Sonntag, 22. Juli 2018

*Der Mut zur Freiheit* von Katja Maybach, erschienen im Knaur TB Verlag

Taschenbuch, Knaur TB
02.05.2018, 304 S.

ISBN: 978-3-426-52008-6                         *Werbung*


Rezension

INHALT/Klappentext:
Dramatisch, fesselnd, voller Gefühl und Geheimnis: In ihrem Spanien-Roman „Der Mut zur Freiheit“ erzählt die erfolgreiche Autorin Katja Maybach die Geschichte von drei selbstbewussten Frauen. 

Margarita, ihre Tochter Valentina und deren Tochter Olivia, sie leben, wie sie lieben: leidenschaftlich und frei. Im Madrid der späten 1940er Jahre teilen sich die drei Frauen nicht nur ein Haus, sondern auch ein Schicksal: Die Liebe wird ihnen zum Verhängnis. 
So wurde die schwangere Margarita von ihrer streng katholischen Familie verstoßen und musste Valentina allein groß ziehen. Valentinas große Liebe, Olivias Vater, ist ein verheirateter Mann. Und die 24-jährige Olivia, eine engagierte Tierschützerin, hat ihr Herz an einen Stierkämpfer verloren, einen Mann, den sie eigentlich nicht lieben kann …






Meine Meinung:


Dieses Buch hat mich über den heutigen Tag begleitet und ich mochte es gar nicht aus der Hand legen. Die Autorin schildert fesselnd eine vergangene Zeit der Geschichte und zwar die Franco Diktatur Ende der 1940 er Jahre.  Sie hat diese komplizierte und gefährliche Zeit geschickt und faszinierend mit dem Schicksal drei starker Frauen verknüpft. Ihr Schreibstil  ist unkompliziert , flüssig und angenehm zu lesen. Ich konnte durch das Buch fliegen und alles wunderbar aufsaugen und miterleben. 


Diese  Zeit der Diktatur  in der realen Geschichte ist ja längst vergangen - aber nicht vergessen! Beklemmende Schilderungen von heimlicher Überwachung und Bespitzelung der Bevölkerung, die nicht regimetreu erschien, waren an der Tagesordnung und die Menschen haben sich eingerichtet damit. Diese Atmosphäre hat die Autorin sehr dicht und eindringlich geschildert. Alleinstehende und/oder alleinerziehende Frauen mit einem eigenen Willen und selbstbestimmten Leben waren zu der Zeit unbeliebt, selten und wurden von der Gesellschaft verachtet. Dagegen haben sich diese drei Frauen gestemmt und es fast geschafft, sich einen festen Platz in der Gesellschaft zu erobern. Aber die Liebe hat sie immer wieder in neue Bahnen und tragische Abenteuer geworfen. Das war aufregend, anregend und sehr fein mitzuerleben durch die bunten Schilderungen der Autorin. Es geht um  leidenschaftlichen Flamencotanz, lebensgefährliche Stierkämpfe und um das Stadt - und Nachtleben in der funkelnden Metropole Madrid.


Margarita , Anfang des 19. Jahrhundert geboren beginnt in  diesem Frauenreigen, gefolgt von Tochter  Valentina  und deren Tochter Olivia.
Zitat  Seite 55 : " Bartolomé aber kam wieder auf Margarita zu sprechen: " Sie und ihre Tochter haben bewiesen, dass sie tief lieben können, ohne sich irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen zu unterwerfen. Den Mut zur Freiheit zu besitzen und sie offen leben. Das ist sehr bewundernswert." 


 Einige kleine Zweifel und Kritikpunkte möchte ich noch anfügen.  Die Denkweise und Einstellungen  dieser drei Frauen erschienen mir fast zu modern, sie würden viel eher in die heutige Zeit passen und ich bin nicht sicher, ob das mit der damaligen Wirklichkeit tatsächlich in Zusammenhang zu bringen ist. Es war mir  auch nicht bewusst, dass es  damals schon Tierschutzorganisationen gab, aber ich vertraue gern der sorgfältigen Recherche der sympathischen Autorin. 


Meine Bewertung: VIER **** STERNE für dieses tolle Zeitzeugnis.
Herzlichen Dank an die Autorin und den Knaur TB Verlag für die Zusendung des Buches !


Samstag, 21. Juli 2018

*Die Charité* von Ulrike Schweikert, erschienen bei Rowohlt Polaris

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Seitenzahl: 496
rororo
ISBN: 978-3-499-27451-0
Erscheinugsdatum: 26.06.2018

Rezension

Inhalt/Klappentext:

Sternstunden der Medizin
Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt ...
Die Charité - Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Schicksal im wohl berühmtesten Krankenhaus Deutschlands.

Meine Meinung: Die Autorin hat dem Leser mit diesem grandiosen Buch ein wertvolles Stück Medizingeschichte, aufbereitet für den Laien, mit fiktionalen, warmherzigen und sehr sorgfältig ausgestatteten Charakteren geschenkt. Ihr Schreibstil lässt sich angenehm  und flüssig lesen. Er hätte vielleicht in der Wortwahl und Ausdrucksweise der damaligen Zeit etwas mehr angepasst werden können, aber das ist kein wirklicher Kritikpunkt am Buch.  Die Autorin hat reale Persönlichkeiten , wie die des Dr. Dieffenbach gekonnt mit erzählerischer Bravour in diesen Roman eingebunden. Wir erfahren sehr viel über die damaligen Organisationsstrukturen einer Klinik und die mangelnde ärztliche Versorgung der Bevölkerung. Die sehr gute, historische Recherche der Autorin wird perfekt zum Leser transportiert und ist absolut glaubwürdig. 


Die Liebe, aufgezeigt zwischen Arzt und Fachpersonal spielt eine tragende Rolle in diesem ca. fünfhundert Seiten langem Roman und sorgt für viele Probleme.  
Elisabeth, eine junge Wärterin ( so wurden die Hilfskräfte in den Kliniken damals genannt) beginnt eine Ausbildung in der Charité und erobert durch ihre Freundlichkeit , Fleiss und Fachwissen die Anerkennung der Patienten, Ärzte und auch die Sympathie des Lesers. 
Auch Gräfin Ludovica und Dr. Dieffenbach  beeindrucken durch ihre heimliche Zuneigung füreinander ,  die auch von seiner Seite aus besteht, obwohl er glücklich verheiratet ist.  Die Hebamme Martha , die aus Menschlichkeit eine tragische Situation klärt, hat mich mit ihrer Verhaltensweise und Entscheidungen fast zu Tränen gerührt. 

Einen Kritikpunkt möchte ich allerdings anbringen. Die vielen detailreichen, blutigen und grässlichen  Beschreibungen von schwierigen Operationen hätten  für mich nicht so ausführlich und oft sein müssen. Man muss bedenken, es gab keine Narkosen, keine wirkliche Schmerzlinderung und Patienten wurden bei Bewusstsein mit roher Gewalt festgehalten und operiert.  Syphillis Patienten wurden kurzerhand mit Quecksilber behandelt , man kann sagen eher vergiftet. Tragische Schicksalsbeschreibungen werden dem Leser zugemutet. Aber die Wirklichkeit war damals so. Kliniken stanken nach Blut. Eiter und allen menschlichen Ausscheidungen.
Von gepeinigten Schmerzensschreien, die  von überall ans Ohr drangen, begleitet. Hygiene wurde  aus Unwissenheit , oft auch Faulheit nicht so ernst genommen und der Aufbau von Krankenpflegeschulen befand sich erst in seinem Anfang.
Ich musste beim Lesen oft an meinen Grossvater denken, der noch von den tragischen Cholerafällen durch  die Erzählungen seiner Grosseltern von  dieser Zeit wusste und das mit einem  makabren Lied oft vortrug: "Juppheidi, juppheida - Schnaps ist gut gegen die Cholera"!

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, auch wenn  der Roman einen kleinen Grusel -  und Ekelfaktor enthält, der nicht jedermanns Sache ist. 

Meine Bewertung : VIER **** Sterne für diesen wertvollen und informativen Roman.

Danke an die Autorin und  den Rowohlt Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Mehr Infos zum Buch und Verlag

Freitag, 20. Juli 2018

*Freitagsfüller*

   
Guten morgen, bevor die Temperaturen steigen, schnell den Freitagsfüller von Barbara einsetzen,,,,,

1. Wann wird  es ein wenig Regen geben? Erst zuviel Regen , nun zu wenig - das Ernteergebnis der Feldfrüchte wird nicht gut ausfallen und das bereitet vor allen Dingen den Landwirten grosse Probleme . Mich beunruhigt es auch, denn Geld kann man nicht essen, auch wenn es viele Subventionen geben wird. Wir sollten die Menschen mehr  wertschätzen, die in der Landwirtschaft tätig sind,  den Boden bearbeiten und für unsere Nahrung sorgen!

2. An diese langen, heissen Sommertage werde ich mich noch lange erinnern.


3. Ich könnte mal wieder eigenes Brot backen.


4. Am Abend muss ich immer lesen , egal wie müde ich bin..

5. Zum ersten Mal was??  Oft wiederholt sich vieles im Leben, vor allem wenn man schon älter ist.


 6. Mein Rezept von Tiramisu ist besonders lecker, allerdings auch sehr kalorienreich!!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen lauen Sommerabend , morgen habe ich geplant, eher noch nichts , und Sonntag möchte ich den Sommertag geniessen !


Montag, 16. Juli 2018

*Herzensbuch der Woche*



Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch! Mitmachaktion! 

Eine Aktion von Gisela und Anne !

Dieses Buch vonKhaled Hosseini hat mich vor vielen Jahren so mitgenommen, dass ich nach und bei der Lektüre bitterlich weinen musste um die vielen Frauen, die sich einem fremd bestimmten  Lebensschicksal anpassen müssen – und es doch schaffen ohne Hass weiterzuleben und sich selbst nicht aufgeben , sondern mit Liebe reagieren.


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Dienstag, 10. Juli 2018

*Revolution im Herzen* von Claudia & Nadja Beinert, erschienen im Knaur Verlag


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Rezension

INHALT/Klappentext:
Die heimliche Liebe des Karl Marx
Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert und gleichzeitig eine große Liebesgeschichte.
In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.
Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx.. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert-Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.

MEINE MEINUNG: 

Dieses grossartige  Buch wurde für mich zum aktuellen Herzensbuch und hat mich tief beeindruckt.  Ein grossartig geschriebener historischer Roman, eine gekonnte Verknüpfung aus wahrer Geschichte und belebender Fiktion, belegt durch die  fabelhafte und sehr sorgfältige Recherche der beiden  jungen Autorinnen und ihren absolut fesselnden Schreibstil, der dieses geheime Liebes-Thema der Geschichte so eindringlich und fein schildert. 

Karl Marx ist natürlich jedem Leser als Autor des Buches *Das Kapital* bekannt und ich hatte  bislang wenig Beziehung zu seinem berühmten Werk und seiner Persönlichkeit. Das hat sich nun deutlich verändert. Die Ich-Erzählerin  Helene Demuth aus Trier, liebevoll mit dem Kosenamen Lenchen genannt, erzählt vom jahrelangen Alltag ihres Lebens in Trier, London und Brüssel als Haus - und Kindermädchen bei der Familie von Jenny und Karl Marx. Das Geschehen im 19. Jahrhundert und die Umwandlung in eine Industriegesellschaft mit all ihren negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bringt Lenchen ungeschminkt und ehrlich in diese Lektüre ein. Mit Warmherzigkeit und Klugheit ausgestattet , haben die beiden Autorinnen diese tapfere, fleissige und treue Seele von einer Haushaltshilfe wieder zum Leben auferweckt. Helene Demuth hatte eine schwere und entbehrungsreiche Kindheit, ging in ganz jungen Jahren fort in eine Dienststellung in den  Haushalt einer adeligen Familie. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse haben  mich sehr an die Erzählungen meiner Grossmutter erinnert. Auch in ihren jungen Jahren um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert war dieses noch eine übliche Arbeit für junge Mädchen und/oder Frauen. Dieser fast fünfhundert Seiten lange Roman war auf keiner Seite langweilig, ermüdend oder mit historischen Fakten überfrachtet, sondern aus sehr menschlicher und gütiger Sichtweise geschrieben. Die Liebe, Treue und Freundschaft zur Familie, gerade auch zu Jenny, Karl und den Kindern in armen und schwierigen Zeiten , die sie mit der Familie verbracht hat, wird dem Leser bildhaft nah gebracht, so dass ich sehr berührt und ergriffen war. Sie hat Karl Marx sogar bis zum Sterbebett begleitet am Ende seines Lebens laut Info im Nachwort. Die abschliessenden erklärenden Worte der Autorinnen empfand ich als sehr interessant  und haben noch einmal mein Hintergrundwissen bereichert. Das angehängte Glossar und die bibliografischen Hinweise vermittelten zusätzlich einen abschliessenden, sehr guten  Überblick. 

Zitat aus dem Nachwort  Seite 451:
 " Das neunzehnte Jahrhundert ist der Beginn unserer modernen Zeit - die Zeit des Durchbruchs der Industrialisierung in Deutschland, was vor allem Massenfertigungen, Globalisierung und unwürdige Arbeitsbedingungen bedeutete. Dampf, Stahl und Elektrizität zogen in den (Arbeits-)Alltag der Menschen ein und veränderten ihr Leben tiefgreifend und mit ähnlicher Wucht, wie dies heute Digitalisierung,Automatisierung und künstliche Intelligenz tun."

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für dieses grossartige Buch  über einen berühmten Revolutionär und sein Werk.

Danke an die Autorinnen und den  Droemer Verlag für das schön gebundene Rezensionsexemplar!


Mein Herzensbuch dieser Woche ist ganz neu. Rezi siehe oben. 

Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch! Mitmachaktion! Eine Aktion von Gisela und Anne.

Hier ist der Link zu meiner neuen Herzensbuch Seite bei Wordpress, an der ich ab und zu  herumbastele.



 


Freitag, 6. Juli 2018

*Zwei alte Frauen* von Velma Wallis, gelesen von Ursula Illert

  • Audio CD
  • Verlag: steinbach sprechende bücher (1. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886988252
  • ISBN-13: 978-3886988259
  • *Werbung*

Anne vom Blog https://leseleidenschaftfuersleben.wordpress.com/2018/07/03/velma-wallis-zwei-alte-frauen/ hat mir mit ihrer Vorstellung dieses Buch wieder in das Gedächtnis gebracht. Danke dafür!! Ich will es schon seit Jahren lesen und habe es  heute nun als Hörbuch gehört.Es war ein tolles Hörerlebnis und ich hab dafür vieles andere versäumt!


INHALT/INFO ZUM HÖRBUCH:
Hoffnung, Mut und der Wille zu überleben 

Der Nomadenstamm der Gwich-in, hoch oben in Alaska, wird während eines extremen Winters von einer Hungersnot heimgesucht. Wie es das Stammesgesetz vorsieht, beschließt der Häuptling, zwei alte Frauen als unnütze Esser zurückzulassen. 

In der eisigen Wildnis auf sich allein gestellt, geschieht das Erstaunliche: die beiden Frauen finden den Mut und den Willen zu überleben. Und es gelingt ihnen.

Meine Meinung: Gebannt habe ich heute diese beeindruckende Erzählung als Hörbuch in ungekürzter Form verfolgt. Die Sprecherin Ursula Illert hat mich mit ihrer angenehmen, ruhigen Stimme und Sprechweise in das kalte und unwirtliche Alaska entführt. Das Überleben der beiden Frauen zeigt  Stärken, die Menschen, auch Frauen im Kampf um Leben oder Tod entwickeln können. Diese Geschichte basiert auf den mündlichen Überlieferungen der Athabasken, die Velma Wallis von ihrer Mutter erzählt bekam. Die dort lebenden unterschiedlichen  Nomadenstämme sind erst ca. 1900 sesshaft geworden und so ist in der Erzählung sicher viel Authenzität verborgen.  Die Erzählung transportiert unser aller Hoffnung  auf Menschlichkeit, Mitgefühl und Verzeihen mit unserem Nächsten, sowie diese Eigenschaften auch in Extrem-Situationen zu bewahren und zu hüten.Dieses Anliegen ist der Autorin voll und ganz gelungen!

Ein grossartiges Werk, welches von mir FÜNF ***** Sterne bekommt !!




 Infos zur Autorin Velma Wallis
Velma Wallis, geboren 1960 als eines von dreizehn Kindern in Fort Yukon/Alaska, wurde in den traditionellen Werten ihres Volkes, der Athabasken, erzogen. Nach dem Besuch der Highschool zog sie in eine Trapperhütte und lernte, vom Fischen, Jagen und Fallenstellen zu leben. Heute wohnt Velma Wallis mit ihrer Familie wieder in Fort Yukon. Sie ist die Autorin des Bestsellers »Zwei alte Frauen«, der mit dem Western States Book Award ausgezeichnet und seit seinem Erscheinen in siebzehn Sprachen übersetzt sowie millionenfach verkauft wurde.

Eine wunderschöne und aussagekräftige Rezension gibt es auch bei Monerl zu erlesen!






*Freitagsfüller*

Guten morgen, es hat sich abgekühlt ! Wir können aufatmen und den Freitagsfüller von Barbara ohne Schweisstropfen auf der Stirn ausfüllen!

Freitags-Füller
1. Könnte es sein,    dass durch unsere nächtliche Lichtverschmutzung auch viele Insekten zugrunde gehen?
2.  Die komplizierte Weltwirtschaftslage und die daraus  eventuell folgenden Versorgungsprobleme sind mir  unheimlich.
3. Unterwegs mit dem Auto! Das wird in fünfzig Jahren ein kaum mehr existenter  Luxus sein. 
4.  All diese Gedanken und Probleme erdrücken mich  und werden mir zuviel.
5.  Wenn man unter das Sofa schaut, sieht man Dunkelheit. Warum sollte man das laufend tun liebe Barbara?
6.  Schinken in Blätterteig und Thymian eingerollt sind ein schnelles und leckeres Abendessen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen  (Lese) - Abend zu zweit , morgen habe ich geplant, den üblichen Marktgang zu erledigen und Sonntag möchte ich mir den Tag offen und frei lassen für spontane Aktivitäten! 


Ich habe dieses Buch immer ein wenig vor mir hergeschoben und bin nun aber ganz begeistert vom Schreibstil  der beiden Autorinnen und  vom Thema. Karl Marx war ein kämpferischer Phantast und Idealist. Aber brauchen wir solche Menschen in unserer Zeit nicht dringender denn je?? In diesem Sinne Euch eine schöne Sommerzeit! 




Donnerstag, 5. Juli 2018

*Die Frauen am Fluss* von Katherine Webb, erschienen im Diana Verlag


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Rezension

INHALT:  Dieser typisch englische Frauenroman, versehen mit einer kleinen Prise Krimi und Geheimnis, entführt den Leser in das Jahr 1922 in das kleine Dörfchen Slaughterford, gelegen im ländlichen District Wiltshire. Die Dorfbevölkerung beobachtet die Heirat des grössten Gutsherren der Gegend Alistair Hadleigh mit der schüchternen Irene aus London mit äusserstem Argwohn. Alistair’s Tante und Ziehmutter Nancy, die auch auf dem Anwesen lebt, heisst sie auch nicht willkommen und begegnet ihr mit Kälte, ungerechter Kritik und Eifersucht.
Die sich sehr einsam fühlende Irene lebt sich schwer in die Dorf- und Naturidylle ein und gewinnt aber mit dem resoluten Stallmädchen Pudding Cartwright eine treue Freundin. Als Irene’s Mann Alistair brutal ermordet wird, machen sich die beiden ungleichen Gefährtinnen auf die Suche nach den geheimnisvollen Hintergründen dieser schrecklichen Tat,,,,,

MEINE MEINUNG: Dieses ist nicht mein erster Roman der bekannten Autorin und doch hatte ich das Gefühl, dass Katherine Webb sich eine etwas andere Schreibweise zugelegt hat. Die Idyllischen, sehr schönen Naturbeschreibungen bringt sie wie immer gekonnt und sehr bildhaft  zum Leser und begeistert auch mit vielen liebevollen Szenen des damaligen dörflichen Lebens und seiner Menschen.
Nur mit den beiden Hauptprotagonistinnen Irene und Pudding bin ich erst ab der Mitte des Buches  warm geworden. Irenes Charakter erscheint zu Beginn des Romans sehr blass, unverständlich und abweisend. Man mag sie einfach nicht sofort. Mit Pudding und ihrer Familie kommt man nach einiger Zeit besser klar. Dieser merkwürdige Spitzname wurde dem  stämmigen Stallmädchen als Kind gegeben, da sie gerne Süsses mochte . Ich finde diese Namenwahl von der Autorin nicht sehr geschickt. Das laufende Lesen dieses Spitznamen hat mich oft genervt.  Auch die Entwicklung der ungewöhnlichen  Freundschaft  dieser beiden Frauen wurde für mich nicht klar herausgearbeitet. Sie stammen ja beide aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsklassen und im damaligen Grossbritannien wurde sehr viel Wert auf eine Abgrenzung zur einfachen, dörflichen Bevölkerung gelegt. 

Ich wurde dieses mal beim Lesen einfach nicht genügend mit in die Geschichte hineingeführt, wie  sonst gewohnt von der Autorin aus ihren anderen Büchern.  Auch die Auflösung des Romans  fand ich nicht gelungen. Das ist ein wenig schade, hat aber meinem Lesevergnügen bei dieser leichten Geschichte kaum geschadet. Diese Lektüre passt perfekt zur aktuellen heissen Sommerzeit und man kann sie nebenher an einem kühlen Plätzchen ohne grosse Konzentration geniessen. 

Meine Bewertung für dieses noch gute Buch im Genre *Leichte Frauenlektüre*: 
DREI *** STERNE. 

Herzlichen Dank an den Diana Verlag und das Bloggerportal für das schön und ansprechend illustrierte, gebundene Buch - und Rezensionsexemplar! 


Montag, 2. Juli 2018

*Das Leuchten des Meeres* von Liz Fenwick, erschienen im Goldmann Verlag


Infos zur Autorin und dem Verlag! Erscheinungsdatum: 18.6.18
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INHALT: Wir befinden uns an der Küste Cornwall's während des 2. Weltkrieges auf dem Anwesen Windward der Familie Seaton. Die beiden Töchter Adele und Amelia beginnen ihren Dienst in der Women's Royal Naval Service, kurz WRENS genannt. Adele lässt sich als Telegraphistin ausbilden, verlässt Schwester und Familie. Amelia wird Fahrerin, wohnt weiterhin bei Mutter und Grossmutter auf Windward an der Küste.
Die Zwillinge Adele und Amelia haben ein sehr inniges und liebevolles Verhältnis zueinander und trennen sich ungern.  Die Geschwister geraten in die Wirren des Krieges und machen  tragische Erfahrungen, die ihr Leben in unerwartete Komplikationen wirft....

Gleichzeitig erlesen wir die Geschichte einer Familie aus Cape Cod/ Massachusetts in Vergangenheit und Gegenwart. Die junge LARA sucht in Cornwall nach  den Familien-Wurzeln ihrer Vorfahren , die nach dem Ende des Weltkrieges von dort ausgewandert sind.   

ZITAT Seite 530: " Zeit und Gezeiten warten auf niemanden."
Chaucer, The Clerk's Tale



MEINE MEINUNG: Auf  fast sechshundert Seiten entführt uns die Autorin in einen aufregenden und romantischen Sommerroman , der mir beste Unterhaltung gegeben hat. Die Geschichte spielt im wunderschönen Cornwall und die Autorin vermittelt Küsten- und Meeratmosphäre in traumhaft schönen Bildern. Wäre da nicht der 2. Weltkrieg, indem dieser Landstrich eine bittere Erfahrung machen musste, die auf Tatsachen beruht. Während einer gemeinsamen Übung  für die geplante gemeinsame Invasion Europas von US-Amerikanern und Engländern greifen deutsche Truppen an und die Alliierten befeuern sich und ihre Schiffe  gegenseitig mit vielen Toten und Verletzten in den eigenen Reihen. Dieses schreckliche Ereignis prägt Adele in ihrer Ausbildung und öffnet ihr die Augen für die Wichtigkeit ihres Einsatzes. Die Angst der Armeeangehörigen und der Bevölkerung werden packend geschildert, sowie die verzweifelte Suche der jungen Menschen nach LIEBE und GLÜCK vor dem eventuell bevorstehendem baldigem Tod.  Eine grosse LIEBE erleben auch Adele und ihre Schwester.... 

Die Autorin hat über diese Zeit mit noch lebenden Zeitzeugen sehr sorgfältig recherchiert und die Idee zu dieser Geschichte von eigenen Familienangehörigen  und ihren authentischen Erzählungen übernommen. 
Ich habe das Buch mit Begeisterung und innerer Spannung aufgesogen , als Zeit- und Familiengeschichte verstanden, verpackt in einem fiktiven, dramatischen Liebesroman.

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE.
Herzlichen Dank an die Autorin und den Goldmann Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar 



*Bücherwahnsinn*

Liebe Blogleser/innen,

über diesen  (Buch)-Artikel habe ich mich heute gefreut und ihn amüsiert gelesen,was meine Montagslaune sofort anhob. Ich teile ihn gerne mit Euch . Ihr braucht nur auf den Link klicken. 

Ehrlich, es passiert nix und ihr bekommt auch kein Buch nach Hause geschickt!