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Mittwoch, 30. Mai 2018

*FAMILIÄRE VERHÄLTNISSE* von Sophie Bassignac, erschienen im Atlantik Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :24.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 24.04.2018
  • Verlag : Atlantik Verlag
  • ISBN: 9783455001280
  • Fester Einband 192 Seiten
  • Sprache: Deutsch

*Werbung*
Info zum Verlag und der Autorin






REZENSION

INHALT: Pierre ein normaler, konservativ geprägter junger Franzose und  die ungewöhnlich schöne, ausgefallene Isabelle sind ein leidenschaftliches Liebespaar und wollen gerne heiraten.  Sie möchte ihn endlich ihrer etwas exzentrischen Familie vorstellen . Ohne deren Zustimmung wird sie auf keinen Fall den Gang zum Traualtar wagen. Die beiden verliebten jungen Leute  fahren im Sommer auf das Landgut ihrer Grosseltern und erleben wahrlich eine aufregende und sehr ungewöhnliche Familienzeit auf Probe mit allen Mitgliedern  dieser Sippe. Kann ihre Liebe diesen unbändigen und wilden Tagen standhalten ? Als "normale" Familie gelten die Pettigrews nirgendwo. Sie sind durchgeknallt, merkwürdig und halten wie Pech und Schwefel zusammen,,,,

Meine Meinung: Schon nach den ersten Seiten war ich verdutzt, amüsiert, belustigt und erfreut über den flüssigen und sehr witzigen Schreibstil der französischen Autorin. Auf einhundertneunzig Seiten hat sie den Leser in eine straff geführte Handlung mitgenommen. Sie gibt einen wunderbaren Einblick in verschiedene Charaktere der originellen Personen dieser verrückten Familie. Zum Glück wird die Dynastie der Pettigrews am Anfang des Buches sorgsam aufgelistet!! Ohne diese Angaben hätte ich lange gebraucht, um die vier Generationen dieser ungewöhnlichen Exzentriker auseinanderzuhalten und zuzuordnen .  Der arme Pierre hatte sehr viel auszuhalten mit seiner konservativ geprägten Lebenseinstellung. 

Da gibt es einen Hühnerstall, indem die tierischen Insassen mit Parfum besprüht werden, um sich gut einzugliedern.  Der Aufenthalt im Hühnerstall, seiner Ausdünstungen  und Tiere bilden einen wichtigen Part im Leben der Pettigrews, welches ich mit Erstauen registriert habe. Es gibt einen wilden, ausgebrochenen Stier, der ihn bedroht hat und eine reitende Schwiegermutter auf einem abgehalfterten Pferd, die wie eine Amazone daherkommt. Merkwürdige Abendessen, denen ein muffiger , geheimnisvoller Sud beigemischt wurde, angeblich zum Besten der allgemeinen Gesundheit der Familie, beunruhigen ihn jeden Tag. Ein alternder Grossvater, der heisse Liebeshaikus einer Asiatin in den Briefkasten steckt und die immer wieder aussergewöhnlichen Pyjamapartys aller Familienmitglieder verwundern den unbedarften Pierre sehr.  Prüderie ist allen unbekannt, gemeinsam lieben sie das Nudistenleben am Strand. Sex spielt überhaupt eine grosse Rolle für alle Mitglieder dieser überspannten Menschen. Als Grossmutter Henriette's 83. Geburtstag gefeiert werden soll, spitzt sich die Familienfeier dramatisch zu. 

Der Roman strotzt vor Esprit, hat mir dadurch einige heitere und unbeschwerte Lesestunden bereitet. Vielen Dank an die Autorin und den Atlantik Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar!

Meine Bewertung: ***** Fünf STERNE 




Montag, 28. Mai 2018

*Die Sommer der Porters* von Elizabeth Grave, erschienen im btb-verlag

Buchdetails:
Taschenbuch, Broschur
Erschienen: 12.3.18
btb-verlag, Randomhouse Group
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Link zum Verlag und der Autorin Elizabeth Grave







Rezension

INHALT/Klappentext:
Ashaunt, ein Ferienort an der Ostküste der USA in Massachusetts beherbergt das Ferienhaus der wohlhabenden Familie Porters . 1942 wird ein Militärstützpunkt in der Nähe des Feriendomizils eingerichtet und  das bringt viel Unruhe in  die beschaulichen Ferientage der Familie mit ihrem Personal. 
Jahrzehntelang treffen sich dort die nachkommenden Familienmitglieder und wir erleben aufregende Zeiten, unterschiedliche Stimmungen und Geschehnisse. 
Viele Familienmitglieder und Angestellte treten in bunten Phasen ihres Lebens auf diese Ferienbühne des Lebens,,,,

MEINE MEINUNG: Diesen Roman konnte ich nicht locker nebenher lesen, sondern er hat meine vollständige Konzentration auf jeder Seite eingefordert.
Der anspruchsvolle, nur manchmal etwas langatmige Schreibstil der Autorin macht neugierig , aber verschweigt auch plötzlich Entwicklungen, die meine Logik eigentlich erwartet hatte. Die Familie zeigt sich oft blitzartig, wie auf einer Bühne, in immer  wieder anderen Gewändern. Die etwas trockene Ausdrucksweise der Autorin erlaubt keine enge Bindung  des Lesers an bestimmte Personen. Bea, das junge schottische Kindermädchen verschwindet nach dem tragischen Verlust ihrer persönlichen Liebe, zugunsten der Liebe zum jüngsten Porterkind , zum Beispiel wieder völlig aus dem Blickwinkel des Lesers. Zwanzig Jahre später führt der  Lebens- und Leseweg zu Helen, der grossen Schwester,  ihrem Studium  und zu ihren Erlebnissen. Dann ist es wieder ihr Sohn Charlie, der unsere Aufmerksamkeit in den siebziger Jahren einfordert. Die Autorin gibt  dem Auftritt jeder Person einen eigenen, sehr persönlichen Sprachstil und eine passende Ausdrucksweise. Es gibt sehr viele Rückblicke in die Jahrzehnte und auch Vorschauen , die von der Autorin geschickt in die Erzählung verwoben wurden, was mich manchmal  auch ein wenig verwirrt hat. 
Viele Nebenfiguren und Handlungstränge, glänzen kurz auf und verschwinden schlagartig wieder im Hintergrund.  
Der Lebensmittelpunkt dieser Familie liegt aber immer im Ort Ashaunt/ Massachusetts, dessen Attraktivität sich mir nicht wirklich erschlossen hat, bis auf die Tatsache, dass es auf einer Halbinsel am Meer liegt.

Dieser Roman war für mich eine interessante Familiensaga, weitab von Kitsch und Romantik, sondern in einer sehr eigenwilligen, manchmal sogar etwas kühlen und Abstand fördernden Erzählweise, dargestellt. 

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für diesen guten Roman über die ungewöhnliche  Darstellung einer Familie über Jahrzehnte hinweg. 

Dankeschön an die Autorin und den btb-verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 27. Mai 2018

*Gesätzeltes PROMI-HIRN IN KLEINEN DOSEN*, von Günter Göge

Auf dem Hessentag in kleinen Städtchen Korbach , habe ich heute ein interessantes Buch entdeckt.
Der Autor und Journalist Günter Göge hat Sätze von Prominenten Menschen, (zum Beispiel vom Kinderbuchautor Otfried Preussler) gesammelt und diese interessanten Gedanken in einem kleinen Buchband zusammengefasst und wiedergegeben.

Buchdetails

Gesätzeltes - Promihirn in kleinen Dosen
 von Günter Göge.

ISBN : 978-3-00-051410-4
Erhältlich im Buchhandel

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Info zum Autor Günter Goege









Zitat und Satz von Otfried Preußler, Seite 139:
"Ich schreibe besonders gerne für Kinder, weil ich Kinder liebhabe- und weil ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass sie das beste und wichtigste Publikum sind, das ein Autor sich wünschen kann."



Impression vom Hessentag in Korbach!

Freitag, 25. Mai 2018

*Freitagsfüller*




Guten morgen, auch heute hat Barbara sich wieder einige Textimpulse für uns Blogger ausgedacht.
Jeder kann mitmachen und seine Gedanken aufschreiben. Danke Barbara!
Meine Ergänzungen habe ich stärker hervorgehoben.

1. Wenn ich morgen im Lotto gewinnen würde, würde ich als erstes mit meiner Familie darüber sprechen.
2.  Alle bequemen Schuhe sind meine Lieblingsschuhe.
3.  Die Datenschutzgrundverordnung wird noch für manche Verwirrung der Internet-User sorgen.
4.  Mein Bücherregal  ist niemals richtig aufgeräumt.
5.  Ich lese gerade irgendwie alles und nix. Ich habe zu viele Bücher angefangen und kann mich auf keines richtig einlassen. 
6.  Kleine Wollmäuse, die sich in Spielsachen verfangen haben,  finde ich öfter  unter meinem Sofa.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen und lauen Sommerabend im Garten, morgen habe ich geplant, liebe Freunde zu sehen und Sonntag möchte ich einfach den Tag locker gniessen. 

Dienstag, 22. Mai 2018

*the woman in the window* von A.J.Finn, erschienen im Blanvalet Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 19.03.2018
  • Verlag : Blanvalet
  • ISBN: 9783764506414
  • Flexibler Einband 543 Seiten
  • Sprache: Deutsch









Rezension:

INHALT: Dr. Anna Fox , eine bekannte Psychologin hat sich  durch ein traumatisches Erlebnis mehr oder weniger in ihrem Haus eingeschlossen und leidet seitdem unter einer Krankheit, die sich Agoraphobie nennt. Sie schottet sich von der Aussenwelt total ab und bekommt Panikanfälle , wenn sie nach draussen gehen möchte. 
Sie wird von ihrem Arzt mit Medikamenten behandelt, trinkt aber zusätzlich Alkohol und steigert diesen Konsum bis zur Abhängigkeit. Sie schaut aus ihrem Fenster oft in das Wohnzimmer der neuen Nachbarn und beobachtet ein blutiges Ereignis. Jane Russell, Ehefrau und Mutter der neuen Familie, deren Bekanntschaft sie kurz gemacht hatte, wird vor ihren Augen ermordet. Doch niemand glaubt Anna's Schilderungen und Beobachtungen. Auch die Polizei geht ihren Anschuldigungen nicht nach,,,,

MEINE MEINUNG: 
Dieses, von vielen Lesern  hochgelobte Buch, hat mich mit seinen über fünfhundert Seiten auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Im ersten Drittel des Buches passiert einfach nicht viel. Die Kennenlernphase des Lesers um Anna Fox zieht sich unglaublich zäh dahin. Wir erfahren weder etwas von ihrem persönlichem Trauma , noch von den Ereignissen der Mordbeobachtung bis zu diesem Zeitpunkt. Einzig ihr krankhaftes Befinden und Leben im Haus, welches sich um Alkohol Konsum , gepaart mit Tablettenmissbrauch und Internetaktivitäten dreht, werden in meinen Augen zu ausführlich und langatmig dargestellt. Auch ihre Sucht nach dem Anschauen alter Filme mit bekannten Schauspielern und das Wiederholen von Zitaten aus diesen Klassikern , konnte mich nicht sonderlich begeistern und hat mich einfach nicht interessiert.
Meine Spannung und Aufmerksamkeit  steigerte sich erst, nachdem einige Details aus ihrer Vergangenheit ans Licht kamen und sie den Mord mental verarbeiten musste. Als ihr Untermieter David mehr und mehr in der Geschichte auftrat, nahm diese endlich Fahrt auf,,,, 
Die Auflösung des Mordes war für mich nicht so überraschend, aber jeder Leser möge sich ein eigenes Bild von diesem Drama machen,,,,

Meine Bewertung: Drei *** Sterne!

Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 6. Mai 2018

*Ein Sommer und ein ganzes Leben* von Kristina Valentin, erschienen im Diana Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 12.03.2018
  • Verlag : Diana
  • ISBN: 9783453359239
  • Flexibler Einband 352 Seiten
  • Sprache: Deutsch
*Werbung*
Info zur Autorin








Rezension

INHALT/Klappentext:
Katharina denkt an ihre Kinder, sie denkt an ihre Kunden, und viel zu selten denkt sie an sich selbst. Bis sie ihren neuen Nachbarn David kennenlernt, der sie charmant und schlagfertig zum Lachen bringt. David sitzt im Rollstuhl und schweigt über seine Vergangenheit genauso hartnäckig wie Katharina über ihren großen Schmerz. Immer wieder begegnen sich die beiden im Garten unter der alten Kastanie. Und für Katharina beginnt der überraschendste Sommer ihres Lebens …
(Quelle: Diana Verlag)

MEINE MEINUNG: 
Sommer, Sonnenschein, Liebe, diese drei Begriffe vermittelt dieser leichte und einfach verfasste Liebesroman von der Autorin hauptsächlich. Wären da nicht zwei kleine Wermutstropfen in diesem Roman, die diese Idylle ab und an trüben. Das stressige (Berufs)-Leben einer alleinserziehenden jungen Frau, die keinen Lebenspartner hat  und ein im Rollstuhl sitzender, erfolgreicher und smarter Geschäftsmann!

Die Autorin schildert sehr wirklichkeitsnah das Leben der jungen Frau als Coach für Lebenshilfe und ihr verzweifeltes Ringen nach selbständiger Unabhängigkeit , auch im materiellen Bereich.
Fast bis zu ihrem eigenen Burn-Out wird ihre liebevolle Fürsorge für die beiden Kinder dem Leser nahe gebracht. Doch ihr eigenes Gefühlsleben vernachlässigt sie sträflich. Das wird ihr durch die Begegnung mit dem strahlenden David unter dem Kastanienbaum im Nachbargarten schmerzlich bewusst.
Ohne kitschige Ausfälle und sehr genau beschreibt sie die aufkommende Liebe zwischen einer jungen, im Leben stehenden Frau und einem im Rollstuhl sitzenden, gehbehinderten Mann. 
Der behinderte Mann hat allerdings beste Vorraussetzungen sein Leben allein und selbstbestimmt  zu führen , denn er ist ein erfolgreicher, wohlhabender  Geschäftsmann, der dadurch seinen Alltag mit viel Hilfe perfekt organisieren kann. Dieses glänzende Profil eines der Hauptprotagonisten hat mich ein wenig verärgert, denn es trifft sicher nicht die Realität und Kämpfe der meisten behinderten Menschen mit ihrer Umwelt und ihren Benachteiligungen in unserer Gesellschaft!
Aber es ist eben ein Liebesroman und ein Happy End, welches den Leser zufriedenstellen kann, gibt es auch. 
Diese Geschichte ist eine leichte Lektüre, die keine grossen Ansprüche an den Leser stellt. Ein Buch, welches man an einem warmen Nachmittag in der Sonne schnell durchlesen kann.

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für dieses gute Buch.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Diana-Verlag für das Rezensionsexemplar.  

Freitag, 4. Mai 2018

*Freitagsfüller*


Der Freitagsfüller, erstellt auch heute wieder von  Barbara !


Danke dafür.


1. Ich hatte gerade einen ganz leckeren, super heissen Milchkaffee als Getränk!
2. Wie schön, dass Barbara sich so unermüdlich für uns Blogger Wortschnipsel ausdenkt, immer wieder.
3. Der dritte Satz auf der 6ten Seite des Buches, das ich gerade lese, lautet : Zitat aus *Die Chroniken der Alaburg von Greg Walters, ein Jugendbuch "Wie selbstverständlich liess er ein regenbogenfarbenes Wehrlicht aufsteigen, um sich in dem dunklen Raum zurechtzufinden."
4.  LESEN , darauf bin ich total scharf!  
5. Ich ging im Walde  
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's
Am hübschen Haus .

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

Johann Wolfgang von Goethe
(1813)

Vielleicht gefällt Euch ja dieses schöne Gedicht. Es fiel mir spontan dazu ein.

6.   Ein Witz meines Mannes  bringt mich immer wieder zum Lachen.


7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Leseabend, morgen habe ich geplant, Pflanzen in die Erde zu bringen und Sonntag möchte ich wie so oft , den Tag nicht verplanen, sondern spontan etwas unternehmen.



Mittwoch, 2. Mai 2018

*Reise nach Orkney* von Amy Sackville, erschienen im btb-verlag

Buchdetails:

Taschenbuch, Broschur
ISBN 978-3-442-71599-2

Erschienen:12.3.2018

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Infos über die Autorin Amy Sackville









Rezension

INHALT: Ein alternder Literaturprofessor lernt eine seiner jungen Studentinnen näher kennen und lieben und die beiden finden zu einem ungleichen Ehepaar zusammen. Ihr Altersunterschied beträgt vierzig Jahre. Sie verbringen die Flitterwochen auf ihren Wunsch in einem abgeschiedenen Cottage, direkt am Atlantik, auf einer kleinen Insel des Orkney-Archipel.

MEINE MEINUNG: Ich habe nicht erwartet in diesen Roman so eine Fülle von poetischen, bildhaften, sprachgewaltigen und traumhaft schönen  Schilderungen von einer so jungen Autorin zu finden und bin ganz begeistert von ihrem aussergewöhnlichen Schreibstil. 

Es passiert im Handlungsablauf nicht viel und doch strotzt der Roman voller Spannungsmomente ,geheimnisvollen, mystischen Andeutungen und Geschehnissen. Richard, der Literatur-Professor und schreibende Literat erzählt dem Leser die Geschichte ihrer Liebe meist aus der Ich-Perspektive, springt aber häufig in die Vergangenheit , berichtet dann über die Zeit des scheuen Kennenlernen und des zärtlichen Umwerben an der Universität. 
Seine junge Frau verrät ihm fast nichts aus ihrer persönlichen Vergangenheit , nur dass sie auf den Orkneys geboren wurde und früh den liebevollen Vater verlor. 

Er entwickelt im Laufe des kurzen Zusammenlebens auf der Insel eine fast schon krankhafte Begierde und Liebe für die junge, schöne Frau. Sie nur für sich allein zu vereinnahmen, mit all ihren Gedanken und Träumen vom Meer und der beeindruckenden wilden Küstenlandschaft, werden mehr und mehr seine Obsession und sein Ziel. Es ist sehr spannend diese Persönlichkeitsentwicklung eines alternden Mannes im Roman zu verfolgen!   
Sie verbringt Stunden am Meer allein, sammelt Strandexponate und scheint sich in seinen Augen mit den Naturgewalten vereinen zu wollen. Sie liebt das salzige Meerwasser, den heulenden Wind und die gewaltigen Regengüsse.   Er versucht an seinem Buch über mystische Frauenfiguren der Meere, wie Selkies und Nixen  weiter zu arbeiten, das gelingt ihm aber immer weniger. Er beobachtet sie mehr und mehr stundenlang vom Fenster aus,,,, 
Die Erzählweise driftet immer mehr in seine Obsession und Liebe für diese wunderschöne, ungewöhnliche Frau mit den silbern glänzenden, langen Haaren ab, und er entdeckt Veränderungen, Hautmerkmale, Schwimmhäuten ähnelnd , an ihren Händen und Füssen. 

Das ungleiche Paar geniesst die einsamen Stunden im Cottage  sehr miteinander - und doch driften sie langsam, aber unausweichlich auseinander.
Er fühlt es - kann es aber nicht verhindern. 
Sie entgleitet ihm langsam, Stück für Stück zieht es sie in andere Sphären und Welten.
Dieser Roman lockt auch den Leser in eine Phantastische Traumwelt, der man sich nicht entziehen kann und ich kam immer wieder ins Grübeln, was nun Realität und was Wunsch- oder Traumvorstellungen des Professors über seine Ehefrau waren.   

Meine Bewertung: Fünf ***** STERNE für dieses phantastische Werk. 

Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 1. Mai 2018

*Gefährliche Ferien Irland* erschienen im Diogenes Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :25.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 25.04.2018
  • Verlag : Diogenes
  • ISBN: 9783257244380
  • Flexibler Einband
  • Sprache: Deutsch
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Rezension

Das oben gezeigte Buch enthält auf zweihundertundachtundsiebzig Seiten zwölf sehr schön ausgewählte Geschichten verschiedener Autoren und vermittelt unterschiedliche Eindrücke aus diesem Land und der Autoren. 
Heinrich Böll, Donal Ryan, Liam O'Flaherty, Colum McCann, Cecilia Ahern, Sebastian Barry, John Banville, Frank McCourt, Liz Nugent, Frank O'Connor, James Joyce und Tomi Ungerer erzählen unheimliche, gefährliche und erstaunliche Begebenheiten vor dem Hintergrund der *Grünen Insel* Irland. 

Heinrich Böll erzählt zum Beispiel von seinen ersten erlauschten Eindrücken und Gesprächen irischer Menschen ( eines Pastors und einer  heimkehrenden jungen Frau)  auf einer Überfahrt mit der Fähre zur *grünen Insel*. Jede dieser zwölf Geschichten wird von einem anderen Autor vorgestellt,  wie zum Beispiel auch von dem  jungen , aufstrebenden Schriftsteller Donal Ryan, dessen ungeschminkte und ehrliche Ausdrucksweise mich am Ende der Geschichte das *Fürchten* gelehrt hat und kein wohliges Feriengefühl hinterlassen hat. 
Der typische irische, trockene schwarze Humor und seine Leichtigkeit werden durch dieses kleine , abwechslungsreiche Büchlein auch sehr gut vermittelt. Man darf sich fürchten und gleichzeitig den Blick auf diese schöne Land , vielleicht während eines Ferienaufenthaltes senken und ist sofort wieder mit der erfahrenen Realität versöhnt.
In meinen Augen ist es ein idealer Reisebegleiter, den man sehr gut an einer Klippe am Meer, einer herrlich grünen Wiese oder an einer alten Klosterruine geniessen kann. 

Vielen Dank an den Diogenes Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für dieses feine Taschenbuch!