Montag, 29. Januar 2018

*Hoffnung auf Kirschblüten* von Katrin Koppold, erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :19.12.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 22.01.2016
  • Verlag : ROWOHLT Taschenbuch
  • ISBN: 9783499269882
  • Flexibler Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch
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Rezension

INHALT/ Klappentext:
Ein Buch voller Herz, Romantik und Humor Mia fährt mit gebrochenem Herzen und einem Bolzenschneider im Gepäck nach Paris. Dort möchte sie das Liebesschloss durchtrennen, das sie ein paar Wochen zuvor mit Ric an einer der vielen Brücken befestigt hat - doch an welcher? Als Mia dem geheimnisvollen Noah begegnet, der sie zu den schönsten Plätzen der Stadt führt, wird ihre Suche fast zur Nebensache. Doch noch hat sie mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen.

MEINE MEINUNG: Das hübsche Cover , in dunklem Türkis gehalten und mit einer graziösen jungen Dame geschmückt (Kirschblüten wären auch passend gewesen) , hat sofort meine Aufmerksamkeit bekommen. Der Idyllische Titel weckt romantische Vorstellungen und verspricht ein fast schon kitschiges Liebesroman-Leseerlebnis. Das war dann auch so. Ich habe dieses Buch, welches in einem sehr einfachen und leicht geschriebenen Schreibstil verfasst wurde, in wenigen Stunden genossen und bin dabei zumindest in die aufregende Stadt Paris voll eingetaucht. 
Man bummelt mit der verträumten Protagonistin Mia durch die Stadt und kann dabei auch eigenen Reiseeindrücken gut nachhängen. Dieses Buch ist  ein typisches Beispiel für die sogenannte CHIC-LIT-KATEGORIE (Leichte Lektüre für junge Frauen) und hat durch das Einbringen von derben Dialektsätzen in der wörtlichen Rede nicht unbedingt für sich gepunktet. Es hat nett unterhalten, wobei der Verlauf und das  Ende dieser niedlichen Liebesromanze sehr vorhersehbar waren. 

Herzlichen Dank an die Buchboutique für diesen Gewinn vom Rowohlt Taschenbuch Verlag für das  gefällige Leseexemplar!
Meine Bewertung: DREI *** GUTE STERNE !


Sonntag, 28. Januar 2018

*EIN WUNDER ALLE HUNDERT JAHRE* von Ashley Ream, erschienen im btb Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.11.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 13.11.2017
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442715459
  • Flexibler Einband 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch
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Rezension 

INHALT/Klappentext:

Alle hundert Jahre geschieht ein Wunder an der Küste von Washington Island: das Wasser glüht und schimmert grün wie ein Polarlicht. Für sechs Tage. Dr. Rachel Bell erforscht dieses Wunder sowie die winzigen Wasserwesen, die es hervorrufen. Sie hofft, dass das Geheimnis über das grüne Wasser, das allen Mythen und Geschichten zugrunde liegt, wahr ist: demnach könnte es eine Kraft besitzen, die Rachel das Leben retten und die ganze Welt verändern könnte. Rachel hat genau sechs Tage lang Zeit, das herauszufinden. Bevor das Wasser wieder dunkel wird - für die nächsten einhundert Jahre ...

MEINE MEINUNG: 
Dr. Rachel Bell leidet täglich unter unsäglichen Schmerzen, die ihr in der Kindheit durch eine Verletzung , hervorgerufen durch ein  grausames Geschehen, zugefügt wurde. Trotz dieser Beschwerden ist sie zu einer exzellenten Forscherin in der  Molekular - und Meeresbiologie herangereift.  Diese Protagonistin hat nicht meine Sympathie erhalten, aber meine Achtung vor ihrem Durchhaltevermögen und ihrem fanatischen Ehrgeiz als Forscherin, welchen die Autorin genauestens beschreibt.  Ashley Ream hat uns aber noch mehr interessante Figuren in diesem super spannendem, mystisch angehauchtem Biologie-Thriller geschenkt. Da sind die sehr sympathische ehemalige Senatorin Tilda, die ihrem todkranken Ex-Ehemann Harry in seinen letzten verbleibenden Monaten zur Seite stehen möchte, der geheimnisvolle Forscher John  mit indianischen Wurzeln, der attraktive Nachbar Tip, Tilda’s und Harry’s Sohn Juno und nicht zuletzt, die in jungen Jahren verstorbene Tochter der Familie, Becca, die eine ganz besondere Rolle ausfüllt. Diese unterschiedlichen  Lebens-Geschichten der Protagonisten  werden glaubhaft  vor dem Hintergrund und der Atmosphäre  eines Insel- und Strandlebens packend und stetig miteinander verwickelt  und von der Autorin in einem ungewöhnlich fesselndem Schreibstil dargestellt .  Ashley Ream hat es sehr lange geschafft mich als Leserin über ihren wahren Hintergrund der  Geschichte  zu täuschen und das spricht für ihre bildhafte und fantasievolle Schreibweise. 
Ich habe mitreissende Erlebnisse verfolgt und das Buch nur ungern aus der Hand gelegt. Für mich war es ein Thriller nach meinem Geschmack, ohne offensichtlich brutale Gewalt oder blutige Exzesse. 

Meine Empfehlung : Unbedingt lesen ! FÜNF ***** STERNE!

Herzlichen Dank an die Autorin und den btb Verlag in der Random House Group für diesen fiktiven Roman und Rezensionsexemplar!





Donnerstag, 25. Januar 2018

*Die Geheimnisse der Alaburg* von Greg Walters

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :06.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 13.10.2017
  • Verlag : Books on Demand
  • ISBN: 9783744830454
  • Fester Einband 396 Seiten
  • Sprache: Deutsch

REZENSION

INHALT/KLAPPENTEXT:
Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, 
ein Zwerg, der nicht zaubern kann, 
ein übergewichtiger Zwergelbe, 
ein hinkender Ork. 
Sie können die Welt retten, oder vernichten. 

Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird und findet zum ersten Mal im Leben Freunde. 
Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich und gefährlich ...

MEINE MEINUNG:
Das unheimlich wirkende Cover , dargestellt werden vier dunkle Gestalten vor einem Höhleneingang, macht sofort neugierig auf das mit einem komfortablen Lesebändchen ausgestattete Buch, mit einem festen Einband versehen.

Der Kontinent Razuklan , in geheimnisvollen , dunklen Wäldern verborgen, das kleine Dorf Sefal im Arelltal,  mit ihren Bewohnern und dem jugendlichen Protagonisten LEIK , haben mich schon nach den ersten Seiten sofort in einen faszinierenden Lesebann gezogen. 
Dieser erste Band einer spannenden, mysteriösen und zauberhaften  Jugendbuchreihe versetzt den Leser in eine magische, von fremdartigen Energien beherrschte Welt. Diese Fantasy-Welt, die Greg Walters geschaffen hat,  begeistert durch ihre bunte Vielfalt. Das *Gute*  und das *Böse* in dieser Geschichte , ganz eindeutig und  klar auch schon für den jungen Leser erkennbar , werden vom Autor sehr bildhaft und ausserordentlich fantasievoll dargestellt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm anschaulich. Junge Menschen werden sicher damit angesprochenen, aber auch ich als ältere Leserin habe es genossen schnell und leicht durch diesen Kontinent und in diese unbekannte Welt zu reisen. Das Betreten der Alaburg zusammen mit dem jungen Leik wandelt sich zum fremdartigen, geheimnisvollen Erleben , welche im Kopf des Lesers viele Rätsel und Fragen aufstellen, die teilweise gelöst werden, aber deren Entschlüsselungen auch in Hinsicht auf die folgenden Bände vom Autor nur geschickt angedeutet werden. 
Das Hauptthema dieses ersten Bandes hat mir besonders gut gefallen: Das gegenseitige Erleben und Aufkommen von Freundschaft, Vertrauen und Fürsorge zwischen vier Aussenseitern in einer neuen Gemeinschaft. Andere, völlig fremdartige Wesen wie Orks, Zwerge und Zwergelben gegenüber einem Menschenkind  werden sehr schön beschrieben und der Leser wird sanft und behutsam mit den unterschiedlichen Charaktereigenschaften dieser Fantasy-Völker vertraut gemacht.

Zitat Seite 257: „ Leik erwiderte diese ehrliche, feste Umarmung mit einem breiten Grinsen und herzte seinen kleinen Freund kräftig.“ 
Die Charaktere der vier Freunde hat der Autor sehr liebevoll , authentisch  und mit Humor ausgestattet. Die Vier haben viel Spass und Freude miteinander und bringen das Herz des Lesers oft zum Lächeln über diesen jugendlichen Übermut. Der zarte Beginn einer Liebesgeschichte zwischen LEIK und der Dorfbewohnerin DRENA , wird auch sehr anziehend  und romantisch dargestellt, dem Alter von jugendlichen Lesern so angepasst, dass auch gerade Jungen davon nicht verschreckt werden. 

Dieser erste Band der *Farbseher Saga* macht mich sehr neugierig auf die Folgebände, die ich sicher demnächst lesen werde. Natürlich bin ich auch gespannt auf seine neue Reihe  *Bestias*, die im Sommer 2018 erscheinen soll. 
Dieses tolle Fantasy-Buch kann ich ohne Bedenken  mit FÜNF ***** STERNEN auch erwachsenen Liebhabern dieser Art von Lektüre empfehlen.
Ich bin jedenfalls durch die fesselnden Seiten geflogen und sehr erfreut über den Zufall, der mir dieses wunderbare Buch geschenkt hat.

Herzlichen Dank an Greg Walters für das tolle Leseerlebnis!  

    Samstag, 13. Januar 2018

    *Lied der Weite* von Kent Haruf, erschienen im Diogenes Verlag

    Buchdetails

    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :12.01.2018
    • Aktuelle Ausgabe : 12.01.2018
    • Verlag : Diogenes
    • ISBN: 9783257070170
    • Fester Einband 384 Seiten
    • Sprache: Deutsch


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    REZENSION

    Lebens-Schicksale einer amerikanischen Kleinstadt,,,


    INHALT:
     Der Autor Kent Haruf beschreibt  in seinem erfolgreichem Roman das Leben und die Schicksale unterschiedlicher  Menschen sehr ausführlich und bewegend. Sie leben, abgeschieden und ruhig eingebettet ,  in einem amerikanischen Kleinstad-Millieu, einer Stadt namens Holt, im Staat Colorado gelegen. Ein erfolgreicher, bekannter und einprägsamer Roman  von ihm ist auch schon verfilmt worden (Unsere Seelen bei Nacht). 

    Da ist die schwangere, siebzehnjährige Schülerin Victoria Robideaux, die von ihrer Mutter in dieser schwierigen Situatuion  keine Unterstützung  bekommt, sondern auf Intervention ihrer Lehrerin Maggie Jones bei zwei alten Junggesellen , verschrobenen, aber gutmütigen Viehzüchtern eine neue Unterkunft bekommt. Die schwierige Situation einer Lehrerfamilie , deren zwei Jungen ohne die Mutter auskommen müssen,  stattdessen bei einer alten, kranken Dame,  Wärme ,Herzlichkeit und Zuwendung erfahren, welche ihnen ihr Vater Guthrie nicht geben kann. Aber es gibt auch eine Kehrseite dieser menschlichen Güte und des Zusammenhaltes der Menschen einer Kleinstadt. 
    Unwissenheit, Bösartigkeit, Gleichgültigkeit  und Dummheit treten bei vielen Mitbürgern und  hier, in diesem Roman, bei einigen oft männlichen Protagonisten, grell und schockierend zu Tage. 
    Diese unterschiedlichen Lebenswege kreuzen , verflechten und verbinden sich auf herzerwärmende und dramatische Weise,,,,

    MEINE MEINUNG:
    Kent Haruf  hat mich mit seiner ruhigen, sehr von Abstand und wertfreier Beobachtung geprägten Schreibweise in den Bann gezogen und ich habe das flüssig und angenehm zu lesende Buch in zwei Tagen durchgelesen. Er hält immer  die Lesespannung aufrecht, trotz des Fehlens von Wörtlicher Rede. 
    Seine Protagonisten wurden von ihm  sehr sorgfältig dargestellt und beschrieben mit ihren unterschiedlichen Charakteren und in ihren berührenden Lebenssituationen.  Besonders beeindruckt haben mich die beiden alten  Brüder McPheron , die in ihrer einfachen Denkweise den Mut besitzen neue Wege zu gehen und ein unbekanntes , schwangeres Mädchen in ihre lang verwurzelte Lebensgemeinschaft auf der Farm aufzunehmen.  
    Eingefahrene Verhaltensweisen junger Menschen, denen Neugier , Dummheit, Aggressivität  und Brutalität zu Grunde liegen, werden eindringlich beschrieben und scheinen wohl nie auszusterben.
    Eines möchte ich noch erwähnen:  Man wird als Leser von dieser objektiv beschreibenden Beobachtungsfähigkeit des Autoren angesteckt und kann sich mit keinem der Protagonisten wirklich identifizieren oder gar mitfiebern, wie es bei manchen  Romanen mit Ich-Erzählern leicht geschieht. Ich empfinde das aber nicht Lese-Manko bei dieser Geschichte. 

    Meine Bewertung: Eine absolute  Leseempfehlung mit FÜNF *****STERNEN für dieses grossartige Buch über Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit! 

    Herzlichen Dank an den Autor und Verlag für dieses ansprechende Rezensionsexemplar!


    Dienstag, 9. Januar 2018

    *Die Rose von Tibet* von Lionel Davidson, erschienen im Penguin Verlag

    Buchdetails

    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.12.1994
    • Aktuelle Ausgabe : 09.10.2017
    • Verlag : Penguin
    • ISBN: 9783328100034
    • Flexibler Einband 544 Seiten
    • Sprache: Deutsch




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    Rezension



    INHALT/KLAPPENTEXT:

    Januar 1949: Der britische Filmemacher Hugh Whittington soll auf einer Expedition in der Nähe des Mount Everest ums Leben gekommen sein. Doch sein Stiefbruder Charles gelangt an Informationen, die ihn an Hughs Tod zweifeln lassen. Er ist entschlossen, nach Tibet zu reisen und ihn zu finden, doch die Grenzen des Landes sind abgeriegelt. Auf gefährlichen Pfaden gelangt Charles schließlich ins verbotene Land, wo sein Bruder sich in einem Kloster aufhalten soll. Doch statt auf Hugh trifft er dort auf eine faszinierende Frau mit einem tödlichen Geheimnis …

    MEINE MEINUNG:
    Ich hatte mir von diesem Roman und Klappentext sehr viel Abenteuer, spannende Beschreibungen  über Land und Leute versprochen , wurde aber leider enttäuscht und muss nach langer Lese-Zeit zugeben: 
    Es war ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte!
    Die langatmigen  und umständlichen Epiloge am Anfang und Ende des Buches lassen den Leser unbefriedigt und ohne Spannung zurück. Den Schreibstil des Autoren empfand ich als sprunghaft und unruhig. Man rätselt immer wieder wie er in diese oder die nächste Begebenheit so schnell hineinkommen konnte. Ich habe beim Lesen ganz oft Langeweile empfunden durch umständliche Formulierungen und Beschreibungen von Situationen und Gedanken des Protagonisten.
    Meine Gedanken konnten laufend abschweifen und das bedeutet meistens ein Todesurteil für die Lektüre.
    Mich störte auch die abschätzige Meinung des Protagonisten über die Verhaltensweisen der einheimischen Bevölkerung. Seine westlich geprägte, arrogante Geisteshaltung kam sehr deutlich zum Ausdruck und hat mich ganz klar verärgert. Ich empfand diese Geschichte teilweise als skurril und der Lehrer und Stiefbruder  Charles erschien mir mit seinem Verhalten oft nicht authentisch. Vielleicht liegt  meine Unzufriedenheit auch an der unruhigen Lesezeit über die Weihnachtstage. Ich habe den berühmten *roten Faden* immer nur mit viel Sucherei wiedergefunden und plötzlich war die Farbe verblasst oder hatte gar gewechselt. 
    Es war einfach wohl leider das falsche Buch zum falschen Zeitpunkt für mich,,,,möge sich der interessierte Leser aber immer ein eigenes Bild  machen, denn ich wertschätze jeden Autor und seine anstrengende Arbeit.

    Meine Bewertung: ZWEI ** Sterne für ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte!

    Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für die Bereitstellung des  Leseexemplars.

    Montag, 8. Januar 2018

    *Das Leben der Rebecca Jones* von Angharad Price, erschienen bei dtv

    Buchdetails

    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.12.2014
    • Aktuelle Ausgabe : 05.05.2017
    • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
    • ISBN: 9783423145640
    • Flexibler Einband 176 Seiten
    • Sprache: Deutsch






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    Rezension

    INHALT:  
    Dieser Roman erzählt die Biografie  der Familie Jones , die seit ca. 1000 Jahren eine  abgelegene Farm in Wales  bewirtschaftet. Wir verfolgen die aktuellen Familiengeschehnisse aus dem Tal Tynybraich in einem Zeitraum von ca. einhundert Jahren vom Beginn des 20. Jahrhundert bis 2012, erzählt von der Ich-Erzählerin Rebecca, die mit  ihren Eltern und dem Bruder Bob die Farm hütet und nebenher als Näherin zuhause arbeitet.  In der Familie tritt immer wieder ein Gendefekt von unheilbarer Blindheit auf. Drei Brüder von Rebecca sind davon betroffen und werden im zarten Kindesalter mit drei Jahren von den Eltern auf eine Blindenschule zur Ausbildung geschickt. Sie üben als erwachsene Menschen akademische Berufe aus, haben aber zeitlebens eine enge Verbindung zu ihrer Familie, Farm und der walisischen Heimat.  Alle Familienmitglieder sind literarisch sehr belesen und bewandert. Es gibt eine alte Bücher-Familentruhe mit  verschiedenen Schriften und Werken, auch  des Vorfahren Hugh Jones. Rebecca und ihre Geschwister haben von kleinauf darin gelesen und gestöbert….

    KLAPPENTEXT: „Das Leben einer Frau.Die Stille eines walisischen Tals. Eine Geschichte von Tradition und Wandel voller Innigkeit und Würde.“

    MEINE MEINUNG: Die poetische , lyrische , leise Sprache, deren Angharad Price sich in ihrem wunderbaren Roman bedient, hat mich sehr berührt. Ich habe mit grossem Interesse diese Familiengeschichte verfolgt .  Kleine und viele grosse Katastrophen, wie der Tod der jungen Schwägerin Kate, die ein Neugeborenes und ein  Kleinkind hinterlässt, ebenso wie die Blindheit einiger  Geschwister. Der blinde William, die schon über sechzigjährigen Eltern von Rebecca und sie selber kümmern sich selbstlos und rührend um die Kleinen und unterstützen Sohn und Bruder BOB auf unglaubliche Weise.  All das und viele andere Ereignisse  werden ohne Hast, Aufgeregtheit oder Anklage geschildert und bestechen durch die Schlichtheit der Worte und Sätze. Die wunderbare Landschaft, ihre Romantik , die  Heimatliebe  von  Rebecca und ihrer Familie zum diesem Landstrich , haben auch mich bezaubert!
    Trotz der schweren, körperlichen Arbeit auf der Farm ist die ganze Familie geistig sehr rege. Ich finde das ist  bewundernswert.  Aber es ist auch ein grosses Geschenk, welches Rebecca  mit ihrem immerwährenden zur Verfügung stehendem Leben ihren Leuten gibt.  Sie opfert sich auf für die Familie , dem Fortbestehen von Traditionen und verzichtet auf persönliche Liebe und Familie zugunsten ihrer Geschwister, Eltern und Heimatliebe.

    Das ca. einhundertsiebzig Seiten enthaltende Taschenbuch wird mit wertvollen alten  Original - Bildern der Familie Jones dokumentiert und vor jedem Kapitel finden wir Zeilen des schreibenden Vorfahren Hugh Jones.
    Zitat  Kapitel 2 , Seite 47:
    „Siehe, der Winter ist fort, vorüber ist die Zeit des Regens, und wieder zum Vorschein kommen die Blumen der Erde, und wieder zu hören ist der Vögel Gesang: Mit jedem Tag verweilt das Licht länger, und immer wieder blickt hoch aus ihrem Himmelszelt die Sonne, und nichts kann sich entziehen ihrer Glut. 
    Hugh Jones , 1774

    Meine Bewertung für dieses schöne Werk : FÜNF***** grossartige STERNE!

    Vielen Dank an die Autorin und den dtv-Verlag für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!

    Montag, 1. Januar 2018

    *WUNDER Weisse Tage* von Jeanette Winterson, erschienen im WUNDERRAUM Verlag

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    Dieses Buch hat mich gerade noch rechtzeitig am 29.12.17 erreicht, um die zwölf winterlichen  Geschichten zu geniessen, die sich ein wenig an die Rauhnächte anlehnen. Es ist sehr ansprechend aufgemacht und bietet  Geschichten und ungewöhnliche Rezepte zum Nachkochen, zur  Unterhaltung, zum Nachdenken und Diskutieren,,,,
    Die zwölf Rauhnächte

    Buchdetails

    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :16.10.2017
    • Aktuelle Ausgabe : 16.10.2017
    • Verlag : Wunderraum
    • ISBN: 9783336547852
    • Fester Einband 320 Seiten
    • Sprache: Deutsch
    • Autorin Jeanette Winterson

    REZENSION

    Ich sah das Buch, nahm es in die Hand und war sofort verzaubert. Das Buch hat eine edle Ausstattung mit schlichtem, klassischen Anspruch , versehen mit einem netten Lesebändchen.

    Zitat Seite 227 : "Und jetzt die 12 Tage von Weihnachten bis Dreikönig: Schmausen, Wärme, Erholung, Freude, Besinnlichkeit , Singen, gute Taten, Mitgefühl und eine gewisse Sinnhaftigkeit des Lebens."

    Die in Grossbritannien sehr bekannte Autorin Jeanette Winterson nimmt den Leser mit in ihre  aufregende Welt der Fantasie, der Mythen , unseren Wünschen und Empfindungen während der Weihnachtszeit und der 12 magischen Nächte zwischen Heiligabend und den ersten Tagen des neuen Jahres. Sie erzählt ihre zwölf Geschichten in einem immer neuen Schreibstil, angepasst an das jeweilige Thema. Sie verwandelt ihre Gedanken und Themen immer wieder neu und lässt den Leser von einer Geschichte zur nächsten ungeduldig fliegen.  
    Es geht in dieser Lektüre um viele menschliche Emotionen wie das Verstehen um  den * Geist der Weihnacht *, die Kraft der Liebe , des Verzeihen unseres eigenen Versagens und dem unserer Mitmenschen. Der Schrecken einer Gespenstergeschichte (Die Mistelbraut) kommt ebenso überzeugend aus ihrer Feder, wie das liebevolle , mitmenschliche Kümmern um eine andere Person in  der Erzählung *Die SchneeMama*. Vertrauen, Zuwendung, Mitmenschlichkeit leben, träumerisch und romantisch angehaucht sind diese zauberhaften Geschichten. 

    Gewürzt hat Jeanette Winterson dieses Potpourri mit Plaudereien am Ende jeder Geschichte über  klassische, englische Rezepte, die hierzulande nicht so bekannt sind, aber trotzdem mit etwas Engagement leicht nachzukochen sind, wie zum Beispiel ein schöner Glühwein aus Rot- und Portwein, sowie mit  Gewürzen wie Ingwer, Zimt, Lorbeerblatt, Rohrzucker und einer mit Nelken gespickten Apfelsine, was in dem Fall ja auch bei uns wohlbekannt ist. Bei Mince Pies mit einer Mischung aus Mincemeat sieht es hier in Deutschland schon anders aus. 
    In diesen Plaudereien nimmt sie den Leser auch mit zu ihren Bekanntschaften mit anderen Autoren/innen wie Ruth Rendell, die unter dem Namen Barbara Vine auch sehr interessante Bücher geschrieben hat. Auch sehr persönliche Erlebnisse mit Eltern und Lebenspartnerinnen kommen offen und mit viel Mut ehrlich zur Sprache. 
    Dieses schöne Buch ist ein kleiner Schatz, den ich sicher gerne an jedem Weihnachtsfest aus dem Regal holen werde um mich auf diese wunderhafte Zeit des Jahres einzustimmen.

    Herzlichen Dank an die Autorin und den Wunderraum Verlag für  die Zusendung dieses grossartigen Leseexemplars.

    Meine Bewertung : FÜNF ***** Sterne für diese zauberhafte Lektüre.