der Enkel und letzte legitime Erbe des Raìs gegen alle Erwartungen als Mädchen geboren wird, muss Nora beweisen, dass sie auch als Frau die Traditionen ihrer Gemeinde wahren und ihrem Großvater nachfolgen kann.
Während sich die Welt um Katria immer schneller dreht, erreichen die ersten Wellen des Tourismus die Insel und schließlich auch der Strom an Menschen, für die dieses Stück Land das erste Stückchen Europa bedeutet. Der Wandel scheint unaufhaltsam und stellt Nora vor die Frage, wie weit sie zu gehen bereit ist, um ihre Traditionen zu schützen.
Germana Fabiano, geboren 1971 in Palermo, lebt heute auf Sizilien und in Tübingen, wo sie ihre Arbeit als Autorin mit einer Dozentur für Menschenrechte an der Universität verbindet. 2009 veröffentlichte sie ihren Debütroman Balarm und wurde für eine ihrer Kurzgeschichten mit dem Colonna d’Eroma ausgezeichnet. Nach weiteren Publikationen ist Mattanza ihr erstes Buch, das auf Deutsch erscheint.
Meine Meinung zum Buch:
Jahrhundertelang, ja sogar wohl Jahrtausende, hat die Bevölkerung der kleinen süditalienischen fiktiven Insel Katria vom Thunfischfang gelebt. Diese Meerestiere kamen zuverlässig jedes Jahr an der Küste vorbei. In Netzen wurden sie von Kammer zu Kammer geleitet, bis hin zur sogenannten Mattanza, dem Abschlachten der Tiere. Es war eine blutige und grausame Angelegenheit, die der Raìs anordnete und überwachte, immer im Auftrag des Geldgebers und Besitzer der Fabrik, der alteingesessenen Grafenfamilie Filangeri der Insel. Der Fang, die Verarbeitung und der Verkauf dieser Fische sicherte der Bevölkerung wiederum für ein Jahr Arbeit und das Überleben. Der Raìs, als Anführer der Tonnara (eine Tonnara ist die traditionelle, stationäre Fischfang Methode, die aus Netzkammern besteht), wusste alles über das Leben der Fische im Meer, die Winde und die Meeresströmungen. Er ordnete den Beginn der Jagd für die Fischer an, nach der Prüfung der Meeres Verhältnisse und seinen persönlichen Erfahrungswerten.
Sein traditionell zu bestimmender Nachfolger, immer der letzte legitime Enkelsohn, war in den frühen 60er Jahren jedoch kein Junge, sondern ein Mädchen: die kleine Nora. Im zarten Alter von etwa sechs Jahren wurde sie zu ihrem Großvater, dem Raìs, gebracht. Sie lebte fortan bei ihm, und er lehrte sie alles über den Thunfischfang, das Meer sowie die alten Riten und Gebräuche. Wir verfolgen Noras Lebensweg als weiblichen Raìs über fünf Jahrzehnte bis ins Jahr 2012 in diesem Buch.
Der faszinierende und gut erklärende Schreibstil der Autorin über die uralten, traditionellen Bräuche der Bevölkerung auf der Insel Katria haben mich sofort in einen Lesesog gezogen. Noras starker Wille, diese Tradition zu folgen und sie weiterzugeben, obwohl sie das Meer und vor allen Dingen das tödliche Gemetzel der Fische hasste, hat mich sehr beeindruckt. Die poetischen und sinnlichen Beschreibungen des Meeres, seiner Geschöpfe, der windigen, salzhaltigen Atmosphäre haben mich ebenso begeistert wie die unterschiedlichen Charakterdarstellungen anderer, origineller Bewohner der Insel und deren Lebensgeschichten.
Doch die Welt veränderte sich im laufe der Jahrzehnte. Erst kommen ausländische Touristen und erkundeten die schöne Insel, sehr zum Erstaunen der Bewohner. Grosse ausländische Fang Flotten durchpflügten das Mittelmeer und es wurden immer weniger Thunfische vor Katria gesichtet. Bis das Meer plötzlich erste ertrunkene, tote Migranten an die Insel spülte - eine menschliche Katastrophe. Die Inselbewohner von Katria waren entsetzt, erschüttert und halfen den überlebenden Gestrandeten unermüdlich. Diese Wendung im Roman gibt eine aktuelle Beschreibung der Insel-Situation, die sehr nahe geht......und immer noch besteht.
Eine humane Katastrophe.
Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung mit FÜNF ***** Sternen.
Herzlichen Dank an die Autorin und den Mare Verlag für dieses interessante e-book!
GETAN: Diese Woche war sehr turbulent gewesen durch eine Reise nach Bayern mit Familien - und Kinderbetreuung, lustige Biertests ;-) und leider. viel Regen , der uns etwas in unseren Aktivitäten behindert hat. Aber es war trotzdem sehr schön, mit Erkenntnisreichen Aktivitäten, wie einem Besuch im Dinosaurier Park Altmühltal. . Die Hin - und Rückreise mit jeweils fünf Stunden Autofahrt gestaltete sich etwas anstrengend.
GEDACHT: Die Mentalität der Menschen in Süddeutschland unterscheidet sich doch sehr von der Gemütsverfassung der Bevölkerung im Norden unseres Landes.
GEÄRGERT: Da fällt mir nichts Wesentliches ein.
GEFREUT: Über das rege Familienleben und drei neue Rezensionsexemplare vom Dumont Verlag *DER VERGESSENE WALD* IN EINER LESERUNDE BEI LOVELYBOOKS. Zwei Bücher aus dem Droemer - Knaur Verlag *DIE MITTERNACHTSREISE* von Matt Haig und *CODE NULL* von Florian Schwieger. Vielen lieben Dank dafür!
GESEHEN: Kein TV, nur einer Folge von *In aller Freundschaft* und Nachrichten aus aller Welt.
GELESEN: Am Abend manchmal einige Seiten im neuen e-book Mattanza aus dem Mare Verlag.
Inhalt/Klappentext: Seit jeher bestimmen das Meer, der Wind und vor allem der Thunfisch das Leben auf der kleinen süditalienischen Insel Katria. Angeführt vom Raìs, gibt die Mattanza, der Höhepunkt des traditionellen Thunfischfangs, den Rhythmus der Insulaner vor. Doch nachdem der Enkel und letzte legitime Erbe des Raìs gegen alle Erwartungen als Mädchen geboren wird, muss Nora beweisen, dass sie auch als Frau die Traditionen ihrer Gemeinde wahren und ihrem Großvater nachfolgen kann.
Während sich die Welt um Katria immer schneller dreht, erreichen die ersten Wellen des Tourismus die Insel und schließlich auch der Strom an Menschen, für die dieses Stück Land das erste Stückchen Europa bedeutet. Der Wandel scheint unaufhaltsam und stellt Nora vor die Frage, wie weit sie zu gehen bereit ist, um ihre Traditionen zu schützen.
Germana Fabiano, geboren 1971 in Palermo, lebt heute auf Sizilien und in Tübingen, wo sie ihre Arbeit als Autorin mit einer Dozentur für Menschenrechte an der Universität verbindet. 2009 veröffentlichte sie ihren Debütroman Balarm und wurde für eine ihrer Kurzgeschichten mit dem Colonna d’Eroma ausgezeichnet. Nach weiteren Publikationen ist Mattanza ihr erstes Buch, das auf Deutsch erscheint.
https://www.mare.de/buecher/mattanza-670
GETAN: Die vergangene Woche war gut gefüllt mit Lesen und dem Schreiben von zwei Rezensionen . Das Gartenwetter hat mich nicht mit Sonne verwöhnt, sondern Starkregen , Gewitter und Sturm haben sich abwechselnd die Hand gegeben ;-) . Ein nicht so befriedigender Arztbesuch hat meine Stimmung auch etwas runtergezogen. Das neue Thema heisst: Mehr Bewegung, weniger Süsses naschen ! Mal schauen wie ich das umsetzen werde.
GEDACHT: Je älter man wird, desto schneller vergehen die Jahre.
GEÄRGERT: Über die Ablehnung der Mitgliedschaft in den UN-Rat. Ist aber kein Wunder bei den wässrigen und schwammigen Aussagen unserer Politik zum Völkerrecht, den Kriegen u.s.w.
GEFREUT: Ein entspannter Friseurbesuch mit einem Plausch war eine nette Abwechslung im Alltag. Ich habe mich sehr über ein Buch gefreut, das ich in einem Bücherschrank entdeckt habe mit dem Titel: Frauen, die schreiben, leben gefährlich von Stefan Bollman - mit einem Vorwort von Elke Heidenreich. Tatsächlich habe ich es vor 15 Jahren fast schon einmal kaufen wollen. Nun ist es per Zufall bei mir gelandet.
GESEHEN: Im TV nichts Besonderes, nur deprimierende Nachrichten aus aller Welt.
GELESEN: Siehe oben . Angefangen habe ich heute mit der Lektüre von * Und dahinter das Meer* von Laura Spence-Ash - erschienen im Mare Verlag, selbst gekauft!
Ich wünsch euch eine angenehme, etwas wärmere Woche mit Sonnenschein.
In seiner Biografie widmet sich Dr. Christoph Wirtz der*Kritikerlegende des Kochens* Wolfram Siebeck. Zahlreiche, oft humorvollen Anekdoten zeichnen Siebecks Werdegang und seine Entwicklung zum einflussreichen Kochkritiker und Vermittler eines neuen Geschmackserlebnisses der deutschen Küche nach.
Seine schwierige Kindheit in einem typischen Arbeiter- Quartier des Ruhrgebiets, seine Zeit im zweitenWeltkrieg an der Ostfront sowie seine beeindruckende Karriere als Buchautor, jahrzehntelanger Kolumnist grosser Wochenzeitschriften wie *Die Zeit* und anderer Medien, werden vom Autor Dr. Wirtz lebendig und lebensnah dargestellt.
Anlässlich des 10. Gedenktages von Wolfram Siebeck hat der Autor diese lebendig geschriebene, sehr treffende Biografie verfasst.
Wolfram Siebeck war zeitlebens von der französischen Kochkultur inspiriert und integrierte viele dieser Aspekte in seine neuen Rezepte und Anregungen für althergebrachte Gerichte. Sein oberstes Anliegen für eine gelungene Küche war die Verwendung von erstklassigen, frischen Produkten und deren sofortiger Verarbeitung.
Er pflegte Kontakte zu vielen zeitgenössischen Köchen, Restaurants und Winzern und informierte sich beständig , am liebsten vor Ort. Seine unabhängige Meinung, die oft abseits des Mainstreams lag, brachte ihm auch viel Kritik ein - sowohl von Fachleuten als auch von der allgemeinen Leserschaft. Mit seiner bissigen und gelegentlich etwas arroganten Haltung gegenüber den Geschmacks - und Kochgewohnheiten der Deutschen verärgerte er viele Menschen und zog sich deren Unmut zu.
Dieses Buch bietet einen tiefen Einblick in die berufliche Entwicklung und Karriere mit all seinen Höhen und Tiefen eines aussergewöhnlichen Lebens, geprägt von Höhen und Tiefen, Kochen und gutem Genussessen.
Ich gebe gern eine absolute Leseempfehlung mit Fünf ***** STERNEN.
Vielen Dank an den Autor und Verlag für das mit interessanten Fotos ausgestattete Rezensionsexemplar, das ich im Rahmen einer Leserunde auf der Plattform https://www.lovelybooks.de erhalten habe.
Meine Meinung zum Buch:
Zwei Orte, einer in Deutschland und einer in Österreich gelegen, durch einen Fluss, die SALZACH getrennt, spielen in dieser tragischen Geschichte eine entscheidende Rolle. Wir befinden uns kurz vor dem 1. Weltkrieg (1914-1918) . Die Menschen beider Länder führen ein harmonisches und friedliches Leben miteinander. Durch Handel, familiäre Verbindungen im bäuerlichen Leben schufen sie enge und liebevolle Beziehungen zueinander. Der Fluss Salzach als Hindernis wurde kaum beachtet, denn es es gibt ja den FÄHRMANN, der bei Tag und Nacht, in Notsituationen durch seine Tätigkeit mit der Holzfähre den Menschen beider Länder zur Seite stand. Sein gefährlicher und wichtiger Beruf ist einigen gesellschaftlichen Regeln unterworfen. So war es ihm beispielsweise verboten eine Familie zu gründen , da diese bei einem Unglück des Fährmannes auf dem Wasser mittellos dastehen würde.
Drei reizende kleine Kinder, der Hannes, die Elisabeth und die Annemarie spielen oft gemeinsam am Fluss mit ihren Puppen. Sie kennen die Gefahr des Wassers noch nicht, sind eng befreundet. Es passiert noch kein Unglück. Diese Freundschaft wird sie ein Leben lang begleiten, halten, aber auch mit dramatischen Ereignissen im Erwachsenen-Leben prüfen. Über allem lag das Murmeln des Flusses mit seinem sanften Fließen, den stürmischen Wellen im Winter, bei Gewitter und Hochwasser die Begleitmusik dazu.
Der nun erwachsene Fährmann Hannes ist der tragende Protagonist in diesem Roman. Als sechsjähriger Bub fällt er in die Salzach im Beisein seines Onkel Georg. Er war der damalige Fährmann. Hannes erkrankt lebensbedrohend, kämpft um sein Leben, begleitet von guten Genesungswünschen der Menschen beider Orte des Flusses. Sein Schicksal steht fest nach der Genesung. Er wird als Fährmann ein einsames Leben in vererbter Familientradition in der nächsten Generation weiterführen. Seine beiden Freundinnen Elisabeth und Annemarie, die auf der deutschen Seite des Flusses leben, werden mit tragischen Schicksalsentwicklungen in der Liebe, Ehe, auch während und nach dem Krieg konfrontiert. Elisabeth führt auf dem Steiner Hof ein hartes, arbeitsreiches und liebloses Leben. Der Annemarie ergeht es in der Liebe nicht viel besser. Sie muss schon als Kind im Wirtshaus der Eltern helfen und ist aufdringlichen, betrunkenen Männern von klein auf hilflos ausgeliefert. Der liebenswerte und gutmütige Hannes steht als feste, zuverlässige Bezugsperson zu den beiden Frauen und hilft in vielen Situationen. Doch wenn zwei Frauen denselben Mann lieben , kann viel passieren,,,,,,
Dieser Roman hat mich durch seinen ungewöhnlichen Schreibstil der Autorin magisch angezogen. Die Autorin schreibt intensiv, eindringlich in einem österreichisch-bayrischen Dialekt, der damaligen Ausdrucksweise gut angepasst. Dennoch ist sie klar und verständlich zu verfolgen. Meine Gefühle während des Lesens wechselten laufend zwischen Glückseligkeit, tiefer Traurigkeit, dramatischem Entsetzen, Fassungslosigkeit ob der Brutalität und des Hasses von Menschen aufeinander, hin und her. Dieses Wechselbad der Gefühle war schwer auszuhalten und an Spannung kaum zu überbieten. Die damalige gesellschaftliche Rolle der Frauen bereitete mir besondere Sorge. Brutalität, wenig Wertschätzung im bäuerlichen Umfeld waren an der Tagesordnung. Das patriarchaisch geprägte Weltbild sowie die politische Meinung der damaligen Zeit hat ein Übriges dazu getan. Angst, Hass und die Verzweiflung der Frauen hat die Autorin eindrücklich und kraftvoll in ihrem Werk dargestellt. Der 1. Weltkrieg stürzte die Menschen beider Länder in unvorstellbares Leid und Armut. Die Frauen hatten nun die doppelte Arbeit auf den Höfen zu erbringen, gewannen dadurch aber auch eine neue Selbständigkeit und Selbstvertrauen. Ihre poetische Seite beim Schreiben hat die Autorin in den wunderschönen Ausführungen des Flusses Salzach und des Wassers bewiesen.
Sehr gern gebe ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung mit FÜNF ***** STERNEN für diesen aufwühlenden und tiefgründigen Roman.
Herzlichen Dank an die Autorin und den Droemer Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar.
INHALT/KLAPPENTEXT: Regina Denks Roman »Der Fährmann« erzählt ein atmosphärisch düsteres Familiendrama an der deutsch-österreichischen Grenze zur Zeit des 1. Weltkriegs.
Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Fährmann muss Hannes Winkler dem Brauch folgen, sich keine Frau zu nehmen. Denn sollte sein gefährlicher Beruf sein Leben fordern, darf er keine bedürftigen Angehörigen zurücklassen. Hannes’ Herz gehört trotzdem schon lang seiner Jugendfreundin Elisabeth. Doch die ist Josef Steiner versprochen, dem Erben des größten Hofes am diesseitigen Ufer der Salzach. Das trifft nicht nur Hannes und Elisabeth hart, die seine Gefühle erwidert: Elisabeths beste Freundin Annemarie hatte sich Hoffnung auf eine Heirat mit Josef gemacht.
Während der 1. Weltkrieg die kleine Gemeinschaft diesseits und jenseits der Salzach in Österreich und Deutschland spaltet, gerät das Leben der vier jungen Leute in einen Strudel aus Gewalt, Aufbegehren und Schuld. Als schließlich ein Kind verschwindet, wird eine tödliche Spirale in Gang gesetzt.
Ein Spannender Roman mit Tiefgang, authentischen Figuren und sprachlicher Raffinesse:
Eindrucksvoll erweckt Regina Denk die beiden Dörfer an der Salzach zum Leben, die – verbunden durch den Fährmann – seit jeher eine Gemeinschaft bilden. Bis der aufkeimende Nationalismus den Frieden empfindlich stört. Bis ein Krieg ausbricht, der die Welt verändert. Bis Freundschaft und Neid, Liebe und Schuld ein Drama in Gang setzen, das sich nicht mehr aufhalten lässt.
Regina Denk wurde 1981 an der bayerisch-österreichischen Grenze geboren. Die Liebe zu ihrer Heimat wurde ihr, zusammen mit der Leidenschaft für Geschichten, in die Wiege gelegt. Das Schreiben und die Berge begleiten sie schon ihr Leben lang. Vom Literaturstudium in München, bis ans andere Ende der Welt und wieder zurück in die Heimat, wo sie heute lebt - ein Bein in Bayern, das andere in Österreich. Unter dem Pseudonym Fanny König veröffentlichte sie humoristische Bayern-Krimis. Nach "Die Schwarzgeherin" ist "Der Fährmann" ihr zweiter Roman bei Droemer.
Regina Denks Roman »Der Fährmann« erzählt ein atmosphärisch düsteres Familiendrama an der deutsch-österreichischen Grenze zur Zeit des 1. Weltkriegs.
Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Fährmann muss Hannes Winkler dem Brauch folgen, sich keine Frau zu nehmen. Denn sollte sein gefährlicher Beruf sein Leben fordern, darf er keine bedürftigen Angehörigen zurücklassen. Hannes’ Herz gehört trotzdem schon lang seiner Jugendfreundin Elisabeth. Doch die ist Josef Steiner versprochen, dem Erben des größten Hofes am diesseitigen Ufer der Salzach. Das trifft nicht nur Hannes und Elisabeth hart, die seine Gefühle erwidert: Elisabeths beste Freundin Annemarie hatte sich Hoffnung auf eine Heirat mit Josef gemacht.
Während der 1. Weltkrieg die kleine Gemeinschaft diesseits und jenseits der Salzach in Österreich und Deutschland spaltet, gerät das Leben der vier jungen Leute in einen Strudel aus Gewalt, Aufbegehren und Schuld. Als schließlich ein Kind verschwindet, wird eine tödliche Spirale in Gang gesetzt.
Ein Spannender Roman mit Tiefgang, authentischen Figuren und sprachlicher Raffinesse:
Eindrucksvoll erweckt Regina Denk die beiden Dörfer an der Salzach zum Leben, die – verbunden durch den Fährmann – seit jeher eine Gemeinschaft bilden. Bis der aufkeimende Nationalismus den Frieden empfindlich stört. Bis ein Krieg ausbricht, der die Welt verändert. Bis Freundschaft und Neid, Liebe und Schuld ein Drama in Gang setzen, das sich nicht mehr aufhalten lässt.
https://www.droemer-knaur.de/buch/regina-denk-der-faehrmann-9783426566282
INHALT/KLAPPENTEXT:
Der Waisenjunge John Trenchard wächst in einem Schmugglernest namens Moonfleet auf. Die Leute im Dorf erzählen sich, der Kirchhof werde vom Geist des berüchtigten Colonel Mohune heimgesucht, der dort vor seinem Tod einen Schatz versteckt hat. Durch einen Zufall entdeckt John die Familiengruft der Mohunes, die auch Schmugglern als Versteck dient. Im Sarg des Colonels findet er ein Amulett mit einem rätselhaften Pergament, von dem er sich Aufschluss über den Verbleib des Schatzes erhofft. Zusammen mit Elzevir Block, dem Anführer der Schmugglerbande, macht er sich auf, den Schatz zu heben. Aber ihr tollkühner Plan birgt manche Gefahr, und mehr als einmal setzen die beiden ihr Leben aufs Spiel.
Einer der berühmtesten Abenteuerromane der Literaturgeschichte, in neuer Übersetzung zu entdecken.
Autor: John Meade Falkner (1858–1932), geboren in der Grafschaft Wiltshire, war Autor, Antiquar und Unternehmer. Nach dem Studium in Oxford arbeitete er zunächst als Lehrer, unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa und fand anschließend Anstellung als Privatlehrer im Hause eines Waffenfabrikanten. Später trat er in dessen Unternehmen ein und leitete es von 1915 bis 1926. Anschließend wurde er Honorarprofessor für Paläografie. Falkner veröffentlichte drei Romane, mehrere Reiseführer und eine Geschichte der Grafschaft Oxfordshire.
Übersetzer: Michael Kleeberg, geboren 1959 in Stuttgart, studierte Politische Wissenschaften und Geschichte. Nach Aufenthalten in Rom und Amsterdam lebte er von 1986 bis 1999 in Paris. Heute arbeitet er als freier Schriftsteller und Übersetzer u. a. der Werke von Marcel Proust, John Dos Passos, Graham Greene und Paul Bowles. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, etwa 2008 als Mainzer Stadtschreiber und 2016 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für sein Gesamtwerk.
Meine Meinung zum Buch:
Der Autor entführt uns ins 18. Jahrhundert an die malerische Südküste Englands. Kleine Dörfer und versteckte Höhlen an einsamen Sandstränden boten damals den Schmugglern ausreichend Unterschlupf, um ihre kostbaren Genusswaren wie Alkohol, Tee und Tabak heimlich bei Nacht über das Meer und an den Steuerbehörden vorbei an Land zu schaffen.
In dem kleinen Dorf Moonfleet lebt der Waisenjunge John Trenchard bei seiner strengen Tante. Er ist ein unternehmungslustiger und neugieriger Junge, der gerne im Dorf, auf dem Friedhof und an der Meeresküste umherstreift und nach vermeintlichen Abenteuern Ausschau hält. Zufällig beobachtet er Schmuggler bei ihren Touren und gerät dabei auf einem unheimlichen alten Friedhof in Lebensgefahr. Der Schankwirt des Dorfes, Elzevir Block, rettet ihm das Leben und kümmert sich fortan um den Jungen. In der jahrhundertealten Schänke hört der junge John von den Seeleuten so manche alte Legende, wie auch die Geschichte eines verschwundenen alten Schatzes. Es soll ein strahlender Diamant sein, der allerdings von einem Fluch belegt sein soll, für den der vor hundert Jahren verstorbene Colonel Mohune verantwortlich gemacht wird.
Falkner lässt in seinem Roman den jungen John in der Ich-Form von seinen Gedanken und Abenteuern erzählen, die er mit seinem väterlichen Freund und Beschützer Elzevir Block erlebt. Um nicht zu spoilern, möchte ich diese vielfältigen Erlebnisse und die Suche nach dem Schatz nicht näher erwähnen, aber sie enthalten alles, was man sich aus dem Genre des klassischen Abenteuerromans nur wünschen kann. Das Buch liest sich geschmeidig und spannend und fesselt durch die neue Übersetzung, die Michael Kleeberg unserem heutigen Sprachverständnis angepasst hat. Es ist fast ein „Coming-of-Age“-Roman vor einem historischen Hintergrund. Das Buch ist für jedes Lesealter geeignet (ab 15 Jahren). Der Roman erzählt mitreißend und empathisch zusätzlich die persönliche Entwicklung des Jungen John Trenchard über Jahre hinweg zum erwachsenen Mann.
Eine absolute Leseempfehlung mit FÜNF ***** STERNEN.
Herzlichen Dank an das Team des Union Verlags für die Zusendung des Rezensionsexemplar.
https://www.penguin.de/buecher/katherena-vermette-die-frauen-der-familie/taschenbuch/9783442770625
TRIGGERWARNUNG: Dieses Buch handelt davon, sich in dem System zurechtzufinden, das man uns aufgezwungen hat, insoweit enthält es für diejenigen, deren Leben deshalb traumatisch beeinflusst wurde, viele Trigger. Dazu gehören Schilderungen von Inobhutnahme, Isolationshaft, Selbstmordgedanken, Drogenkonsum und körperliche Gewalt. (Aber es geht nicht nur darum, okay? Ich werde versuchen, möglichst viel Liebe und Hoffnung dazwischenzupacken.)
Erschienen am 10.Dezember 2025
Katherena Vermette, indigene Kanadiern, aufgewachsen in Winnipeg, Manitoba, ist Filmemacherin, Lyrikerin und Schriftstellerin. Ihr Debütroman Was in jener Nacht geschah war Bestseller und Debattenbuch in Kanada und wurde vielfach ausgezeichnet: McNally Robinson Book of the Year Award, Margaret Laurence Award for Fiction, Carol Shields Winnipeg Book Award. Shortlist Governor’s General Literaray Award und Rogers Writers‘ Trust, Endrunde von Canada Reads, der großen Buchkampagne des kanadischen öffentlichen Fernrsehens CBC. Der Roman The Strangers wurde ebenfalls vielfach ausgezeichnet und war Nummer-1-Bestseller in Kanada.
Klappentext/Inhalt:Der Nummer-1-Bestseller aus Kanada - »Eine erschütternde Anklage gegen den Druck und die Widrigkeiten, denen indigene Frauen ausgesetzt sind.« Toronto Star
Cedar hat fast vergessen, wie ihre Familie aussieht. Phoenix hat fast vergessen, wie sich Freiheit anfühlt. Und Elsie hat die Hoffnung fast aufgegeben. Beinahe. Das sind die Frauen der Familie Stranger, die jede von ihren eigenen Dämonen geplagt wird.
Nachdem Cedar einige Zeit in Pflegefamilien verbracht hat, zieht sie zu ihrem ihr eigentlich fremden Vater. Sie kämpft mit dem Schmerz der Trennung von ihrer Mutter Elsie und ihrer älteren Schwester Phoenix, hofft aber dennoch auf ein neues Kapitel in ihrem Leben, nur um sich wieder in einem fremden Haus unter Fremden zu finden.
Phoenix bringt in einer Jugendstrafanstalt ein Baby zur Welt, das sie nie großziehen wird, und versucht, sich selbst zu verzeihen, dass sie anderen sehr viel Leid verursacht hat.
Ihre Mutter Elsie kämpft mit ihrer Sucht und ist entschlossen ist, ihr Leben umzukrempeln. Dabei schöpft sie Kraft in dem Gedanken, bald wieder mit ihren Töchtern vereint zu sein. Für die beiden möchte sie – anders als ihre eigene Mutter – ein Mensch sein, auf den sie sich die sie sich verlassen können.
Meine Meinung zum Buch:
Wir begleiten im Buch über einen Zeitraum von fünf Jahren drei indigene Frauen der Familie Stranger. Und zwar generationsübergreifend. Am Schluss des Buches werden die verwandtschaftlichen Beziehungen in einem Stammbaum noch einmal klar dargestellt. Das empfand ich beim Lesen als sehr hilfreich. Es fällt mir sehr schwer über dieses aufrüttelnde und erschütternde Buch hier zu schreiben. Es ist kein Wohlfühlroman, keine rührende Familien - oder Liebesgeschichte , wobei die Autorin in ihrer Triggerwarnung verspricht auch über Liebe zu berichten.
Wir begegnen der harten und grausamen Realität indigener Menschen in Kanada, einer Demokratie in heutiger Zeit mit einem funktionierendem Rechtssystem. Sie wachsen in Reservaten auf, bekommen zu wenig Bildung und gesellschaftliche Achtung. Die Familienstrukturen werden durch kriminell ausufernde Suchtkrankheiten zerstört, sowie Ihre Wurzeln, die ihnen Jahrtausende auf diesem Kontinent Halt und Orientierung gegeben haben. Stellt euch beim Lesen auf traurige Ereignisse, Gewalt, Rassismus,Tränen,Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit ein.
Großmutter) Margaret, (Mutter) Elsie, (Elsies Kinder) Phoenix und Cedar sind die Frauen dieser Geschichte , meist verlassen von den männlichen Mitgliedern dieser Familie Stranger.
Es wird aus der Sichtweise jeder einzelnen Frau berichtet, einzig Cedar spricht im Buch in der Ich-Form. Einblicke in Krankheit durch Drogenabhängigkeit sind etwas fast Normales und Gewalt im Gefängnis und / oder Pflegefamilien gehören auch zum Lesealltag. Von den psychischen Belastungen ganz zu schweigen, denen die Kinder von klein auf ausgesetzt werden. Ich musste das Buch oft an die Seite legen, da es einfach viel Gewalt enthält und mich sehr emotional berührt hat.
Doch es ist ein wichtiges Thema, welches nicht verschwiegen oder vertuscht werden darf. Vielleicht hilft es einigen Leser*innen erst einmal in eine Leseprobe des Buches hinein zu schnuppern, um danach eine Entscheidung für oder gegen das Lesen zu finden.
Fünf ***** Sterne.
Mein Dank gilt der Autorin und dem btb-verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.
*Beitrag enthält WERBUNG*
GETAN: Die *Eisheiligen Tage* haben mich an das Haus und den Kaminofen gefesselt. Sonst war es eine normale Woche mit vielen unerwarteten Regengüssen, die der Natur nur gut getan haben. Ich habe eine kleine, aber feine Veranstaltung in Kassel besucht, die BUCHKASSEL im Palais Bellevue ! Unabhängige Verlage und Kleinverleger haben dort an zwei Tagen ihre aktuellen Programme vorgestellt. Ein schönes Highlight der Woche. Ich freu mich nun sehr auf ein Buch aus dem Verlagshausroemerweg, dessen Programm mir ausserordentlich gut gefallen hat. *HELL UND LAUT* von Sarah Raich. https://www.verlagshausroemerweg.de/products/hell-und-laut?_pos=1&_psq=Hell+und+laut&_ss=e&_v=1.0
INHALT /KLAPPENTEXT: Warum kann Hrotsvit sich einfach nicht anpassen? Immer bringt ihr Eigensinn sie in Schwierigkeiten. Statt der Predigt zu lauschen, korrigiert sie das Latein des Priesters. Statt harmloser Muster webt sie einen nackten König, der ein Schwein reitet. Statt die vereinbarte Ehe mit einem grausamen Herzog einzugehen, versucht sie zu fliehen. Niemand verurteilt es, wenn ihr Verlobter sie schlägt oder mächtige Hofmitglieder sich an ihr vergehen wollen. Immer wieder soll sie sich einem fremdbestimmten Leben fügen, wie es sich für eine Frau gehört. Doch Hrotsvit hat andere Pläne. Ihr Herz gehört den Büchern, und sie will selbst Stimme sein für all die ungehörten Frauen. So gelangt sie über Umwege ans Stift Gandersheim, wo sie Dramen verfasst, in denen Frauen ihre Vergewaltiger beschämen und offenbaren, dass sie über das verfügen, was ihnen von der Kirche abgesprochen wird: eine Seele. Liutprand ist verbittert: Von den Mächtigen wird er nur benutzt, muss ihre Launen ertragen und ihre skrupellosen Befehle ausführen. Dabei hat Gott ihn auserwählt, Großes zu schaffen. Sicher vergibt er ihm, dass er das Keuschheitsgelübde bricht. Das ist schließlich nicht seine Schuld. Außerdem hat er Talent: scharfsinnig und böse ist sein Humor, wortgewandt seine Zunge. Damit lässt sich Karriere machen. Und Liutprand will aufsteigen, so hoch es geht, um nie wieder als Stiefelabtreter herzuhalten. Dafür geht er sogar über Leichen. Und dann trifft er diese Hrotsvit, die ungewöhnlich klug ist für eine Frau … Ein mitreißender Roman über das Leben der Hrotsvit von Gandersheim, die als erste deutsche Dichterin gilt und deren bemerkenswerte Dramen an #MeToo erinnern – und das im 10. Jahrhundert.
GEDACHT: Sonst gab es in vergangenen Jahren, in dieser Woche, die ersten Obstbaumblüten. In diesem Jahr ist diese Blühzeit schon lange vergangen.
GEÄRGERT: Über diesen merkwürdigen ESC und seine schrecklichen Liedkompositionen, denen angeblich Millionen Menschen begeistert zuhören und zuschauen???
GEFREUT: Über einen Geburtstag und einen Hochzeitstag in der Familie.
GESEHEN: Da fallen mir nur Schreckensnachrichten im TV aus aller Welt ein.
GELESEN: Zwei schöne und empfehlenswerte Bücher , *Schwesternland* von Katharina Fuchs und *Der letzte Leuchtturm*von Michael Pedersen beendet und meine Leseeindrücke dazu geschrieben und veröffentlicht. Nun bin ich sehr gespannt wie es weitergeht bei *Moonfleet*von John Meade Falkner aus dem Unionsverlag.
Habt eine gute neue Woche !