Samstag, 7. Dezember 2019

*Sag ihr, ich war bei den Sternen* von Dani Atkins, erschienen im Knaur Verlag

*Werbung, unbezahlt*

Verlag: Knaur TB, Knaur eBook Erscheinungstermin: 01.10.2019

Verlagsinfo

Inhalt/Klappentext:
Stell dir vor, an deiner Seite steht der Mann, den du liebst. Du spürst seine Hand in deiner, und sie passt perfekt in deine. Es ist sein Lächeln, das dich morgens weckt. Die Zukunft gehört euch beiden, ihr werdet heiraten. Und in deinem Bauch wächst euer Kind heran. Allein der Gedanke daran lässt dein Herz überlaufen vor Glück.
Doch dann: ein unachtsamer Schritt. Ein abgelenkter Autofahrer. Ein schrecklicher Unfall.
Du fällst in einen tiefen Schlaf. Und während du schläfst, geht das Leben einfach weiter. Wenn du erwachst, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Denn dein Happy End gehört nun einer anderen …

Meine Meinung:

Diese Lektüre gehört zu den typischen Liebesromanen bei denen der/die Leser*rin sehr oft ein Taschentuch bereithalten muss. Mir erging es zwar nicht so beim Lesen, doch diese traurige und emotionale Geschichte hat mich auch sofort durch die lebhaften Aussagen und den sympathischen Schreibstil der Autorin in seinen Bann gezogen. Dani Atkins hat eine menschliche Tragödie aus den Sichtweisen der beiden betroffenen Frauen Maddie und Chloe erzählt. Maddie erleidet diesen schrecklichen Unfall - liegt sechs sehr lange Jahre im Koma und gebiert in dieser Zeit ein gesundes Kind ohne Aufzuwachen. Ich habe mich oft gefragt, ob so etwas tatsächlich möglich ist aus medizinischer Sicht. Aber Wunder geschehen ja immer wieder und so habe ich diesen Aspekt des Romans respektiert.  Nach ihrem Erwachen glaubt sie, es seien nur sieben Wochen nach dem Unfall vergangen. Was für ein schrecklicher Irrtum! In diesen sechs Jahren wird sie von der Bibliothekarin Chloe laufend besucht und betreut. Sie liest ihr vor, spricht mit ihr und kümmert sich um die Körperpflege der hilflosen Maddie. Niemand von den Angehörigen und betreuenden Ärzten,   einschliesslich ihres Verlobten Ryan, glaubt mehr an ein Auftauchen aus Maddie's komatösem Zustand. 


Chloe verliebt sich mit schweren  inneren Vorbehalten in den Verlobten Ryan der kranken Frau, geht eine Beziehung mit ihm ein und zieht am Ende in einer Ehe mit Ryan deren beider Kind Hope (Hoffnung) auf. Beide Frauencharaktere werden glaubhaft, warmherzig und liebevoll von der Autorin gezeichnet. Das langsame Ankommen in Maddie's Realität nach dem Koma beeindruckt sehr und das Mitgefühl des Lesers wird voll angesprochen.  Aber auch das Aufkeimen einer neuen, zärtlichen Liebesgeschichte zwischen Ryan und Chloe berührt das Herz und wird ebenso packend von der Autorin beschrieben.  


Und doch ging es in langen Strecken des Romans hauptsächlich immer um das Wohlergehen der kleinen Hope, die diesen Namen zurecht bekommen hat. Denn die HOFFNUNG auf eine Änderung und Besserung der Verhältnisse stirbt bei allen Betroffenen nie. Hope akzeptiert nach langer Geheimhaltung ihre zwei Mütter, die sich in einer fast erzwungenen Freundschaft annähern und einander akzeptieren, ja sogar liebgewinnen.


Das Ende dieser Geschichte kam für mich allerdings mit seinen erneuten Verwicklungen zu abrupt, von der Autorin vielleicht mit Themen und Geschehnissen zu überladen, sehr realitätsfremd und es wurde zu konstruiert dargestellt.


Lasst Euch vom Buch und vor allem vom Ende dieser Tragödie überraschen. Lesenswert ist es auf jeden Fall!

Meine Bewertung: VIER **** Sterne!

Herzlichen Dank an die Autorin und Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Ein sehr brisantes Thema, liebe Angela.
    Ich wüsste auch nicht, ob ich es glauben könnte, im komatösen Zustand ein Kind zu gebären. Aber es stimmt, die Natur geht oftmals seltsame Wege, die sich den Kenntnissen unseres Verstandes entziehen. Könnte mir auch gefallen dieses Buch.
    LG, Mira

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    1. Danke für Dein Interesse liebe Mira. Ich war beim Lesen immer hin und her gerissen zwischen Annehmen und Ablehnen dieser Thematik,,,,
      Liebe Grüsse Angela

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