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Samstag, 13. Januar 2018

*Lied der Weite* von Kent Haruf, erschienen im Diogenes Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.01.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 12.01.2018
  • Verlag : Diogenes
  • ISBN: 9783257070170
  • Fester Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch


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REZENSION

Lebens-Schicksale einer amerikanischen Kleinstadt,,,


INHALT:
 Der Autor Kent Haruf beschreibt  in seinem erfolgreichem Roman das Leben und die Schicksale unterschiedlicher  Menschen sehr ausführlich und bewegend. Sie leben, abgeschieden und ruhig eingebettet ,  in einem amerikanischen Kleinstad-Millieu, einer Stadt namens Holt, im Staat Colorado gelegen. Ein erfolgreicher, bekannter und einprägsamer Roman  von ihm ist auch schon verfilmt worden (Unsere Seelen bei Nacht). 

Da ist die schwangere, siebzehnjährige Schülerin Victoria Robideaux, die von ihrer Mutter in dieser schwierigen Situatuion  keine Unterstützung  bekommt, sondern auf Intervention ihrer Lehrerin Maggie Jones bei zwei alten Junggesellen , verschrobenen, aber gutmütigen Viehzüchtern eine neue Unterkunft bekommt. Die schwierige Situation einer Lehrerfamilie , deren zwei Jungen ohne die Mutter auskommen müssen,  stattdessen bei einer alten, kranken Dame,  Wärme ,Herzlichkeit und Zuwendung erfahren, welche ihnen ihr Vater Guthrie nicht geben kann. Aber es gibt auch eine Kehrseite dieser menschlichen Güte und des Zusammenhaltes der Menschen einer Kleinstadt. 
Unwissenheit, Bösartigkeit, Gleichgültigkeit  und Dummheit treten bei vielen Mitbürgern und  hier, in diesem Roman, bei einigen oft männlichen Protagonisten, grell und schockierend zu Tage. 
Diese unterschiedlichen Lebenswege kreuzen , verflechten und verbinden sich auf herzerwärmende und dramatische Weise,,,,

MEINE MEINUNG:
Kent Haruf  hat mich mit seiner ruhigen, sehr von Abstand und wertfreier Beobachtung geprägten Schreibweise in den Bann gezogen und ich habe das flüssig und angenehm zu lesende Buch in zwei Tagen durchgelesen. Er hält immer  die Lesespannung aufrecht, trotz des Fehlens von Wörtlicher Rede. 
Seine Protagonisten wurden von ihm  sehr sorgfältig dargestellt und beschrieben mit ihren unterschiedlichen Charakteren und in ihren berührenden Lebenssituationen.  Besonders beeindruckt haben mich die beiden alten  Brüder McPheron , die in ihrer einfachen Denkweise den Mut besitzen neue Wege zu gehen und ein unbekanntes , schwangeres Mädchen in ihre lang verwurzelte Lebensgemeinschaft auf der Farm aufzunehmen.  
Eingefahrene Verhaltensweisen junger Menschen, denen Neugier , Dummheit, Aggressivität  und Brutalität zu Grunde liegen, werden eindringlich beschrieben und scheinen wohl nie auszusterben.
Eines möchte ich noch erwähnen:  Man wird als Leser von dieser objektiv beschreibenden Beobachtungsfähigkeit des Autoren angesteckt und kann sich mit keinem der Protagonisten wirklich identifizieren oder gar mitfiebern, wie es bei manchen  Romanen mit Ich-Erzählern leicht geschieht. Ich empfinde das aber nicht Lese-Manko bei dieser Geschichte. 

Meine Bewertung: Eine absolute  Leseempfehlung mit FÜNF *****STERNEN für dieses grossartige Buch über Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit! 

Herzlichen Dank an den Autor und Verlag für dieses ansprechende Rezensionsexemplar!


Dienstag, 9. Januar 2018

*Die Rose von Tibet* von Lionel Davidson, erschienen im Penguin Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.12.1994
  • Aktuelle Ausgabe : 09.10.2017
  • Verlag : Penguin
  • ISBN: 9783328100034
  • Flexibler Einband 544 Seiten
  • Sprache: Deutsch




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Rezension



INHALT/KLAPPENTEXT:

Januar 1949: Der britische Filmemacher Hugh Whittington soll auf einer Expedition in der Nähe des Mount Everest ums Leben gekommen sein. Doch sein Stiefbruder Charles gelangt an Informationen, die ihn an Hughs Tod zweifeln lassen. Er ist entschlossen, nach Tibet zu reisen und ihn zu finden, doch die Grenzen des Landes sind abgeriegelt. Auf gefährlichen Pfaden gelangt Charles schließlich ins verbotene Land, wo sein Bruder sich in einem Kloster aufhalten soll. Doch statt auf Hugh trifft er dort auf eine faszinierende Frau mit einem tödlichen Geheimnis …

MEINE MEINUNG:
Ich hatte mir von diesem Roman und Klappentext sehr viel Abenteuer, spannende Beschreibungen  über Land und Leute versprochen , wurde aber leider enttäuscht und muss nach langer Lese-Zeit zugeben: 
Es war ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte!
Die langatmigen  und umständlichen Epiloge am Anfang und Ende des Buches lassen den Leser unbefriedigt und ohne Spannung zurück. Den Schreibstil des Autoren empfand ich als sprunghaft und unruhig. Man rätselt immer wieder wie er in diese oder die nächste Begebenheit so schnell hineinkommen konnte. Ich habe beim Lesen ganz oft Langeweile empfunden durch umständliche Formulierungen und Beschreibungen von Situationen und Gedanken des Protagonisten.
Meine Gedanken konnten laufend abschweifen und das bedeutet meistens ein Todesurteil für die Lektüre.
Mich störte auch die abschätzige Meinung des Protagonisten über die Verhaltensweisen der einheimischen Bevölkerung. Seine westlich geprägte, arrogante Geisteshaltung kam sehr deutlich zum Ausdruck und hat mich ganz klar verärgert. Ich empfand diese Geschichte teilweise als skurril und der Lehrer und Stiefbruder  Charles erschien mir mit seinem Verhalten oft nicht authentisch. Vielleicht liegt  meine Unzufriedenheit auch an der unruhigen Lesezeit über die Weihnachtstage. Ich habe den berühmten *roten Faden* immer nur mit viel Sucherei wiedergefunden und plötzlich war die Farbe verblasst oder hatte gar gewechselt. 
Es war einfach wohl leider das falsche Buch zum falschen Zeitpunkt für mich,,,,möge sich der interessierte Leser aber immer ein eigenes Bild  machen, denn ich wertschätze jeden Autor und seine anstrengende Arbeit.

Meine Bewertung: ZWEI ** Sterne für ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte!

Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für die Bereitstellung des  Leseexemplars.

Montag, 8. Januar 2018

*Das Leben der Rebecca Jones* von Angharad Price, erschienen bei dtv

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.12.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 05.05.2017
  • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 9783423145640
  • Flexibler Einband 176 Seiten
  • Sprache: Deutsch






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Rezension

INHALT:  
Dieser Roman erzählt die Biografie  der Familie Jones , die seit ca. 1000 Jahren eine  abgelegene Farm in Wales  bewirtschaftet. Wir verfolgen die aktuellen Familiengeschehnisse aus dem Tal Tynybraich in einem Zeitraum von ca. einhundert Jahren vom Beginn des 20. Jahrhundert bis 2012, erzählt von der Ich-Erzählerin Rebecca, die mit  ihren Eltern und dem Bruder Bob die Farm hütet und nebenher als Näherin zuhause arbeitet.  In der Familie tritt immer wieder ein Gendefekt von unheilbarer Blindheit auf. Drei Brüder von Rebecca sind davon betroffen und werden im zarten Kindesalter mit drei Jahren von den Eltern auf eine Blindenschule zur Ausbildung geschickt. Sie üben als erwachsene Menschen akademische Berufe aus, haben aber zeitlebens eine enge Verbindung zu ihrer Familie, Farm und der walisischen Heimat.  Alle Familienmitglieder sind literarisch sehr belesen und bewandert. Es gibt eine alte Bücher-Familentruhe mit  verschiedenen Schriften und Werken, auch  des Vorfahren Hugh Jones. Rebecca und ihre Geschwister haben von kleinauf darin gelesen und gestöbert….

KLAPPENTEXT: „Das Leben einer Frau.Die Stille eines walisischen Tals. Eine Geschichte von Tradition und Wandel voller Innigkeit und Würde.“

MEINE MEINUNG: Die poetische , lyrische , leise Sprache, deren Angharad Price sich in ihrem wunderbaren Roman bedient, hat mich sehr berührt. Ich habe mit grossem Interesse diese Familiengeschichte verfolgt .  Kleine und viele grosse Katastrophen, wie der Tod der jungen Schwägerin Kate, die ein Neugeborenes und ein  Kleinkind hinterlässt, ebenso wie die Blindheit einiger  Geschwister. Der blinde William, die schon über sechzigjährigen Eltern von Rebecca und sie selber kümmern sich selbstlos und rührend um die Kleinen und unterstützen Sohn und Bruder BOB auf unglaubliche Weise.  All das und viele andere Ereignisse  werden ohne Hast, Aufgeregtheit oder Anklage geschildert und bestechen durch die Schlichtheit der Worte und Sätze. Die wunderbare Landschaft, ihre Romantik , die  Heimatliebe  von  Rebecca und ihrer Familie zum diesem Landstrich , haben auch mich bezaubert!
Trotz der schweren, körperlichen Arbeit auf der Farm ist die ganze Familie geistig sehr rege. Ich finde das ist  bewundernswert.  Aber es ist auch ein grosses Geschenk, welches Rebecca  mit ihrem immerwährenden zur Verfügung stehendem Leben ihren Leuten gibt.  Sie opfert sich auf für die Familie , dem Fortbestehen von Traditionen und verzichtet auf persönliche Liebe und Familie zugunsten ihrer Geschwister, Eltern und Heimatliebe.

Das ca. einhundertsiebzig Seiten enthaltende Taschenbuch wird mit wertvollen alten  Original - Bildern der Familie Jones dokumentiert und vor jedem Kapitel finden wir Zeilen des schreibenden Vorfahren Hugh Jones.
Zitat  Kapitel 2 , Seite 47:
„Siehe, der Winter ist fort, vorüber ist die Zeit des Regens, und wieder zum Vorschein kommen die Blumen der Erde, und wieder zu hören ist der Vögel Gesang: Mit jedem Tag verweilt das Licht länger, und immer wieder blickt hoch aus ihrem Himmelszelt die Sonne, und nichts kann sich entziehen ihrer Glut. 
Hugh Jones , 1774

Meine Bewertung für dieses schöne Werk : FÜNF***** grossartige STERNE!

Vielen Dank an die Autorin und den dtv-Verlag für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!

Montag, 1. Januar 2018

*WUNDER Weisse Tage* von Jeanette Winterson, erschienen im WUNDERRAUM Verlag

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Dieses Buch hat mich gerade noch rechtzeitig am 29.12.17 erreicht, um die zwölf winterlichen  Geschichten zu geniessen, die sich ein wenig an die Rauhnächte anlehnen. Es ist sehr ansprechend aufgemacht und bietet  Geschichten und ungewöhnliche Rezepte zum Nachkochen, zur  Unterhaltung, zum Nachdenken und Diskutieren,,,,
Die zwölf Rauhnächte

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :16.10.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 16.10.2017
  • Verlag : Wunderraum
  • ISBN: 9783336547852
  • Fester Einband 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Autorin Jeanette Winterson

REZENSION

Ich sah das Buch, nahm es in die Hand und war sofort verzaubert. Das Buch hat eine edle Ausstattung mit schlichtem, klassischen Anspruch , versehen mit einem netten Lesebändchen.

Zitat Seite 227 : "Und jetzt die 12 Tage von Weihnachten bis Dreikönig: Schmausen, Wärme, Erholung, Freude, Besinnlichkeit , Singen, gute Taten, Mitgefühl und eine gewisse Sinnhaftigkeit des Lebens."

Die in Grossbritannien sehr bekannte Autorin Jeanette Winterson nimmt den Leser mit in ihre  aufregende Welt der Fantasie, der Mythen , unseren Wünschen und Empfindungen während der Weihnachtszeit und der 12 magischen Nächte zwischen Heiligabend und den ersten Tagen des neuen Jahres. Sie erzählt ihre zwölf Geschichten in einem immer neuen Schreibstil, angepasst an das jeweilige Thema. Sie verwandelt ihre Gedanken und Themen immer wieder neu und lässt den Leser von einer Geschichte zur nächsten ungeduldig fliegen.  
Es geht in dieser Lektüre um viele menschliche Emotionen wie das Verstehen um  den * Geist der Weihnacht *, die Kraft der Liebe , des Verzeihen unseres eigenen Versagens und dem unserer Mitmenschen. Der Schrecken einer Gespenstergeschichte (Die Mistelbraut) kommt ebenso überzeugend aus ihrer Feder, wie das liebevolle , mitmenschliche Kümmern um eine andere Person in  der Erzählung *Die SchneeMama*. Vertrauen, Zuwendung, Mitmenschlichkeit leben, träumerisch und romantisch angehaucht sind diese zauberhaften Geschichten. 

Gewürzt hat Jeanette Winterson dieses Potpourri mit Plaudereien am Ende jeder Geschichte über  klassische, englische Rezepte, die hierzulande nicht so bekannt sind, aber trotzdem mit etwas Engagement leicht nachzukochen sind, wie zum Beispiel ein schöner Glühwein aus Rot- und Portwein, sowie mit  Gewürzen wie Ingwer, Zimt, Lorbeerblatt, Rohrzucker und einer mit Nelken gespickten Apfelsine, was in dem Fall ja auch bei uns wohlbekannt ist. Bei Mince Pies mit einer Mischung aus Mincemeat sieht es hier in Deutschland schon anders aus. 
In diesen Plaudereien nimmt sie den Leser auch mit zu ihren Bekanntschaften mit anderen Autoren/innen wie Ruth Rendell, die unter dem Namen Barbara Vine auch sehr interessante Bücher geschrieben hat. Auch sehr persönliche Erlebnisse mit Eltern und Lebenspartnerinnen kommen offen und mit viel Mut ehrlich zur Sprache. 
Dieses schöne Buch ist ein kleiner Schatz, den ich sicher gerne an jedem Weihnachtsfest aus dem Regal holen werde um mich auf diese wunderhafte Zeit des Jahres einzustimmen.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Wunderraum Verlag für  die Zusendung dieses grossartigen Leseexemplars.

Meine Bewertung : FÜNF ***** Sterne für diese zauberhafte Lektüre.   


Donnerstag, 21. Dezember 2017

*Die Rose von Tibet* von Lionel Davidson, erschienen im Penguin Verlag

                                                                                           Produktinformation
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.12.1994
  • Aktuelle Ausgabe : 09.10.2017
  • Verlag : Penguin
  • ISBN: 9783328100034
  • Flexibler Einband 544 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Infos zum Spannungsautor Lionel Davidson
Mit dieser Lektüre werde ich mich über die Weihnachtstage beschäftigen, falls überhaupt Zeit zum Lesen bleiben wird. Der Roman entwickelt von Anfang an Spannung und Neugier auf diese Geschichte , die eine Mischung aus Abenteuerroman, mystisch-esoterischen Begebenheiten und der Atmosphäre des Landes Tibet im Jahr 1950 vermittelt......


Dienstag, 19. Dezember 2017

*MUDBOUND Die Tränen von Mississippi*, erschienen im Pendo Verlag

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  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :02.11.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 02.11.2017
  • Verlag : Pendo Verlag
  • ISBN: 9783866124561
  • Flexibler Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Rezension

INHALT:  
In Mississippi, am Ende des 2. Weltkrieges spielt dieses mitreissende Südstaaten-Drama. Die etwas spröde, schon ältere Laura heiratet den Kriegsheimkehrer Henry McAllan. Sie verlässt ihr wohl behütetes Elternhaus und folgt ihrem Ehemann auf eine abgelegene Baumwollfarm mit dem bezeichnenden Namen *MUDBOUND*, was soviel wie Schlammloch bedeutet. Das Leben auf der Farm verlangt einiges von Laura ab, doch Florence, die Frau des farbigen Land-Pächters Hap steht ihr im Haushalt und bei den Geburten ihrer Kinder zur Seite. Wäre da nicht der liebenswerte und freundliche , immer mit guter Laune auftretende Bruder Jamie, auch ein Kriegsheimkehrer, der bei der Luftwaffe gedient hat, würde sie an dem für sie ungewohnten primitiven und  hartem Alltag verzweifeln.So erträgt sie alles klaglos, tapfer und verliebt sich sogar in ihren Schwager. Schwüle, brütende Hitze , Insektenplagen , immer wiederkehrendes Hochwasser, kein fliessendes Wasser und kein Strom erschweren das tägliche Leben der weissen Familie.  Grossvater Pappy, der mit auf der Farm lebt, ist keine Hilfe , sondern terrorisiert auf gerissene und unsympathische Art seine beiden Söhne , die Schwiegertochter  und Enkeltöchter. 
Hap’s Sohn Ronsel kehrt auch aus dem Krieg heim. Er war bei einem Panzerbataillon in Europa und hat dort eine weisse Frau lieben gelernt und leidet darunter, dass er zu Hause als Afroamerikaner wieder abschätzig behandelt wird. 
Ronsel und Jamie freunden sich an - und ein dramatisches Geschehen bestimmt das Schicksal der beiden Familien,,,,,

MEINE MEINUNG:
Atemlos  habe ich dieses dramatische Südstaatenepos verschlungen.
Die Autorin bedient sich eines mitreissenden, sehr bildhaft beschreibenden Schreibstils. Sie lässt die sechs Protagonisten Laura, Henry, Jamie, Hap, Florence und Ronsel jeweils aus ihrer Sicht diese schlimme Atmosphäre der damaligen strikten Rassentrennung von *Schwarz* und *Weiss* erzählen. Diese katastrophalen Zustände haben abstruse Gesellschaftsnormen hervorgebracht. Zum Beispiel durfte ein Farbiger nicht neben einem weissen Menschen vorne im Auto sitzen. Farbige wurden auf die Ladefläche verbannt. Die Autorin spricht packend unser  Herz und Mitgefühl an mit ihrer Geschichte. Sie erzählt eindrucksvoll von Freundschaft, Liebe und Mut, seelischen Verletzungen und Verzweiflung , vor allem aber von der Hilflosigkeit der Betroffenen, diese Unmenschlichkeiten zwischen Farbigen und Weißen zu verhindern oder gar zu besiegen.  Es ist ein sehr dunkles Thema der amerikanischen Geschichte, welche auch heute immer noch krasse und bösartige Auswüchse von Diskriminierung  und Rassismus in der Gesellschaft hervorbringt.
Hillary Jordan hat übrigens in ihren Roman vieles aus den Erzählungen ihrer Grosseltern geschöpft, die auf einer einfachen Farm in Arkansas gelebt haben. Sie hat ihre Grossmutter als die Protagonistin Laura in ihrem Buch verewigt. 
Erst durch das Auftauchen des farbigen Ronsel nahm dieser Roman wohl einen dramatischen, ganz eigenen Verlauf. 
Dieser Roman wird mich innerlich noch lange Zeit beschäftigen.

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für diese grossartige Lektüre!

Herzlichen Dank an die Autorin und den Pendo Verlag bei PIPER für dieses Rezensionsexemplar.