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Montag, 1. Juli 2019

*Willkommen im Fairvale Ladies Buch Club* von Sophie Green.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Claudia Franz
Originaltitel: The Inaugural Meeting of the Fairvale Ladies Bookclub
Originalverlag: Hachette Australia
Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48784-4
Erschienen am  18. Februar 2019

Infolink zum Buch und Verlag
*Werbung*

Die Autorin: Sophie Green

Sophie Green ist Autorin und Verlagsleiterin. Sie hat, teilweise unter Pseudonym, bereits einige Romane und Sachbücher verfasst. Bei einem Besuch in Australiens Northern Territory verliebte sie sich in die Landschaft und die Bewohner. Weitere Aufenthalte dort inspirierten sie schließlich zu dem Bestseller »Willkommen im Fairvale Ladies Buchclub«. Sophie Green lebt in Sidney.

Inhalt/Klappentext:Mit ihrem Buchclub trotzen fünf Frauen der Einsamkeit.

Über Bücher finden sie zusammen, und ihre Freundschaft verändert ihr Leben.

Australiens Northern Territory verlangt seinen Bewohnern viel ab. Doch fünf Frauen finden einen Weg, mit dem harten Alltag und der Einsamkeit umzugehen: Sibyl, die mit ihrem Mann die Farm »Fairvale Station« leitet, ruft einen Buchclub ins Leben, dem sich vier Frauen anschließen: Sibyls Schwiegertochter Kate, ihre Freundin Rita, die abenteuerlustige Della und die dreifache Mutter Sallyanne. Jede der Frauen bringt ihre Träume und Sorgen zu den Treffen mit, und im Lauf der Jahre werden sie zu besten Freundinnen, die Schicksalsschläge, Neuanfänge, Liebeswirren und Verluste zusammen meistern.


Rezension

Meine Meinung: Bücher laden uns immer in eine Reise in eine andere Welt ein. So ist es mir mir auch mit dem gelungenem Roman von Sophie Green ergangen. Mein Trip führte mich in die Vergangenheit der Jahre 1978-1981 nach Australien in die heissen, staubigen und abgelegenen  Northern Territorys, wo das tägliche Leben sehr mühsam, immer auf der Hut vor den Launen der Natur, verlaufen kann. Die Farmarbeit auf dem Lande war hart und unbarmherzig. Es gab als ständigen Kontakt zur Aussenwelt nur das Telefon, welches leider und oft immer viele Mithörer hatte. Kein Wunder, dass die fünf Frauen, von ihrer Lebensbiografie recht unterschiedlichen Freundinnen, mit Begeisterung einen Buchclub gründen und sich auch über ihre derzeitigen Lebenssituationen austauschen und Ratschläge erteilen.  Als sehr interessant für mich persönlich  empfand ich die zusätzliche Auflistung populärer Weltereignisse aus jedem erzähltem Jahr vor einigen Kapiteln.  

Der Roman liess sich sehr gefällig und flüssig lesen, der warmherzig erzählende Schreibstil gefiel mir sehr gut, es war eine wahre Wohlfühllektüre zum Entspannen bei heissem Wetter im Lesegarten. Die fünf Hauptprotagonistinnen wurden von der Autorin charaktermässig sorgfältig und sehr unterschiedlich ausgearbeitet und ihre Emotionen und Handlungen standen  immer in einem verständlichen Zusammenhang.

Ich gebe dem Buch gern eine Bewertung von Fünf  *****  grossartigen Sternen im Genre schicksalshafte Frauen - und Liebeslektüre. 

Mein Dank geht auch an die Autorin und Verlag für die Zustellung des Rezensionsexemplar!

Dienstag, 25. Juni 2019

*Niemals ohne sie* von Jocelyne Saucier, erschienen im Insel Verlag

Info zum Buch und Verlag

NEU
Erschienen: 11.03.2019
Gebunden, 255 Seiten
ISBN: 978-3-458-17800-2
*Werbung*

Die Autorin: Jocelyne Saucier, geboren 1948 in der Provinz New Brunswick, lebt heute in einem abgeschiedenen Zehn-Seelen-Ort im nördlichen Québec. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann. Ihr vierter Roman Ein Leben mehr, der 2015 bei Insel erschien, war ein Bestseller und wird derzeit verfilmt.

Inhalt / Klappentext: Die Cardinals sind keine gewöhnliche Familie. Sie haben den Schneid und die Wildheit von Helden, sie haben Angst vor nichts und niemandem. Und sie sind ganze dreiundzwanzig. Als der Vater in der stillgelegten Mine eines kanadischen Dorfes Zink entdeckt, rechnet der Clan fest mit einem Anteil am Gewinn – und dem Ende eines kargen Daseins. Aber beides wird den Cardinals verwehrt, und so schmieden sie einen explosiven Plan, der, wenn schon nicht die Mine, so wenigstens die Ehre der Familie retten soll. Doch der Befreiungsschlag scheitert und zwingt die Geschwister zu einem Pakt des Schweigens, der zu einer Zerreißprobe für die ganze Familie wird.


Rezension

Meine Meinung: Zwei Menschen gründen eine Familie und die Mutter versorgt nun jeden Tag 23 Menschen aus ihrer kleinen Küche, mit wenigen finanziellen Möglichkeiten, sorgt sich - kümmert sich - liebt ihre Kinder - und sie lieben ihre stille Mutter, die all ihre Ängste, Sorgen, Nöte und auch Freuden kennt. Unglaublich, aber doch absolut faszinierend. Die Mutter kümmert sich mit ihrer Leidenschaft für das Kochen fast nur um das leibliche Wohl in ihrer kleinen Küche, nimmt sich aber nachts die Zeit bei jedem Kind am Bett nach dem Rechten zu schauen und zu reden.  Der Vater, ein leidenschaftlicher Erzsucher verschwindet meist im Keller und geht seinen Forschungen nach. Dynamit, zum Sprengen des wertvollen Erzes benötigt, spielt eine ganz besondere Rolle in den Beziehungen des Vaters zu seinen Kindern. Er bringt ihnen spielend den Umgang damit bei und die Kinder terrorisieren teilweise ihre Nachbarschaft mit ihren Experimenten. 

 

Dieses Buch, spielend in Kanada, in einem kleinen Ort namens Norco, gelegen an  einer stillgelegten Erzmine hat mich derartig beeindruckt, dass ich es in zwei Tagen durchlesen konnte. Ich habe zwar einige Seiten gebraucht um mich in den faszinierenden und eigenwilligen Erzählstil der Autorin einzulesen, aber dann empfand ich ihre Schreibweise ganz besonders prägnant, interessant und flüssig. Sechs Kinder erzählen, man erfährt ihre Spitz- und Taufnamen, kann das sehr schnell miteinander verbinden. Sie berichten in den Kapiteln von ihren Erfahrungen und Empfindungen aus ihrer wilden unbeaufsichtigten Kindheit. So entsteht ein kompliziertes Puzzle der Gefühle und Geschehnisse aus derFamilie. Durch die eindringlichen kurzen Sätze und  Schilderungen entstand trotz der vielen Personen in meinem Inneren das bunte Bild eines ungewöhnlichen Familienlebens, geprägt durch die vollkommene Freiheit der Kinder. Sie erziehen sich gegenseitig, die Grossen kümmern sich um die Kleinen - oder auch nicht. Manchmal hat mich das Buch vom Inhalt ein wenig an *Herr der Fliegen* von William Golding erinnert. Die Kinder waren meist auf sich gestellt. Die älteste Tochter bekommt schon mit sechs Jahren das erste Geschwisterchen von der Mutter zur Betreuung in den Arm gelegt  und so ging es mit jedem Baby weiter. Eine absolute, fast diktatorische Familienhierarchie entstand, nach Alter gestaffelt und dem jeweiligen Kind mit seinen Stärken und Schwächen angepasst. Ein erwachsenes Kind , eins nach dem anderen zieht in die Welt, aber sie treffen sich wieder während einer Ehrung des Vaters - ein Familiengeheimnis um ein besonders anderes Kind der einundzwanzig kommt endlich offen zur Sprache.... 

Meine Bewertung: Fünf ***** Sterne für dieses interessante und ungewöhnliche Buch.

Mein Dank gilt der Autorin und dem Insel Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar!


Montag, 24. Juni 2019

*Ein Sommer in Brandham Hall* von L.P. Hartley, erschienen im Eisele Verlag

ISBN:
9783961610549
Sprache:
Deutsch
Ausgabe:
Fester Einband
Umfang:
400 Seiten
Verlag:
Eisele Verlag
Erscheinungsdatum:
02.05.2019

*Werbung*

Link zum Buch und Verlag


Die Vergangenheit ist ein fremdes Land.
EINER DER SCHÖNSTEN ROMANE
DES 20. JAHRHUNDERTS

ERSTMALS IN ADÄQUATER ÜBERSETZUNG

»AUFWÜHLEND UND MAGISCH.«
THE INDEPENDENT

Leo Colston ist ein Mann fortgeschrittenen Alters, als er in einem alten roten Karton auf sein Jugendtagebuch stößt. »Tagebuch für das Jahr 1900« steht darauf, und dieser Fund lässt Leo Colston in Gedanken zurückgehen in jenen Sommer, als er dreizehn war: Während der Ferien auf dem Landgut der Eltern seines Schulfreundes wird Leo zum Überbringer heimlicher Liebesbotschaften zwischen Ted, dem Pächter, und Marian, der schönen Tochter des Schlossherrn, deren Verlobung mit Lord Trimingham kurz bevorsteht. Gegen seinen Willen zieht es Leo immer tiefer in den Strudel des gefährlichen Spiels von Verlangen und Verrat, von versprochener und verbotener Liebe, und schließlich steht er vor der ersten großen Gewissensentscheidung seines jungen Lebens.

Ein Sommer in Brandham Hall ist ein nostalgisch-poetischer Roman über die Strapazen des Erwachsenwerdens und die Gefühlswirren der Jugend, eine fein beobachtete Gesellschaftsanalyse und eine wunderbare Liebesgeschichte.


Leslie Poles Hartley, 1895 in Whittlesey in England geboren, studierte neuere Geschichte in Oxford und machte sich einen Namen als Literaturkritiker, bevor er sein preisgekröntes Debüt Das Goldregenhaus schrieb. Der eigentliche Durchbruch gelang ihm jedoch erst 1953 mit Ein Sommer in Brandham Hall, einer der schönsten englischen Romane des 20. Jahrhunderts. 1972 starb Hartley im Alter von 76 Jahren in London.

Rezension

Meine Meinung:  Die Darstellung einer Jungen-Kindheit in einer starren und von Konventionen geprägten Feudalherrschaft wird vom Autor in diesem wunderbaren Roman ehrlich und anschaulich geschildert. Sein poetischer, anregender Schreibstil, locker und oft im Plauderton verfasst, hat mich gefangen genommen und ohne eine einzige langweilige Seite in diese längst vergangene Zeit gezogen. 

Wie, wann und wodurch geschieht die Wandlung vom naiven, alles glaubendem Kind zum verstehenden erwachsenen Menschen, der komplizierte Zusammenhänge begreift, gerade auch im sozialen Miteinander? Das ist eine Frage, auf die der Autor ausführlich eingeht. Das Auf und Ab von Leo's Innenleben, seine Gedanken, deren Folgerungen und auch Taten waren für mich gerade auch in Hinsicht darauf, dass er einmal zum Mann werden wird, sehr aufschlussreich. Leo schwärmt, liebt fast ein wenig die kapriziöse Marian, die Schwester seines Freundes Marcus. Er kann ihr keinen Wunsch verwehren, lässt sich manipulieren und verfällt völlig seinem persönlichen Wunschdenken von Liebe und Zuneigung , ohne das reale Leben der Erwachsenen einschätzen zu können. Er ist ein Bote, ein Überbringer von Nachrichten zwischen der Adelstochter Marian und  dem Pächter und Bauern Ted, glaubt sehr lange an eine geschäftliche Beziehung. Nur kann er noch nicht abschätzen, was es mit diesen Nachrichten , die sich zwei Menschen, aus unterschiedlichen Schichten stammend, auf sich haben könnte. Dieses rätselhafte Puzzlespiel dieser Jungen- Gedanken hat der Autor perfekt niedergeschrieben mit der Erkenntnis , dass auch Kinder, die an der Schwelle zur Pubertät stehen,  feine Antennen für Schwingungen und Gefühle im sozialen Miteinander gerade auch zwischen den beiden Geschlechtern haben. "Herum poussieren" wird es verharmlosend von den Erwachsenen für die Kinder genannt. 

Mystische Kindheitsträume des kleinen Jungen Leo über persönliche  Verwünschungen und Flüche, die unheimliche Macht der Natur, hier verkörpert durch eine giftige Pflanze, die Tollkirsche, finden auch Raum in diesem Hitzesommer, dessen Temperaturentwicklung von Leo Colston akribisch beobachtet wird. 

Die kumpelhafte Darstellung der Freundschaft zu seinem Internatskollegen Marcus besteht auf ganz anderen Vorstellungen  wie Konkurrenzdenken und dem Vertrauen in die absolute Verschwiegenheit des Freundes. Die Kopie einer kleinen , jungen, zarten Männerfreundschaft tritt dem Leser entgegen. Die Beschreibung der gesellschaftlichen Zustände um 1900 in England empfand ich als sehr aufschlussreich und interessant. Es gab sicher unzählige Anwesen in England, auf denen diese lässige und mit Bediensteten gefüllte Lebens-Art, ähnlich wie in Brandham Hall, verwirklicht wurde. Damals war Grossbritannien auch in ein Kriegsgeschehen mit den Buren in Südafrika verwickelt.  Der herrschende Patriotismus hat auch die Internatskinder beeinflusst, aber auch der natürliche Hang zu Demokratie und absoluter Gerechtigkeit in einer sich im Aufbruch befindlichen Gesellschaft .

Für mich war dieser grossartige Roman ein herausragendes Leseerlebnis und ich bedanke mich herzlich beim Eisele Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne!

  

Dienstag, 11. Juni 2019

*Die Frauen von Salaga* von Ayesha Harruna Attah, erschienen im Diana Verlag

ISBN:
9783453292192
Sprache:
Deutsch
Ausgabe:
Fester Einband
Umfang:
320 Seiten
Verlag:
Diana
Erscheinungsdatum:
11.03.2019

Info zum Buch und zur Autorin

Die Autorin Ayesha Harruna Attah wurde in Ghana geboren, studierte in den USA u.a. an der Columbia University und der NYU und lebt heute mit ihrer Familie im Senegal. Ihr Roman »Die Frauen von Salaga« ist von dem Schicksal ihrer Ururgroßmutter inspiriert.

Inhalt/Klappentext:Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Aminah, ein verträumtes junges Mädchen, wird brutal aus ihrem Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche ist eine privilegierte Frau, doch ihr Vater zwingt sie, eine ungewollte Ehe einzugehen. Als Aminah und Wurche sich auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Beide hadern mit den Grenzen, die ihnen Zeit und Gesellschaft auferlegen. Beide riskieren ihr Leben. Und beide verlieben sich in denselben Mann.


Rezension

Meine Meinung: Das wunderschön illustrierte Cover und der Klappentext hatten mich sofort begeistert, neugierig gemacht und ich wollte das Buch unbedingt lesen.  Die Schilderungen von Frauenschicksalen, die auf dem afrikanischen Kontinent spielen sind relativ selten auf dem europäischen Buchmarkt zu finden. Schon nach den ersten Seiten war ich etwas befremdet vom nüchternen und nicht sehr gefälligem Schreibstil der Autorin, der keine Emotionen beim Leser weckt, allerdings aber Wissbegier und viel Interesse darauf, wie sich diese besondere Geschichte nun weiter entwickeln wird. Es geschehen grässliche Dinge auf dem Weg in die Sklaverei für Aminah. Sie wird psychisch und physisch an den Rand der Verzweiflung getrieben und immer noch liest sich dieses Buch wie ein Tatsachenbericht, was ja auch tatsächlich stimmt. Ich hatte leider oft das Gefühl, dass dieses Buchgeschehen ohne ein leider fehlendes Glossar über Begriffe, Zeit und Orte des damalige Afrika , seine politischen Machtverhältnisse und  Gegebenheiten,  für Europäer kaum nachzuvollziehen sind. Aus der Lektüre heraus konnte ich jedenfalls den Zeitrahmen zum Beispiel nicht identifizieren. Zum Glück wurde er im Klappentext vermerkt. Viele afrikanische Begriffe und Worte im Roman blieben mir unverständlich und ich konnte nur eigene Vermutungen anstellen. Die Liebesgeschichte der beiden Frauen Aminah und Wurche zu dem gleichen Mann wird auf keinen Fall lebendig erzählt, gewinnt kaum Bedeutung, sondern ist ein fader Nebenstrang des Buches. 

Die Königstochter Wurche lebt zwar in einem gewissen materiellem Reichtum im Gegensatz zu den Sklaven, muss sich dennoch stark unterordnen, da auch vornehme Frauen in ihren persönlichen Rechten von der männlichen Dominanz im öffentlichen Leben stark beschnitten wurden. Leider begegnen sich beide Frauen erst im letzten Drittel des Buches. Auch das war eine herbe Enttäuschung für mich. 

Eigentlich ist es ein gutes, wichtiges Buch über das Frauendasein im damaligen Westafrika, aber dieser spezielle, nüchterne Schreibstil der jungen Autorin weckt einfach keine Begeisterung und Leidenschaft bei den Leser*innen. Sehr schade ist das in meinen Augen. 

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für dieses gute Buch, welches mich leider nicht fesseln konnte. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar !

Donnerstag, 6. Juni 2019

*Raureifzeit* von Cornelia Briend, erschienen im Knaur Verlag

*Werbung*
Info zum Buch und Verlag
Taschenbuch, Knaur TB
01.03.2019, 748 S.
ISBN: 978-3-426-21700-9

Die Autorin Cornelia Briend wurde 1966 in Greifswald geboren und studierte Romanistik, Slawistik und Erziehungswissenschaften. Die erste Anstellung führte sie 1990 nach Frankreich, wo sie zusätzlich einen Germanistikabschluss und die Lehrbefähigung für Deutsch als Fremdsprache erwarb. Danach blieb die Bretagne ihre Wahlheimat. Die keltische Kultur und Geschichte inspirieren sie bei ihren Schreibprojekten.

Inhalt/Klappentext:

Historischer Roman

Die dramatische Fortsetzung des spannenden historischen Romans »Brombeerblut« von Cornelia Briend. Die Geschichte Cearas, die in der Normandie begann, setzt sich nun in Irland fort. 

Normandie, Frühjahr des Jahres 985: Zuversichtlich besteigt der junge Normanne Ivar in Begleitung zweier Gefährten ein Handelsschiff. Sein Auftrag lautet, einige fränkische Schwerter nach Irland zu schmuggeln. Es ist die letzte Bewährungsprobe, die Ivar noch von seinem Traum trennt: Gefolgschaftskrieger des Herzogs der Normandie zu werden. Doch der Auftrag scheitert und Ivar sieht sich in Irland dem Zorn des dänischen Plünderers Sigdan ausgesetzt. 

Ceara, als Ivars Ziehschwester in der Normandie aufgewachsen, lebt seit zwei Jahren als Witwe beim Stamm ihres Vaters in Irland. Ihr einziger Trost ist ihre kleine Stieftochter Crón. Als diese entführt wird, nimmt Ceara die Verfolgung auf. Schon bald steht sie Ivar gegenüber. Um Crón zu retten, muss sie zwischen Misstrauen und alter Verbundenheit wählen, während Ivar vor der Entscheidung zwischen alten Träumen und neuen Zielen steht.

REZENSION

Meine Meinung: Fast siebenhundertfünfzig Seiten lang hat mich die Autorin  Cornelia Briend mit ihrem zweiten historischen Roman an die packenden Seiten des Print-Buches gefesselt. Sie hat eine längst vergangene Zeit der Geschichte Irlands auferstehen lassen, nämlich die des Frühmittelalters. In einem dramatischen Roman erzählt sie von Machtspielen, Herrschern, einfachen Bauern und Menschen der grünen Insel. Von einfallenden Normannen, die der irischen Urbevölkerung durch ihre kriegerischen Raubzüge sehr zugesetzt haben. Persönliche Schicksale mit all ihren menschlichen Verwicklungen, Stärken und Schwächen wie Liebe, Neid, Missgunst, Eifersucht und Hass ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman. Das Buch wird von der ausgezeichneten Recherche und besten Geschichts Kenntnissen  der Autorin fein geprägt. Fiktion und verbürgte Vergangenheit vermischen sich ideal, sind perfekt konstruiert, so dass ich als Leserin oft das Gefühl hatte, mitten im Geschehen dabei zu sein. Ich habe mich an der flüssigen, angenehmen und bildhaften Schreibweise der Autorin sehr erfreut, habe mich in keinster Weise gelangweilt oder wurde durch geschichtliche Erklärungen im Lesefluss nie gestoppt oder gar aufgehalten. Viele Hauptprotagonisten, wie die zarte Zeichenkünstlerin Ceara entwickelten sich in ihrer Persönlichkeit und Darstellung des Charakters lebendig und nachvollziehbar. Auch der ehrliche und aufrechte Connor, Claras Ziehbruder Ivar und der schillernde Kämpfer Sigdan lebten lange Zeit in meinem Kopf und haben mich in meinen Alltag begleitet, wie auch die tragischen Lebensgeschichten der beiden entführten Kinder-Geiseln. Ein abscheuliches Verbrechen, welches auch in damaliger Zeit streng verurteilt wurde.  

Zauberhaft poetische Beschreibungen der Autorin des wunderschönen Irland mit seinen mystischen, keltischen Sagengestalten aus mündlich überlieferten Legenden haben der Atmosphäre im Buch noch einen ganz besonderen Reiz verliehen. Die Macht der Kirche, ihrer Klöster und Mönche befand sich damals ungebrochen in ihrer Blütezeit und hat das Leben der einfachen Bevölkerung zusätzlich stark beeinflusst.

Diese hervorragend erzählte Geschichte enthält alles, was man als Leser von einem lebendigen und guten historischem Roman erwartet. Machtspiele der Herrschenden, Liebe, harte Kampfszenen, Intrigen, Wahrhaftigkeit und die atmosphärische Darstellung der damaligen Zeitströmungen, sowie die Beschreibungen interessanter Menschen mit ihren unterschiedlichen Charakteren und Lebens Geschichten.

Dieses Buch gehört zu meinen Lese-Highlights des Jahres 2019!

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für diesen grossartigen Roman!

Danke dafür liebe Cornelia Briend!     


Montag, 27. Mai 2019

*Die Farbe von Milch* von Nell Leyshon, erschienen bei Random Audio

Audio CD
Verlag: Random House Audio; Auflage: Ungekürzte Lesung (11. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837142760
ISBN-13: 978-3837142761
Originaltitel: The Colour of Milk (Penguin Books London)

Ungekürzte Lesung mit Laura Maire

Info zur Audio CD und zum Verlag

INHALT/KLAPPENTEXT:

Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.

Mary ist an harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch als sie fünfzehn wird, ändert sich alles. Mary zieht in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten. Bei ihr, einer zarten, mitfühlenden Kranken erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Für Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Die Autorin: Nell Leyshons erster Roman Black Dirt stand auf der Longlist des Orange Prize und auf der Shortlist des Commonwealth Prize. Ihre Theaterstücke und Hörspiele erhielten ebenfalls zahlreiche Auszeichnungen. Für ihren zweiten Roman *Die Farbe von Milch* wurde sie neben James Salter und Zeruya Shalev für den Prix Femina nominiert. Nell Leyshon wurde in Glastonbury geboren und lebt in Dorset.

Die Sprecherin Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie "Verdammt verliebt". Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in "Raum" (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der "Twilight"-Reihe. Daneben war sie immer wieder in "How I Met Your Mother" zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller "Schattengrund" von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr "virtuoses Sprach-Spiel" noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.

Rezension

Meine Meinung: Wir befinden uns im Jahre des Herrn 1831 und mein Name ist M.A.R.Y. 

 Dieses  fantastisch erzählte Frauenschicksal ist eines von vielen ähnlichen Geschichten, die in der Vergangenheit in abgewandelter Form vielleicht Tausenden junger Mädchen passiert ist. Die Stimme der erzählenden und ausgezeichneten Hörbuch Preisträgerin Laura Maire hat sich meinem Kopf ganz tief eingeprägt mit ihren vielen beeindruckenden Nuancen, die sie wiedergibt.  Alles ist hervorragend verbunden mit dem einfachen, schlichten Text der Geschichte. Diese Stimme und der zugehörige Inhalt des Buches der Autorin Nell Leyshon hat ganz tiefe Empfindungen in mir ausgelöst, wie teilnehmende Freude an der Natur, Verständnis für das einfache und harte Bauern Leben der damaligen Zeit. Bedauern, Entsetzen und Trauer, welche sich ganz langsam und bedrohlich in mir aufgebaut haben standen im krassen Gegensatz zu Mary's heiterem und ehrlichen Wesen. Die Autorin hat die Geschichte in einfachen, vielen kurzen Satzwiederholungen dargestellt, welche mich am Anfang etwas verstört haben, die aber dann doch irgendwie passend waren. 

Die Gesellschaftstrennung der verschiedenen Klassen wurde im 19. Jahrhundert noch streng durchgeführt. Viele Bauern Familien kämpften um das nackte Überleben, auf Bildung und Erziehung nach heutigen Schul Maßstäben wurde nicht viel Wert gelegt. Die Kinder wurden als volle Arbeitskraft benutzt, um das Überleben der Familie zu sichern. Lesen und Schreiben konnte aus dieser Gesellschaftsschicht kaum jemand.  Doch die Familien verfügten über eine Herzensgüte und ein Zusammengehörigkeitsgefühl , welche in entscheidenden Situationen zu Tage traten. Mary wurde durch ihren hart erziehendem Vater durch diesen verordneten Dienst aus materieller Not in das Pastoren Haus, in eine andere Welt  der geistigen Bildung geworfen. Sie durfte mit glühenden Wangen den Prozess des Lesens und Schreibens erlernen und erarbeitete sich dadurch eine für sie ganz neue Ausdrucksmöglichkeit.... und doch verlor sie ihre positive, einfache Einstellung zum Leben. 

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diese beeindruckend aufgenommene Audio CD. 

Herzlichen Dank für die Zusendung dieser Audio CD an die Autorin und den Random House Audio Verlag. 

Dienstag, 21. Mai 2019

*Der Rosengarten am Meer* von Nele Jacobsen, erschienen im atb Verlag

*Werbung*

Infos zum Buch und Verlag

Broschur, 320 Seiten
Aufbau Taschenbuch
978-3-7466-3432-6

INHALT/KLAPPENTEXT:
Der Duft der Rosen am Meer.

Nachdem ihr Mann sie verlassen hat, sucht die Landschaftsarchitektin Isabel einen Neuanfang. Aus der Enge Wiens zieht es sie an die Ostsee, wo sie dem Künstler Alex beim Wiederaufbau eines prächtigen Schlossgartens helfen soll. Schnell stellt sie fest, dass der Garten ein Geheimnis birgt: Er scheint die Kopie eines legendären Rosariums aus dem zwanzigsten Jahrhundert zu sein. Isabel begibt sich auf eine Spurensuche, die sie bis an den Rand der Karpaten bringt – und auf die Fährte einer außergewöhnlichen Frau. Sie entdeckt eine die Zeiten überdauernde Liebe und kommt ihrem eigenen Glück ein ganzes Stück näher ...

Die Autorin Nele Jacobsen, geboren 1976 in West-Berlin, ist Diplom-Politologin und Journalistin und arbeitete jahrelang für Print und Fernsehen. Mit ihrer Familie lebt und schreibt sie in der Nähe von Dresden. In ihrem Garten am Elbhang blüht ihre Lieblingsrose, eine „Eliza“, jedes Jahr ab Juni in silbrig schimmerndem Pink. Bei atb ist außerdem ihr erster Roman „Unser Haus am Meer“ lieferbar. 

Rezension

MEINE MEINUNG:  Diesen wunderschönen Wohl-fühl Roman für Frauen habe ich mit einem süssem und betäubendem Rosenduft in der Nase, an einem Tag durchgelesen. Der Schreibstil der jungen Autorin ist lebhaft, angenehm zu erkunden, zaubert Bilder in den Kopf und man fliegt durch das Buch. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen, einmal im HEUTE und JETZT, erzählt das schmerzhafte Auseinander brechen einer jungen Ehegemeinschaft, sowie die Suche der Landschaftsarchitektin Isabel nach einem beruflichen und privaten Neubeginn, weitab gelegen von ihrer Heimatstadt Wien. Ein neuer Auftrag zieht sie in das einsame Gut Lundwitz, in der Mecklenburgischen Schweiz, einer im Aufbau befindlichen romantischen Künstleroase an der Ostsee. 

Der zweite, historisch belegte  Erzählstrang, den ich als sehr viel interessanter und bunter empfand als die Gegenwarts Geschichte, entführt den Leser in die vergangene Zeit der Österreich-Ungarischen Monarchie des 20. Jahrhundert in das Donauhügelland am Fuße der Kleinen Karpaten. Die Hauptprotagonistin Marie Henriette Chotek, eine außergewöhnlich eigensinnige und starke Person hat tatsächlich gelebt und ist für die damalige Zeit in ihrer Rolle als Gräfin einen ungewöhnlichen Lebensweg gegangen. Ihr Lebensinhalt war die Neu-Zucht und Pflege von Rosen und die Gestaltung eines eigenen Rosariums auf ihrem Gut Dolná Krupá. Das hat sie mit Bravour und als ledige Frau mit Kraft und Fleiss gemeistert und der Nachwelt wunderschöne neu gezüchtete Rosenarten hinterlassen. Vor und mit diesen beiden Hintergründen hat Nele Jacobsen einen packenden und bezaubernden Roman erdacht und geschrieben. Geschickt hat sie verbürgte Fakten mit fiktiven Elementen wie der Liebe von Marie Henriette Chotek zu Georg von Schwanburg verknüpft. Die realistisch anmutenden Beschreibungen der damaligen Gesellschaftsstrukturen und Konventionen geben diesem Roman ein ganz besonders wertvolles Flair.

Es ist ein Buch zum Träumen, Wohlfühlen an warmen Juniabenden, dem perfekten Rosenmonat des Jahres. Ein erklärendes Nachwort über das Thema *Rosen* und drei schöne Nachkochrezepte wie *Rosiges Sorbet*, *Rosige Marzipanpralinen* und ein *Rosiger Happy Hour Cocktail* bereichern diese schöne Taschenbuchausgabe.

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE im Genre Frauen Lektüre, Liebe und Geschichte.

Herzlichen Dank an die Autorin und den atb Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar. 

  

Montag, 20. Mai 2019

*Die 48 Briefkästen meines Vaters* von Lorraine Fouchet, erschienen im Atlantik Verlag

*Werbung*
Autor:Lorraine Fouchet
Titel:Die 48 Briefkästen meines Vaters
ISBN:978-3-455-00542-4
Verlagsbereich:Atlantik - Belletristik
Einband:Klappenbroschur
Produktart:Buch
Seiten:304
Erscheinungsdatum: 06.05.2019
Übersetzung:Katrin Segerer

Infos zum Buch und Verlag

Lorraine Fouchet
Lorraine Fouchet, geboren 1956, arbeitete als Notärztin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie ist Autorin zahlreicher Romane und lebt in der Nähe von Paris und auf der Île de Groix in der Bretagne. Bei Atlantik erschien von ihr Ein geschenkter Anfang (2017) und Die Farben des Lebens (2018).

INHALT/KLAPPENTEXT: Auf der Suche nach ihrem unbekannten Vater reist Chiara aus Rom in die stürmische Bretagne. Sie ist bei ihrer Mutter in dem Glauben aufgewachsen, ihr Vater sei vor ihrer Geburt gestorben, bis sie eines Tages erfährt, dass sie womöglich die Tochter eines bretonischen Matrosen ist. Doch wie soll sie ihn auf der Insel Groix finden, wo sie nicht einmal seinen Namen kennt? Als ihr eine Stelle als Inselbriefträgerin angeboten wird, hat sie einen perfekten Vorwand für ihre Nachforschungen. Auf Groix kommen die Überraschungen nämlich mit dem Postschiff, und die Briefkästen haben ihre eigenen Geheimnisse. Hier findet Chiara eine zweite Familie. Und sie lernt den undurchschaubaren Schriftsteller Gabin kennen. Aber wird Chiara auch erfahren, wer tatsächlich ihr Vater ist?

Rezension 

MEINE MEINUNG:  Ich habe mich an Chiara's Fersen geheftet und bin mit auf die bretonische  Insel Croix gereist und habe es auf dreihundert interessanten Seiten nicht bereut. Welcher junge Mensch hat sich nicht schon einmal auf die Suche nach seiner Identität und den eigenen Wurzeln gemacht? So erging es auch Chiara Ferrari, die Vaterlos, nur von ihrer ungeliebten und nicht liebenden Mutter Livia und der Patentante Viola betreut und erzogen wurde. Die Autorin erzählt die Geschichte  diese Fahndung nach der Herkunft, den tragischen Todesumständen des verlorenen Vaters, der am Tag der Hochzeit ihrer Eltern verunglückt ist und nur noch in Erzählungen der beiden Frauen präsent ist und die Suche nach einem ganz anderen, vielleicht sogar noch lebendem Vater.  Chiaras's Reise nach dem Glück und dem Finden einer eigenen Liebe bringt den Leser zusätzlich in Rückblicken zu einer anderen Geschichte, dem Leben eines jungen Mann, der einmal eine wichtige Rolle im Leben von Chiara Ferrari spielen wird.  Diese ziemlich komplizierte und spannende Darstellung  hat mir viele Fragen gestellt, die sich am Ende des Buches aber sehr gut auflösen. Die Atmosphäre der bretonischen, familiären Ferieninsel hat ein ganz besonderes Flair in diesem Roman eingenommen. Liebenswerte Familienmenschen fangen Chiara auf und helfen bei ihrer Suche , auch schrullige Charaktere , wie die beiden Brüder Kilian und Brendan Tonnerre, kreuzen ihren Weg, denen sie witziger weise als Postausträgerin der Insel begegnet. 

Die Briefkästen spielen einen lustige Rolle im Roman, haben ein Eigenleben, sprechen und denken, welches die Autorin phantasievoll und kreativ beschreibt. Ihr Schreibstil ist flüssig zu lesen, ist allerdings oft kapriziös und extravagant, mit vielen französischen und italienischen Begriffen versetzt und beinhaltet sogar poetische und romantische Züge.  Ich habe das Buch genossen, nur mit dem Ende der Geschichte war ich nicht ganz zufrieden. Es erschien mir zu einfach und ein wenig unglaubwürdig. Kann eine schlechte, lieblose Mutter-Tochter-Beziehung sich nach kurzen Annäherungen von Grund auf in das Gegenteil verkehren? Ich denke nicht, es ist eventuell ein Wunschdenken, vielleicht aus einer grossen Sehnsucht heraus von der Autorin mit in das Buch aufgenommen. Aber das ist meine ganz persönliche Interpretation.

Meine Bewertung: VIER ****STERNE für dieses schöne Lesevergnügen!

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!