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Donnerstag, 26. März 2026

*Sommer auf Perigo Island* von Perry Chafe - erschienen im MARE VERLAG


*Werbung , unbezahlt, Rezensionsexemplar*

Erschienen am 21.2.26 im Mare Verlag




Inhalt /Klappentext: Sommer 1991 auf Perigo Island vor der Küste Neufundlands. Der zwölfjährige Pierce und seine Freunde Bennie und Thomas verbringen ihre Ferien damit, den im Hafen ankommenden Fischern beim Sortieren ihres schwindenden Fangs zu helfen. Bis sie erfahren, dass ein Mädchen von der Insel vermisst wird: ausgerechnet Anna, die in geheimer Verbundenheit zu Pierce stand und als Einzige von seiner Angst vor dem offenen Wasser wusste, die ihn quält, seit sein Vater auf See verschwand. Zusammen mit Bennies New Yorker Cousine Emily setzen die Freunde alles daran, Anna zu finden. Auf ihrer abenteuerlichen Suche werden sie einem mysteriösen Meeresbiologen begegnen, eine Faszination für die Geheimnisse des Ozeans entwickeln, sich zum ersten Mal verlieben und sich ihren größten Ängsten stellen müssen. 

Perry Chafe wurde 1969 in Petty Harbour, einem kleinen Fischerort in Neufundland, geboren. Nach seinem Studium an der Memorial University of Newfoundland arbeitete er als TV-Produzent, Drehbuchautor und Songwriter. Sein Debütroman Sommer auf Perigo Island wurde in Kanada umgehend zum Bestseller.  

Meine Meinung zum Buch: 
Die vier Kinder auf dem in verhaltenen Grauton-Farben  des Buchcover, vermitteln als erstes den Eindruck eines Coming-of-Age-Roman. Das stimmt teilweise. Es entwickelt sich allerdings ein ernstes Thema , einem spannendem Krimi ähnelnd. Der Roman erzählt die Geschichte rund um das  plötzliche Verschwinden der jungen Anna auf einer abgelegenen Insel Neufundlands. Das Insel-Leben auf der Fischerinsel des 12 jährigen Pierce und seiner Freunde Thomas, Bennie und dessen Cousine Emily aus New York werden bildhaft und sehr stimmungsvoll aufgerollt. 
 

 Pierce wächst in einer kleinen, engen Inselgemeinschaft von Kabeljaufischern auf. Sein Vater fährt täglich auf die raue See mit seinem eigenen Kutter zum Fischfang. Die Mutter arbeitet in einer Fischfabrik. Das plötzliche Verschwinden des Vaters bei der Arbeit traumatisiert den Jungen. Seine Angst vor dem Ertrinken und Tod auf dem Meer wächst so ins Unermessliche, dass er die See und das Betreten eines Fischkutters vermeidet. Die etwas ältere, sensible Anna bemerkt diese Ängste und versucht in einigen wenigen Begegnungen, die Jahre auseinanderliegen , Verständnis und Mitgefühl für diese Ängste an den jüngeren Pierce zu vermitteln. Pierce fühlt sich verstanden und getröstet, verehrt die ältere Anna und ihr grosses Zeichentalent, mit dem sie die Insel in Bildern festhält. Das wilde Meer, die Klippen der Insel sowie die blau glitzernden Eisberge , die sich immer wieder nah an die Inselküste schieben, sind ihre beliebten Motive. Das plötzliche Verschwinden von Anna schockt Pierce und seine Freunde. Sie machen sich auf die Suche nach Anna, wie die gesamte Inselbevölkerung. Diese Entwicklung wird in einem grossen,  stetig wachsendem Spannungsbogen thematisiert. Als der alte, den Kindern unheimliche erscheinende *Festländer* Solomon,  in die Suche der Jugendlichen nach Anna verwickelt wird, bekommt der Roman einen echten Spannungskick....... 

Ein anderer interessanter Aspekt im Buch war für mich die Erwähnung des Niedergangs der Fischindustrie auf den Inseln Neufundlands durch immer geringere Fangquoten , der Überfischung  der Meere, sowie das Voranschreiten der Klimaveränderungen. Durch wunderschöne,  fast poetische und verklärende Beschreibungen der Vergangenheit des Fischfanggewerbes hat der Autor diesen Inseln und seinen damals dort lebenden Menschen ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. 

Der Autor lässt den Jungen Pierce in der Ich-Form erzählen und am Ende des Buches
hatte ich das Gefühl, dass der Autor viele autobiografische Elemente in seinem Buch verarbeitet hat. Der interessante Epilog am Ende des Buches verstärkte diesen Eindruck  bei mir. 

Ich empfehle dieses  lesenswerte und spannende Buch sehr gerne und bewerte es mit

FÜNF ***** Sternen.

Herzlichen Dank an den Autor und den MARE VERLAG für das schöne gebundene Rezensionsexemplar.