Montag, 30. Oktober 2023

*Schwestern wie Ebbe und Flut* von Thesche Wulff - erschienen im Droemer Verlag

 

*unbezahlte Werbung*

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INHALT/KLAPPENTEXT: 

Mira kehrt nach langer Zeit auf ihre Herzensinsel Amrum zurück. Hier lebte ihr geliebter Patenonkel Ocko, der ihr früher beim gemeinsamen Treibgutsammeln tausende Geschichten zu ihren Fundstücken erzählte. Doch nun ist Ocko tot, und Miras Schwester drängt sie, sein altes Kapitänshaus abreißen zu lassen. Als ein Sturm die Insel heimsucht und auch Ockos Haus zerstört, fällt Mira ein ganz besonderes Stück Treibgut in die Hände. Es erinnert sie an eine von Ockos Geschichten, in der sie selbst eine besondere Rolle spielte. Und plötzlich muss sich Mira fragen, ob diese Geschichte mehr war als nur Seemannsgarn. Hatte sie nicht vielmehr mit ihrem eigenen Leben zu tun?

Die Autorin:
Thesche Wulff ist das Pseudonym einer Autorin, die schon mehrere Kriminalromane veröffentlicht und Drehbücher geschrieben hat. Sie wurde 1962 geboren und liebt den Wind und die endlose Weite des Nordens. Sie lebt mit ihrem Mann dort, wo das Meer so manche Geschichte an den Strand spült.

Mein Leseeindruck: Die Hamburgerin Mira hat viel Zeit als  Kind auf der Insel Amrum verbracht und dort stundenlang mit dem geliebten  Onkel Ocko den Flutsaum am Meer nach Treibgut abgesucht und dabei seinen spannenden Geschichten über die gefundenen Dinge gelauscht. Ihre Schwester Anke und die Eltern waren auch beim Inselleben dabei, spielten aber in den Ferien eine untergeordnete Rolle für Mira. Ihr Onkel Ocko, der in einem alten Kapitänshaus gelebt hat, war ihr strahlender Urlaubsmittelpunkt. Als Ocko stirbt erbt Mira das alte Kapitänshaus und besucht öfter ihre Schwester Anke auf Amrum, die ihren Lebensmittelpunkt als Ferienwohnungsvermieterin mit ihrem Mann Niels und vier Kindern auf der Nordseeinsel gefunden hat. 

Ich habe sehr lange gebraucht um in den Schreibstil und die Gedankenwelt der Autorin eintauchen zu können.  Sie schreibt mir zu langatmig , umständlich, hält sich an unwichtigen Kleinigkeiten ewig lange fest. Sie entwickelt drei Erzählstränge, die man sehr lange nicht in einen Zusammenhang bringen kann und es ermüdet stark beim Verfolgen. Da ist Mira, die sich in ihrer Familie fehl am Platz fühlt und zudem eine ungute Beziehung zu ihrer jüngeren Schwester Anke führt. Der Erzählstrang mit Josefine spielt im Nachkriegsdeutschland in den Bergen. Friede Seemann ist eine 80 jährige alte kinderliebe Dame, die hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten muss. Atmosphärisch dicht und stimmig ist der Autorin die Beschreibung der Insel Amrum gelungen. Nordseeliebhaber*innen kommen in diesem Buch voll auf ihre Kosten. 

Die Versuchung das Buch *Quer* zu lesen ist sehr gross. Ich habe es nicht getan, dafür aber eine lange Lesezeit für die Lektüre verbraucht. 
 
Meine Bewertung: DREI *** Sterne für diese langatmige Familiengeschichte aus dem Genre Wohlfühl Roman. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Droemer Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar ! 

Mittwoch, 11. Oktober 2023

*Muna oder Die Hälfte des Lebens* von Terézia Mora - erschienen im Luchterhand Verlag

 

*unbezahlte Werbung* Verlagslink
ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87496-8
Erschienen am  30. August 2023

INHALT/KLAPPENTEXT: Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2023
»Ich weiß, was du willst«, sagte er. »Du bekommst es nicht.« - Der neue große Roman der Georg-Büchner-Preisträgerin und Gewinnerin des Deutschen Buchpreises.

Muna liebt Magnus. Ob und wen Magnus liebt, ist schwer zu sagen. Was geschieht mit einem Leben, das man in Abhängigkeit von einem anderen führt? Muna steht vor dem Abitur, als sie Magnus kennenlernt, Französischlehrer und Fotograf. Mit ihm verbringt sie eine Nacht. Mit dem Mauerfall verschwindet er. Erst sieben Jahre später begegnen sich die beiden wieder und werden ein Paar. Muna glaubt, in der Beziehung zu Magnus ihr Zuhause gefunden zu haben. Doch schon auf der ersten gemeinsamen Reise treten Risse in der Beziehung auf. Im Laufe der Jahre nehmen Kälte, Unberechenbarkeit und Gewalt immer nur zu. Doch Muna ist nicht gewillt aufzugeben.

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman »Das Ungeheuer« erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband »Seltsame Materie«, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzer*innen aus dem Ungarischen.

Mein Leseeindruck:

Muna wächst in einer Kleinstadt der DDR auf und verliebt sich mit siebzehn Jahren  kurz vor ihrem Abiturabschluss in den sehr viel älteren Fotografen und Lehrer Magnus. Sie schaut zu ihm hoch , vergöttert ihn geradezu und teilt eine für sie unvergessliche Nacht mit ihm.  Muna  verliert ihn aus den Augen und trifft ihn  sieben Jahre später wieder. Wieder begibt sie sich in ihre fast kindlich zu nennende  naive Schwärmerei  für diesen Mann, der sie grob, unachtsam, gleichgültig und sogar mit psychischer und körperlicher Gewalt behandelt.  Muna  steht inzwischen beruflich fest auf beiden Beinen als Literaturwissenschaftlerin. Als Leser*rin fragt man sich immer öfter warum sie sich in diese private Hölle begibt. Sie lebt und reist durch Europa , ist beruflich erfolgreich, eine taffe Frau und gewinnt an Lebenserfahrung. Sie ist klug und ehrgeizig, besitzt ein grosses Empathie Empfinden für die Menschen ihrer Umgebung - doch bei Magnus und ihrer Liebe zu ihm legt sich ein merkwürdig toxischer Schalter in ihrem Kopf um. Sie nennt das für sich tatsächlich LIEBE. 

Nein , Muna gibt  ihre Liebe zu Magnus nicht auf. Aus welchen Gründen sie an dieser toxischen Beziehung über Jahre festhält, blieb mir als Leserin verschlossen. Bis zum Ende der Lektüre bin ich nicht zu einer wirklichen Meinung über diese Darstellung einer *grossen* Liebe gekommen. Hat die Autorin die Beharrlichkeit und den Glauben an Munas Zuneigung zu Magnus gegen alle Vernunftgründe menschlichen Verhaltens in ihrem Werk zeigen und durchsetzen wollen? Nach dem Motto: schaut was Menschen einander  alles antun können und wollen! 
Sie hat ein Psychogramm der jungen Frau erstellt, welches ich so punktgenau noch nie erlesen habe. Dieser Roman liest sich flüssig und spannend - die innere Gedankenwelt der jungen Muna wird oft in durchstrichenen Sätzen eindringlich und ehrlich von der Autorin dargestellt. 
Die brutale Gewalt des Magnus steigert sich fast bis in das Unerträgliche - doch Muna liebt und liebt. Sie verzeiht alles, ist blind für ihren eigenen Schmerz und alle Kränkungen, die ihr Magnus zufügt.  Ich war froh, das Buch nach vierhundertundvierzig Seiten beenden zu dürfen.  Sehr viel mehr hätte ich von diesen unglaublichen Gewaltdarstellungen zwischen zwei sich angeblich liebenden Menschen auch nicht ertragen können. 

Meine Bewertung : Vier **** Sterne für dieses aufrüttelnde Buch über seelische und körperliche Misshandlung. 

Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar. 
 



Dienstag, 12. September 2023

Montag, 11. September 2023

*Der Wald* von Tibor Rode - erschienen im Droemer Verlag


 *Werbung unbezahlt*

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Erscheinungsdatum:

01.09.2023

INHALT/KLAPPENTEXT: Überall auf der Welt tauchen sie plötzlich auf: Tausende anonyme Postsendungen mit feurig roten, bohnengroßen Samen. Zwar warnen die Behörden davor, das Saatgut einzupflanzen, doch da ist es schon zu spät. Zu viele Menschen haben es bereits in ihren Gärten ausgesät. Kurz danach sind aus den Bohnen hüfthohe Pflanzen entstanden, mit Stängeln von der Stärke eines Kinderarms und Blättern, die an Baseballhandschuhe erinnern. Menschen reagieren auf die Pollen hochallergisch. Wer versucht, den Pflanzen, die sich weltweit explosionsartig ausbreiten, Herr zu werden, zieht sich schreckliche Verletzungen zu. Eine Teufelspflanze, die zur tödlichen Gefahr für Tier und Mensch wird.

In den USA erhofft man sich von Marcus Holland Hilfe, der auf dem Gebiet der Pflanzen-Neurobiologie forscht und überzeugt davon ist, dass die Fähigkeiten und Intelligenz von Pflanzen bislang unterschätzt wird. Holland ist ebenso schockiert wie fasziniert von der extrem invasiven Art.

Bei seinem Versuch, den Ursprung der anonymen Päckchen zu finden und damit das Rätsel der gefährlichen Samen zu lösen, ist er auf die Hilfe zweier Wissenschaftlerinnen angewiesen. Die Kanadierin Ava Nahanee, die sich aus einem ihr feindlich gesinnten Wald herauskämpfen muss und die Archäobotanikerin Waverly Park, die einem jahrhundertealten Geheimnis auf der Spur ist.

Tibor Rode, 1974 in Hamburg geboren, lebt in Schleswig-Holstein. Er studierte Rechtswissenschaften und arbeitete erst als Journalist, später als Justiziar für eine große Tageszeitung. Heute ist er als Notar und Anwalt tätig. Große gesellschaftliche Fragen und wissenschaftliche Themen wecken sein Interesse und inspirieren ihn zu ebenso spannenden wie raffinierten Geschichten. Seine Thriller sind weltweit in vielen verschiedenen Ländern erschienen. "Der Wald" ist sein erster Roman bei Droemer.

Mein Leseeindruck: Es gibt eindeutig viele giftige und allergische Pflanzen in der Biologie, die den Menschen bei Kontakt oder Genuss schaden. Da sind zum Beispiel die Ambrosia-Pflanze, der Knollenblätterpilz, um nur zwei zu nennen. Doch was passiert wenn plötzlich eine neue , unbekannte Pflanzengattung auftritt, die sich ungehindert verbreitet? Angst, Schrecken, Krankheit und Tod auslöst ? Sogar auf dem gesamten Globus?

Dieses unheimliche, Schrecken verbreitende Szenario hat der Autor Tibor Rode in seinem fiktionalen Öko-Thriller ausführlich auf ca. vierhundertsechzig Seiten erzählt. Der Schreibstil ist flüssig, gefällig und angenehm zu lesen. Das Buch ist in relativ kurze Kapitel aufgelistet, welche jeweils aus der Sicht eines der unterschiedlichen Protagonist*innen erzählen. Wir lernen den *German Ranger* ,Wissenschaftler und Forstwirt Marcus Holland aus Brandenburg kennen, der sich auf einer Lesereise in den USA befindet um über seine neuesten Forschungs-Erkenntnisse hinsichtlich der Entwicklung in der Pflanzenwelt  öffentlich zu referieren. Dort wird die junge Archäobotanikerin Waverly Park vor seinen Augen erschossen und die unheilvolle Geschichte der Verbreitung einer neuen Pflanzenart nimmt dort ungehindert seinen Lauf und Beginn. Die Wurzeln und die Ursprünge  dieser sogenannten *Höllenpflanze* stammen aus dem Lebens- und Forschungsgskreis des Johann Wolfgang von Goethe und reichen hinein bis in das heutige sowie auch in das alte China vor Hunderten von Jahren. 

Ava Nahanee, eine junge Forscherin aus der IT-Branche mit indigenen Wurzeln, aus Kanada stammend, spielt eine wichtige Rolle, ist eng mit Waverly befreundet. Auch andere Forscherinnen wie  die Amerikanerin Greta Meyers werden in die Nachforschungen involviert. Doch wer sind Dechambeau und der geheimnisvoll auftretende Silva? Was haben sie mit der *Höllenpflanze* zu tun? Diese Entwicklung könnt ihr beim Lesen des sehr erschreckenden und nah an unserer Realität spielenden fiktionalen Ökothriller verfolgen und entdecken,,,,

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diesen aufregenden Öko-Thriller. 

Herzlichen Dank an den Autor und den Droemer Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar. 


Mittwoch, 6. September 2023

*Risse* von Angelika Klüssendorf - erschienen im Piper Verlag

 

*Werbung , unbezahlt*

DIGITALES REZENSIONSEXEMPLAR

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Herzlichen Dank für die Bereitstellung des digitalen Leseexemplar an die Autorin, den Piper Verlag und Netgalley. 

Erschienen am 31.08.2023
176 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-492-05991-6

INHALT/KLAPPENTEXT: Das Mädchen und wie es die Welt sah

Das Mädchen ist zurück:In zehn Geschichten entfaltet Angelika Klüssendorf ein Kinderleben in der DDR in den 60ern und 70ern, geprägt von Ungeborgenheit und Sehnsucht. Nach dem Tod der geliebten Großmutter muss das Mädchen Übergriffen und Teilnahmslosigkeit begegnen. Es ringt darum, seine Eltern auszuhalten und zu verstehen und die Schwester zu beschützen. Lichtblicke liefern Bücher, das Lesen bietet selbst im Kinderheim noch einen Ausweg.

Die Kaschnitz-Preisträgerin erzählt die Vorgeschichten zum Erfolgsroman „Das Mädchen“ neu, die vor zwanzig Jahren erschienen und nicht mehr lieferbar sind. Und sie überprüft schonungslos, was nicht erzählt wurde und warum. Ist Wahrhaftigkeit im Erzählen von sich möglich?

Autofiktion, radikal und bewegend!

Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute wohnt sie auf dem Land in Mecklenburg. Sie veröffentlichte mehrere Erzählbände und Romane und die von Kritik und Lesepublikum begeistert aufgenommene Romantrilogie „Das Mädchen“, „April“ und „Jahre später“, deren Einzeltitel alle für den Deutschen Buchpreis nominiert waren und zweimal auch auf der Shortlist standen. Zuletzt wurde sie mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis (2019) ausgezeichnet. Die französische Übersetzung ihres Romans „Vierunddreißigster September“ stand auf der Longlist des Prix Femina 2022.


Meine Meinung und mein Leseeindruck: Als erstes: ich habe diesen Roman nicht  eindeutig als *echten Roman* empfunden beim Lesen. Es sind für mich eher zehn Episoden aus einem sehr unglücklichen und gewalttätigen  Kinderleben in vergangenen DDR-Zeiten. Diese Episoden sind wohl vor zwanzig Jahren unter einem anderen Titel, bei einem anderen Verlag  veröffentlicht worden und die Autorin hat in der jetzigen Ausgabe unter jede dieser kleinen Erzählungen neue Eindrücke, Überlegungen und Erklärungen hinzugefügt. Das war für mich sehr hilfreich, denn so konnte ich diese  unterschiedlichen Textinhalte gut zwischen Fiktion und Autofiktion unterscheiden. 

Jede dieser im Titel harmlos klingenden Episoden strotzen nur so von unglaublicher körperlicher und seelischer Gewalt auch gegenüber ganz jungen Kindern. Die Eltern der Geschwister sind oft alkoholisiert, desillusioniert von ihrem Dasein und geben diese Lebens-Enttäuschungen ungehemmt und ungefiltert an ihre zwei Mädchen weiter. Nur die Erinnerung an ihre liebevolle Grossmutter gibt dem älteren Mädchen immer wieder Hoffnung, Mut und fantasievolle Einfälle um sich und ihre kleine Schwester gegen diese willkürliche Gewalt der Eltern zu schützen. Auch das immer wiederkehrende Abtauchen in die *Welt der Bücher * hilft ihr sehr.  Diese erste Episode nennt sich *Die Grossmutter im Kirschbaum*. Mit den Jahren wächst das Leid und das Kind wird in einem Kinderheim untergebracht, indem sie weder Fürsorge, Schutz oder Liebe erfährt. 

Ich habe mich beim Lesen immer wieder erschüttert gefragt wie ein Kind und/oder Jugendliche*r diese Misshandlungen  durch Familie und staatliche Behörden überhaupt ertragen kann ohne zu verzweifeln. Doch der Lebens - Überlebenswille eines jungen Menschen  ist anscheinend unermesslich gross.  

Ich gebe dieser lesenswerten,  stark autofiktionalen  Lektüre wertvolle FÜNF ***** Sterne und kann diese Episoden nur charakterstarken und mutigen Leser*innen empfehlen!







 

Sonntag, 3. September 2023

*Super Easy Backen* von Eloise Head - erschienen im Südwest Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*

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Originaltitel: Fitwaffle´s Baking it easy. All my best 3-ingredient recipes and most-loved cakes and desserts

Originalverlag: Ebury Press

Hardcover, Pappband, 256 Seiten, 19,0 x 24,7 cm

100 farbige Fotos

ISBN: 978-3-517-10216-0

Erschienen am  29. März 2023

Inhalt/Klappentext: Backen war noch nie so einfach!


Hier kommt die deutsche Ausgabe des Amazon #1 Bestsellers von Eloise Head, dem Social-Media-Back-Star mit 7 Millionen Fans. Der Clou von »Fitwaffles« Rezepten? Unglaublich einfache und leckere Rezepte mit so wenig Zutaten wie möglich! In ihrem ersten Backbuch hat Eloise 100 ihrer beliebtesten und brandneuen Rezepte zusammengetragen, die das Backen so einfach machen. Fünfzig Rezepte mit nur 3 Zutaten, darunter die beliebte Cookies-and-Cream-Torte und köstlicher Schokoladen-Karamell-Kuchen, sowie all ihre Lieblingsrezepte mit 4 und 5 Zutaten, wie z.B. Spekulatius-Eis oder eine Tassen-Zimtrolle. Zum krönenden Abschluss gibt es noch ein paar Leckereien, für die man zwar ein paar mehr Zutaten benötigt, die es aber auf jeden Fall wert sind!

Durch ihre besonders simplen Back-Rezepte wurde die 28-jährige Influencerin Eloise Head in den Sozialen Medien berühmt. Ihren TikTok-Kanal @fitwaffle gründete die ehemalige Fitnesstrainerin im April 2018 und nur ein knappes Jahr später erreichte sie bereits 1 Millionen Views. Auch auf Instagram und einer eigenen Webseite finden die mittlerweile 7 Millionen Fans ihre süßen Trendrezepte.

Meine Meinung: Die Erfolge in den sozialen Medien der jungen Influencerin Eloise Head hatten mich beeindruckt und neugierig gemacht  auf die Print Ausgabe ihres ersten Backbuches . Ich wurde vom Äusseren des Buches nicht enttäuscht. Es ist farbig harmonisch aufgemacht und mit tollen Fotografien versehen auf den ca. zweihundertfünfzig Seiten. Auch die Gliederung des Buches in dreizehn unterschiedlich aufgeführte  Kapitel wie zum Beispiel *Fudge, Pralinen, Trüffel und Konfekt* oder *Kekse, Cookies und weiteres Flachgebäck * lässt nicht zu wünschen übrig. Alle Rezepte der dreizehn unterschiedliche Kategorien  wurden entweder in *Drei Zutaten*, Vier Zutaten* oder Fünf Zutaten* nochmals gekennzeichnet. 

Doch der Inhalt der Rezepte hat mich etwas verblüfft. In sehr vielen Rezepten  werden Fertigkekse, Zutaten wie  Schoko-Riegel und ähnliche  fertige Süssigkeiten der Zuckerlobby zum Backen, Rühren und Vermischen verwendet. Das Resultat dieser Rezeptideen ist nur logisch.

 ZU SÜSS, ZU FETT, ZU UNGESUND! 

Auch die angepriesenen *Drei Zutaten Rezepte* sind für backbegeisterte Menschen nicht interessant, sondern führen eher ahnungslose Anfänger*innen und/oder Kinder in diese einfache Magie der Backkünste ein. 

Ich werde trotzdem gern ab und zu in diesen Seiten blättern um für Kinder und Enkelkinder  eine schnelle und ungesunde Köstlichkeit zubereiten ;-) . 

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für diesen einfachen Ratgeber für Backanfänger*innen. 

Vielen Dank an die Autorin und Verlag für diese Print-Ausgabe als Rezensionsexemplar.  


Donnerstag, 31. August 2023

*Momo* von Michael Ende - erschienen als Hörspiel bei *Hörbuch Hamburg*


 *Werbung unbezahlt*

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INHALT/Klappentext: In einer Großstadt lebt das Waisenmädchen Momo. Niemand weiß, woher sie kommt, aber alle kennen ihre Gabe: Sie kann wunderbar zuhören. Als seelenlose graue Herren auftauchen, die den Menschen ihre Zeit stehlen, wird die Welt lieblos und trist. Nur Momo lässt sich nicht beirren. Mit einer Blume in der Hand und einer Schildkröte an ihrer Seite macht sie sich auf den Weg, um die grauen Herren zu stoppen.

50 Jahre Momo – das neue Hörspiel zum Jubiläum!


»Momo«, der weltberühmte Märchen-Roman von Michael Ende, wird 50 und Hörspiel-Regisseur Robert Schoen inszeniert ihn neu – mit hochkarätigen Sprechern wie Friedhelm Ptok als Erzähler, Andreas Fröhlich als Meister Hora und Paula Drescher als Momo. Eine Geschichte von heute für die ganze Familie über Freundschaft, Entschleunigung und den Mut, anders zu sein, atmosphärisch und vielschichtig inszeniert mit der Musik des mehrfach ausgezeichneten Komponisten Tobias Unterberg.


Meine Meinung: Vor einigen Jahrzehnten habe ich das wunderbare Buch von Michael Ende gelesen und mich von dem kleinen Mädchen Momo und seinen Freund*innen  im alten Amphitheater verzaubern lassen. 

Nun gibt es ein frisch und neu aufgelegtes Hörspiel bei *Hörbuch Hamburg* und ich durfte es freundlicherweise bei Netgalley digital hören. Vielen Herzlichen Dank dafür an den Verlag und die Leseplattform. 

Der ursprüngliche  Text wurde aufgelockert mit Musik und  melodischen kleinen Liedern. Das hat mir sehr gut gefallen und meiner Fantasie Zeit und Raum gegeben mich sehr gut das Buch zu erinnern.  Die Sprecher haben es geschafft mit ihren Stimmen den Roman und die Charaktere der Protagonst*innen dem Leser in faszinierender  und authentischer Form nahezubringen. Als hervorragend empfand ich die markante und ruhige Erzählweise des Friedhelm Ptok. Auch die kindliche und fein variierende Sprache der MOMO (PAULA DRESCHER) hat mich verzaubert und in ihren Bann gezogen. Die *grauen Herren* treten wie im Roman mit erschreckender  Herz- und Kaltblütgikeit auf und erinnern an mögliche KI -Sprachen und technische Computermöglichkeiten zur Verfälschung der menschlichen Ausdrucksweise. Das Hörspiel ist nach wie vor aktuell, zeitlos und ein echter Klassiker, den Kinder und möglichst viele Menschen hören sollten. Die emotionale  Lieblosigkeit gegenüber Kindern und Erwachsenen, ihren  unerfüllten Bedürfnissen nach Zuwendung, Zeit und Beachtung mit der sich unsere Gesellschaft immer noch schwer tut wird auch im Hörspiel klar und eindringlich an ALT und JUNG übermittelt.

 Dieses Hörspiel ist ein wertvoller Beitrag, regt zum Nachdenken an über unsere Werte und die Umsetzung in unserer Gesellschaft.     

Donnerstag, 24. August 2023

*Agnes geht* von Katja Keweritsch - erschienen im Diana Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*

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ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Klappenbroschur, 400 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-36148-5

Erschienen am  15. März 2023

INHALT/KLAPPENTEXT: Nach einem riesigen Streit mit ihrem Mann will Agnes nur noch weg. Ohne Plan geht sie los – zunächst ins Hotel, dann zu Fuß quer durch Hamburg, immer weiter, bis ins grüne Marschland der Elbe. Was, wenn sie einfach weiterliefe? Am Fluss entlang, bis nach Berlin. Ob das Gehen ihr Antworten schenkt? Vielleicht könnte sie herausfinden, wohin ihre beruflichen Träume verschwunden sind. Wo sie selbst eigentlich während all der Jahre des Kümmerns um Kinder, Haushalt und Familie geblieben ist. Und: ob ihre Ehe noch eine Chance verdient. Unter weitem Himmel wandert Agnes durch malerische Auen, begegnet Menschen und Möglichkeiten und geht Schritt für Schritt einer unerwarteten Zukunft entgegen.

Ein wundervoller Roman über die Liebe, das Glück des Alleinseins in der Natur und die Träume, die uns beflügeln.

Katja Keweritsch ist Ethnologin und Journalistin. Sie ist in einem friesischen Dorf aufgewachsen, von dem aus es sie schon früh in die Welt zog. Neben Köln und Hamburg studierte sie in Los Angeles und lebte zeitweise in Mumbai und auf Sansibar. Heute wohnt sie mit ihrer Familie an der Elbe. In ihren Romanen »Die wundersame Reise der Bienen« und »Agnes geht« schreibt sie über die Liebe und darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

Mein Leseeindruck:
Die Autorin ist mir positiv bekannt durch ihr Buch *Die wundersame Reise der Bienen*, dessen Rezension auch hier zu finden ist. 
Nun bin ich in  *Agnes geht* und deren Verzweiflung über einen verletzenden Streit mit ihrem langjährigen Ehemann wieder los gereist und zwar zu Fuss durch Hamburg und anschließend durch wunderbare Naturlandschaften am Elbufer entlang. Diese malerischen und poetischen Beschreibungen der Autorin haben mir gut gefallen und mich beeindruckt. 

Agnes lässt ihre Gedanken beim Wandern fliessen und nimmt mich mit auf ihre vergangene Lebensreise. Als Biologin hat sie sich in jungen Jahren verliebt, eine strebsamen Arzt geehelicht und bald darauf war sie Mutter von zwei reizenden und geliebten Kindern.  Sie lebt im sogenannten *Muttiversum*. Ein Ausdruck, den ich als ziemlich abwertend und ungerecht empfinde, zumal sich die Protagonistin Agnes über sechzehn Jahre begeistert mit ihrer Rolle als sorgende Ehefrau und Mutter identifiziert hat. Plötzlich fällt ihr auf, dass sie auf ihre berufliche Karriere verzichtet hat ? Diese neue Wandlung und Haltung  der Protagonistin zu ihrem bisherigen Leben empfand ich als ziemlich unrealistisch, naiv und nicht überzeugend.  

Das Buch liest sich locker, leicht und flüssig, dank des guten Schreibstils der Autorin. Und doch hielt sich meine Sympathie und mein Verständnis für diese plötzliche Selbstfindungswanderung der Agnes in Grenzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine junge Frau in heutiger  Zeit sich so ihrer beruflichen Zukunft und der Realität des Familienlebens verschliesst, zumal sie vor der Familiengründung eine begeisterte Biologin war. Ich fand diese ganze Situation zu absurd, zumal sie ohne Planung ihrer Wander Route, schlecht ausgerüstet und ohne Rücksicht auf die Familie einfach davongelaufen ist. Irgendwie verständlich in einer verzweifelten Stimmungslage - aber auch wieder nicht.  War das wirklich nötig? Hat sie so wenig Selbstvertrauen als Mutter und Frau? Die schwierige Situation der Vereinbarung von Beruf und Familie für Frauen wird von unserer Gesellschaft immer noch nicht ernst genommen, aber es gibt unterschiedliche Wege zum Lösen dieser Probleme.

Doch auch der ungerechte Umgang mit ihrer unbändigen Wut auf Ehemann und Familie hat mir nicht gefallen, denn letztendlich hatte sie sich vor Jahren freiwillig für ihr *Muttiversum* entschieden und es lange Jahre einfach laufen lassen.  
Ich bin mit Agnes  leider nicht wirklich warm geworden. Zum Glück hat die Realität sie wieder eingeholt auf ihrer Wanderung,,,,,

Meine Bewertung: DREI *** Sterne. 

Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Print-Rezensionsexemplar.  



Dienstag, 15. August 2023

*Die Weltenseglerin* von Nadja Raiser - erschienen im Knaur Verlag

 

*Werbung, unbezahlt*

Verlag: Knaur HC  512 Seiten

ISBN: 978-3-426-22791-6

Erscheinungstermin: 03.07.2023

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INHALT/KLAPPENTEXT: Eine wagemutige Frau – ein unerhörtes Abenteuer – und eine große Liebe:

Im historischen Roman »Die Weltenseglerin« begleiten Sie die junge Portugiesin Mariella Alvaro und ihren berühmten Onkel Fernando Magellan auf einer der spektakulärsten Entdeckungsreisen der Seefahrt.

Portugal, 1519: Um der Ehe mit einem gewalttätigen Trinker zu entgehen, flüchtet sich die junge Mariella Alvaro als Mann verkleidet auf die Concepción – eines der fünf Schiffe, mit denen ihr Onkel Fernando Magellan den westlichen Seeweg von Spanien zu den Gewürzinseln Indonesiens erkunden will.

Als Mariellas Tarnung schließlich auffliegt, muss sie sich nicht nur gegen zermürbende Flauten und lebensbedrohliche Stürme behaupten: Die Matrosen begegnen ihr entweder mit offener Feindseligkeit, weil sie überzeugt sind, eine Frau an Bord würde Unglück bringen; oder sie werfen ihr Blicke zu, die Mariella als mindestens ebenso gefährlich empfindet.

In die größte Gefahr bringt Mariella jedoch ihr eigenes Herz, das sie ausgerechnet an den ehemaligen Kapitän Juan Sebastián de Elcano verliert …

An der Seite der wagemutigen Mariella lässt uns Nadja Raisers historischer Roman die Entdeckung der Südpassage an Feuerland vorbei miterleben: mitreißend, dramatisch und gewürzt mit einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte. 

Nadja Raiser lebt mit ihrem Ehemann und Kindern am Rande der Allgäuer Alpen. Seit ihrer Kindheit liebt sie es, in selbstgeschriebene Geschichten abzutauchen. Während ihre Anfänge noch auf Disketten schlummern, hat sie Anfang 2020 den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt. Seitdem schreibt die gelernte Erzieherin für ihr Leben gerne Romane und Kurzgeschichten in verschiedenen Genres.

MEIN LESEEINDRUCK:

Die Autorin nimmt uns mit auf eine historisch verbürgte Seereise mit dem berühmten Fernando Magellan, der  Ende 1520  auf einer Expedition mit fünf Schiffen die SÜDPASSAGE in den Pazifischen Ozean, an Feuerland vorbei, entdeckt hat. Die Autorin hat dieses wichtige und aufregende Ereignis mit Hilfe der damaligen Aufzeichnungen von Antonio Pigafetta aufgeschrieben und mit fiktiven Protagonisten zu einer lebendigen und spannenden Abenteuerreise zu den sogenannten *Gewürzinseln Indonesiens* für die Leser*innen aufbereitet. Der flüssige und angenehm zu lesende Schreibstil hält ausserdem in Atem und begeistert. Allerdings befinden sich in den fünfhundert (500) Seiten des Buches einige Längen auf Grund der Liebesgeschichte zwischen Mariella und Juan, die einen sehr grossen Raum einnimmt. 

Um einer Ehe mit einem ungeliebten Trinker zu entgehen tarnen sich Mariella Alvaro und ihre Begleiterin Emi in Männerkleidung und reisen als *blinde Passagiere* auf dem Schiff des Onkels Fernando Magellan mit. Als ihr Aufenthalt auf dem Segelschiff nicht mehr zu verbergen ist, sind sie den Seeleuten und den Kapitänen der fünf Expeditionssegler hilflos ausgeliefert. Eine weibliche Person an Bord bringt allen Unglück, so die Meinung der Seeleute.  Plastisch und mit viel Fantasie wird das raue Leben an Bord eines damaligen Seglers dargestellt. Hunger, Stürme und ihnen feindlich gesinnte Bewohner fremder Kulturen machen das Leben an Bord und an Land im wahrsten Sinne des Wortes *lebensgefährlich*. Mariella verliebt sich verbotenerweise in den Kapitän Juan Sebastián de Elcano und so nimmt ein dramatisches Schicksal aller Mitsegler an Bord seinen Lauf.....

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diese wagemutige Seereise zu den Gewürzinseln Indonesiens. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar! (Print Ausgabe).