Sonntag, 11. April 2021

*Die nicht sterben* von Dana Grigorcea erschienen im Penguin Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*

ORIGINALAUSGABE

Hardcover mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-328-60153-1

Erschienen am  01. März 2021

Verlagslink

Inhalt/Klappentext:

Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer großbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. „Uns kann niemand brechen“, pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden. Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat – und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist. Die Geschichte des grausamen Fürsten will sie erzählen. Am Anfang befürchtet sie, dass sie die Reihenfolge der Geschehnisse verwechseln könnte. Dann wird ihr klar: Jede Reihenfolge ergibt einen Sinn. Weil es in der Geschichte nicht um Ursache oder Wirkung geht, sondern nur um eines: Schicksal. Inzwischen aber ist es für jede Flucht zu spät.

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie studierte Germanistik und Nederlandistik und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin, etwa der Roman »Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit« und die Novelle »Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen«, wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.

Meine Meinung: Eine junge namenlose Frau  , die  lange Zeit in Paris gelebt hat und dort Kunst studierte, kehrt in den Schoß der Familie nach Transsilvanien zurück. Sie schlüpft bei ihrer geliebten und verehrten Tante Mamargot unter, bei der sie als Kind ungetrübte Ferientage verbracht hat. Nun erlebt sie eine neue Gesellschaft, die sich nach dem Scheiden des Kommunismus entwickelt hat,  verkörpert durch Mamargot's  zahlreiche extravaganten, spleenigen Freunde und Bekannten. Die junge Frau  trifft Kinderfreunde wieder - und kann deren Charakterentwicklung nicht mehr folgen.

Ich bin mit diesem Roman kaum klar gekommen , geschweige denn konnte ich mich  mit den vielen Protagonist*innen identifizieren. Nein, es ist keine Familiengeschichte im üblichen Sinne - eher die Geschichte einer schillernden Realität  des Unmöglichen , die in einen Fantasy Roman, Krimi oder/und auch märchenähnlich verpackt wurde und den Leser in eine fremdartige Welt katapultiert , mit ekelhaften und unsympathischen Ereignissen a la' Graf Dracula und seinen Gefährtinnen.  Zusätzliche Hinweise und Verknüpfungen zur kommunistischen Vergangenheit des Landes haben mich oft zum Nachdenken gebracht, auch über die mögliche Zukunft dieser Gegend und seiner Menschen. 


Der Schreibstil der Autorin ist sehr niveauvoll, voller Andeutungen , eigentlich teilweise recht schön, aber es ist kein Buch zur Ablenkung oder gar zum Abtauchen, keine bequeme oder gefällige Lektüre für zwischendurch . Es erfordert viel Konzentration und Lesepausen zum Nachdenken über einzelne Geschehnisse und Kapitel . Ich war etwas enttäuscht und musste es öfter aus der Hand legen, Kraft sammeln und mich bis zum Ende des Buches durchkämpfen,,,,

Meine Beurteilung: Sicher drei *** Sterne für eine gute, anspruchsvolle Lektüre, die mich trotzdem nicht in seinen Bann gezogen hat!


Danke an die Autorin und den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar! 

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