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Mittwoch, 20. Mai 2026

*Moonfleet* von John Meade Falkner - erschienen im Unionsverlag

*Werbung, unbezahlt, Rezensionsexemplar*
 

INHALT/KLAPPENTEXT:

Der Waisenjunge John Trenchard wächst in einem Schmugglernest namens Moonfleet auf. Die Leute im Dorf erzählen sich, der Kirchhof werde vom Geist des berüchtigten Colonel Mohune heimgesucht, der dort vor seinem Tod einen Schatz versteckt hat. Durch einen Zufall entdeckt John die Familiengruft der Mohunes, die auch Schmugglern als Versteck dient. Im Sarg des Colonels findet er ein Amulett mit einem rätselhaften Pergament, von dem er sich Aufschluss über den Verbleib des Schatzes erhofft. Zusammen mit Elzevir Block, dem Anführer der Schmugglerbande, macht er sich auf, den Schatz zu heben. Aber ihr tollkühner Plan birgt manche Gefahr, und mehr als einmal setzen die beiden ihr Leben aufs Spiel.

Einer der berühmtesten Abenteuerromane der Literaturgeschichte, in neuer Übersetzung zu entdecken. 

Autor: John Meade Falkner (1858–1932), geboren in der Grafschaft Wiltshire, war Autor, Antiquar und Unternehmer. Nach dem Studium in Oxford arbeitete er zunächst als Lehrer, unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa und fand anschließend Anstellung als Privatlehrer im Hause eines Waffenfabrikanten. Später trat er in dessen Unternehmen ein und leitete es von 1915 bis 1926. Anschließend wurde er Honorarprofessor für Paläografie. Falkner veröffentlichte drei Romane, mehrere Reiseführer und eine Geschichte der Grafschaft Oxfordshire.

Übersetzer: Michael Kleeberg, geboren 1959 in Stuttgart, studierte Politische Wissenschaften und Geschichte. Nach Aufenthalten in Rom und Amsterdam lebte er von 1986 bis 1999 in Paris. Heute arbeitet er als freier Schriftsteller und Übersetzer u. a. der Werke von Marcel Proust, John Dos Passos, Graham Greene und Paul Bowles. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, etwa 2008 als Mainzer Stadtschreiber und 2016 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für sein Gesamtwerk.

Verlagslink   


Meine Meinung zum Buch: 

Der Autor entführt uns ins 18. Jahrhundert an die malerische Südküste Englands. Kleine Dörfer und versteckte Höhlen an einsamen Sandstränden boten damals den Schmugglern ausreichend Unterschlupf, um ihre kostbaren Genusswaren wie Alkohol, Tee und Tabak heimlich bei Nacht über das Meer und an den Steuerbehörden vorbei an Land zu schaffen.

In dem kleinen Dorf Moonfleet lebt der Waisenjunge John Trenchard bei seiner strengen Tante. Er ist ein unternehmungslustiger und neugieriger Junge, der gerne im Dorf, auf dem Friedhof und an der Meeresküste umherstreift und nach vermeintlichen Abenteuern Ausschau hält. Zufällig beobachtet er Schmuggler bei ihren Touren und gerät dabei auf einem unheimlichen alten Friedhof in Lebensgefahr. Der Schankwirt des Dorfes, Elzevir Block, rettet ihm das Leben und kümmert sich fortan um den Jungen. In der jahrhundertealten Schänke hört der junge John von den Seeleuten so manche alte Legende, wie auch die Geschichte eines verschwundenen alten Schatzes. Es soll ein strahlender Diamant sein, der allerdings von einem Fluch belegt sein soll, für den der vor hundert Jahren verstorbene Colonel Mohune verantwortlich gemacht wird.

Falkner lässt in seinem Roman den jungen John in der Ich-Form von seinen Gedanken und Abenteuern erzählen, die er mit seinem väterlichen Freund und Beschützer Elzevir Block erlebt. Um nicht zu spoilern, möchte ich diese vielfältigen Erlebnisse und die Suche nach dem Schatz nicht näher erwähnen, aber sie enthalten alles, was man sich aus dem Genre des klassischen Abenteuerromans nur wünschen kann. Das Buch liest sich geschmeidig und spannend und fesselt durch die neue Übersetzung, die Michael Kleeberg unserem heutigen Sprachverständnis angepasst hat. Es ist fast ein „Coming-of-Age“-Roman vor einem historischen Hintergrund. Das Buch ist für jedes Lesealter geeignet (ab 15 Jahren). Der Roman erzählt mitreißend und empathisch zusätzlich die persönliche Entwicklung des Jungen John Trenchard über Jahre hinweg zum erwachsenen Mann.

Eine absolute Leseempfehlung mit FÜNF ***** STERNEN.

Herzlichen Dank an das Team des Union Verlags für die Zusendung des Rezensionsexemplar.

 

Freitag, 24. April 2026

*Wir Töchter* von Oliwia Hälterlein - erschienen im C.H.Beck Verlag

 *Werbung. Unbezahlt, Rezensionsexemplar*


Erschienen am 20.2.26 

 https://www.chbeck.de/haelterlein-toechter/product/39931273

Oliwia Hälterlein, geboren 1986 in Bydgoszcz, ist Autorin, Dramaturgin, Moderatorin und Dozentin. Sie studierte Slawistik, Vergleichende Literatur-, Kultur- und Theaterwissenschaft in Salzburg, Krakau, Berlin und ist Absolventin des renommierten Deutschen Literaturinstituts in Leipzig (DLL). 2020 erschien ihr Essay «Das Jungfernhäutchen gibt es nicht» im Maro Verlag. «Wir Töchter» ist ihr Debütroman.

REZENSION: 

Dieser interessante  Debütroman der jungen Autorin konfrontiert die Leser*innen mit den absolut unterschiedlichen Lebensläufen dreier Frauen einer polnisch stämmigen Familie. 

Marianna, Róza und Waleria aus Polen kommen auf unterschiedlichen Wegen und in verschiedenen gesellschaftlichen Zeiten mit Deutschland in Berührung. Sie machen jeweils ganz persönliche Erfahrungen im positiven wie auch im negativen Sinne. Der Roman erzählt feinfühlig und voller Empathie mit den drei Frauen diese Erlebnisse und zeigt uns Leser*innen wieviel gesunder Menschenverstand, Charakterstärke und Durchsetzungsvermögen in jeder dieser Frauen unterschiedlicher Generationen steckt. Er erklärt auch feinfühlig und leidenschaftlich wie sie ihre Beziehungen zueinander mit viel Liebe, Zuneigung, aber auch lebensnaher Kritik, realistisch betrachten und/oder bewertet haben.  

Die Autorin erzählt in bunter und der Situation angepasster Sprache, lebhaft und sehr genau das polnische Leben aus dem ländlichen Bereich, den Städten, aus Zeiten des Krieges und der Umbrüche nach der kommunistischen Herrschaft. Sie beobachtet wie sich  die Migrationserlebnisse der beiden letzten Generationen mit der familiären Prägung  durch Grossmutter Marianna vermischt haben. Auch beeindruckt beim Lesen, wie sich die zärtliche und verständnisvolle Beziehung zwischen  der im Erwachsenenalter kinderlosen Enkeltochter Waleria und der Grossmutter entwickelte.

Olivia Hälterlein berichtet in mehreren Zeitsträngen, die oft sehr abrupt beginnen oder enden. Es bedarf eines genauen, ruhigen Lesestils und  guter Orientierung im Text um damit klar zu kommen. Die Autorin hat  laufend polnische Begriffe, kurze Redewendungen in polnischer Sprache in ihrem Roman eingebunden. Das wirkt stilistisch sehr interessant und bringt die Leser*in eine stimmige Atmosphäre.  Diese Ausdrücke werden zwar in einem Glossar übersetzt, aber längst nicht alles wird erwähnt und ich habe mich sehr in meinem Lesefluss dadurch stören lassen. Das empfand ich als sehr schade für diese ungewöhnlichen und guten Debütroman und ich hoffe sehr, dass sich Leser*innen dadurch nicht vom Buch abschrecken lassen. Denn dieser Roman beschreibt ein sehr treffendes Gesellschaftsbild über vergangene und  aktuelle, heute bestehende Beziehungen zwischen Polen und Deutschland und ist eine absolute Leseempfehlung. 

VIER **** STERNE. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den C.H.Beck Verlag für die Zusendung des gebundenen Leseexemplar.  



INHALT / KLAPPENTEXT:  

Die Geschichten von Frauen werden nicht vergessen, sie werden oft gar nicht erst erzählt


"Wir sind Magd, Köchin, Frau, Mutter, Tochter, Schwester. Wir können alles gleichzeitig, umkreisen uns selbst und alle anderen, bis uns schwindelig wird. Wir leben im Sand, auf zerriebener Zeit, auf Wegen ohne Spuren. Wir sind Schwestern und wir sind Töchter und wir sind nicht blutsverwandt. Wir sind auf Sand gewachsen. Unter Birken, Kiefern und Trauerweiden. Wir sind im Sand verwurzelt. Unsere Verwandtschaft liegt im Sand."


Eine Familie, zwei Jahrhunderte, drei Frauen - ihre Geschichten sind miteinander verwoben wie die Seidenfäden der Spinnen am Ende eines langen Sommers. Die Großmutter, Marianna, wächst am Ende des Zweiten Weltkriegs auf und führt das Leben einer einfachen Bäuerin.

Ihre Tochter Róza wäre im vom Sozialismus geprägten Dorf ihrer Mutter geblieben, wäre da nicht Szymek mit den feinen Händen. Wären da nicht die Stadt Gdansk und Schuhe, die auf Asphalt klackern. Wäre da nicht die Solidarnosc-Revolution. Und wäre da nicht irgendwann ein Kind, dem Róza ein Zimmer für sich allein wünscht.

Róza verlässt Polen Ende der 1980er Jahre und ihre Tochter Waleria wächst im Westen des wiedervereinigten Deutschlands auf. Sie verlernt ihre Muttersprache und die Welt ihrer Babcia Marianna, einst ihr Zuhause, rückt in immer weitere Ferne. Doch als die erwachsene Waleria erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann, stellen sich ihr unerwartete Fragen: Was bedeutet es, die Letzte zu sein? Was schuldet Waleria den Frauen in ihrer Familie? Und welche Geschichten gehen mit ihr zu Ende?


Mit poetischer Klarheit und erzählerischer Raffinesse verknüpft Oliwia Hälterlein Alltag und Erinnerung, Körper und Sprache, Herkunft und Zukunft - und beschreibt das unsichtbare Band, das die Frauen einer Familie verbindet.  

Montag, 13. April 2026

*Ich bin UNTERWEGS in ,,,,*

(Werbung, unbezahlt , Rezensionsexemplar)

Erschienen am 20. Februar 2026

2. Auflage, 2026

357 S.

Hardcover

INHALT/KLAPPENTEXT: 

"Wir sind Magd, Köchin, Frau, Mutter, Tochter, Schwester. Wir können alles gleichzeitig, umkreisen uns selbst und alle anderen, bis uns schwindelig wird. Wir leben im Sand, auf zerriebener Zeit, auf Wegen ohne Spuren. Wir sind Schwestern und wir sind Töchter und wir sind nicht blutsverwandt. Wir sind auf Sand gewachsen. Unter Birken, Kiefern und Trauerweiden. Wir sind im Sand verwurzelt. Unsere Verwandtschaft liegt im Sand."

Eine Familie, zwei Jahrhunderte, drei Frauen - ihre Geschichten sind miteinander verwoben wie die Seidenfäden der Spinnen am Ende eines langen Sommers. Die Großmutter, Marianna, wächst am Ende des Zweiten Weltkriegs auf und führt das Leben einer einfachen Bäuerin.

Ihre Tochter Róza wäre im vom Sozialismus geprägten Dorf ihrer Mutter geblieben, wäre da nicht Szymek mit den feinen Händen. Wären da nicht die Stadt Gdansk und Schuhe, die auf Asphalt klackern. Wäre da nicht die Solidarnosc-Revolution. Und wäre da nicht irgendwann ein Kind, dem Róza ein Zimmer für sich allein wünscht.

Róza verlässt Polen Ende der 1980er Jahre und ihre Tochter Waleria wächst im Westen des wiedervereinigten Deutschlands auf. Sie verlernt ihre Muttersprache und die Welt ihrer Babcia Marianna, einst ihr Zuhause, rückt in immer weitere Ferne. Doch als die erwachsene Waleria erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann, stellen sich ihr unerwartete Fragen: Was bedeutet es, die Letzte zu sein? Was schuldet Waleria den Frauen in ihrer Familie? Und welche Geschichten gehen mit ihr zu Ende?


Mit poetischer Klarheit und erzählerischer Raffinesse verknüpft Oliwia Hälterlein Alltag und Erinnerung, Körper und Sprache, Herkunft und Zukunft - und beschreibt das unsichtbare Band, das die Frauen einer Familie verbindet.


Oliwia Hälterlein, geboren 1986 in Bydgoszcz, ist Autorin, Dramaturgin, Moderatorin und Dozentin. Sie studierte Slawistik, Vergleichende Literatur-, Kultur- und Theaterwissenschaft in Salzburg, Krakau, Berlin und ist Absolventin des renommierten Deutschen Literaturinstituts in Leipzig (DLL). 2020 erschien ihr Essay «Das Jungfernhäutchen gibt es nicht» im Maro Verlag. «Wir Töchter» ist ihr Debütroman.


https://www.chbeck.de/haelterlein-toechter/product/39931273

 

Sonntag, 12. April 2026

*Hellere Tage* von Ulrich Woelk - erschienen im C.H. Beck Verlag

(Werbung, unbezahlt, Rezensionsexemplar)

https://www.chbeck.de/woelk-hellere-tage/product/39931275 

INHALT/KLAPPENTEXT: Ulrich Woelk führt seine Heldin durch eine Phase existenzieller Umbrüche und erzählt mit literarischer Eleganz vom Wandel der Werte und der Suche nach Nähe. Sein Roman ist das überzeugende Portrait einer Generation, die fühlt, wie ihre Distanz zur Gegenwart wächst, und ein Gesellschaftsroman, der die aufgeheizte Realität seiner Zeit widerspiegelt - klug und feinfühlig.

Ruth, Professorin für Philosophie an der Humboldt-Universität, lebt in Berlin-Moabit. Ihre Ehe mit Ben ist Vergangenheit, die Beziehung zu seiner Tochter ist zerbrechlich und doch voller Nähe. Ihre Studentinnen und Studenten scheinen von Jahr zu Jahr jünger zu werden, der wachsende Abstand zu ihnen beunruhigt Ruth ebenso wie die Spaltung der Gesellschaft. Dann tun sich auch im Privaten, der sicher geglaubten Vergangenheit, Risse auf: Der Tod ihres Vaters konfrontiert Ruth mit einem Familiengeheimnis, das ihre Identität erschüttert. Mit feinem Gespür und großer Empathie zeichnet Woelk das Porträt einer Frau, die sich den Fragen ihrer Zeit stellt. Hellere Tage ist ein kluger, berührender Gesellschaftsroman über Generationen, Identität und den Wunsch, uns zugehörig zu fühlen - ein literarischer Spiegel unserer Gegenwart. 

Ulrich Woelk lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Er studierte Physik und Philosophie. Sein erster Roman "Freigang" erschien 1990. Zuletzt veröffentlichte er mit großem Erfolg den Roman "Der Sommer meiner Mutter", der auf der Longlist des deutschen Buchpreises stand und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Für die Fertigstellung von "Für ein Leben" erhielt Ulrich Woelk den Alfred-Döblin-Preis.

Meine Meinung zum Buch:

Ruth Lembers, Professorin für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin steht vor einem neuen Kapitel ihres Lebens.  Sie muss ihre gescheiterte Ehe mit dem Architekten Ben akzeptieren, gibt ihre gemeinsame, geliebte Dachgeschosswohnung am Lietzensee auf, sowie viele Lebens Routinen, die ihr Jahrzehnte Sicherheit und Geborgenheit geschenkt haben. Der Auszug von Tochter Jenny in eine WG in Friedrichshain macht ihr schmerzlich bewusst nun allein im privaten Leben zu stehen. Sie ist allein nach Berlin-Moabit in eine Wohnung gezogen. Der plötzliche Tod ihres über 90 jährigen verehrten und geliebten Vaters konfrontiert sie zusätzlich mit einer ihr unbekannten Phase seines Lebens.  

Beruflich hat sich Ruth mit ihrer Tätigkeit als Professorin voll im Griff, kennt die Ansichten und Gepflogenheiten ihrer sehr viel jüngeren Student*inen, ist mit dem gesellschaftlichen Main Stream sehr vertraut. Ihre grosse Beliebtheit bei den Kolleg*innen gibt ihr Anerkennung und Sicherheit. 

Als junge Frau hat sie in den 1980er Jahren mit der linken Szene geliebäugelt und damals mit einem Freund in einer Protestaktion  heimlich einen Strommast umgesägt. Diese politisch motivierte , vor Jahrzehnten begangene Tat,  wird überraschend  von den Medien öffentlich ausgeschlachtet und stellt Ruth vor neue Fragen ihres beruflichen und privaten Umfeldes. Eine neue, aufkeimende  Beziehung in dieser Situation  zu einem linksautonomen Alt-Hippie gibt ihr neuen Lebensmut und die lang vermisste Nähe nach Liebe und Zärtlichkeit. 

Der sehr feinfühlige und wunderbar zu erfassende Schreibstil von Ulrich Woelk hat mich mit Leidenschaft durch die Seiten fliegen lassen. Ruth's liebevollen Gefühle und Bemühungen  um den Erhalt der Beziehung zur Stieftochter haben mich sehr berührt und ich bin erstaunt  wie gut Ulrich Woelk diese heikle Situation auf so empathische Weise beschrieben hat. Er hat auch jedem der anderen Protagonisten eine ganz eigene, faszinierende Charakterdarstellung gegeben.  So dem Architekten Ben, beschäftigt mit seiner neuen Geliebten, einer jungen Arbeitskollegin. Harald, der es schafft Ruth's Herz zu erobern und zu verzaubern. Die charismatischen, langjährigen Kollegen von Ruth an der Uni. Sogar poetische, brandenburgische Landschaftsbeschreibungen finden sich im Buch. 

Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight , bezeichnend für die gegenwärtigen  politischen und privaten Umbrüche und Veränderungen unserer Gesellschaft auch zwischen den Generationen, sowie den vielen Patchwork-Familien und ihren Problemen. 

FÜNF ***** STERNE.

Herzlichen Dank an den Autor und den C.H.Beck Verlag für die Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplar mit dem Lesebändchen.    



 


 

Samstag, 11. April 2026

*Unterwegs in ,,,,, *

(unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar)

978-3-406-84341-9
Erschienen am 20. Februar 2026
317 S.
Hardcover

Ulrich Woelk führt seine Heldin durch eine Phase existenzieller Umbrüche und erzählt mit literarischer Eleganz vom Wandel der Werte und der Suche nach Nähe. Sein Roman ist das überzeugende Portrait einer Generation, die fühlt, wie ihre Distanz zur Gegenwart wächst, und ein Gesellschaftsroman, der die aufgeheizte Realität seiner Zeit widerspiegelt - klug und feinfühlig.


Ruth, Professorin für Philosophie an der Humboldt-Universität, lebt in Berlin-Moabit. Ihre Ehe mit Ben ist Vergangenheit, die Beziehung zu seiner Tochter ist zerbrechlich und doch voller Nähe. Ihre Studentinnen und Studenten scheinen von Jahr zu Jahr jünger zu werden, der wachsende Abstand zu ihnen beunruhigt Ruth ebenso wie die Spaltung der Gesellschaft. Dann tun sich auch im Privaten, der sicher geglaubten Vergangenheit, Risse auf: Der Tod ihres Vaters konfrontiert Ruth mit einem Familiengeheimnis, das ihre Identität erschüttert. Mit feinem Gespür und großer Empathie zeichnet Woelk das Porträt einer Frau, die sich den Fragen ihrer Zeit stellt. Hellere Tage ist ein kluger, berührender Gesellschaftsroman über Generationen, Identität und den Wunsch, uns zugehörig zu fühlen - ein literarischer Spiegel unserer Gegenwart.

Ulrich Woelk lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Er studierte Physik und Philosophie. Sein erster Roman "Freigang" erschien 1990. Zuletzt veröffentlichte er mit großem Erfolg den Roman "Der Sommer meiner Mutter", der auf der Longlist des deutschen Buchpreises stand und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Für die Fertigstellung von "Für ein Leben" erhielt Ulrich Woelk den Alfred-Döblin-Preis.

 

Freitag, 9. Juni 2017

*Vom Ende An* von Megan Hunter, erschienen im C.H.Beck Verlag

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :18.05.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 18.05.2017
  • Verlag : Beck, C H
  • ISBN: 9783406705076
  • Fester Einband 157 Seiten
  • Sprache: Deutsch

REZENSION

INHALT:
Eine Frau entbindet einen kleinen Jungen. Er wird Z genannt. Ehemann R bringt die junge Familie vor einer grossen Flut, verursacht durch eine Klimaveränderung, die auch London zu verschlingen droht, in Sicherheit zu seinen Eltern auf das Land. Doch es ist eine trügerische Sicherheit. Die Flutkatastrophe nimmt ungeahnte Ausmasse an. Die Grosseltern verschwinden, R verlässt die junge Mutter um Hilfe zu holen, die Familie verliert sich, die Nahrungsvorräte schmelzen dahin. Aber die junge Frau sieht nur eines - die Liebe zu ihrem neugeborenen Kind - diese Liebe trägt sie weiter durch alle Widrigkeiten der äusseren Lebens-Umstände,,,,

Zitat Seite 11 : Als Kind glaubte ich, ich wäre für unsere Zeit geschaffen worden. Die Endzeit. Die Flutzeit.

MEINE MEINUNG:
Ein außergewöhnliches Buch, als gebundene Ausgabe mit nur 157 Seiten vom C.H.Beck Verlag , hat mich erreicht. Versehen mit einem schönen blau glitzerndem Umschlag, der geschickt den Schrecken einer archaischen Flut verbirgt.
Es ist der  Debütroman der jungen Schriftstellerin Megan Hunter.
Sie lässt diesen Roman aus der Ich-Perspektive einer Mutter erzählen. Kurze, meist nur drei bis vier knappe, prägnante  Sätze machen das Lesen einfach, der Inhalt bleibt allerdings bedeutungsschwer im Kopf haften. Diese Worte haben es in sich. Die verschiedenen Abschnitte aus den aussagekräftigen Sätzen auf jeder Seite werden durch Sternchen auseinandergehalten. Platz für eigene Gedanken und Vorstellungen entstehen so spielerisch. Langsames und sorgfältiges Lesen steigert das Vergnügen an dieser Sprache. Sie ist lyrisch angehaucht , verbirgt Schrecken ebenso wie Schönheit und offenbart sich erst beim genauen Hinschauen. Dass eine Mutter diese Naturkatastrophe  so gelassen hinnimmt, erklärt sich nur durch die enge Versunkenheit beim Stillen und Bewundern ihres Neugeborenen. Diese enge Bindung darzustellen, war meines Erachtens das Hauptanliegen der Autorin. Nichts kann diese menschliche Regung erschüttern. Auch keine noch so erschreckende globale Naturkatastrophe. Panik, Chaos und Leid bleiben  diskret irgendwie im Hintergrund. Wir begleiten Mutter, Kind - auch der Vater wird wiedergefunden, bis zum ersten eigenen Schritt von Baby Z , durch Aufenthalte in verschiedenen Unterkünften, wie Autos, Inseln, Flüchtlingsunterkünften. Die Beziehungen von Mutter und Kind zu anderen Menschen werden eindrucksvoll geschildert und sind von Hilfsbereitschaft und Liebe gezeichnet.  
Die Autorin beendet das Buch hoffnungsvoll, die Zukunft für den zweiten Schritt vom Menschenwesen und Kleinkind  Z liegen allerdings in weisser, ungewisser Zukunft ohne Zeichen. Die Fantasie des Lesers arbeitet nach dieser eindrucksvollen Lektüre sicher weiter,,,,,

Meine Bewertung: Fünf ***** Sterne für ein grossartiges Buch!

Herzlichen Dank an die Autorin und  den C.H.Beck Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar.