Donnerstag, 5. April 2018

*SUMM,WENN DU DAS LIED NICHT KENNST* von Bianca Marais , erschienen im Wunderraum Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 12.03.2018
  • Verlag : Wunderraum
  • ISBN: 9783336547944
  • Fester Einband 509 Seiten
  • Sprache: Deutsch
Werbung












Rezension


INHALT: 
Der Hintergrund dieses aufwühlenden Romanes ist historisch belegt !
Soweto/ Südafrika 1976. Farbige Kinder und Schüler demonstrieren  für ihre Sprach-Freiheit und gegen das unmenschliche Apartheidsystem in ihrem Land. Einhundert Kinder und Jugendliche , darunter 12 jährige, werden von der Polizei gnadenlos in einer Kirche niedergemetzelt, in der sie sich verschanzt hatten.

Die siebzehnjährige Nomsa ist eine der Organisatorinnen des Aufstandes und wird vermisst. Ihre Mutter Beauty , eine 50 jährige farbige Lehrerin, die in einem kleinen Dorf in der abgeschiedenen Transkei in traditioneller Weise lebt und arbeitet, reist  nach Johannesburg um ihre verschollene Tochter zu suchen. 

Gleichzeitig verliert die weisse 9 jährige Robin auf grausame Art ihre Eltern. Sie werden während dieser Unruhen von Farbigen ermordet. Robin kommt in die Obhut ihrer Tante Edith , die  den Mutter- und Elternpart aber nicht übernehmen möchte. Ein schwarzes Kindermädchen soll sich während der zeitweiligen Abwesenheit von Tante Edith (sie ist Stewardess) um die traumatisierte Robin kümmern. Es ist die farbige Beauty.

MEINE MEINUNG: 
Der für mich interessant klingende Titel aus dem Wunderraum Verlag hatte mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Die Erklärung des Titels erfolgt übrigens in einer tragischen Situation für die kleine Robin. Die wunderschöne Aufmachung mit  grünen Blüten und fliegenden Vögeln auf dem Cover hat zu meiner Anfrage geführt. Der Schreibstil der Autorin mit südafrikanischen Wurzeln  fesselte mich sofort. Bildhaft und zärtlich werden glückliche Szenen und Momente aus Robins Familienleben  im Kopf des Lesers aufgerufen . Doch diese Idylle verändert sich sehr schnell. 

Plötzlich beschreibt die Autorin das Unfassbare, weitab von Robins heiler Kinderwelt. Die Grausamkeit der damaligen Rassentrennung tritt offen und hässlich zu Tage. Blutvergiessen, Mord, Hass und Gewalt bestimmen den Alltag der Menschen.  Die Armut und das Elend der Arbeiter in den Goldminen werden plastisch und schonungslos von der Autorin geschildert. Sechzehn Stunden unter Tage waren keine Seltenheit für die farbigen Arbeiter. Der Befreiungskampf für die Rechte der farbigen Bevölkerung nimmt einen unschönen Verlauf. Bespitzelung, Denunziation  der Farbigen und der auf ihrer Seite und für ihre Rechte mitkämpfenden weissen Menschen, sind normale Verhaltensweisen und es entsteht ein tiefer Graben in diesem Land zwischen den Menschen. 
Das paranoide Verhalten eines grossen Teils  der weissen Bevölkerung wird sichtbar und ist für unsere heutige Vorstellungswelt von Familie innerhalb einer Gesellschaft  kaum nachvollziehbar. Auf der einen Seite wird dem schwarzen Personal sogar die Betreuung der Babys anvertraut, aber ein gemeinsames öffentliches Leben für einfachste Situationen zwischen weissen und farbigen Menschen darf es nicht geben. 
Die Autorin hat in dieses fiktive Romangeschehen eigene authentische Erfahrungen mit dem Leben in Südafrika und dem Umgang mit der Rassentrennung verflochten. Das ist ihr ganz perfekt gelungen! Sie ist auch von einer farbigen Maid ( Ausdruck für ein Kindermädchen) liebevoll betreut worden und berichtet ehrlich und gefühlvoll von dieser glücklichen Zeit in ihrem Leben  
Dass das Personal nur einmal im Jahr zur Familie reisen durfte und fremde Kinder statt der eigenen betreuen musste, beschämt sie im Nachhinein sehr und sie ist am Ende des Buches noch einmal intensiv in einem Extraartikel auf dieses eine Problem von vielen anderen eingegangen.
Eine Landkarte am Ende des Buches zeigt die verschiedenen Provinzen auf. Das ausführliche Glossar mit Spezialbegriffen hilft dem Leser sich im Buch und Text zurechtzufinden. In Südafrika gibt es allein elf offizielle, verschiedene Sprachdialekte.
Dieses Buch hat mich  emotional sehr aufgebracht beim Lesen, traurig gemacht, Hoffnung auf Veränderung aufgezeigt und Verständnis für alle Seiten des Konfliktes geweckt. 

Es war eine dunkle Zeit, die von der Autorin genauestens beschrieben wurde, damit sie nicht vergessen wird. 

Meine Leseempfehlung: FÜNF ***** grossartige Sterne für diesen wichtigen und mitfühlenden Roman.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Wunderraum Verlag für dieses Rezensionsexemplar ! 

https://de.wikipedia.org/wiki/Apartheid

https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_in_Soweto



Montag, 2. April 2018

*Die Gabe des Himmels* von Daniel Wolf, erschienen im Goldmann Verlag

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :19.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 19.03.2018
  • Verlag : Goldmann
  • ISBN: 9783442483198
  • Flexibler Einband 956 Seiten
  • Sprache: Deutsch
Werbung
















Rezension

INHALT:
Wir befinden uns im Jahr 1346 in dem kleinen Städtchen Varennes-Saint-Jaques (Lothringen), in dem die Kaufmanns-Familie Fleury schon seit einigen Generationen zu einer angesehenen Patrizierfamilie aufgestiegen ist. 
Doch der junge Sprössling Adrien Fleury verfolgt andere Ziele und beginnt ein Medizinstudium in fernen Montpellier, welches er leider nur teilweise beenden kann, da er den Professoren zu wissbegierig und aufrührerisch erscheint. Er wagt sich sogar an Leichensezierungen heran, was zur damaligen Zeit völlig verpönt und verboten war. Adrien wird gezwungenen das Studium abzubrechen, geht zurück in seine Heimatstadt und wird dort schnell ein beliebter und erfolgreicher Heiler.
Das ist auch bitter nötig, denn die Pest und ein allgemeiner Hass auf die jüdischen Gemeinden und ihre Verfolgung durch die christliche Bevölkerung  verbreiten sich rasend schnell in Europa. Auch das kleine , beschauliche Städtchen wird nicht verschont und der Leser erlebt die Pest mit schrecklichen Bildern im Kopf hautnah mit. Die christliche Bevölkerung beobachtet nun die jüdische Minderheit mit Argwohn, Hass und vielen Vorurteilen.  

Der junge Christ Adrien wertschätzt die jüdische Heilerin Lea und diese zarte Liebesgeschichte zwischen den jungen Leuten unterschiedlicher Konfessionen gibt dem Roman eine ganz besondere Zärtlichkeit und Würze. 

MEINE MEINUNG: 
Neunhundertfünfzig Seiten konnten mich nicht abschrecken , diesem sehr interessanten und spannenden Roman zügig zu folgen. Ich habe jede einzelne Seite genossen und bin dank der blumigen und prägnanten Ausdrucksweise von Daniel Wolf tief in die damalige Zeit eingetaucht. Das Städtchen Varennes-Saint-Jaques war mir sehr vertraut, da ich die drei vorigen Bände über das Schicksal der Familie Fleury mit Begeisterung gelesen habe. 
Dieser vierte Band ist jedoch auch als alleiniger, erster Lesegenuss des begabten Schriftstellers zu empfehlen.
Der Autor hat die unterschiedlichen Charaktere von Adrien und seinen Familienangehörigen wunderbar klar herausgearbeitet. Die Charakter-Beschreibungen der christlichen und jüdischen Bevölkerung in dieser Kleinstadt erzeugen sofort bildhafte und den damaligen Zuständen  entsprechende, zeitgemässe Vorstellungen im Kopf.
 Allgemeine Armut, Unwissenheit und  die religiöse Besessenheit der Flagellanten  (Geißler, eine christliche Laienbewegung des 13. und 14. Jahrhundert  , die auf Besitz verzichtet und Buße durch Selbstkasteiung ausführt), nehmen einen grossen Stellenwert im öffentlichen Leben ein. Daniel Wolf widmet sich intensiv den Beziehungen zwischen der kleinen jüdischen Gemeinde und der christlichen Bevölkerung. Er hat sehr gut recherchiert und der Leser erfährt viel über jüdische Bräuche im Mittelalter. Das alltägliche Leben dieser jüdischen Minderheit, die unauffällig und friedlich ihr Auskommen in einem eigenen Viertel sucht, wird anschaulich dargestellt.
Die christlich geprägte Stadt-Gemeinschaft , schon organisiert in verschiedenen Handwerkergilden, wird vom Autor ebenso sorgfältig beschrieben. 


Gängige Heilmethoden mit Kräutern und Elixieren wie zum Beispiel Theriak, waren im Mittelalter sehr beliebt und wurden oft gegeben und Daniel Wolf hat viele Informationen über die Anwendung dieser Arznei in seinem Buch verarbeitet. Dieses Theriak ist eine Mischung aus ca. fünfzig Zutaten wie unterschiedlichen Opiaten, Kräutern, tierischen Häuten (Schlange und deren Fleisch plus Sud aus den Giftbissen), Entenblut, Krötenfleisch und  Exkrementen, von denen wir nach heutigen Standards lieber nichts wissen möchten. Auch chirurgische Eingriffe und Maßnahmen werden genauestens  im Roman geschildert. 
Doch die Pest, deren Verbreitung nicht aufgehalten werden kann, macht vor niemanden Halt in der Kleinstadt. Die Juden werden beschuldigt Brunnen zu vergiften und diese unbekannte Seuche zu verbreiten. 
So nimmt das Leben und Leiden für alle Bewohner von Varennes-Saint-Jaques einen unheilvollen Verlauf.

Für mich war dieser Roman ein Highlight im Genre *Historischer Roman* und ich bewerte dieses grossartige Buch gerne mit FÜNF ***** Sternen.    

Herzlichen Dank an den Autor und den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars !

Sonntag, 1. April 2018

*ALLES WAS GLÄNZT* von Marie Gamillscheg, erschienen im Luchterhand Verlag

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :19.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 19.03.2018
  • Verlag : Luchterhand
  • ISBN: 9783630875613
  • Fester Einband 224 Seiten
  • Sprache: Deutsch
Werbung

Infos zur Autorin Marie Gamillscheg









Rezension



INHALT: 
Die Aushöhlung  eines Berges durch den Abbau von wertvollen Gesteinen ist das prägende Thema dieses Buches. Der zeitweise Wohlstand eines am Fuße des Abbaugebietes liegenden Dorfes und der anschließende, langsame Niedergang der Siedlung durch die Ausbeutung der Natur werden dramatisch von der jungen Autorin geschildert. Die geplünderte Landschaft bedroht nun die Bevölkerung und ihr Leben durch einen möglichen Zusammenbruch der alten Stollen. 

Menschliche Schicksale und Begebenheiten wurden in diesem Roman eindringlich mit der Geschichte des Berg - und Erzabbau verwoben. Der kleine Flecken entvölkert sich. Verschiedene Protagonisten, wie die Denkweisen der Gastwirtin Susa, Besitzerin der ESPRESSO Bar, ihres alternden Gastes und ehemaligen Bergarbeiter Wenisch, werden präzise und fesselnd dargestellt.  Auch die Arbeit des Regionalmanagers Merih, der einen Strukturwandel und eine Umsiedlung der Bevölkerung in den Ortskern  anstoßen möchte, stehen im Mittelpunkt des Romans. Doch ein tödlicher Autounfall des allseits beliebten Martin erschüttert die Dorfbewohner.  Die beiden jungen Schwestern Esther und Teresa trauern um den jungen Mann und Freund und spielen mit dem Gedanken an einen Umzug in eine größere Stadt, wie es so viele ihrer Mitbewohner getan haben.   
Kann es einen Neubeginn für den sterbenden Ort geben?

MEINE MEINUNG:
Den Einstieg in die Thematik und den anspruchsvollen Schreibstil hat mir die junge Autorin  mit ihrem Erstlingswerk  nicht leicht gemacht. Teilweise liest man einen nüchternen Tatsachenbericht , aus dem man nur langsam eigene Schlüsse ziehen kann. Dann öffnet sich die Geschichte plötzlich abwechslungsreich und mit vielseitigen Facetten seiner Protagonisten, die man nun in verschiedene soziale Strukturen einordnen kann.
Poetisch geschriebene Abschnitte und Zeilen verführen immer wieder zum Nachdenken und Nachspüren des Geschriebenen.
Zitat Seite 97 : „ Mancher Stein war von besonderer Beschaffenheit. In ihm schien ein weißes Licht, das sich tausendfach ins Innere spiegelte. Es erzählte von unbekannten Welten, entdeckte im Gewöhnlichen das Geheimnis, im Einzelnen den Zusammenhang, im Endlichen die Unendlichkeit.“ 

Die Verbindungen innerhalb der Bevölkerung treten nun klar und schonungslos zu Tage. Es sind  teilweise positive Beziehungen, aber es treten auch negative Gewalt und Aggressionen zu Tage.

Das Lesen dieses Buches hat mich nicht unbedingt in eine glückliche Stimmung versetzt. Dazu ist die Thematik sterbender Regionen, die Ausbeutung der Natur und ihrer Ressourcen und der etwas schwermütige und bedächtige Schreibstil der Autorin nicht geeignet. Ingesamt ist es in meinen Augen aber ein sehr interessantes und lesenswertes Erstlingswerk einer jungen, begabten Schriftstellerin. 

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für ein ungewöhnliches Buch und Thema.   

Vielen Dank  an die Autorin und den Luchterhand Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Hier unter dem Link findet ihr eine Rezension der lieben Mimi!

Mittwoch, 21. März 2018

*ALLES WAS GLÄNZT* von Marie Gamillscheg, erschienen bei Luchterhand

Eine Aktion der Bloggerin Charleen, die heute gut zu einem gerade erhaltenem Buch passt.
Ihre nette Aufforderung lautet: 
*Zeige ein Cover mit einem Gebirge/Berg drauf*

Das tu ich hiermit gerne. Da ich bisher nur ein paar Seiten hineingelesen habe, zeige ich Euch den Klappentext dazu. 

Werbung
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :19.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 19.03.2018
  • Verlag : Luchterhand
  • ISBN: 9783630875613
  • Fester Einband 224 Seiten
  • Sprache: Deutsch



Klappentext:
Marie Gamillscheg nimmt den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt. Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs und vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns. 
Tief in den Stollen des alten Bergwerks tut sich was – und alle im Dorf können es spüren. Die Wirtin Susa zum Beispiel, wenn sie im „Espresso“ nachts die Pumpen von den Ketchup-Eimern schraubt. Oder der alte Wenisch, ihr letzter Stammgast. Sogar der Bürgermeister, wenn er nicht gerade auf Kur ist. Zuallererst aber hat es der schweigsame Martin gespürt, bis er dann eines Morgens die Kontrolle über sein Auto verlor. Es ist, als würde der Berg zittern, als könne er jeden Augenblick in sich zusammenbrechen. Für die junge Teresa und den Neuankömmling Merih ist die Sache klar: Sie will sich endlich absetzen aus dem maroden Ort, er hingegen sucht einen Neuanfang - ausgerechnet hier.

Dienstag, 20. März 2018

*FRÜHLINGS Gedichte* erschienen im Reclam Verlag

Werbung

Da nun heute der astronomische Frühling beginnt, Tag-und Nachtgleiche-Zeitpunkt um 17.15 Uhr , (das hat mir ein lieber Freund verraten), ein kurzes Gedicht von Ernst Jandl, entnommen aus obigem kleinen Büchlein vom Reclam Verlag. Ich glaube, es passt gut zum heutigen Tag!


frühlingsbeginn (Ernst Jandl)

weißen ich schneen
frier beißen Finger
fußen eis rutschen
nasen ich tropf-tropf









*Gemeinsam lesen*

 
Eine Aktion von www.schlunzenbuecher.de
bei der ich ab und zu gerne teilnehme! Vielen Dank an Euch dafür! Schön, dass wir uns kurz auf der Leipziger Buchmesse gesehen haben!


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Kapitel fünfundreissig, Seite 485 von 956 Seiten!!!!!!
Werbung



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Während Adrianus in Paris weilte, stahl sich im Moseltal der Spätsommer davon.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Der Autor hat einen genialen Schreibstil für einen historischen Roman und zieht den Leser auf jeder Seite ganz tief hinein in diese Zeit und das Geschehen im Buch. Ich habe alle seine drei Vorgänger Romane um die Familie Fleury gelesen und ich bin der Meinung: Der Autor schreibt von Buch zu Buch immer fesselnder, mit genauester Recherche und flüssigem Lesestil! Langeweile kenn ich nicht beim Lesen seiner Bücher.
4. Wo und wann trifft man dich beim Lesen an? 
Mich trifft man hauptsächlich zu Hause an beim Lesen. Lieblingsleseplätze sind bei schönem Wetter im Garten unter Bäumen oder auf der Terrasse. Bei unangenehmen Temperaturen mache ich es mir gern in meinem gemütlichen Lesesessel bequem, immer begleitet von meinem treuen Micky! Drinnen und draussen!
 (Daniela )

Montag, 19. März 2018

Buchmesse 2018

Liebe Leser, 

den tausendsten Bericht über die Buchmesse von einer Bloggerin möchte ich hier nicht zum Beitrags-Event gestalten - denn das Buchmesse Event und  ganz besondere Flair muss man  sich persönlich erschnuppern und erarbeiten.  

ICH ZEIGE EUCH aber gern meine gekauften Schätzchen,  die mir sicher viel Freude bereiten werden. Endlich bin ich nun auch stolze Besitzerin aller vier Bände der  Fantasy-Farbseher-Serie *ALABURG* von Greg Walters. Vielen herzlichen Dank schon jetzt lieber Greg für die kommenden, sicher sehr spannenden Lesestunden. 


Werbung

Dienstag, 13. März 2018

*Die Gabe des Himmels* von Daniel Wolf, erschienen im Goldmann Verlag

                                                               Werbung

Dieses wunderbare Buch erscheint erst am 19. März auf dem Buchmarkt, aber ich darf es vorher lesen!
Es ist der vierte Band um die Familie Fleury und spielt wieder in der Stadt Varennes-Saint-Jacques  in LOTHRINGEN.

Danke an den Goldmann Verlag!

Montag, 12. März 2018

*Giselas Samstagsfrage*



Hier ist sie wieder Giselas Samstagsfrage , die ich gerne beantworte.




Ihre heutige Frage lautet:

Euch erscheint eine gute Fee. Ihr dürft Euch alles wünschen, was mit Büchern zu tun hat, aber keine Bücher. Welche Wünsche hättet Ihr?


Das ist eine sehr romantische Vorstellung. Nun hätte ich doch gerne gewusst, ob Gisela selber an das Vorhandensein von Feen und ähnlichen Gestalten fest glaubt?

Seit meinen vielen Aufenthalten in Irland  weiss ich ja , dass es viele unerklärliche Begebenheiten in diesem wundervoll mystischem Land gibt und die Iren und der Fremdenverkehrsverein konnten  mir bisher darauf leider auch keine befriedigende Antwort geben ;-) !

 Meine Fee möchte mir bitte ein kleines Cottage in Irland an der Atlantikküste einrichten, indem ich nette Touristen mit heissem Tee und spannenden Büchern anlocke, die man aber nur beim Besuch meines Lesecafe's lesen darf! Strom sollte vorhanden sein und  fliessendes Wasser bitte! Auf einen kleinen Esel , ein Kätzchen und einen pfiffigen irischen Hütehund  möchte ich natürlich auch nicht verzichten. Bitte liebe Fee, ich möchte meinen Mann bei mir haben, Kinder und Enkelkinder  sollen regelmässig zu Besuch kommen  und ein Internetanschluss würde mir den Spass an meinem Lese-Cafe und den Besuchern versüssen. Ist das nicht ein bescheidener Wunsch von mir?? 





 

Freitag, 9. März 2018

*Freitagsfüller*



Die Sonne scheint und die Vögel zwitschern munter im Garten. Mal schauen , was mir heute spontan zu Barbara's Textimpulsen einfällt.


1. Pläne und Termine  soll man schmieden , solange sie aktuell sind.
2. Ich bin glücklich, wenn Dinge  so laufen, wie ich es mir wünsche!
3. Das letzte was ich getrunken habe, war Wasser. Nichts schmeckt köstlicher.
4. Eines der nützlichsten Dinge in meinem Alltag ist  natürlich mein Staubsauger, um  Kätzchen's Haare zu beseitigen.
5. Ich mag Pilze auf meiner Pizza.
6. Lieber März, schenk uns bitte mildes Frühlingswetter.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf neue Leselektüre, morgen habe ich geplant mit meinen Freundinnen frühstücken zu gehen  und Sonntag möchte ich im Wald herumstöbern.
                                           Leberblümchen


Donnerstag, 8. März 2018

*Die Rückkehr der Wale* von Isabel Morland, erschienen im Knaur Verlag



Eine wunderbar leichte  Liebesgeschichte vor der Kulisse einer kleinen Insel der Hebriden,,,,

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :02.11.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 02.11.2017
  • Verlag : Knaur Taschenbuch
  • ISBN: 9783426521809
  • Flexibler Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Werbung






Rezension 

INHALT/Klappentext: 

Ein großer Liebesroman um einen geheimnisvollen Fremden von der neuen deutschen Autorin Isabel Morland vor dem grandiosen Hintergrund einer wilden Hebriden-Insel
Einst hat Kayla ihren Mann geliebt. Doch immer öfter geraten die beiden in Streit, und Dalziel wird so wütend, dass sie Angst vor ihm hat. Da taucht ein Fremder auf der kleinen, abgeschiedenen Hebriden-Insel auf, über den bald allerhand Gerüchte in Umlauf sind. Auch Kayla ist nach der ersten Begegnung mit Brannan sofort fasziniert von diesem Mann, der ein Geheimnis zu hüten scheint. Ihre eigenen, immer stärker werdenden Gefühle für ihn, aber auch das Gerede der Inselbewohner treiben Kayla mehr und mehr in einen inneren Zwiespalt, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint …


MEINE MEINUNG: Der Roman hat mich vor allem durch das *Beiwerk* der Bamberger Schriftstellerin Isabel Morland überzeugt und begeistert. Die Autorin hat durch viele Reiseerfahrungen diese ganz andere Stimmung einer kleinen schottischen Insel (Harris) sehr real wiedergegeben .  Keltische Mythen und Sagen, gälische Redewendungen und eine facettenreiche und bunte Beschreibung des Inselleben und der gewaltigen Kulisse mit den goldenen Sandstränden,  mitsamt Walen, Delphinen und Seehunden haben mein Herz beim Lesen vor Begeisterung etwas schneller schlagen lassen. Die romantische Kayla mit ihren schwarzen Locken und blauen Augen, dem kämpferischen, willensstarken  Charakter und der blassen Haut wird öfter als *keltische Kriegerin* bezeichnet. Ein mysthischer Ausdruck, vielleicht ein wenig überzogen, aber für das konservativ geprägte  Insel-Umfeld passend beschrieben. Sie führt einen aussichtslosen Kampf um ihre Ehe mit dem unglücklichen Dalziel. Aber da ist noch  der charmante und geheimnisvolle  Brannan,  vielleicht der Nachfahre eines Selkie (so munkeln manche  Insulaner , die an heidnische Bräuche noch fest glauben). Er ist ist der Sage nach ein Seehund-Mensch,ein Gestalten-Wandler,  ein absoluter Frauenverführer, der über eine seltene emphatische Gabe verfügt ( er liest die Emotionen und Gefühle anderer Menschen genauestens) . Er taucht auf und verschwindet plötzlich wieder,  eroberte sofort mit seiner geheimnisvollen,  äusseren und inneren Perfektion auch mein Herz.  Ein Märchentyp für erwachsene Frauen! In diesen Konstellationen driftet diese Geschichte  fast in das Kitschige ab , aber gesehen als leichten Liebesroman, gelesen zur Entspannung und Abwechslung, konnte ich das so annehmen. Es sind  eben perfekt beschriebene Protagonisten , die ihre Liebe zueinander entdecken wie einen magischen Zwang, den sie aber geheim halten müssen.Das Ende dieser Liebesromanze wird zwar offen gehalten, aber die stimmigen Szenen am Ende lassen auf Gutes hoffen.Einige Längen im Text waren leider auch zu überwinden, aber für passionierte Leser ist  auch das kein grosses Hindernis.
Meine Bewertung: Knappe VIER **** Sterne  für diesen schönen Lese-Abstecher auf die Insel Harris. 
Lieben Dank an die Autorin und den Verlag für das schöne  Leseexemplar
















Sonntag, 4. März 2018

*Cider mit Rosie* von Laurie Lee, erschienen im Unionsverlag

Dieses Buch entführt mich zur Zeit in eine zauberhafte, vergangene Welt voll wunderschöner Kindheitserinnerungen aus einem abgelegenem Tal in den Cotswolds. Es ist schon 1959 erschienen und wurde neu aufgelegt,  ausgestattet mit wunderbaren , zarten Aquarellen vor jedem Kapitel. Ein praktisches Lesebändchen gehört auch zur wertvollen, mit herrlichen Blumenbildern äusseren Ausstattung im Leineneinband.

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :19.02.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 19.02.2018
  • Verlag : Unionsverlag
  • ISBN: 9783293005327
  • Fester Einband 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Werbung


Laurie Lee wurde am 26. Juni 1914 in Stroud, Gloucestershire geboren. Er war Dichter, Romancier und Theaterschriftsteller. Bekannt wurde er insbesondere durch seinen 1959 erschienenen Roman ›Cider mit Rosie‹, dem ersten Teil einer autobiografischen Trilogie. Laurie Lee gilt als einer der renommiertesten Schriftsteller Englands. Seine Bücher werden häufig als Lektüre für den Schulunterricht gewählt. Er starb am 13. Mai 1997 in Slad.


Rezension

INHALT/KLAPPENTEXT:
Aus der Sicht eines Kindes erzählt Laurie Lee von seinem weltabgeschiedenen, englischen Dorf, wo er inmitten einer Natur aufwächst, die alles aufbietet, was eine kindliche Fantasie befeuern kann: das blendende Licht des Tages, das die Kinder dazu verführt, sich streunend zu verlieren, die geräuschdurchwirkte Dunkelheit der Nacht, in die man sich besser nicht hinauswagt. Hier hat sich seine energische Mutter mit ihren sieben Kindern niedergelassen. Ihr Mann hat sich nach London abgesetzt und überlässt es dieser ebenso schillernden wie einfachen Frau, die Kinder großzuziehen.
Cider mit Rosie ist eine der schönsten Kindheitserinnerungen in der Literatur des 20. Jahrhunderts. In viele Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt, ist Laurie Lees weltberühmter Roman in einer neuen Übersetzung zu entdecken.
MEINE MEINUNG:
Selten habe ich solch bezaubernde Zeilen aus der Feder eines Autors über sein *inneres Kind*  gelesen.
Ich bin diesen Erinnerungen mit Entzücken gefolgt, sein erstes Alleinsein im Alter von drei Jahren inmitten einer blühenden Wiese voller Insekten, die ihn in Verwunderung und auch Schrecken versetzen. Die geliebten grossen Schwestern finden ihn,  erlösen ihn und trösten mit schmackhaften Gartenbeeren und bringen seine kleine Welt wieder in Ordnung. Das ist nur ein Beispiel von vielen Situationen , die der Autor mit herrlicher Sprachgewalt aus der Sicht eines Kindes ganz intensiv und aufregend schildert. Der kleine Laurie wächst behütet von seinen grossen Schwestern, Brüdern und der etwas chaotischen Mutter auf. Der Autor versetzt den Leser in eine längst vergangene, märchenhafte Dorfwelt nach England , in die Cotswold Landschaft, kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die unglaubliche Beschreibung der alleinigen Erziehung  der sieben Kinder von der Mutter, mit Hilfe aller grösseren Geschwister, hat mich mit Bewunderung erfüllt. Der Vater spielt eigentlich nur für das Sehnen der Mutter eine Rolle. Die Kinder vermissen ihn kaum, erziehen sich kreativ, fantasievoll und liebevoll, immer die Mutter unterstützend,  gegenseitig. Diese Neuübersetzung des Buches von Pociao und Walter Hartmann strotzt nur so von wunderbaren Adjektiven und erstaunlichen Situationen und ich wurde von dieser bunten,  und träumenden Kinder- und Gedankenwelt fasziniert angezogen und konnte das Buch nur widerstrebend aus der Hand legen. Die Familie wird erweitert durch das soziale Umfeld des Dorfes, in dem die Kinder frei und doch behütet , beobachtet von älteren Kindern und Erwachsenen, aufwachsen. Das Leben ist einfach, naturverbunden und ohne grossen Einfluss von der Welt ausserhalb des abgeschiedenen Tales. Der kleine Laurie muss viele Entbehrungen ertragen, die für unseren Blickwinkel aus heutiger Sicht  ungewöhnlich und schwierig erscheinen. Aber er ist glücklich und nur das zählt für ihn - auch aus erwachsener Sichtweise. 
Diese Geschichte ist schön und Laurie Lees Erinnerungsvermögen hat ein kleines Wunder hervorgebracht. Ein Kinderleben als wunderbare Reise, spielend leicht und bunt verzaubert, hat er es innig und sensibel geschildert.

Diese aufgezeigte, freie und fröhliche Kinderwelt hat nichts mit dem gesteuerten  Leben unserer Kinder in der heutigen, von digitalen Medien und TV beeinflussten Kinderzeit zu tun und das ist ein ganz wertvolles, zeitloses Geschenk an den Leser. 
Diese wunderschönen Eindrücke eines einstigen Kinderleben möchte man mit Sicherheit mehr als einmal im Leben lesen.

Meine Bewertung : FÜNF ***** Sterne für diesen grossartigen Literatur-Klassiker!

Herzlichen Dank an den Unionsverlag aus Zürich für das wunderschön ausgestattete Rezensionsexemplar!   





Freitag, 2. März 2018

*Freitagsfüller*



Auch bei diesen eisigen Temperaturen hat Barbara wieder einen Lückentext entworfen, schenkt uns gute Laune  und wärmt uns allen das Herz damit! Danke dafür!

1. Komm mit mir  in meine Welt der Bücher !  Was gibt es Schöneres als dorthin zu reisen?
2. Der Winter meint es sehr ernst mit  uns in diesem Jahr.
3. Glück ist wenn ich anderen geliebten Menschen eine Freude bereiten kann.
4.  Manchmal bin ich ab und zu durch das Lesen etwas geistesabwesend und verwirrt.
5. Ich warte auf  die Sonne, den Frühlingsbeginn - und auf meinen geliebten Leseplatz im Garten.
6.  Einem leckeren Stück Kuchen oder Torte kann ich sehr schwer widerstehen .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Weltgebetstag der Frauen aller Konfessionen, Gastland ist SURINAM ,  morgen habe ich geplant, einen Stadtbummel mit meinem Mann zu machen und Sonntag möchte ich den Tag locker und nach Lust und Laune begehen.

Habt auch ein schönes Wochenende,,,