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Montag, 6. August 2018

*Die Mittsommerlüge*, von Katrine Nørregaard , erschienen im Diana-Verlag

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Inhalt /Klappentext:Zwanzig Jahre war Kristian spurlos verschwunden. Seine Tochter Louise verzeiht ihm nie, dass er die Familie ohne Erklärung verlassen hat. Und auch ihre Mutter versteht Louise nicht. Wieso hat sie ihr Schicksal klaglos ertragen? Doch als Kristians stirbt, können Mutter und Tochter nicht mehr schweigen. Denn er hinterlässt ihnen nicht nur viele Fragen, sondern auch ein idyllisches Sommerhaus am Limfjord – von dem niemand etwas wusste. Zusammen mit Louises Tochter Ida verbringen die Frauen eine Woche in dem Haus. Was hat Kristian dort so viele Jahre getan? Welches Geheimnis hütete er?



Meine Meinung:

Ich habe nun die dreihundertsechsundsechzig Seiten dieses Buches bewältigt und bin ein wenig enttäuscht zurückgeblieben. In den ersten hundert Seiten geschieht nicht viel. Ich habe ernsthaft ans Abbrechen gedacht, aber dann ballen sich die Ereignisse und der Leser wird fast überrolt davon.  
Die Geschichte dieser Patchwork-Familie war eher ein Psychogramm und die versuchte Darstellung der Seelenlage jedes einzelnen Familienmitgliedes. Drei Frauen, Grossmutter, Mutter und Enkelin erzählen und beschreiben die Situationen aus ihrer jeweiligen  gegenwärtigen Perspektive und streifen auch ansatzweise immer wieder die Geschehnisse der Vergangenheit in ihren Erinnerungen. Idyllisch und harmonisch sind diese Schilderungen sicher nicht. Sie triefen von unterschwelligem Hass der Protagonistinnen, Unmut, Schuld und unausgesprochenen Verletzungen gegeneinander. Eine normale, oder gar heile Welt und ein vernünftiges Miteinander ist das in meinen Augen nicht.  Wahrscheinlich eher vielen realen, traurigen Familiengeschichten treffend abgeschaut und/oder aus dem Erfahrungsschatz der noch recht jungen und begabten Autorin geschöpft. Ihr  Schreibstil ist keineswegs langweilig oder anstrengend. Sie schreibt flüssig und man kann angenehm durch die Geschichte fliegen, wenn man diese  vielen negativen Verletzungen der drei Generationen gegeneinander  gut verarbeiten kann und nicht an sich heranlässt. Sehr viel Melancholie und Düsternis mutet sie dem Leser zu.

Als unpassend empfand ich den Titel des Romans. Er versucht eine heile nordische Welt in einem Ferienhaus am Fjord vorzugaukeln. Dem ist NICHT so. Diese Gehässigkeiten und Konflikte unter den Frauen sind nicht angenehm zu verarbeiten für den Leser und haben mir oft das Interesse am Buch und die Lesefreude verdorben. 

Merkwürdig abweichend, viel zu harmonisch  war auch der Schluss dieser Familiengeschichte, der so gar nicht zu den vorherigen kleinen familiären Katastrophen gepasst hat. Ich möchte nicht Spoilern, aber Luise ist und war eine Betrogene und Hintergangene dieser Familie und hat mir am Ende richtig leid getan.
Auch die lasche Handhabung und tolerante Einstellung der Familie zum Thema sexuelle Beziehungen innerhalb einer Familie hat mir nicht gefallen.  

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für ein gutes, aber sehr konfliktreiches Buch.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Liebe Angela,

    ich kann dich gut verstehen, da habe ich auch zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt. Es wurden 4, weil ich den atmosphärischen und etwas wehmütigen Schreibstil mochte.
    Es kommen wieder bessere Bücher, wart es nur ab! :-)

    LG Barbara

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  2. Vielleicht ist die Autorin mit 24 Jahren noch ein bisschen zu jung, um so komplex über eine (zerrissene) Familie zu schreiben. Ich weiß, manche können das, aber ich denke, in der Regel braucht man etwas Lebenserfahrung, alles lässt sich doch nicht aus dem Hut zaubern.
    In der Regel lese ich ja solche Bücher sehr gerne, aber so wie Du es beschreibst, liebe Angela, verzichte ich lieber.

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    1. Daran tust du gut Anne ! Solche negativen Schilderungen ziehen mich persönlich immer ganz tief runter,,,,

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