Komm mit mir in meine Welt der Bücher! So bunt, wie nur ein Blumengarten sein kann, ist auch die Auswahl meines Lesestoffs! Was gibt es Schöneres als dorthin zu reisen? DU findest bei mir Besprechungen über neue Literatur aus unterschiedlichen Themen, wie Gegenwartslektüre aus den Bereichen Frau und Familie, historische Romane, Liebe und Fantasy. Ich berichte hier hobbymässig über meine gefundenen und gelesenen Neuerscheinungen, sowie über meine Lieblingslektüren.
Mittwoch, 28. März 2018
*Blogpause*
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Blogpause
Dienstag, 20. März 2018
*FRÜHLINGS Gedichte* erschienen im Reclam Verlag
Da nun heute der astronomische Frühling beginnt, Tag-und Nachtgleiche-Zeitpunkt um 17.15 Uhr , (das hat mir ein lieber Freund verraten), ein kurzes Gedicht von Ernst Jandl, entnommen aus obigem kleinen Büchlein vom Reclam Verlag. Ich glaube, es passt gut zum heutigen Tag!
frühlingsbeginn (Ernst Jandl)
weißen ich schneenfrier beißen Finger
fußen eis rutschen
nasen ich tropf-tropf
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Gedicht
Montag, 19. März 2018
Buchmesse 2018
Liebe Leser,
den tausendsten Bericht über die Buchmesse von einer Bloggerin möchte ich hier nicht zum Beitrags-Event gestalten - denn das Buchmesse Event und ganz besondere Flair muss man sich persönlich erschnuppern und erarbeiten.
ICH ZEIGE EUCH aber gern meine gekauften Schätzchen, die mir sicher viel Freude bereiten werden. Endlich bin ich nun auch stolze Besitzerin aller vier Bände der Fantasy-Farbseher-Serie *ALABURG* von Greg Walters. Vielen herzlichen Dank schon jetzt lieber Greg für die kommenden, sicher sehr spannenden Lesestunden.
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Buchmesse Leipzig
Dienstag, 13. März 2018
*Die Gabe des Himmels* von Daniel Wolf, erschienen im Goldmann Verlag
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Dieses wunderbare Buch erscheint erst am 19. März auf dem Buchmarkt, aber ich darf es vorher lesen!
Es ist der vierte Band um die Familie Fleury und spielt wieder in der Stadt Varennes-Saint-Jacques in LOTHRINGEN.
Danke an den Goldmann Verlag!
Dieses wunderbare Buch erscheint erst am 19. März auf dem Buchmarkt, aber ich darf es vorher lesen!
Es ist der vierte Band um die Familie Fleury und spielt wieder in der Stadt Varennes-Saint-Jacques in LOTHRINGEN.
Danke an den Goldmann Verlag!
Montag, 12. März 2018
*Giselas Samstagsfrage*
Hier ist sie wieder Giselas Samstagsfrage , die ich gerne beantworte.
Ihre heutige Frage lautet:
Euch erscheint eine gute Fee. Ihr dürft Euch alles wünschen, was mit Büchern zu tun hat, aber keine Bücher. Welche Wünsche hättet Ihr?
Das ist eine sehr romantische Vorstellung. Nun hätte ich doch gerne gewusst, ob Gisela selber an das Vorhandensein von Feen und ähnlichen Gestalten fest glaubt?
Seit meinen vielen Aufenthalten in Irland weiss ich ja , dass es viele unerklärliche Begebenheiten in diesem wundervoll mystischem Land gibt und die Iren und der Fremdenverkehrsverein konnten mir bisher darauf leider auch keine befriedigende Antwort geben ;-) !
Meine Fee möchte mir bitte ein kleines Cottage in Irland an der Atlantikküste einrichten, indem ich nette Touristen mit heissem Tee und spannenden Büchern anlocke, die man aber nur beim Besuch meines Lesecafe's lesen darf! Strom sollte vorhanden sein und fliessendes Wasser bitte! Auf einen kleinen Esel , ein Kätzchen und einen pfiffigen irischen Hütehund möchte ich natürlich auch nicht verzichten. Bitte liebe Fee, ich möchte meinen Mann bei mir haben, Kinder und Enkelkinder sollen regelmässig zu Besuch kommen und ein Internetanschluss würde mir den Spass an meinem Lese-Cafe und den Besuchern versüssen. Ist das nicht ein bescheidener Wunsch von mir??
Donnerstag, 8. März 2018
*Die Rückkehr der Wale* von Isabel Morland, erschienen im Knaur Verlag
Eine wunderbar leichte Liebesgeschichte vor der Kulisse einer kleinen Insel der Hebriden,,,,
- Erscheinungsdatum Erstausgabe :02.11.2017
- Aktuelle Ausgabe : 02.11.2017
- Verlag : Knaur Taschenbuch
- ISBN: 9783426521809
- Flexibler Einband 480 Seiten
- Sprache: Deutsch
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Rezension
INHALT/Klappentext:
Ein großer Liebesroman um einen geheimnisvollen Fremden von der neuen deutschen Autorin Isabel Morland vor dem grandiosen Hintergrund einer wilden Hebriden-Insel
Einst hat Kayla ihren Mann geliebt. Doch immer öfter geraten die beiden in Streit, und Dalziel wird so wütend, dass sie Angst vor ihm hat. Da taucht ein Fremder auf der kleinen, abgeschiedenen Hebriden-Insel auf, über den bald allerhand Gerüchte in Umlauf sind. Auch Kayla ist nach der ersten Begegnung mit Brannan sofort fasziniert von diesem Mann, der ein Geheimnis zu hüten scheint. Ihre eigenen, immer stärker werdenden Gefühle für ihn, aber auch das Gerede der Inselbewohner treiben Kayla mehr und mehr in einen inneren Zwiespalt, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint …
Meine Bewertung: Knappe VIER **** Sterne für diesen schönen Lese-Abstecher auf die Insel Harris.
Lieben Dank an die Autorin und den Verlag für das schöne Leseexemplar
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Geheimnis,
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Liebe,
Meer,
Mystik
Sonntag, 4. März 2018
*Cider mit Rosie* von Laurie Lee, erschienen im Unionsverlag
Dieses Buch entführt mich zur Zeit in eine zauberhafte, vergangene Welt voll wunderschöner Kindheitserinnerungen aus einem abgelegenem Tal in den Cotswolds. Es ist schon 1959 erschienen und wurde neu aufgelegt, ausgestattet mit wunderbaren , zarten Aquarellen vor jedem Kapitel. Ein praktisches Lesebändchen gehört auch zur wertvollen, mit herrlichen Blumenbildern äusseren Ausstattung im Leineneinband.
- Erscheinungsdatum Erstausgabe :19.02.2018
- Aktuelle Ausgabe : 19.02.2018
- Verlag : Unionsverlag
- ISBN: 9783293005327
- Fester Einband 320 Seiten
- Sprache: Deutsch
- Werbung
Laurie Lee wurde am 26. Juni 1914 in Stroud, Gloucestershire geboren. Er war Dichter, Romancier und Theaterschriftsteller. Bekannt wurde er insbesondere durch seinen 1959 erschienenen Roman ›Cider mit Rosie‹, dem ersten Teil einer autobiografischen Trilogie. Laurie Lee gilt als einer der renommiertesten Schriftsteller Englands. Seine Bücher werden häufig als Lektüre für den Schulunterricht gewählt. Er starb am 13. Mai 1997 in Slad.
Rezension
INHALT/KLAPPENTEXT:
Aus der Sicht eines Kindes erzählt Laurie Lee von seinem weltabgeschiedenen, englischen Dorf, wo er inmitten einer Natur aufwächst, die alles aufbietet, was eine kindliche Fantasie befeuern kann: das blendende Licht des Tages, das die Kinder dazu verführt, sich streunend zu verlieren, die geräuschdurchwirkte Dunkelheit der Nacht, in die man sich besser nicht hinauswagt. Hier hat sich seine energische Mutter mit ihren sieben Kindern niedergelassen. Ihr Mann hat sich nach London abgesetzt und überlässt es dieser ebenso schillernden wie einfachen Frau, die Kinder großzuziehen.
Cider mit Rosie ist eine der schönsten Kindheitserinnerungen in der Literatur des 20. Jahrhunderts. In viele Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt, ist Laurie Lees weltberühmter Roman in einer neuen Übersetzung zu entdecken.
MEINE MEINUNG:
Selten habe ich solch bezaubernde Zeilen aus der Feder eines Autors über sein *inneres Kind* gelesen.
Ich bin diesen Erinnerungen mit Entzücken gefolgt, sein erstes Alleinsein im Alter von drei Jahren inmitten einer blühenden Wiese voller Insekten, die ihn in Verwunderung und auch Schrecken versetzen. Die geliebten grossen Schwestern finden ihn, erlösen ihn und trösten mit schmackhaften Gartenbeeren und bringen seine kleine Welt wieder in Ordnung. Das ist nur ein Beispiel von vielen Situationen , die der Autor mit herrlicher Sprachgewalt aus der Sicht eines Kindes ganz intensiv und aufregend schildert. Der kleine Laurie wächst behütet von seinen grossen Schwestern, Brüdern und der etwas chaotischen Mutter auf. Der Autor versetzt den Leser in eine längst vergangene, märchenhafte Dorfwelt nach England , in die Cotswold Landschaft, kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die unglaubliche Beschreibung der alleinigen Erziehung der sieben Kinder von der Mutter, mit Hilfe aller grösseren Geschwister, hat mich mit Bewunderung erfüllt. Der Vater spielt eigentlich nur für das Sehnen der Mutter eine Rolle. Die Kinder vermissen ihn kaum, erziehen sich kreativ, fantasievoll und liebevoll, immer die Mutter unterstützend, gegenseitig. Diese Neuübersetzung des Buches von Pociao und Walter Hartmann strotzt nur so von wunderbaren Adjektiven und erstaunlichen Situationen und ich wurde von dieser bunten, und träumenden Kinder- und Gedankenwelt fasziniert angezogen und konnte das Buch nur widerstrebend aus der Hand legen. Die Familie wird erweitert durch das soziale Umfeld des Dorfes, in dem die Kinder frei und doch behütet , beobachtet von älteren Kindern und Erwachsenen, aufwachsen. Das Leben ist einfach, naturverbunden und ohne grossen Einfluss von der Welt ausserhalb des abgeschiedenen Tales. Der kleine Laurie muss viele Entbehrungen ertragen, die für unseren Blickwinkel aus heutiger Sicht ungewöhnlich und schwierig erscheinen. Aber er ist glücklich und nur das zählt für ihn - auch aus erwachsener Sichtweise.
Diese Geschichte ist schön und Laurie Lees Erinnerungsvermögen hat ein kleines Wunder hervorgebracht. Ein Kinderleben als wunderbare Reise, spielend leicht und bunt verzaubert, hat er es innig und sensibel geschildert.
Diese aufgezeigte, freie und fröhliche Kinderwelt hat nichts mit dem gesteuerten Leben unserer Kinder in der heutigen, von digitalen Medien und TV beeinflussten Kinderzeit zu tun und das ist ein ganz wertvolles, zeitloses Geschenk an den Leser.
Diese wunderschönen Eindrücke eines einstigen Kinderleben möchte man mit Sicherheit mehr als einmal im Leben lesen.
Meine Bewertung : FÜNF ***** Sterne für diesen grossartigen Literatur-Klassiker!
Herzlichen Dank an den Unionsverlag aus Zürich für das wunderschön ausgestattete Rezensionsexemplar!
Donnerstag, 1. März 2018
*Memory Wall* von Anthony Doerr, erschienen im btb Verlag
- Erscheinungsdatum Erstausgabe :10.02.2016
- Aktuelle Ausgabe : 12.02.2018
- Verlag : btb
- ISBN: 9783442715541
- Flexibler Einband 144 Seiten
- Sprache: Deutsch
Rezension
INHALT/KLAPPENTEXT:
Unser Leben, unsere Welt werden durch unsere Erinnerungen zusammengehalten. Was geschieht mit uns, wenn wir sie verlieren, und welche Möglichkeiten tun sich auf, wenn andere unsere Erinnerungen wiederbeleben können? Der 74-jährigen Alma Konachek, die in einem Vorort von Kapstadt lebt, widerfährt genau dies. Sie verliert ihr Gedächtnis ...
Wie alle Werke Doerrs zeugt auch dieses von der Größe des Lebens – von der geheimnisvollen Schönheit der Fossilien, Wolken, Blätter – von dem atemberaubenden Glück, in diesem Universum zu leben. Die Vorstellungskraft und Sprachmacht, das Einfühlungsvermögen und die Erzählkunst Anthony Doerrs sind unvergleichlich.
MEINE MEINUNG:
Zitat Seite 93: " Was vor vier Jahren geschehen ist, hat er vor zwanzig Minuten erlebt. Das Leben einer alten Frau wird zum Leben eines jungen Mannes. Der Erinnerungsbeobachter wird zum Erinnerungsbewahrer."
Dieser Satz ist bezeichnend für diesen Roman, der so ganz anders ist. Der Autor führt den Leser mit einem sehr sensiblen Einfühlungsvermögen in die Welt des Vergessens, der Erinnerungen, der eine Altersdemenz zugrunde liegt.
Ich hatte beim Beginn des Lesen nicht mit einem so unheimlich spannend geschriebenen Buch gerechnet. *Novelle* steht harmlos und klein auf dem Cover. In meinen Augen ist dieser Roman ein echter Spannungs-Thriller und eine Dystopie, die uns das Fürchten lehren kann vor einer Wissenschaft, der wir vielleicht sogar bald in unserer Zukunft begegnen könnten. Der Schreibstil des Autors liest sich absolut flüssig, leicht und beschwingt, vermittelt sofort Atmosphäre und wirkt sehr authentisch mit seinen Protagonisten.
Auf einhundertvierundvierzig Seiten bin ich atemlos an der Seite von Alma, Pheko und Luvo nach Kapstadt, auf den Tafelberg und zu seinen alten, kurz unter der Erdoberfläche liegenden Fossilien geflogen. Die Atmosphäre und die Armut der Menschen in den Township werden ebenso bewegend und bunt geschildert wie das Leben der reichen *weissen* Bevölkerung in ihren abgeschotteten Stadtteilen.
In einer Gedächtnisklinik setzen Wissenschaftler mit Gumminoppen verschlossene Ports (Eingänge) in die Schädel wohlhabender , alter Menschen und durch sogenannte Stimulatoren werden gespeicherte Erinnerungen abgesaugt , den Alten wie ein Film wieder und wieder vorgespielt und auf Kassetten konserviert. Menschliches Suchtverhalten nach dem Leben der Vergangenheit ist vorprogrammiert . Das klingt für mich sehr gruselig oder seid ihr da anderer Meinung?
Wenn Wissenschaftler etwas Neues erfinden oder ausprobieren , sind Missbrauch und/oder Kriminalität nicht weit entfernt. Und doch gewinnen das Leben, das Gute, der Zufall in dieser Geschichte. Sie ist spannend , fordernd, provozierend - gleichzeitig auch von der Weisheit des Alters und einem gelebten Leben geprägt.
Alma's Lebenserinnerungen, gestohlen und verkauft! Oder bieten sich durch experimentelle Forschungen die einmalige Chance menschliche , ganz persönliche Erinnerungen für die Nachwelt zu konservieren und durch diese Erkentnisse Altersdemenz zu heilen?
Diese Frage beschäftigt mich - was wird möglich sein in naher Zukunft?
Ein echtes Überraschungsbuch, welches mir einen unglaublich spannenden Lesetag geschenkt hat.
Vielen Dank an den Autor und den btb Verlag für dieses aufregende Rezensionsexemplar!
Meine Bewertung: FÜNF ***** grossartige Sterne!
Mittwoch, 28. Februar 2018
*Ein Feuer im Garten* von Franz Hohler, erschienen im btb - Verlag
- Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.10.2015
- Aktuelle Ausgabe : 13.11.2017
- Verlag : btb
- ISBN: 9783442715824
- Flexibler Einband 128 Seiten
- Sprache: Deutsch
- Werbung
Info zum Autor Franz Hohler
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-Feuer-im-Garten/Franz-Hohler/btb-Taschenbuch/e516024.rhd#vita
Rezension
INHALT /KLAPPENTEXT:
Franz Hohler geht gerne in die Welt hinaus – bis an den Arabischen Golf und nach Teheran führten ihn seine Reisen. Aber manchmal genügt auch der kurze Weg in die Nachbarschaft, um auf erstaunliche Geschichten zu stoßen. Etwa bei der Dichterin, die Kindern eine Geschichte über ein Feuer im Garten erzählt - ohne zu ahnen, welche Reaktionen sie damit auslöst. Oder dem Schriftsteller, der ausgerechnet auf dem Weg zur Lesung sein Buch vergisst. Oder dem Erzähler, der merkwürdig einsilbig bleibt, als ihm sein Nachbar erklärt, bald würden sie hier die Fremden sein und die Einheimischen die Fremden von heute. „Ein Feuer im Garten“ versammelt Franz Hohlers neueste Kurzerzählungen, die mit feiner Ironie die Brüchigkeit unserer Welt aufspüren – gleich hinter dem eigenen Gartenzaun.
MEINE MEINUNG:
Viele, sehr unterschiedliche Geschichten hat uns Franz Hohler im handlichen Bändchen von 126 Seiten geschenkt. Kurze Geschichten, kleine Gedankenfragmente, hintersinnige Texte mit einer klugen Wortwahl, deren Bedeutung dem Leser erst nach einigem Nachdenken aufgeht. Revolutionäre Gedankengänge sind vorhanden, die eigentlich junge Menschen lesen müssen und die sie aufrütteln könnten! Liebevoll geschriebene Erinnerungen an die Kindheit mit ihren Menschen und wunderschöne Begebenheiten darüber fehlen bei diesem Autor natürlich auch nicht. Mit feinem Humor, leichter Ironie und wohlwollendem Verzeihen für menschliche Fehler und Schwächen präsentiert er dem Leser seine Sicht des Weltgeschehens und den Ablauf unseres menschlichen Daseins.
Ein wunderbares Büchlein , welches man nicht weit hinten im Regal verschwinden lässt, sondern es immer wieder hervorziehen wird zum Nachlesen. Das Geschenk eines grossartigen Erzählers an seine Leser.
Ein sehr schöner und bildhafter Vergleich mit unserem Leben auf dieser Welt ist die letzte Geschichte des Buches *Im Wasser* .
Zitat aus * Im Wasser* Seite 126 : „ Ich fühle mich wohl im Wasser. Ich schwimme ununterbrochen, ich kann gar nicht genug kriegen davon. Durch meine Kiemen atme ich Wasser ein und aus.“
Danke Franz Hohler!
Herzlichen Dank auch an den Autor und den btb Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplar !
Meine Bewertung für dieses grossartige Buch : FÜNF ***** Sterne!
Dienstag, 27. Februar 2018
*wie wir waren* von Sinead Moriarty, erschienen beim Piper Verlag
Buchdetails
- Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.02.2018
- Aktuelle Ausgabe : 01.02.2018
- Verlag : Piper
- ISBN: 9783492310963
- Flexibler Einband 528 Seiten
- Sprache: Deutsch
- Werbung
Infos zur Autorin Sinead Moriarty
Rezension
Wie wir waren — Inhalt/Verlagstext
Alice und Ben sind das perfekte Paar, verbunden durch ihre Liebe, ihre Kinder. Bis Ben mit den Ärzten ohne Grenzen in ein Krisengebiet nach Afrika geht. Kurz darauf erhält Alice die schlimmste aller Nachrichten: Bens Team wurde überfallen, niemand habe überlebt. Plötzlich ist sie Witwe und alleinerziehende Mutter. Alice schwankt zwischen Trauer und Wut auf Ben. Dann lernt sie Dan kennen: gut aussehend, charmant und hilfsbereit. Schließlich gibt sie seinem Werben nach und sagt Ja. Doch am Vorabend der Hochzeit klingelt das Telefon. Es ist Ben. Er lebt, und er will sein altes Leben zurück ...
Meine Meinung:
Das schöne und etwas geheimnisvoll wirkende Cover mit der dunklen Frauengestalt im Blickfang hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht. Die irische Autorin, aus Dublin stammend und dort auch ansässig mit Ehemann, drei Kindern und einer Katze namens Minnie, hat mich durch ihren lebhaften und reizenden Schreibstil sofort in diesen spannenden Belletristik-Roman über eine junge Arzt-Familie hineingesogen.
Diese sehr emotionale Familiengeschichte hat mich begeistert , fasziniert durch ihre bunte und reale Darstellungsweise. Sinead Moriarty lässt die vier Hauptprotagonisten Alice und Ben, die Töchter Holly und Jools aus ihren eigenen Sichtweisen des Geschehens erzählen und erzeugt damit gekonnt eine unheimliche Spannung, Neugier und echtes Mitleiden beim Leser. Man wird allerdings sehr gut emotional von der Autorin begleitet. Durch Trauer, Tränen, Abschiedsmomente, liebevolle Erinnerungen und abenteuerliche, grausame Begebenheiten in Eritrea zeigt sie die tragischen Ereignisse für die junge Familie sehr genau auf. Die Erzählungen von Ben und seinem Kollegen Declan aus der Zeit in der Hand der Rebellen in Eritrea wurden sehr realitätsnah geschildert und haben das Fürchten vor solchen Situationen nah an den Leser gebracht. Beide Ärzte, teilweise Tage primitiv in einem Zelt aneinander gekettet, wurden gezwungen unter einfachsten Bedingungen schwierige, chirurgische Eingriffe zu tätigen, immer mit der Angst im Hintergrund um dem drohenden Verlust des eigenen Lebens. Zwei Jahre lang. Was das für die Psyche bedeutet, kann man sich leicht vorstellen. Posttraumatische Belastungsstörungen sind vorprogrammiert und fast eine unausweichliche Folge dieser Gefangenschaft.
Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert und die trauernden Familienszenen am Anfang des Romans nehmen nach meinem Geschmack etwas zuviel Raum ein, wiederholen sich laufend und geben der Geschichte eine unnötige Länge. Sicher ist eine aufwendig beschriebene Trauerarbeit wertvoll und man bekommt dadurch einen sehr guten Zugang zu den Charakteren und versteht ihre emotionalen Regungen und ihr Verhalten dadurch sehr viel besser.
Das Ende der Trauerarbeit und der mühsame Rückweg in das normale Leben werden mit Hilfe einer neuen Liebe von Alice zu dem smarten Geschäftsmann Dan bezaubernd und ehrlich dargestellt. Alice behält immer in erster Linie das Wohlergehen auch ihrer Kinder im Auge und fühlt sich seit Jahren wieder wohl, geliebt und beschützt. Der Kummer um den toten Ehemann und Vater verblasst mehr und mehr - auch bei den Kindern.
Doch dann taucht der totgeglaubte Ehemann und Vater mit seinem Kollegen Declan überraschend wieder auf. Beide Männer haben den Überfall überlebt! Und wieder ist es ein schockierendes und traumatisches Ereignis für die ganze Familie.
Ich habe diesen aufregenden Roman regelrecht verschlungen und mich auf keiner Seite des Buches wirklich gelangweilt, trotz der langen Beschreibung des Trauerprozesses. Danke für diese gefühlvolle Leseerfahrung an die Autorin.
Herzlichen Dank auch an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar!
Meine Bewertung: Vier **** Sterne für diese bewegende Geschichte!
Dienstag, 13. Februar 2018
*Das Wunder* von Emma Donoghue, erschienen im Wunderraum Verlag
Buchdetails
- Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.11.2017
- Aktuelle Ausgabe : 13.11.2017
- Verlag : Wunderraum
- ISBN: 9783336547883
- Fester Einband 416 Seiten
- Sprache: Deutsch
- Werbung
Rezension
INHALT:
Irland, Mitte des 19. Jahrhundert. Ein kleines, armseliges Dorf in den sumpfigen Midlands bei Mullingar. Dort lebt die 11 jährige Anna O'Donnell mit ihrer Familie. Anna hat seit vier Monaten keine Nahrung mehr zu sich genommen. Das streng gläubige, katholische Umfeld glaubt an eine göttliche Offenbarung, an ein Wunder. Andere Stimmen sprechen von einem infamen Betrug.
Die resolute Krankenschwester Lib Wright wird zur Beobachtung und Aufdeckung des Geschehen in die Familie geschickt. Ein irischer Journalist begibt sich auch in das Dorf um eine objektive Berichterstattung zu gewährleisten. Die beiden Erwachsenen freunden sich an und tauschen sich aus. Lib entwickelt mit der Zeit, ohne irgendein Anzeichen des Betruges feststellen zu können, zur kleinen Anna eine innige Freundschaft und Bindung, die von dem Kind freimütig und liebevoll erwidert wird. Anna ist ein reizendes, gläubiges , sehr spirituell wirkendes Kind, welches mit seiner Klarheit und Ehrlichkeit des Glaubens beeindruckt. Sie ernähre sich von himmlischen Manna, behauptet sie. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und erst der irische Journalist bringt Lib mit der Mitteilung seiner Beobachtungen auf eine völlig andere Sicht der Dinge,,,
MEINE MEINUNG:
Die Autorin hat vor dem Schreiben des Buches eine sehr sorgfältige Recherche verschiedener Fälle von *Fastenmädchen* Geschichten am Ende ihres Buches im Anhang beschrieben. Das war sehr hilfreich für mich, um überhaupt die Thematik dieser ungewöhnlichen, religiös angehauchten Geschichte zu verstehen.
Die Menschen dieser Zeit waren streng katholischen Glaubens, in den sich das Wissen um das *kleine Volk*, gemeint sind Feen aller Arten, eng eingeschlichen hat. Der Alltag bestand aus harter Arbeit und abergläubischen Handlungen in allen Formen und Variationen. Diese ungute Konstellation hat die Autorin stimmungsmässig sehr gut transportiert und man wird mit diesem Dorf und seinen Bewohnern sehr vertraut. Die unsympathisch auftretende Familie der kleinen Anna wird vielfältig und ehrlich beschrieben und die Kirchenoberen auf drastische Art und Weise dargestellt - in vielen Beschreibungen von der Autorin auch blossgestellt. Lib kann keine heimliche Nahrungsaufnahme während ihrer Anwesenheit feststellen und ihre Beziehung zu Anna verändert sich in Sorge und Liebe zu dem Kind.
Die Beziehung der jungen Frau zu dem Mädchen hat etwas absolut Fürsorgliches und Mütterliches an sich, von der Autorin EMMA DONOGHUE, die mit acht Geschwistern aufgewachsen ist, sehr authentisch dargestellt. Es passiert nicht viel Aufregendes im Roman, wenn man von den unheimlichen Moor-Spaziergängen der Lib absieht. Nur ihre Sorge um das Kind, mit der sie den Leser wirkungsvoll ansteckt , wächst und wächst.
Mich hat die flüssige und mitfühlende Schreibweise der Autorin sehr beeindruckt. Dass die Geschichte sich am Ende in eine andere Richtung entwickelt hat , empfand ich als Entlastung des Lesers aus diesem religiösen Durcheinander.
Die Darstellung der teilweise schon fanatischen Religionsgläubigkeit der damaligen irischen Bevölkerung hat mich doch sehr erschreckt.
Zitat Drittes Kapitel Seite 161:
"FASTEN
fasten
nicht essen;
sich zur Buße und inneren Einkehr
aller oder bestimmter Speisen enthalten;
sich einer Hungerkur unterziehen;
in anderen Dingen Abstinenz oder Verzicht üben "
Herzlichen Dank an die Autorin und den Wunderraum Verlag für die Bereitstellung des schönen gebundenen Rezensionsexemplar!
Meine Bewertung : FÜNF ***** GROSSARTIGE STERNE .
Montag, 12. Februar 2018
*Das Wunder*
Hier ist es nun, * Mein gutes Buch*, welches mit einem spannendem Thema fasziniert, spirituell und gheimnisvoll erscheint. Oder scheint es nur so ?? Wer betrügt hier wen? Wer beobachtet was? Dieses Buch gibt viele Rätsel auf, welche ich sicher nicht alle lösen werde...
KLAPPENTEXT/INHALT
Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?
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