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Freitag, 22. Juni 2018

*Freitagsfüller*

Ein kurzer Blick aus dem Urlaubsmodus zu Barbaras's Seite und ,,,, SIE ist wieder da mit ihrer neu gestalteten Seite. Das freut mich sehr, denn ich habe dieses Freitagsritual ein wenig vermisst. 

1. Ein Angriff  auf meine Gesundheit ist dieser heutige kältere Wettereinbruch. Der Regen ist allerdings wunderbar und dringend nötig für die Pflanzenwelt. 
2.  Kleinlich geführte  Diskussionen über flüchtende Menschen aus Kriegsgebieten , offengestanden behagt mir diese Situation in unserer Gesellschaft nicht.
3.  Ich bin’s,  klar! Aber eigentlich geht es mehr um meine gelesenen Bücher und Leseeindrücke auf dieser Seite. Was gibt es Schöneres als die Welt der Bücher zu erkunden? So lautet ja mein Motto für Euch!
4.  Beim Lesen zurück zur Ausgangsposition bedeutet auf das einfachste  Bilderbuch zurückzugreifen. Leseförderung fängt spätestens im 1. Lebensjahr an :-) !!
5.   Ich achte auf die kleinen Buchhandlungen in jeder Stadt, in die ich reise. Sie bekommen meine Aufmerksamkeit und ein  besonders schönes Erinnerungsbuch finde ich immer dort. 
6.  Das sind sooo viele Bücher im Laufe der Jahre, so dass ich mich an einige kaum erinnere. Sie sind in meinem Unterbewusstsein verankert und tauchen oft plötzlich und unerwartet wieder auf in meinen Gedanken. 
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Kochabend mit frischer Forelle , morgen habe ich geplant, über den Wochenmarkt zu gehen und Sonntag möchte ich eine kleine Wanderung durch Wald und Feld unserer herrlichen Urlaubslandschaft unternehmen !

Danke für die schönen Kornblumenbilder liebe Michaela!

Dienstag, 19. Juni 2018

*Die Worte, die das Leben schreibt* von Adelia Saunders, erschienen im Wunderraum Verlag

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Worte-die-das-Leben-schreibt/Adelia-Saunders/Wunderraum/e522300.rhd
*Werbung*


Mit diesem Buch verabschiede ich mich erstmal in eine zweiwöchige Sommerpause mit hoffentlich viel Lesezeit! Vielen Dank an das Bloggerportal und den Wunderraum Verlag für die Lektüre (Rezensionsexemplar) !

Habt eine gute LESE-ZEIT!





















Mittwoch, 13. Juni 2018

*Die verlorene Hälfte meines Herzens* von Ann O' Loughlin erschienen im Goldmann Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :16.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 16.04.2018
  • Verlag : Goldmann
  • ISBN: 9783442487424
  • Flexibler Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch
*Werbung*

Info zur Autorin auf der Verlagsseite







REZENSION:

INHALT/KLAPPENTEXT:Irland in den 1950er-Jahren. Gefangen in einer unglücklichen Ehe verliebt sich Grace in einen jungen Arzt aus Indien. Eine Scheidung kommt nicht infrage, und als Grace auch noch schwanger wird, sucht die Familie nach einer Lösung. Grace wird auf Betreiben ihrer eigenen Tante und mit Einverständnis ihres Mannes in eine Irrenanstalt eingewiesen. Dreißig Jahre später kommt Graces Tochter Emma der Wahrheit auf die Spur: Als Emma nach dem Tod des Vaters nach Dublin zurückkehrt, um den Nachlass zu regeln, enthüllt sie die tragische Geschichte ihrer Mutter und macht sich auf die Suche nach ihr 


 MEINE MEINUNG: 

Wir befinden uns in diesem Roman in zwei Zeitebenen, die im Irland der 50er Jahre und 80er Jahre spielen. Ausserdem reisen wir auch in das Indien der 80er Jahre.
Diese emotionale Familien- und Liebesgeschichte  hat mir eine kleine Irlandreise im Kopf und eine angenehme und unterhaltende  Lesezeit geschenkt. Die Autorin hat dreissig Jahre als Journalistin für verschiedene irische Zeitungen geschrieben und veröffentlicht . Ihr flüssiger, leicht verständlicher und  bildhafter Schreibstil stellt keine zu grossen Anforderungen an den Leser. Man kommt auch nach Lesepausen immer wieder gut in die Geschichte hinein. Verschiedene interessante Spannungsbögen und Wendungen im Roman hat sie klar herausgearbeitet , vor allem im letzten Drittel des Buches.

Irische Gesellschaftsverhältnisse der 50er Jahre wurden klar und deutlich geschildert. Ehefrauen, Frauen überhaupt, hatten nur in ihren zugewiesenen Rollen zu funktionieren, durften keine persönlichen Freiheiten geniessen und ein Ausbrechen aus einer Ehe wurde niemals akzeptiert!  Solche *Vergehen* wurden streng geahndet, wie man in diesem Roman erlesen kann. Sogar hier in dieser Geschichte  mit einer Einweisung in eine geschlossene Irrenanstalt, die auch noch mit einem christlichen Namen daherkommt. Gerade wurde im vom katholischen Glauben geprägten Irland eine Volksbefragung zum Schwangerschaftsabbruch durchgeführt und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über sich und ihren Körper wurde endlich wahrgenommen und durchgesetzt.
Da es in diesem Roman auch  um das Schicksal eines geborenen Kindes, der kleinen Emma Moran  geht, spreche ich noch ein dunkles Thema in diesem Zusammenhang an. Es gab zur damaligen Zeit Heime der katholischen Kirche, die sich um alleinerziehende , ledige Mütter kümmerten. Erst heute sind einige  kriminelle Skandale bekannt geworden, bei denen Babys ihren Müttern weggenommen wurden und als *totgeborene Kinder * registriert wurden und dann zur Adoption freigegeben wurden. Oft hat auch die Familie junge Mütter  mehr oder weniger zu einer Adoptionsfreigabe gedrängt . Das nur am Rande .
Ich will Euch aber mit diesen Infos die Freude an dem  emotionalen und unterhaltenden Roman  nicht verderben. Er ist sehr gefühlvoll und voller Leben , bekommt  eine absolut gute Leseempfehlung von mir, aber es ist ratsam, einige Taschentücher bereit zu halten.

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für dieses gute Buch!

Vielen Dank an die Autorin und den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.


Montag, 11. Juni 2018

*AUF IMMER VERBUNDEN* von Domenico Starnone, erschienen bei DVA

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 12.03.2018
  • Verlag : DVA
  • ISBN: 9783421048073
  • Fester Einband 150 Seiten
  • Sprache: Deutsch
Info zum Autor/Verlagsseite


*Werbung*




Rezension

INHALT:
Aldo, ein junger Journalist  und die junge Vanda heiraten 1962 in Neapel, bekommen zwei Kinder und sind anscheinend glücklich. Bis Aldo die junge, strahlende Lidia kennenlernt, Ehefrau und Kinder verlässt. Er zieht nach Rom, lässt sich aber nicht scheiden. Nach langen, bitteren Jahren für Vanda und ihre Kinder kehrt er reumütig zurück in den Schoss der Familie und übernimmt wieder Verantwortung für alle, finanziell und moralisch. Seine Beziehung zu Lidia führt er allerdings heimlich weiter. Wir begleiten das Drama dieser Ehe bis in das hohe Alter von Aldo und Vanda. Ein einschneidendes Erlebnis schockt das inzwischen gealterte Ehepaar und befreit  vor allem die Kinder  von den Sünden, Heimlichkeiten und Vorwürfen aus den vergangenen Lebensjahrzehnten ihrer Eltern.

MEINE MEINUNG:
Der italienische Autor hat in nur  einhundertsiebzig Seiten ein ganzes Familiendrama und Eheleben plastisch und bildhaft heraufbeschworen. In drei Teile hat er seinen Roman aufgegliedert und lässt jeweils Szenen aus dieser Eheverbindung, teilweise in Briefform, aus den Sichtweisen von Aldo, Vanda und den Kindern aufleben. 
Domenico Starnone schreibt ehrlich und schonungslos über das rücksichtslose Verhalten des Ehemannes, seiner Jagd nach dem Glück mit einer jüngeren Partnerin, seine inneren Zweifel an sich und seinem Verhalten und letztendlich auch über die Besinnung auf die Familie. Endlich auch in dem Bewusstsein und der Erkenntnis , welchen Schmerz und Enttäuschungen er sich, seiner Frau, seiner Geliebten und vor allem den Kindern angetan hat. 
Vanda's Verbitterung, die Sicht auf ihren Ehemann, auf sich selber und ihre Situation mit zwei kleinen Kindern, hat er ebenso aufrichtig, erschütternd und mitfühlend dargestellt. Die Charaktere und Verletzungen der Kinder  durch das Verhalten ihrer Eltern lernen wir erst im dritten Teil des Buches besser kennen und sie sorgen für eine Überraschung im emotionalem Bereich. 
Der  fesselnde Schreibstil fasziniert, hat mich nicht losgelassen und so bin ich schnell durch das Buch geflogen. 
Der Autor hat den Leser in alle menschlichen Höhen und Tiefen des familiären  Zusammenlebens mitgenommen und doch hat bei mir die 'Traurigkeit über so viel verpasstes *schönes* Familienleben, vor allem auch ehelicher Partnerschaft, die Oberhand gewonnen. Eine Ehe , in der ein Partner aus Schuldgefühlen das dominante, Racheverhalten seines Gefährten akzeptiert, nur um seine Ruhe zu haben , kann nicht lebenserfüllend  und reich sein. Der Autor hat klar und deutlich aufgezeigt, wie sich Charaktere und Verhalten der Menschen durch viele ungünstige  Lebensumstände beklemmend verändern können.
Eigentlich ein sehr trauriges Buch!

Meine Bewertung: VIER **** Sterne!

Vielen Dank an den Autor und das Bloggerportal für das ansprechend gebundene Rezensionsexemplar.


Sonntag, 10. Juni 2018

*Die Frauenburg* von Marita Spang erschienen im Knaur Taschenbuchverlag

Buchdetails

Taschenbuch, Knaur TB
01.03.2018, 816 S.

ISBN: 978-3-426-52023-9

Infos zur Autorin und Buch auf der Verlagsseite
*Werbung*














Rezension

Klappentext/Inhalt:

Ein großer historischer Roman über eine der mächtigsten Frauen des Mittelalters von der preisgekrönten Autorin Marita Spang
Die junge Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim übernimmt im Jahre 1324 nach dem frühen Tod ihres Gatten die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn. In dem Kurfürsten Balduin von Trier findet sie einen mächtigen, aber gefährlichen Verbündeten gegen ihre zahlreichen Feinde - und endlich auch Erfüllung in einer Liebe, die vor der Welt geheim gehalten werden muss.
Als sie sich entschließt, eine Burg zu erbauen – ein unerhörtes Ansinnen für eine Frau ihrer Zeit – hat sie endgültig alle machthungrigen Männer gegen sich. Doch neben Klugheit und Weitsicht hilft ihr auch ihre Gabe, Unglück vorherzusehen. Nur ihr eigenes Unglück vermag sie nicht zu erahnen…
Ein Mittelalter-Roman über eine starke Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.

MEINE MEINUNG:

Auf über achthundert Seiten bin ich den Ausführungen der Autorin begeistert gefolgt. Ihre Mischung im Buch aus geschichtlichen Erkenntnissen, Fiktion und Liebesgeschichte begeistert total. Der flüssige und angenehm zu lesende , sowie sehr bildhafte Schreibstil, der damaligen Zeit etwas angeglichen, hat mir ausnehmend gut gefallen. Das Buch ist mit einem ordentlichen Anhang versehen, der aus einem informativen Glossar, sorgfältigen Quellenangaben und einer ausführlichen Zusatzerklärung der Autorin versehen ist . Kartenzeichnungen der damaligen politischen Gebietsaufteilungen am Anfang des Buches runden den sehr guten Gesamteindruck dieses Taschenbuches ab. 
Die lebhafte und warmherzige Charakterdarstellung der Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim bindet den Leser sofort an diese Hauptprotagonistin und ich bin ihrem Lebenslauf mit Freude,  manchmal voller Traurigkeit und viel Erstaunen gefolgt. So ein stark gezeichneter  Frauencharakter, der sich gegen viele Widerstände der patriarchalisch damals regierten politischen Welt durchsetzen musste, hat mich mit Begeisterung erfüllt. Sie hat sich mit einem ungeliebten Ehemann auseinandersetzen müssen, es war eine Zwangs- und Vernunftheirat, hat das Erbe ihrer Söhne hervorragend verwaltet und ist auch für Juden und die Rechte armer Untertanen voll eingetreten.
Der Roman erfüllt auch ein wenig  die Sehnsucht  des Lesers nach Mystik und Geheimnis, da die Gräfin über eine hellseherische Gabe der Frauen ihrer Familie verfügt, die ihr in manchen Situationen hilfreich war, oder eben auch zum Schaden ihrer liebsten Menschen, versagt hat.
Sicher hat auch die psychologische Ausbildung und das Können der Autorin dazu beigetragen so ein interessantes und vielschichtiges Frauenleben uns heutigen Lesern nahezubringen. 

Hinweise zum geschichtlichen Hintergrund gibt es hier unter diesem Link bei Wikipedia:

Meine Bewertung: FÜNF *****STERNE  für dieses grossartige Buch!

Herzlichen Dank an die Autorin und den Knaur-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplar!



Dienstag, 5. Juni 2018

*Hain* Geländeroman von Esther Kinsky, erschienen im Suhrkamp Verlag



Info zur Verlagsseite des Buches

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.02.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 12.02.2018
  • Verlag : Suhrkamp
  • ISBN: 9783518427897
  • Fester Einband 287 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • *Werbung*





Kurzrezension

KLAPPENTEXT/Verlagsseite:

Geländeroman

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys Geländeroman. Alle drei führen sie nach Italien, doch nicht an die bekannten, im Kunstführer verzeichneten Orte, nicht nach Rom, Florenz oder Siena, sondern in abseitige Landstriche und Gegenden – nach Olevano Romano etwa, einer Kleinstadt in den Hügeln nordöstlich der italienischen Hauptstadt gelegen, oder in die Valli di Comacchio, die Lagunenlandschaft im Delta des Po, halb von Vögeln beherrschte Wasserwelt, halb dem Wasser abgetrotztes Ackerland. Zwischen diesen beiden Geländeerkundungen im Gebirge und in der Ebene führt die dritte Reise die Erzählerin zurück in die Kindheit: Wie bruchstückhafte Filmsequenzen tauchen die Erinnerungen an zahlreiche Fahrten durch das Italien der Siebzigerjahre auf, dominiert von der Figur des Vaters.
Esther Kinskys Streifzüge und Wanderungen – im Gedächtnis ebenso wie gehend oder fahrend in der Gegenwart – sind Italienische Reisen eigener Art. Sie erkunden mit allen Sinnen äußeres Terrain und führen doch ins Innere, zu Abbrüchen der Trauer und des Schmerzes und zu Inseln des Trostes. Der einfühlsame, präzise Blick der Reisenden entlockt jedem Gelände, was eigentlich im Verborgenen liegt: Geheimnis und Schönheit.

MEINE MEINUNG:
Meine Neugier hat mich zu diesem Buch geschickt. Es wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2018 ausgezeichnet und war auch im Frühjahr in den Medien überall zu finden.Ich versuche hier kurz meinen Leseeindruck zu schildern, bin mir aber bewusst, dass ich dem Buch und seiner Autorin mit meinen einfachen Ausdrucksmöglichkeiten  sicher nicht gerecht werden kann.
Dier feine, nuancenreiche Sprache der Autorin nimmt sofort Besitz vom Lesenden und lässt ihn während der zweihundertachtzig Seiten nie mehr los. Es ist eine anstrengende Lektüre, die man in kleinen Abschnitten, hellwach und aufmerksam lesen sollte. Die Ich-Erzählerin und Hauptfigur geht keine realen Dialoge mit ihrer Umwelt ein, sie verschliesst sich völlig in ihren eigenen Gedanken zu ihrer Umgebung, früherem Erlebten und Reisen, sowie verstorbenen Menschen aus ihrem Leben. Vor allen Dingen reist sie im Kopf dabei immer wieder in die Vergangenheit. Es sind  italienische Landschaften,Städte, Dörfer sowie mit Vorliebe Friedhöfe. Menschen spielen nur am Rande eine Nebenrolle in ihren Beobachtungen.  Der Zusatz *Geländeroman* hat sich mir dadurch sehr deutlich erschlossen. 
Ihre Ausdrucksweise habe ich als liebevoll und sanft  empfunden , sie erfasst die Schönheit der Landschaft und des vergangenen Erlebten mit einer Feinheit der Sprache, die so bildhaft  ist, dass das innere Auge davon entzückt ist. Ihre intelligenten und stilvollen Sätze haben bei mir den Eindruck von deutscher Sprache in Perfektion erweckt. Malerische, märchenhafte und idyllische Sätze ziehen den Leser magisch in ihren Bann.  
Ihre Trauer und den Verlust über  geliebte Menschen hat sie wunderbar vermittelt und am Ende lässt sie den Leser getröstet und gestärkt zurück. Es grenzt fast an Zauberei und hat mich erleichtert und mit einem befriedigendem Gefühl aus dem Roman wieder auftauchen lassen. 

Ich danke der Autorin für dieses beeindruckende Leseerlebnis und dem Suhrkamp Verlag für die Bereitstellung  des Leseexemplar!
Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für dieses ausserordentliche und grossartige Buch!



Mittwoch, 30. Mai 2018

*FAMILIÄRE VERHÄLTNISSE* von Sophie Bassignac, erschienen im Atlantik Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :24.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 24.04.2018
  • Verlag : Atlantik Verlag
  • ISBN: 9783455001280
  • Fester Einband 192 Seiten
  • Sprache: Deutsch

*Werbung*
Info zum Verlag und der Autorin






REZENSION

INHALT: Pierre ein normaler, konservativ geprägter junger Franzose und  die ungewöhnlich schöne, ausgefallene Isabelle sind ein leidenschaftliches Liebespaar und wollen gerne heiraten.  Sie möchte ihn endlich ihrer etwas exzentrischen Familie vorstellen . Ohne deren Zustimmung wird sie auf keinen Fall den Gang zum Traualtar wagen. Die beiden verliebten jungen Leute  fahren im Sommer auf das Landgut ihrer Grosseltern und erleben wahrlich eine aufregende und sehr ungewöhnliche Familienzeit auf Probe mit allen Mitgliedern  dieser Sippe. Kann ihre Liebe diesen unbändigen und wilden Tagen standhalten ? Als "normale" Familie gelten die Pettigrews nirgendwo. Sie sind durchgeknallt, merkwürdig und halten wie Pech und Schwefel zusammen,,,,

Meine Meinung: Schon nach den ersten Seiten war ich verdutzt, amüsiert, belustigt und erfreut über den flüssigen und sehr witzigen Schreibstil der französischen Autorin. Auf einhundertneunzig Seiten hat sie den Leser in eine straff geführte Handlung mitgenommen. Sie gibt einen wunderbaren Einblick in verschiedene Charaktere der originellen Personen dieser verrückten Familie. Zum Glück wird die Dynastie der Pettigrews am Anfang des Buches sorgsam aufgelistet!! Ohne diese Angaben hätte ich lange gebraucht, um die vier Generationen dieser ungewöhnlichen Exzentriker auseinanderzuhalten und zuzuordnen .  Der arme Pierre hatte sehr viel auszuhalten mit seiner konservativ geprägten Lebenseinstellung. 

Da gibt es einen Hühnerstall, indem die tierischen Insassen mit Parfum besprüht werden, um sich gut einzugliedern.  Der Aufenthalt im Hühnerstall, seiner Ausdünstungen  und Tiere bilden einen wichtigen Part im Leben der Pettigrews, welches ich mit Erstauen registriert habe. Es gibt einen wilden, ausgebrochenen Stier, der ihn bedroht hat und eine reitende Schwiegermutter auf einem abgehalfterten Pferd, die wie eine Amazone daherkommt. Merkwürdige Abendessen, denen ein muffiger , geheimnisvoller Sud beigemischt wurde, angeblich zum Besten der allgemeinen Gesundheit der Familie, beunruhigen ihn jeden Tag. Ein alternder Grossvater, der heisse Liebeshaikus einer Asiatin in den Briefkasten steckt und die immer wieder aussergewöhnlichen Pyjamapartys aller Familienmitglieder verwundern den unbedarften Pierre sehr.  Prüderie ist allen unbekannt, gemeinsam lieben sie das Nudistenleben am Strand. Sex spielt überhaupt eine grosse Rolle für alle Mitglieder dieser überspannten Menschen. Als Grossmutter Henriette's 83. Geburtstag gefeiert werden soll, spitzt sich die Familienfeier dramatisch zu. 

Der Roman strotzt vor Esprit, hat mir dadurch einige heitere und unbeschwerte Lesestunden bereitet. Vielen Dank an die Autorin und den Atlantik Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar!

Meine Bewertung: ***** Fünf STERNE 




Montag, 28. Mai 2018

*Die Sommer der Porters* von Elizabeth Grave, erschienen im btb-verlag

Buchdetails:
Taschenbuch, Broschur
Erschienen: 12.3.18
btb-verlag, Randomhouse Group
*Werbung*





Link zum Verlag und der Autorin Elizabeth Grave







Rezension

INHALT/Klappentext:
Ashaunt, ein Ferienort an der Ostküste der USA in Massachusetts beherbergt das Ferienhaus der wohlhabenden Familie Porters . 1942 wird ein Militärstützpunkt in der Nähe des Feriendomizils eingerichtet und  das bringt viel Unruhe in  die beschaulichen Ferientage der Familie mit ihrem Personal. 
Jahrzehntelang treffen sich dort die nachkommenden Familienmitglieder und wir erleben aufregende Zeiten, unterschiedliche Stimmungen und Geschehnisse. 
Viele Familienmitglieder und Angestellte treten in bunten Phasen ihres Lebens auf diese Ferienbühne des Lebens,,,,

MEINE MEINUNG: Diesen Roman konnte ich nicht locker nebenher lesen, sondern er hat meine vollständige Konzentration auf jeder Seite eingefordert.
Der anspruchsvolle, nur manchmal etwas langatmige Schreibstil der Autorin macht neugierig , aber verschweigt auch plötzlich Entwicklungen, die meine Logik eigentlich erwartet hatte. Die Familie zeigt sich oft blitzartig, wie auf einer Bühne, in immer  wieder anderen Gewändern. Die etwas trockene Ausdrucksweise der Autorin erlaubt keine enge Bindung  des Lesers an bestimmte Personen. Bea, das junge schottische Kindermädchen verschwindet nach dem tragischen Verlust ihrer persönlichen Liebe, zugunsten der Liebe zum jüngsten Porterkind , zum Beispiel wieder völlig aus dem Blickwinkel des Lesers. Zwanzig Jahre später führt der  Lebens- und Leseweg zu Helen, der grossen Schwester,  ihrem Studium  und zu ihren Erlebnissen. Dann ist es wieder ihr Sohn Charlie, der unsere Aufmerksamkeit in den siebziger Jahren einfordert. Die Autorin gibt  dem Auftritt jeder Person einen eigenen, sehr persönlichen Sprachstil und eine passende Ausdrucksweise. Es gibt sehr viele Rückblicke in die Jahrzehnte und auch Vorschauen , die von der Autorin geschickt in die Erzählung verwoben wurden, was mich manchmal  auch ein wenig verwirrt hat. 
Viele Nebenfiguren und Handlungstränge, glänzen kurz auf und verschwinden schlagartig wieder im Hintergrund.  
Der Lebensmittelpunkt dieser Familie liegt aber immer im Ort Ashaunt/ Massachusetts, dessen Attraktivität sich mir nicht wirklich erschlossen hat, bis auf die Tatsache, dass es auf einer Halbinsel am Meer liegt.

Dieser Roman war für mich eine interessante Familiensaga, weitab von Kitsch und Romantik, sondern in einer sehr eigenwilligen, manchmal sogar etwas kühlen und Abstand fördernden Erzählweise, dargestellt. 

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für diesen guten Roman über die ungewöhnliche  Darstellung einer Familie über Jahrzehnte hinweg. 

Dankeschön an die Autorin und den btb-verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 27. Mai 2018

*Gesätzeltes PROMI-HIRN IN KLEINEN DOSEN*, von Günter Göge

Auf dem Hessentag in kleinen Städtchen Korbach , habe ich heute ein interessantes Buch entdeckt.
Der Autor und Journalist Günter Göge hat Sätze von Prominenten Menschen, (zum Beispiel vom Kinderbuchautor Otfried Preussler) gesammelt und diese interessanten Gedanken in einem kleinen Buchband zusammengefasst und wiedergegeben.

Buchdetails

Gesätzeltes - Promihirn in kleinen Dosen
 von Günter Göge.

ISBN : 978-3-00-051410-4
Erhältlich im Buchhandel

*Werbung*

Info zum Autor Günter Goege









Zitat und Satz von Otfried Preußler, Seite 139:
"Ich schreibe besonders gerne für Kinder, weil ich Kinder liebhabe- und weil ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass sie das beste und wichtigste Publikum sind, das ein Autor sich wünschen kann."



Impression vom Hessentag in Korbach!

Freitag, 25. Mai 2018

*Freitagsfüller*




Guten morgen, auch heute hat Barbara sich wieder einige Textimpulse für uns Blogger ausgedacht.
Jeder kann mitmachen und seine Gedanken aufschreiben. Danke Barbara!
Meine Ergänzungen habe ich stärker hervorgehoben.

1. Wenn ich morgen im Lotto gewinnen würde, würde ich als erstes mit meiner Familie darüber sprechen.
2.  Alle bequemen Schuhe sind meine Lieblingsschuhe.
3.  Die Datenschutzgrundverordnung wird noch für manche Verwirrung der Internet-User sorgen.
4.  Mein Bücherregal  ist niemals richtig aufgeräumt.
5.  Ich lese gerade irgendwie alles und nix. Ich habe zu viele Bücher angefangen und kann mich auf keines richtig einlassen. 
6.  Kleine Wollmäuse, die sich in Spielsachen verfangen haben,  finde ich öfter  unter meinem Sofa.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen und lauen Sommerabend im Garten, morgen habe ich geplant, liebe Freunde zu sehen und Sonntag möchte ich einfach den Tag locker gniessen. 

Dienstag, 22. Mai 2018

*the woman in the window* von A.J.Finn, erschienen im Blanvalet Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 19.03.2018
  • Verlag : Blanvalet
  • ISBN: 9783764506414
  • Flexibler Einband 543 Seiten
  • Sprache: Deutsch









Rezension:

INHALT: Dr. Anna Fox , eine bekannte Psychologin hat sich  durch ein traumatisches Erlebnis mehr oder weniger in ihrem Haus eingeschlossen und leidet seitdem unter einer Krankheit, die sich Agoraphobie nennt. Sie schottet sich von der Aussenwelt total ab und bekommt Panikanfälle , wenn sie nach draussen gehen möchte. 
Sie wird von ihrem Arzt mit Medikamenten behandelt, trinkt aber zusätzlich Alkohol und steigert diesen Konsum bis zur Abhängigkeit. Sie schaut aus ihrem Fenster oft in das Wohnzimmer der neuen Nachbarn und beobachtet ein blutiges Ereignis. Jane Russell, Ehefrau und Mutter der neuen Familie, deren Bekanntschaft sie kurz gemacht hatte, wird vor ihren Augen ermordet. Doch niemand glaubt Anna's Schilderungen und Beobachtungen. Auch die Polizei geht ihren Anschuldigungen nicht nach,,,,

MEINE MEINUNG: 
Dieses, von vielen Lesern  hochgelobte Buch, hat mich mit seinen über fünfhundert Seiten auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Im ersten Drittel des Buches passiert einfach nicht viel. Die Kennenlernphase des Lesers um Anna Fox zieht sich unglaublich zäh dahin. Wir erfahren weder etwas von ihrem persönlichem Trauma , noch von den Ereignissen der Mordbeobachtung bis zu diesem Zeitpunkt. Einzig ihr krankhaftes Befinden und Leben im Haus, welches sich um Alkohol Konsum , gepaart mit Tablettenmissbrauch und Internetaktivitäten dreht, werden in meinen Augen zu ausführlich und langatmig dargestellt. Auch ihre Sucht nach dem Anschauen alter Filme mit bekannten Schauspielern und das Wiederholen von Zitaten aus diesen Klassikern , konnte mich nicht sonderlich begeistern und hat mich einfach nicht interessiert.
Meine Spannung und Aufmerksamkeit  steigerte sich erst, nachdem einige Details aus ihrer Vergangenheit ans Licht kamen und sie den Mord mental verarbeiten musste. Als ihr Untermieter David mehr und mehr in der Geschichte auftrat, nahm diese endlich Fahrt auf,,,, 
Die Auflösung des Mordes war für mich nicht so überraschend, aber jeder Leser möge sich ein eigenes Bild von diesem Drama machen,,,,

Meine Bewertung: Drei *** Sterne!

Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 6. Mai 2018

*Ein Sommer und ein ganzes Leben* von Kristina Valentin, erschienen im Diana Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 12.03.2018
  • Verlag : Diana
  • ISBN: 9783453359239
  • Flexibler Einband 352 Seiten
  • Sprache: Deutsch
*Werbung*
Info zur Autorin








Rezension

INHALT/Klappentext:
Katharina denkt an ihre Kinder, sie denkt an ihre Kunden, und viel zu selten denkt sie an sich selbst. Bis sie ihren neuen Nachbarn David kennenlernt, der sie charmant und schlagfertig zum Lachen bringt. David sitzt im Rollstuhl und schweigt über seine Vergangenheit genauso hartnäckig wie Katharina über ihren großen Schmerz. Immer wieder begegnen sich die beiden im Garten unter der alten Kastanie. Und für Katharina beginnt der überraschendste Sommer ihres Lebens …
(Quelle: Diana Verlag)

MEINE MEINUNG: 
Sommer, Sonnenschein, Liebe, diese drei Begriffe vermittelt dieser leichte und einfach verfasste Liebesroman von der Autorin hauptsächlich. Wären da nicht zwei kleine Wermutstropfen in diesem Roman, die diese Idylle ab und an trüben. Das stressige (Berufs)-Leben einer alleinserziehenden jungen Frau, die keinen Lebenspartner hat  und ein im Rollstuhl sitzender, erfolgreicher und smarter Geschäftsmann!

Die Autorin schildert sehr wirklichkeitsnah das Leben der jungen Frau als Coach für Lebenshilfe und ihr verzweifeltes Ringen nach selbständiger Unabhängigkeit , auch im materiellen Bereich.
Fast bis zu ihrem eigenen Burn-Out wird ihre liebevolle Fürsorge für die beiden Kinder dem Leser nahe gebracht. Doch ihr eigenes Gefühlsleben vernachlässigt sie sträflich. Das wird ihr durch die Begegnung mit dem strahlenden David unter dem Kastanienbaum im Nachbargarten schmerzlich bewusst.
Ohne kitschige Ausfälle und sehr genau beschreibt sie die aufkommende Liebe zwischen einer jungen, im Leben stehenden Frau und einem im Rollstuhl sitzenden, gehbehinderten Mann. 
Der behinderte Mann hat allerdings beste Vorraussetzungen sein Leben allein und selbstbestimmt  zu führen , denn er ist ein erfolgreicher, wohlhabender  Geschäftsmann, der dadurch seinen Alltag mit viel Hilfe perfekt organisieren kann. Dieses glänzende Profil eines der Hauptprotagonisten hat mich ein wenig verärgert, denn es trifft sicher nicht die Realität und Kämpfe der meisten behinderten Menschen mit ihrer Umwelt und ihren Benachteiligungen in unserer Gesellschaft!
Aber es ist eben ein Liebesroman und ein Happy End, welches den Leser zufriedenstellen kann, gibt es auch. 
Diese Geschichte ist eine leichte Lektüre, die keine grossen Ansprüche an den Leser stellt. Ein Buch, welches man an einem warmen Nachmittag in der Sonne schnell durchlesen kann.

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für dieses gute Buch.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Diana-Verlag für das Rezensionsexemplar.  

Freitag, 4. Mai 2018

*Freitagsfüller*


Der Freitagsfüller, erstellt auch heute wieder von  Barbara !


Danke dafür.


1. Ich hatte gerade einen ganz leckeren, super heissen Milchkaffee als Getränk!
2. Wie schön, dass Barbara sich so unermüdlich für uns Blogger Wortschnipsel ausdenkt, immer wieder.
3. Der dritte Satz auf der 6ten Seite des Buches, das ich gerade lese, lautet : Zitat aus *Die Chroniken der Alaburg von Greg Walters, ein Jugendbuch "Wie selbstverständlich liess er ein regenbogenfarbenes Wehrlicht aufsteigen, um sich in dem dunklen Raum zurechtzufinden."
4.  LESEN , darauf bin ich total scharf!  
5. Ich ging im Walde  
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's
Am hübschen Haus .

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

Johann Wolfgang von Goethe
(1813)

Vielleicht gefällt Euch ja dieses schöne Gedicht. Es fiel mir spontan dazu ein.

6.   Ein Witz meines Mannes  bringt mich immer wieder zum Lachen.


7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Leseabend, morgen habe ich geplant, Pflanzen in die Erde zu bringen und Sonntag möchte ich wie so oft , den Tag nicht verplanen, sondern spontan etwas unternehmen.