Wikipedia

Suchergebnisse

Donnerstag, 16. Juli 2026

*Königssohn* von Eveline Hasler - erschienen im Nagel und Kimche Verlag




*Werbung, unbezahlt*

MEINE MEINUNG ZUM BUCH: Dieses kleine Büchlein hat mir spannende Lesestunden über wohl neue historische Tatsachen geschenkt, denen man mit Zweifel oder einem festen Glauben an Gerüchten, untermauert durch Fakten, gegenüberstehen kann. Ich bin immer noch ziemlich verunsichert und wälze diese Informationen über die Abstammung und Herkunft des berühmten Dichter Hans Christian Andersen nun tagelang im Kopf herum. 

Bestimmt haben alle Märchenliebhaber*innen schon von Hans Christian Andersen gehört. Zu seinen bekanntesten Werken gehören zum Beispiel:

Die Schneekönigin 
Die kleine Meerjungfrau
Des Kaisers neue Kleider

Der standhafte Zinnsoldat
Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
Die Nachtigall 

Die Autorin hat wichtige Details über die Herkunft des Dichters auf Grund von neuen, biografischen Aufzeichnungen in kurzen Kapiteln zusammengefasst. Dieser Text liest sich ziemlich nüchtern, da sie mit erzählerischen, romanhaften Fragmenten sehr sparsam umgegangen ist. Durch den angenehmen und ruhigen Schreibstil konnte ich schnell durch die einhundertundsiebzig  Seiten fliegen. Allein die Tatsache, dass Kronprinz Christian Frederik ( später König Christian VIII )  viele uneheliche Kinder ( zur Stärkung der Bevölkerungsdichte ? ) gezeugt hat , ist für die damalige Zeit nicht ungewöhnlich gewesen. Ist dieser Kronprinz der Vater des berühmten Dichters? Vielleicht. Zumal Andersen  nach eigenen Angaben ( geschrieben im Oktober 1857) seine leiblichen Eltern nicht gekannt hat, da sie frühzeitig verstarben. Hans Christian Andersen hatte lebenslang enge Kontakte zum Königshaus. Das ist schon verwunderlich bei einem Kind, welches für damalige Verhältnisse einfach, fast ärmlich aufwächst und doch fortlaufend schulische Bildung vermittelt bekommt.

 Die Autorin berichtet  ausserdem ausführlich über die Regierungszeit von ChristianVIII. und die allgemeine Geschichte Dänemarks.   

Es ist ein interessantes, spannendes kleines Büchlein, dem ich gerne VIER **** Sterne geben kann. 

Inhalt/Klappentext: Hans Christian Andersen und das Königshaus – eine historische Spurensuche

Im frühen 19. Jahrhundert ereignet sich in Dänemark eine seltsame Familienverschränkung, die bis heute ungeklärt ist. Kronprinz Christian Frederik zeugt rund ein Dutzend uneheliche Kinder, um damit dem Staat gesunde Nachkommen zu schenken, und lässt diese inkognito, aber mit großzügiger finanzieller Zuwendung aufwachsen. Ist er auch der Vater des später weltberühmten Dichters Hans Christian Andersen? Das ist ein bis heute nicht bewiesenes Gerücht. Eveline Hasler begibt sich anhand seines Schicksals und einer ihr zugetragenen Biografie auf Spurensuche und nimmt ihre Leser mit in eine Geschichte, die noch heute fasziniert.

Eveline Hasler (geb. 1933 in Glarus) ist eine Schweizer Schriftstellerin. Sie studierte Psychologie und Geschichte an der Universität Freiburg und in Paris. Anschließend war sie als Lehrerin tätig. Sie verfasste Kinder- und Jugendbücher, Lyrik und erzählerische Werke für Erwachsene. 1994 erhielt sie für ihr literarisches Gesamtwerk den Droste-Preis. Ihre Bücher sind bisher in zwölf Sprachen übersetzt worden. Eveline Hasler ist Mitglied des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz und des Deutschschweizer PEN-Zentrums. Ihr Vorlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern. Die Autorin lebt in Ronco sopra Ascona (Kanton Tessin).

Herzlichen Dank an die Autorin und die Harper Collins Verlagsgruppe für das gebundene Print-Rezensionsexemplar!


 

Mittwoch, 15. Juli 2026

*Orion* von Petra Morsbach - erschienen im Penguin Verlag

*Werbung, unbezahlt*



INHALT / KLAPPENTEXT: Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen Sohn auf, wird geschieden. Nach einem Nierenversagen muss sie mit sechzig den Schuldienst verlassen und beginnt in einem Literaturarchiv zu arbeiten. Es ist ein unauffälliges Leben mit der einzigen Besonderheit, dass es von Büchern begleitet wird: Von den Sechzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart bleibt Nora eine leidenschaftliche Leserin. Regelmäßig gleicht sie ihre Erfahrungen und auch die Erschütterungen der Gegenwart bis hin zum Ukraine-Krieg mit ihrem durch Literatur gewonnen Wissen ab und trifft mal mehr, mal weniger glückliche Entscheidungen. Wie gut lässt sich Bildung vermitteln? Was bringt sie letztlich – Freuden, Erkenntnis, Ernüchterung? Besteht sie im Alltag, obwohl das Leben so viele Pläne blamiert? Wie weit hilft Kultur im Umgang mit menschlichen Abgründen? Oder wäre sonst alles viel schlimmer?

Petra Morsbach, geboren 1956, studierte in München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. »Opernroman«, »Gottesdiener« und »Justizpalast«. Zuletzt erschien bei Penguin der Essayband »Der Elefant im Zimmer«. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Jean-Paul-Preis. 2017 erhielt sie den Roswitha-Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim und den Wilhelm-Raabe-Preis. 

Meine Meinung zum Buch: 

Wir verfolgen im Buch das Leben der Deutsch - und Geschichts - Lehrerin Nora Dellendrücker , teilweise aufgewachsen bei Oma Auguste, der Mutter des Vaters, die sich für ihre grosse  Familie aufgeopfert hatte. Zu ihrer eigenen Mutter Oma Friedchen zeichnet die Autorin ein merkwürdig farbloses und emotionsloses Bild für die Leser*innen auf. 
Nora heiratet den Archivar Theseus, zieht mit ihm den gemeinsamen Sohn Enni auf. Eine Scheidung folgt, forciert durch Nora's Affäre mit dem bodenständigen Baumchirurgen, Forstmann und Grosswildjäger Bruno. Eine schwere Nierenerkrankung zwingt sie in ihren letzten Jahren an die Dialyse und  fesselt sie an ihre häusliche Umgebung. 

Nora liebt lebenslang die Klassiker der Antike und deren Philosophische Denkansätze. Sie versucht in ihrem langjährigen Berufsleben viele dieser demokratischen Werte an ihre Schüler*innen und auch an ihre Familie zu vermitteln. Lebenslang versucht sie die Menschen ihres
 realen Umfeldes mit ihren geliebten, philosophischen Büchern und deren Protagonisten zu vergleichen. 
Zitat Seite 249 : " Nicht alle Menschen verwirklichen sich als Bücher, so wie nicht alle Autoren sich als Menschen verwirklichen. " 

Der angenehm und flüssig zu lesende Schreibstil der Autorin hat mir sofort zugesagt , auf den über vierhundert Seiten gut unterhalten und zum Nachdenken und Mitfühlen der Ich-Erzählerin Nora mitgenommen. 

Dieser von einem intellektuell geprägten Denken Frau und Lehrerin hat im Roman nur eines gefehlt: Herzenswärme, echte Zuneigung, Liebe und Sympathie für viele ihrer Mitmenschen und Schüler*innen. Diese zutiefst menschlichen  Eigenschaften habe ich während der ganzen Lektüre schmerzlich vermisst. Wissenschaftliche Bildungselemente wurden von ihr super korrekt vermittelt. Sie hat ihre Schüler*innen perfekt gefördert, ihre Familie gut begleitet, doch immer ohne eine echte emotionale Bindung, eher kühl und fast abwesend. Im Kapitel *Bank* wird diese kalte Betrachtungsweise aus der sicheren, emotionslosen  Ferne der Zuhörerin Nora besonders gut erkennbar. Die Erzählungen von Lebenswegen  anderer Mitmenschen berühren sie kaum. Nora lauscht unbeteiligt,  fast wie beim Betrachten eines wissenschaftlichen Experimentes. Das hat mich in meinem Lesefluss behindert, sogar ein wenig verstört. Ich konnte Nora's philosophisch geprägte Gedankenwelt über klassische Lektüren, übertragen auf Menschen, deren Erlebnisse und Gefühle nicht gut nachvollziehen. Auch die unterkühlte  Beziehung von  ihrem erwachsenem  Sohn Enni  zu ihr hat mich deswegen nicht verwundert. Kaum jemand hat Zugang zu Noras wirklichem  Innenleben bekommen. Sie hat sich verschlossen wie eine Auster im Meeresstrom. Nora ist eine gute Beobachterin , aber ob sie mit ihrer Umwelt wirklich mitfühlen konnte bezweifle ich sehr. 

Meine Bewertung:  es ist ein sehr lesenswertes Buch mit VIER **** Sternen ! 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Penguin Verlag für das gebundene Print-Rezensionsexemplar! 

 


 





 

 

Sonntag, 12. Juli 2026

*Wochenrückblick vom 6.7.26 - 12.7.26


 *Werbung, unbezahlt*


GETAN: Die vergangene Woche stand ganz im Mittelpunkt beliebter Kinderaktivitäten der Enkelkinder. Der Tagesablauf war unregelmässig,  es gab keine festen Termine, die lange Frühstückszeit mit viel Quatscherei kam immer gut an.  Ein Tierparkbesuch wurde sofort anvisiert, Schwimmbadbesuche, Grillen mit Stockbrot Bäckerei wurden begeistert angenommen wie auch Stadtbummel,  Eisessen, Spielplatzbesuche, Minigolf, Spielabende. Gartenstecker - Tiere wurden bemalt und bekamen  einen neuen Look verpasst. Sprüh-Wasserflaschen waren der Renner - alle Blumen  und jeder Mensch genoss diese immer wiederkehrende Abkühlung im Garten. Fussballschauen samt Aufklärung der unwissenden Grosseltern über die WM, die Spieler, deren Vorlieben und Familien hat uns allen viel Spass gemacht.  

GEDACHT: Wie schön, dass Kinder noch so begeisterungsfähig sein können. 

GEÄRGERT: Ausnahmsweise  mal über gar nichts, da ich zum Nachrichten Schauen keine Zeit fand ;-) ! 

GEFREUT: Dass ein Teil der Familie zu Besuch bei uns war und wir  eine gute Zeit miteinander hatten. 

GESEHEN: Interessante  Fussballspiele gab es in der vergangenen Woche.  Schön, dass die Schweizer Mannschaft weitergekommen ist ! Einige YouTube Filme für Kinder und Jugendliche. 

GELESEN: Nicht so viel -  ich habe allerdings einige Infos über beliebte  Kinder Literatur mitbekommen. 

Ich wünsche euch eine gute neue Woche mit viel Lesezeit. 



Sonntag, 5. Juli 2026

*Wochenrückblick vom 29.6.-5.7.26*

*Werbung, unbezahlt*


GETAN: Der Wochenanfang begann immer noch mit sehr hohen Temperaturen. Das Haus und die Wände waren aufgeheizt und es dauerte einige Zeit bis man sich wieder wohler gefühlt hat. Ein Besuch auf unserem Lieblings-Bauerhof stand an, wo wir schon wunderbare, frische Frühkartoffeln gekauft haben. Gewaschene Wäsche wurde draussen im Nu getrocknet. Die Gästezimmer für den anstehenden Besuch von Tochter und drei Enkelkindern gerichtet. Über Fünfhundert Seiten von *Ein weites Leben* als Print-Buch habe ich mit viel Genuss gelesen und konnte tief in die Geschichte eintauchen. Die  Rezension dazu entstand auch schnell im Kopf. Andere Bücher habe ich meist spät abends auf dem Reader  nebenher weiter verfolgt, bis mir die Augen zufielen. Ein besseres Schlafmittel gibt es nicht ;-) !

GEDACHT: Nicht so viel ;-), die Sonne hat wohl viele meiner Gedanken geschluckt.   Schöne Aktivitäten mit den Enkelkindern vorgeplant und darüber nachgedacht.

GEÄRGERT: Über die Frechheit der Politiker Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung zu ignorieren. 

GEFREUT:  Schöne Telefonate mit dem vierten, jüngsten Enkelkind  und Tochter genossen.... Die blühenden Sommerblumen im Garten heitern mich jeden Tag auf und bereiten viel Freude. Mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen ist es ein täglich neues, wunderbares Geschenk. Spielen, Minigolf, Erzählen, Bummeln , Eisessen  mit dem Familienbesuch. 

GESEHEN: Viele Fotorückblicke aus vergangenen Jahren. Kein nerviges TV Programm mit ekelhaften Krimiserien. Ich frage mich immer wieder warum Menschen davon so begeistert sind - jeden Tag!

GELESEN: *Ein weites Leben*, *Hüterin der Schwäne*, Orion, *Das Schwarz an den Händen meines Vaters*. 

Ich wünsch allen eine gute Woche!
 



Donnerstag, 2. Juli 2026

*EIN WEITES LEBEN* von M.L.Stedman - erschienen im Blanvalet Verlag

*Werbung, unbezahlt* Erschienen am  25.3.26

 Meine Meinung zum Buch:
Wir machen eine Zeitreise zurück in das Jahr 1958 und besuchen den Kontinent Australien. Dort lebt seit Generationen die Familie MacBride ruhig und abgeschieden im riesigen, trockenen Westen des Landes. Mutter Lorna, Vater Phil und die Kinder Warren, Rosie und Matt  arbeiten auf ihrer Schafffarm und leben von dem Verkauf der Wolle und der Tiere.  Der junge liebenswerte Andy, ein Stein- und Fossilienliebhaber in seiner Jugend, stösst durch ein tragisches Ereignis erst später zur Familie dazu.  Wir begleiten dieses Leben im Outback in einem Zeitraum von  ca. vierzig Jahren.  
Sofort empfand ich Hitze, den roten Staub, den Geruch der Schafe und die unendliche Weite dieser Farm beim Lesen. Stimmig, flüssig, sorgfältig erzählt und aufbereitet von der Autorin, die zehn Jahre an diesem Werk gearbeitet hat. Und es ist ihr gelungen. Ein Familienroman, der alles bietet was  im Laufe von Generationen als Tragödie, Glückseligkeit und/oder Schicksal bezeichnet werden kann. 

Durch einen tragischen Autounfall mit einem Känguru verlieren Phil und Warren ihr Leben. Der jüngste Sohn Matt überlebt schwerverletzt und hat lebenslang an den Folgen einer Kopfverletzung  wie Gedächtnisverlust, Sprachstörungen zu leiden.  Mutter Lorna und die Tochter Rosie übernehmen die Leitung , Verantwortung für die Farm und den verletzten  Matt.


  Die Zeiten ändern sich in den 60er Jahren. Auch die alte Uhr *Old Wally* im Haus der MacBrides tickt unbarmherzig voran. Die Suche nach Rohstoffen nimmt auch in Australien einen grossen gesellschaftlichen Stellenwert ein. Bergbauunternehmen stecken ihre Claims auf den Gebieten der Schafffarmen ab zur Erzgewinnung. ALLES was unterhalb der Erdkruste liegt, gehört nicht den Farmen. So ist es im Gesetz geregelt. 

Als sehr beeindruckend empfand ich die Schilderungen der psychischen  Entwicklungen und Darstellungen aller Protagonist*innen, auch der Nebenrollen. Zwischenmenschliche Beziehungen werden warmherzig , oft nur andeutungsweise und für die Leser*innen nicht wertend, langsam aufgerollt. Ausschweifungen , Verfehlungen, Schuld, Hass, Neid, finden im Buch einen realistischen Platz im Laufe der Jahrzehnte. Es werden auch Glücksmomente nicht vergessen und ausführlich erzählt.  

Je länger ich in den Zeilen dieses fulminanten Buches versank, desto grösser wurde mein Wunsch , dass es nie enden sollte. Ich gebe gern eine absolute Leseempfehlung mit FÜNF ***** Sternen für diesen epischen, grossartig geschriebenen Roman. 

Herzlichen Dank an die Autorin und die Penguin Random House Verlagsgruppe für dieses gebundene Leseexemplar mit einem komfortablen  Lesebändchen. 



 

INHALT/KLAPPENTEXT: Westaustralien 1958: Seit Generationen lebt die Familie der MacBrides auf der entlegenen Schaffarm Meredith Downs. Bis eines Tages ein Unfall alles ändert. Während der Vater und der älteste Sohn ihr Leben verlieren, übersteht der 17-jährige Matthew das Unglück nur knapp. Doch als er aus dem Krankenhaus entlassen wird, schlägt das Schicksal ein zweites Mal zu: Ausgerechnet Matthews Rückkehr nach Meredith Downs kostet ein weiteres Mitglied der MacBrides das Leben, während ein anderes das seine opfert, um ein unschuldiges Kind zu retten. Matt steht vor einer schmerzhaften Zerreißprobe …

M. L. Stedman legt wie keine Zweite den Finger auf die ganz großen zwischenmenschlichen Konflikte – und macht aus ihnen eine überwältigende und heilsame Leseerfahrung. Dies bewies sie 2013 mit ihrem Debütroman: »Das Licht zwischen den Meeren« wurde in 45 Sprachen übersetzt und mit Michael Fassbender und Rachel Weisz in den Hauptrollen für Hollywood verfilmt. Mehr als ein Jahrzehnt nahm sie sich Zeit für ihren zweiten Roman »Ein weites Leben«, der weltweit im Frühjahr 2026 erschien und zum internationalem Bestseller wurde.





Sonntag, 28. Juni 2026

*Wochenrückblick vom 22.6.-28.6.26*

 

(Werbung, unbezahlt)

GETAN: Während der Hitzetage habe ich nur die allernötigsten und wichtigen Hausarbeiten erledigt. Sogar das tägliche warme Mittagessen wurde teilweise auf *Kalt* umgestellt. Ich konnte dem Lesen ohne Hemmungen und/oder schlechtem Gewissen  im Kühlen folgen. Ein kleiner, nicht zu verachtender Vorteil! Sonst viel gestöbert auf Verlagsseiten, auf Blogseiten und in den sozialen Medien herumgeschaut.

GEDACHT: Der Grundwasserspiegel sinkt und wir sollten alle mehr Wasser einsparen. Ohne Wasser verändert sich das Leben tödlich. Zum Glück leben wir  (noch) nicht in einem Krieg  und werden wohl auch von Erdbeben verschont bleiben. Aber nichts ist ja unmöglich wie mir meine Lebenserfahrung sagt. 

GEÄRGERT: Über unsere Fussball spielenden Millionäre, die  Körperkontakte und ein schnelles Fussballspiel einfach nicht beherrschen. 

GEFREUT: Über neue Buchpost. Ein Bummel über einen Flohmarkt und Wochenmarkt unserer kleinen Stadt am WE hat mich aufgemuntert und mir neue Ideen geschenkt. Das Treffen von Freunden und Bekannten dort ist immer schön und herzerfrischend. Ich freue mich sehr für die Autorin Lena Schätte, die heute mittag einen Doppelpreis in Klagenfurt erhalten hat für Ihren Text : WAS WIR TRAGEN.  DER INGEBORG  BACHMANN PREIS .  Hier noch ein Link zu einem anderen Buch von der Autorin Lena Schätte. 

GESEHEN: Ausser einer interessanten Kochsendung, die auf der Insel Réunion gedreht wurde  und  einigen Fussballspielen im TV nichts Erwähnenswertes. 

GELESEN: Ich war in vielen unterschiedlichen Büchern unterwegs , teilweise auch in Romanen, die hier nicht auf dem Blog rezensiert werden. *Die Mitternachtsreise* hat mich fasziniert und einige Tage gefesselt. Ein  neuer Buchtipp aus dem Reich der Fantasy der lieben Andrea hat mir die Hitzetage versüßt und  mich perfekt abgelenkt vom Wetter Desaster.  

Hüterin der Schwäne: Gwarcheidwad Yr Elyrch
von Julia Lilana Stöcken


Adwen, die Tochter des Fürsten Madoc, lebt behütet auf dessen Festung Caer Eog – bis unerwartet ihre Mutter stirbt und ihr Vater nur knapp einem Mordanschlag entgeht. Während der Täter auf seine Hinrichtung wartet, enttarnt er Adwens ganzes bisheriges Leben als Lüge.

Als Madoc handgreiflich wird, sucht sie ihr Heil in der Flucht. Sie trifft auf den düsteren Kynan, den ein großes Geheimnis umgibt, das mit Adwens wahrer Herkunft verknüpft zu sein scheint. Bald zeigt sich, dass Hexen mehr sind als nur Schauergeschichten und Flüche wahrhaftig existieren.

Gemeinsam mit Kynan stellt sich Adwen dem Kampf, von dem nicht nur ihrer beider Leben abhängen.



Ich wünsch euch eine gute, nicht zu heisse neue Woche! 



Donnerstag, 25. Juni 2026

*Die Mitternachtsreise* von Matt Haig - erschienen im Droemer Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*. Erschienen am 21.5.26.


Meine Meinung zum Buch: 

Wir treffen auf den 81 jährigen Wilbur in seinen Sterbeminuten. Er sitzt am Klavier, spielt ein Lieblingslied seiner Ehefrau. Seine Gedanken kommen und gehen zurück in sein vergangenes Leben.. Er kann auf ein erfolgreiches Geschäftsleben zurückschauen. Vom einfachen Buchhändler bis zum Inhaber einer Buchhandelskette mit über zwanzig Filialen hat er sich alles fleissig und stetig erarbeitet. Die Liebe zu seiner Frau Maggie hat ihn  beflügelt. Sie war sein *Ein und Alles* . Bis die Arbeit begann immer mehr Zeit und Besitz von ihm zu ergreifen.  Das Privatleben, seine sozialen Beziehungen zu Freunden und Familie  wurden immer dürftiger. Er fühlte sich einsam, unverstanden. Die Ehe zerbrach. 


Erstaunlicherweise endet mit seinem Tod nicht sein Leben, Denken und Fühlen. Er findet sich auf einem verlassenem Bahnsteig wieder mit einer Fahrkarte in der Hand für den *Mitternachtszug*. Er fühlt sich jung, lebendig und trifft im Zug auf eine alte Bekannte und Freundin aus seinen ersten Tagen im Buchhandel. Agnes Bagdale steht vor ihm und begleitet ihn auf eine ganz besondere Reise mit dem mysteriösen Zug. Sie fahren zusammen im Zug durch wichtige Stationen seines Lebens. Der Mitternachtszug hält kurz , Wilbur steigt aus und sein Geist beobachtet  die Vergangenheit seines Lebens. Sein damaliges Verhalten als junger Mann im Beruf und im Privatleben erscheint ihm oft rätselhaft und  Wilbur ertappt sich bei Lügen, Fehlentscheidungen., aber erlebt  auch Freude und Glück neu. Doch sobald das Pfeifen des Zuges ertönt muss Wilbur sofort wieder einsteigen und seine Beobachtungen abbrechen. Ihm fällt dazu ein Zitat seiner Mutter ein. 

Zitat Seite 86 : „ Man müsste ein alter Kopf in einem jungen Körper sein, um aus allem das Beste zu machen.“ Er versucht in die Vergangenheit einzugreifen, Fehler auszugleichen . Doch Agnes rät und verbietet ihm etwas zu verändern, oder sogar Kontakt aufzunehmen,  da er dann sein eigenes, ewiges Leben verlieren würde. So fährt der Zug alle Stationen seines Lebens ab. 


Der ruhige , warmherzige und gut zu lesende Schreibstil von Matt Haig zieht in einen andauernden Lesesog. Der Autor beschäftigt die Leser*innen durch diese Lektüre  mit  wichtigen Sinnfragen unseres Daseins. Was ist die Zeit?  Wie beeinflussen wir die Umwelt? Wie gehen wir mit Konsum, Ehrgeiz, Geld - und Machtspielen um ? Wie wichtig sind uns Freundschaft, Liebe und der Zusammenhalt untereinander wirklich? 

Das Buch bewirkt ein langes Nachhallen im Kopf und regt durch seine Fragen eigene Antworten an. 

Ich gebe gerne ein Leseempfehlung mit Fünf ***** Sternen für diese warmherzige und nachdenklich stimmende Lektüre.

Matt Haig, 1975 im englischen Sheffield geboren, hat zahlreiche Romane, Sach- und Kinderbücher geschrieben, die in fünfundsechzig Sprachen veröffentlicht werden. Zuletzt sind von ihm die Romane »Ich und die Menschen«, »Die Mitternachtsbibliothek«, »Die Unmöglichkeit des Lebens« und »Die Mitternachtsreise« erschienen. Vom Bestseller »Die Mitternachtsbibliothek« wurden weltweit über zehn Millionen Exemplare verkauft. Er setzt sich für Lese- und Schreibförderung ein und engagiert sich zum Thema Mental Health. Matt Haig lebt mit seiner Familie in Brighton.

INHALT/KLAPPENTEXT: 

Wilbur hätte nicht gedacht, dass er Agnes Bagdale noch einmal begegnen würde. Als Kind war der Buchladen der alten Dame in Sheffield sein Zufluchtsort, nicht nur wegen seiner geliebten Bücher. Bei Bagdale's Bookshop konnte er die Probleme zu Hause einen Moment vergessen. Und dort begann seine eigene Laufbahn als Buchhändler.

Jetzt, Jahrzehnte später, ist Wilbur erfolgreich, einsam und am Ende seines Lebens angekommen. Doch statt dem Tod wartet ein rätselhafter Zug auf ihn. Und Agnes. Sie nimmt ihn mit, zurück durch die Zeit, auf eine Reise, die ihn seine bedeutsamsten Momente noch einmal durchleben lässt. Die glücklichsten Momente, wie damals in den Flitterwochen in Venedig mit seiner großen Liebe Maggie. Aber auch die schlimmsten, in denen er alles verlor. 

Schon bald begreift er, wie viel er hätte anders machen wollen.

Eine zauberhafte Geschichte über Liebe, zweite Chancen und die lebensverändernde Kraft der Bücher aus der Welt der Mitternachtsbibliothek 

Wunderschöne Ausstattung mit Elementen, die im Dunkeln leuchten


Dienstag, 23. Juni 2026

*Ein Bisschen Glücklich* von Maja Elisabeth Wulff - erschienen im Gräfe & Unzer Verlag

*Werbung,unbezahlt,Rezensionsexemplar*


INHALT/KLAPPENTEXT: Gedichte, die dich alles fühlen lassen: Diese Lyrik-Sammlung schenkt dir den Raum, deine Gefühle zu sehen, zu hören und anzunehmen. Mit feinfühligen Gedichten und ehrlichen Worten erkundet Maja Elisabeth Wulff (@majaspoesie, 100.000 Follower) die bittersüßen Facetten des Erwachsenwerdens, die Verstrickungen der Liebe, die Suche nach Identität und unsere Mental-Health-Herausforderungen. Ihre Texte sprechen Wahrheiten aus, die man sich selbst vielleicht noch nicht eingestehen kann und erinnern daran, dass alle Gefühle erlaubt sind. Und dass es irgendwann leichter wird. Vielleicht sogar wunderschön. Nach jedem Gedicht wartet eine Frage, die zum Nachdenken anstößt und Türen zur eigenen Gedankenwelt öffnet.

Meine Meinung zum Buch:

Dieses hübsch auf gemachte Büchlein, mit kleinen Skizzen versehen, gehört absolut in das Genre Wohlfühlbuch. Es geht um Gefühle, die unser Innenleben, unser Handeln und oft unser Verhalten beeinflussen und beleben. Kann man es steuern glücklich zu sein? Ja, meint die Autorin, Sie stellt auf jeder Seite kleine Glücks-Gedichte und Lebensweisheiten zum Lesen und Nachdenken vor..Sie werden verbunden  mit aufmerksamen und zielführenden Fragestellungen, die zum Nachdenken anregen. Die Thematik reicht von Liebe in all ihren Facetten, dem Erwachsenwerden , der Suche nach Identität bis Tips zur mentalen Gesundheit..
171  Seiten laden ein zum Lesen und Durchblättern, immer verbunden an eine besondere, gerade aktuelle Lebens - und/oder Fragesituation des Lesenden.

Es ist ein schönes Büchlein über das Finden und Suchen nach dem sogenannten GLÜCK. Ideal zum Verschenken an sensible, geliebte Menschen!

FÜNF ***** Sterne.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Gräfe & Unzer Verlag für das ansprechende, gebundene Print-Rezensionsexemplar.