Hier bin ich grad unterwegs auf Seite 295......
Komm mit mir in meine Welt der Bücher! So bunt, wie nur ein Blumengarten sein kann, ist auch die Auswahl meines Lesestoffs! Was gibt es Schöneres als dorthin zu reisen? DU findest bei mir Besprechungen über neue Literatur aus unterschiedlichen Themen, wie Gegenwartslektüre aus den Bereichen Frau und Familie, historische Romane, Liebe und Fantasy. Ich berichte hier hobbymässig über meine gefundenen und gelesenen Neuerscheinungen, sowie über meine Lieblingslektüren.
Dienstag, 31. März 2026
*Unterwegs in,,, SANDITZ*
Sonntag, 29. März 2026
*Wochenrückblick* vom 23.3.-29.3.26
GETAN: In der vergangenen Woche gab es eine Menge kleiner Dinge zu erledigen. Ein unvorhergesehener Zahnarztbesuch hatte mir sofort schon mal den Montag geraubt. Eine neue Salatschleuder musste besorgt werden. Das war gar nicht so einfach, da ich das Internet nicht bemühen wollte. Der Haushalt forderte auch seinen Tribut . Leider erledigt sich nichts von allein ,, angefangen mit der Wäsche, dem neuen Ausrichten einer Tür, putzen u.s.w. , zwei Geburtstagsgratulationen wurden gemacht. Ein überraschender Cafébesuch mit Freunden in einem alten , ausgebauten Industriekomplex versüsste den Donnerstag. Ich habe viel Zeit beim Lesen verbracht und ein tolles Hörbuch gehört, zwei Rezensionen verfasst.
GEDACHT: Wie würde ich nur ohne Bücher, Hörbücher meinen Alltag verbringen ? Die Energiekrise , durch Kriege ausgelöst , hat noch längst nicht den Höhepunkt erreicht. Was wird die junge Generation noch erleben müssen?
GEÄRGERT: Ich ignoriere die politischen Entwicklungen, ansonsten rege ich mich zu sehr auf. Das ist sicher nicht gesund!
GEFREUT: Über lange Gespräche mit Familie und Freund*innen. Über ein ganz tolles Hörbuch , siehe unten. Ein kleiner Ostermarkt hat mir heute viel Spass bereitet und ich habe fein gedrechselte Ostereier aus Holz erstanden.
GESEHEN: Beim Autofahren die Entwicklung der Natur mit Freude beobachtet. Überall grünt und blüht es - trotz der kleinen kühlen Periode in dieser Woche.
GELESEN/GEHÖRT: Ich habe gebannt den Worten des Hörbuches *Schwebende Lasten* von Annett Gröschner gelauscht. Sie beschreibt das Leben und Erleben einer taffen, einfachen, mutigen Magdeburger Frau (Hanna Krause) von ca. 1910-1992. Sie hat ihre Kraft und unbändigen Lebensmut aus ihrer geliebten Berufung zu ihren Blumen (Blumengeschäft), einem ganz besonderen Bild eines Malers des 17. Jahrhundert, sowie ihrer inneren Stärke gewonnen. Hanna erlebte zwei Diktaturen, zwei Weltkriege und viele schmerzlichen Familienereignisse. Ein sehr zu empfehlendes Hörbuch, welches auch Zeitgeschichte bunt vermittelt.
Ich wünsch euch nun eine gute Karwoche und schöne sonnige Ostern.
Donnerstag, 26. März 2026
*Sommer auf Perigo Island* von Perry Chafe - erschienen im MARE VERLAG
Erschienen am 21.2.26 im Mare Verlag
Dienstag, 24. März 2026
*Der Duft des Strandhafers* von Gabriella Engelmann - erschienen im Knaur Verlag - Zweiter Teil der Dilogie *Die Bücherfrauen von Listland*
INHALT/KLAPPENTEXT: Vor Jahrzehnten verschwand Fenja Lorenzens ältere Schwester spurlos. Jetzt wird sie endlich erfahren, was damals wirklich geschah.
Es ist Spätsommer, als Journalistin Anna März nach Sylt zurückkehrt, um der 85-jährigen Fenja Lorenzen bei der Suche nach ihrer Schwester Martje zu helfen. Denn nach einer Sturmnacht im Jahr 1958 verliert sich jede Spur von ihr. Anna ahnt nicht, dass Martje sich damals in den charismatischen Strandpiraten Hark verliebt hatte und sich nach einem Schiffsunglück auf die Insel Amrum retten konnte. Fenja dagegen scheint mehr über Martjes Verschwinden zu wissen, als sie bereit ist zuzugeben. Je tiefer Anna gräbt, desto klarer wird, wie kompliziert das Verhältnis der Schwestern gewesen sein muss, die sich als Kinder abgöttisch liebten, bevor das Schicksal sie auseinanderriss. Und da ist auch noch Eric, für den Annas Herz nach wie vor schlägt …
Eine Reise nach Sylt, Amrum, Föhr ... Dieser fesselnde Wohlfühlroman lässt einen beim Lesen den Sand unter den Füßen spüren!
Feelgood meets Familiensaga: Nach Band 1, Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben, der Platz 7 der SPIEGEL-Bestsellerliste belegte, folgt hiermit die mitreißende Fortsetzung und der Abschluss von Gabriella Engelmanns bewegender Sylt-Dilogie.
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Romanautorin. Ihre Liebe gilt Nordfriesland, einer Region, die sie regelmäßig bereist und in der sie gern in einem Häuschen am Deich leben würde.
Montag, 23. März 2026
*Noch mehr Buchmesseninfos von der lbm2026*
Noch mehr Buchmesseninfos von der lbm26
Auch dort könnt ihr noch mal einiges über die lbm26 erfahren.
313 000 Besucher ist wieder eine neue Rekordzahl. Mir schwante es schon, als ich mich am Donnerstag und Freitag durch die vollen Hallen bewegt habe.
Im Wochenrückblick könnt ihr noch einige Gedanken und Eindrücke von mir erlesen.
Sonntag, 22. März 2026
*Die Kräuter Apotheke für unsere Organe * von Arnold Achmüller - erschienen im Servus Verlag
*Werbung, unbezahlt, Rezensionsexemplar* Verlagslink
INHALT/KLAPPENTEXT:
Ingwer gegen Übelkeit, Bärentraube bei Blasenentzündung und Latschenkiefer, um die Bronchien zu entspannen – gegen viele Beschwerden ist ein Kraut gewachsen. Apotheker Arnold Achmüller beschäftigt sich in diesem Handbuch über Phytotherapie intensiv mit dem Wissen der alpinen Volksmedizin und schlägt eine Brücke zu modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Denn für jedes unserer Organe gibt es passende Heilpflanzen und -kräuter, die bei Krankheit Linderung verschaffen oder Beschwerden vorbeugen können.
- Tinkturen, Salben, Tees: wirksame Hausmittel, die Sie selbst herstellen können
- Altes Wissen wissenschaftlich untermauert: wie Heilkräuterrezepte wirken
- Leber, Herz, Lunge: das Heilkräuter-Buch für Gesundheitsbewusste
- Das richtige Kraut gegen Husten, Bauchschmerzen und Co. finden und anwenden
- Naturheilkunde für zuhause: Wie Sie sich die Kraft der Pflanzen zunutze machen
Ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe: die Wirkstoffe der Phytotherapie
Die Geheimnisse der Volksmedizin bewahren und einem breiten Publikum zugänglich machen: Das ist das Ziel von Arnold Achmüller, der sein Wissen auch auf seinem Instagramkanal @krautundwurzel teilt. In diesem Ratgeber stellt er Heilkräuterrezepte vor, die unsere Organe und das Immunsystem stärken und Heilungsprozesse aller Art unterstützen. Von Ackerschachtelhalm bis Zitrone: Die Kräuter von A bis Z helfen Menschen seit langer Zeit dabei, ihre Gesundheit zu erhalten. Das Phytotherapie-Handbuch bringt überliefertes Wissen mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammen – für einfache Anwendungen zuhause.
Arnold Achmüller ist Pharmazeut und Apotheker in Wien. Als Experte für Phytotherapie und europäische Volksmedizin gleicht er traditionelles Pflanzenwissen mit wissenschaftlichen Studien ab, um den Nutzen von Heilpflanzen zu bestätigen. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, hält Vorträge und konzipiert Lehrgänge. Sein Wissen teilt er auch auf seinem Instagram-Kanal krautundwurzel.
ALLE Infos und Anleitungen zur Anwendung im Buch und in diesem Beitrag ohne Gewähr, auf eigene Verantwortung!
Mein Eindruck vom Buch:
Ein wenig Mut zum eigenen Beurteilungsvermögen der Anwendungen und Anleitungen zum Heilen im Buch braucht man schon. Ich empfehle dieses Buch gerne als zusätzliche Info Quelle zur allgemeinen Schulmedizin. Pflanzen gehören zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit, von Generationen in Jahrhunderten genutzt und erprobt. Dieses alte Wissen ist ein wertvoller Schatz und kann selbstbewußt und wegweisend neben der allgemeinen Pharmaindustrie bestehen.
Bei der Durchsicht sind mir die wunderschönen, naturgetreuen Zeichnungen der Heilpflanzen angenehm aufgefallen, die einen ansprechenden und grossen Raum auf den einhunderteinundneunzig Seiten des Buches einnehmen. Sie geben viele Infos und zeichnen sich durch einen guten Wiedererkennungswert in der Natur aus.
Heilpflanzen und ihre Auszüge zu Tees , Tinkturen, Salben verarbeitet werden gern bei leichten bis mittelschweren Beschwerden angewandt und sollen, dürfen allerdings auf keinen Fall eine ärztliche Behandlung ersetzen , sondern sind immer als hilfreiche Mittel aus der Volksmedizin zu betrachten. So ist ein Wissen vorhanden, welches als zusätzliche Hilfe zu Schulmedizin und Wissenschaft gesehen wird.
All unsere Organe und Körpersysteme werden einzeln im Inhaltsverzeichnis aufgeführt wie zum Beispiel die Augen, der Kopf, das Gehirn, die Haut, die Lunge , das Blut, unser Immunsystem, der Kreislauf, die Knochen. Magen Leber, Darm, das Nervensystem kommen auch nicht zu kurz und zu guter letzt werden die Wechseljahre angesprochen. Es finden sich Rezepte für zum Beispiel belebenden Rosmarinwein, ein entzündungshemmendes Mundspray aus Salbeiblättern, Blutwurz und 70 Vol.-% Alkohol und Wasser. Duftende Schlafkissen aus Hopfen, Lavendel und Melisse werden vorgestellt. Eine Teemischung bei akutem Durchfall, bestehend aus Heidelbeerfrüchten, Brombeerblättern und Gänsefingerkraut fehlt auch nicht. Das ist nur eine kleine Auswahl der vielen Rezepte und Ratschläge bei Beschwerden.
Das Buch ist ein wertvoller Ratgeber, den man schnell zur Hand nimmt , das jeweilig betroffene Organ nachschlägt und schnell Wissenswertes über Behandlung und Heilung erlesen kann.
Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE.
Herzlichen Dank an den Servus Verlag für die Bereitstellung des schönen, gebundenen Rezensionsexemplar.
*Wochenrückblick* vom 16.3.-22.3.26
Sonntag, 15. März 2026
*Wochenrückblick* vom 9.3.- 15.3.26
GETAN: Jeder Tag war gefüllt mit Aktivitäten wie Fiseurbesuch, Frühlingsblumen gepflanzt, eine fällige Rezension schreiben, natürlich Lesen, das Auto zum Ölwechsel gebracht, die Heizung warten lassen und liebe Geburtstaggrüsse an das Enkelkind zu übermitteln.
GEDACHT: Wie schnell doch die Tage vergehen mit festen Terminen.
GEÄRGERT: Immer wieder über das lasche TV-Programm. Kein Wunder dass junge Menschen kaum noch das Fernsehgerät einschalten. Über riesenlange Wahlzettel, an denen man 93 Kreuzen machen könnte. Wer macht denn sowas??????
GEFREUT: Über meinen neuen Haarlook, ein Essen in einem asiatischen Restaurant . Gesund und Mutter zu sein. Vorfreude auf die Buchmesse. Die READO APP ausprobiert und genutzt.
GESEHEN: Nichts wichtiges ,,,,, ausser Nachrichten!
GELESEN: *Familiensache* von Claire Lynch. Siehe Beitrag.
Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und gehe voller freudiger Erwartungen in die neue Buchmessen-Woche!
Samstag, 14. März 2026
*Familiensache* von Claire Lynch - erschienen im Penguin Verlag
*Werbung, unbezahlt*
INHALT/KLAPPENTEXT: Ein Haus, einen Ehemann, ein Baby: Eigentlich hat Dawn alles, was man sich im England der 1980er-Jahre wünschen sollte. Doch dann lernt sie Hazel kennen und beginnt zu ahnen, welches andere Leben möglich wäre. Plötzlich ist alles viel heller – und komplizierter. Denn Dawn hat Verpflichtungen: Dawn hat ihre kleine Tochter Maggie. Jahrzehnte später ist Dawn für Maggie nur eine schattenhafte Erinnerung. Ihr Vater Heron hat sie allein großgezogen, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Als Heron eine Diagnose erhält, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt, erzählt er Maggie zunächst nichts davon. Denn über unbequeme Wahrheiten hat er schon immer lieber geschwiegen – so wie über das, was 1982 passiert ist …
In ebenso zarte wie sprachmächtige Prosa gegossen und mit warmherzigen Figuren gespickt, stellt Claire Lynch in Familiensache die Frage, was eine Familie ausmacht und wie die Wunden der Vergangenheit heilen können.
Claire Lynch promovierte an der Universität Oxford und lehrte Englische und Irische Literatur an verschiedenen Universitäten. Sie ist regelmäßig in Podcasts zu den Themen Elternschaft und Queerpolitik zu Gast und hat ein Memoir über ihre eigenen Erfahrungen mit queerer Mutterschaft geschrieben. Sie lebt mit ihrer Frau und ihren drei Töchtern in Windsor. »Familiensache« ist ihr Debütroman.
Meine Meinung zum Buch:
Kennt ihr diese Bücher, die einen erst ganz sanft in eine Familiengeschichte ziehen und dann mit voller Wucht erschüttern? Genau so erging es mir mit dem neuen Roman von Claire Lynch.
Die Geschichte ist wie ein komplexes Puzzle aufgebaut und springt meisterhaft zwischen zwei Zeitebenen: dem England der 1980er Jahre und der Gegenwart (2022/2023).
Im Zentrum stehen Heron und Dawn. Sie heiraten jung, wie es damals üblich war, und führen eine scheinbar glückliche Ehe, gekrönt von ihrer Tochter Maggie, die der Lebensmittelpunkt beider Eltern ist. Doch die Idylle zerbricht, als Dawn sich in die junge Lehrerin Hazel verliebt.
Was als leidenschaftliche Affäre beginnt, führt Dawn zu einer schmerzhaften Erkenntnis: Es gibt ein anderes Leben für sie. Sie möchte sich in Freundschaft trennen, hofft auf ein friedliches Co-Parenting – doch sie hat die Rechnung ohne den verletzten Stolz ihres Mannes und das gnadenlose Rechtssystem der 80er gemacht.
Besonders schockierend ist die Rolle der Behörden. Basierend auf der damaligen Überzeugung, eine lesbische Mutter sei schädlich für die Kindesentwicklung, wird Dawn systematisch aus dem Leben ihrer Tochter gestrichen.
Gekränkt und überzeugt, das Richtige zu tun, forciert Heron eine radikale Trennung.
Maggie wächst ohne ihre „Mummy“ auf und erhält nie eine ehrliche Antwort auf ihre Fragen.
Erst 40 Jahre später, als ihr Vater schwer erkrankt, entdeckt Maggie in alten Akten das ungeheuerliche Ausmaß der damaligen Kontaktsperre – und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter.
Mein Fazit
Obwohl die Geschichte fiktiv ist, spürt man auf jeder Seite die tiefe Recherche der Autorin. Claire Lynch lässt die Erfahrungen vieler queerer Mütter einfließen, die ähnliche Diskriminierungen erleben mussten. Die Szenen vor Gericht, in denen Dawn wegen ihrer Sexualität regelrecht vorgeführt wird, sind kaum zu ertragen – vor allem mit dem Wissen, dass diese Praktiken noch gar nicht so lange zurückliegen.
Ein tiefgründiger, schmerzhafter, aber unglaublich wichtiger Roman über das Recht auf Liebe und die späte Suche nach der Wahrheit.
Fünf Sterne !
Mittwoch, 11. März 2026
*Bambino* von Marco Balzano - erschienen im Diogenes Verlag
*unbezahlte Werbung , Rezensionsexemplar*
INHALT/KLAPPENTEXT:
Triest, 1920. Mattia ist ein Faschist der ersten Stunde. Sein Gesicht ist noch bartlos, weshalb man ihn Bambino nennt, aber seine Schläge sind so hart, dass die halbe Stadt sich vor ihm fürchtet. Mattia weiß nicht, wer seine Mutter ist. Gar eine von drüben? Eine Slowenin? Sein Vater, der Antifaschist und Uhrmacher, will es ihm nicht verraten. Im Schlamm und Schmutz des Zweiten Weltkriegs verliert Mattia schließlich alle Gewissheiten, und er muss erfahren, dass der Gewinner von heute der Verlierer von morgen sein kann.
Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Mit seinem Roman ›Das Leben wartet nicht‹ gewann er den Premio Campiello. Mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega, in Italien und im deutschsprachigen Raum war das Buch ein großer Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.
Auszeichnungen
Ich bleibe hier für das ›Lieblingsbuch der Unabhängigen‹ nominiert, 2020
›Premio Bagutta‹ für Resto qui, 2019
›Prix Méditerranée étranger‹ für Je reste ici (Resto qui), 2019
›Premio Asti d’Appello‹ für Resto qui, 2018
Je reste ici (Resto qui) in Frankreich auf der Shortlist des ›Prix du roman FNAC‹, 2018
2. Platz des ›Premio Strega‹ für Resto qui, 2018
Je reste ici (Resto qui) in Frankreich auf der Shortlist des ›Prix Femina‹, 2018
›Premio Campiello‹ für L’ultimo arrivato, 2015
Meine Meinung zum Buch:
Und wieder führt mich ein Buch in das Jahr 1920 und ich werde mit einem unangenehmen und doch aktuellem Thema konfrontiert. Dem FASCHISMUS !
Was bringt einen Menschen dazu sich seinen düsteren, dunklen, brutalen Seiten zu öffnen und seinen Mitmenschen Unbeschreibliches anzutun? Diese Überlegungen haben mich über zweihundertundvierzig Seiten begleitet und nicht mehr losgelassen . Von der ersten bis zur letzten Seite des Buches.
Mattia Gregori hat schon als Kind grausame Wesenszüge gehabt, die von seinen liebevollen Eltern nicht verstanden, sondern einfach ignoriert wurden. Als Erwachsener Mensch wendet er sich dem aufkommenden Faschismus zu, quält, bedroht, bestiehlt und tötet am Ende sogar ohne Skrupel seine Mitmenschen. Er verliert Freunde durch diesen Wesenszug - und fühlt sich allein, im Stich gelassen, unverstanden. Das alles beginnt und spielt sich in einer Grenzregion zwischen Italien, Slowenien , Kroatien in den 1920er Jahren ab, in der Stadt und Region um Triest. Eine dunkle Zeit Italiens wird über die Geschichte dieser Region vermittelt.
Ich habe mich durch dieses Buch gequält und musste es oft aus der Hand legen um die unbeschreiblichen, grausamen Schilderungen und Handlungen des Mattia Gregori zu verarbeiten. Der Autor hat mit diesem Roman die Schwelle zur Horrorliteratur fast erreicht. Das Seelenleben von Mattia wird erbarmungslos in einem kaum auszuhaltendem Schreibstil geschildert. So habe ich diese Thematik beim Lesen noch nie erlebt. Trotzdem hat sich mein Eindruck von dieser Lektüre zum Ende des Buches hin gemildert. Mattia hat sich verändert durch die Härte des Krieges, die auch ihn nun betroffen hat, durch die Liebe zu einer Frau, durch die Suche nach seiner leiblichen Mutter, deren Existenz ihm sein Vater ein Leben lang vorenthalten hat. Nur seine Ziehmutter Tella hat ihm dieses Geheimnis auf ihrem Sterbebett noch verraten.
Eine Lektüre die durch den Schreibstil des Autors beeindruckt, von der Thematik nicht schön ist, aber am Ende eine Versöhnung mit Mattia und seinem Verhalten anbietet. Keine Lektüre für zart besaitete Leser*innen.
Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne.
DANKE an den Autor und den Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar.
Montag, 9. März 2026
*Wochenrückblick vom Montag, den 2.3.- Sonntag, den 8.3.26*
GETAN: Wenn ich so zurückschau waren das doch einige Ereignisse. Die Terrasse wurde mit Hilfe geschrubbt, gesäubert, von Algen und alten, vertrockneten Blumentöpfen befreit. Mein Zahnarzt tat mir nichts an ;-), die anderen beiden Arzttermine (immer noch Vorsorge ) verliefen auch glatt. Ein neues englisches, lustiges Rezept ausprobiert namens *Bubble & Squeak* sowie ein neues Café in der Innenstadt getestet.
GEDACHT: Wie mutig es ist von einer Dame im fortgeschrittenem Alter in diesen Zeiten noch einmal ein neues Café zu eröffnen.
GEÄRGERT: Über die Skrupellosigkeit bestimmter Politiker über das Sterben im Krieg zu denken und öffentlich auch noch dazu Stellung zu nehmen.
GEFREUT: Über den Kauf ein neues Parfum.
GELESEN: IMMER NOCH *BAMBINO* UND *FAMILIENSACHE* !
GESEHEN: Eine TV-Serie über die Machenschaften und Operationen aller aktuellen Geheimdienste unserer Welt. Es hat mich gegruselt, auch und gerade bei den Nachrichtensendungen.
Ich wünsche allen Leser*innen einen guten Wochenstart.
Dienstag, 3. März 2026
*Wochenrückblick vom 23.2.- 1.3.2026*
GETAN: In der letzten Zeit haben sich bei mir die Arztvorsorgetermine angehäuft und ich war fast jeden Tag unterwegs.
GEDACHT: Es wird hoffentlich nicht so weiterlaufen.Ich bin kaum zur Durchschau der neu eingetroffenen Bücher gekommen.Ob ich diesen Wochenrückblick hier laufend schreiben möchte? Ich weiss es noch nicht.
GEÄRGERT: Diese alten Männer der weltweiten Politik sorgen für den Untergang und die Ausbeutung unseres Planeten ohne Rücksicht auf die junge Generation, die ihr Leben noch vor sich hat.
GEFREUT: Über die schöne Geburtstagsfeier meiner Enkelin.
GELESEN: *Wenn die Kraniche nach Süden ziehen* hat mich sehr beeindruckt und ich war ziemlich traurig nach dieser Lektüre. Wie wird es mir mir, meinen Lieben ergehen am Ende des Lebens?
GESEHEN: Fast nur Nachrichten im TV - das war nicht erbauend und die politische Lage in Nahost macht mir Angst.

